Joachim Gauck will nicht, dass es Volksabstimmungen gibt

Ruby

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Unser allerliebster Bundespräsident Joachim Gauck hält das Volk für zu inkompetent, um richtige Entscheidungen fällen und somit vernünftige Volksabstimmungen durchführen zu können.

Ich persönlich halte gar nichts vom Gauck, weil ich ihn nur für ein Männchen halte, der sein Fähnchen in die jeweilige Windrichtung hält. Gerade immer dort, wo es angebracht ist, um möglichst gut dazustehen. Das ging damals schon mit den Montagsdemos in der DDR los. Erst 1989 eingeklingt, als schon absehbar war, in welche Richtung es läuft.

Aber lest am besten nochmal selbst nach:



 
@Destiny666

"auf Bundesebene in Deutschland nicht gut vorstellen."

Der übliche Scheiss von den Empörungsseiten. Hauptsache auf irgendeinen Schwachsinn abdröhnen.
Fakt ist nun mal dass er "Joachim Gauck will nicht, dass es Volksabstimmungen gibt" nicht gesagt hat.
Warum postest Du dann diesen Schrott wenn du selber schon sehen kannst wie das wieder billigst manipuliert und rabuliert wird.....
 
Najaaaa....zu dem Thema bin ich selbst zu hin- und hergerissen. Einerseits sage ich: Demokratie (zumindest nennen wir das offiziell so, was wir da haben) also sollte die Volksabstimmung als grundlegendstes Mittel sofort eingeführt werden. Andererseits... Wenn ich die Ergebnisse einer Bundestagswahl so sehe, wird mir schlecht, wenn ich dran denke, solchen Leuten noch mehr Wahlbefugnisse zuzuteilen. (Was natürlich von mir selbst ein sehr "undemokratischer" Gedanke ist, weil ich eben nicht mit der Mehrheit konform gehe, was Meinungen betrifft, ist es uncool, diesen Leuten eine solche Wahl vorenthalten zu wollen....^^)

Andererseits denke ich, dass viele Leute nicht wirklich IHRE Meinung bei einer solchen Abstimmung abgeben würden, das Thema dieser sei mal dahingestellt. Dazu wird von Medien und Politik zu viel Meinungsmache betrieben. Es gibt einfach viel zu viele Faktoren dabei...
 
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  • #5
@Destiny666

"auf Bundesebene in Deutschland nicht gut vorstellen."

Aber darum gehts doch.

Es wird sich doch seit vielen vielen Jahren dagegen gewehrt, dass das Volk in dieser "Demokratie" auch mal eine Entscheidung fällen kann und nicht nur 1 x in 4 Jahren auf Bundesebene irgendein blödes Kreuz bei einer Partei, was hinterher sowieso wieder ignoriert wird.



Ich hab die Artikel übrigens nicht geschrieben. Es scheint aber viele gar nicht zu stören, dass unsere Demokratie nur auf dem Papier steht, weil wir (das Volk) eh nix zu sagen haben, sondern nur Politiker und Lobbyisten.
 
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  • #7
Nun hat das Bübsche sich aber eingemischt und seiner allerliebsten Kanzlerin damit in die Hände gespielt.

Bei dem Gauck kann man dann schon absehen, wohin es führt, wenn der mitentscheiden darf bezüglich VDS und Freihandelsabkommen. Er muss ja nur seinen Namen aufs Papierchen kritzeln und schon isses in trockenen Tüchern.
 
spielt alles doch eh keine rolle, da eine volksabstimmung auch keine direkte demokratie wäre. es sei denn, die politik bräuchte für jede gesetzesänderung die zustimmung des volkes und ein nicht wählen wäre damit gleichzeitig ein nein. dann würde die politik auch für das volk arbeiten und müsste für änderung die leute motivieren und darum werben, damit diese dem auch zustimmen.
 
In Anbetracht der letzten Wahl würde ich mal sagen ein Glück dass es sie auf Bundesebene nicht gibt.
in der RAF Zeit waren 70 % für die Todesstrafe. Für Kinderschänder etc. würde es sie heute sofort geben.
Nach der Bundestagswahl waren laut Emnid 67 % gegen Hilfen für die Südländer. Der ganze Süden Europas wäre sofort pleite und in tiefster Armut wenn die AFD ei Plebiszit zu dieser Frage erreichen könnte.
57% halten die Hartz IV Sätze für angemessen oder ZU HOCH....
Wenn ich mir mal im Google Schnelldurchgang Volkes Meinung zu vielen brisanten Themen anschaue dann wird mir Angst und Bange vor dem Willen des Volkes und ich glaube die Gesellschaft würde sich nicht zu Ihrem Vorteil verändern.
 
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  • #11
Du darfst Umfragen aber nicht auf die gesamte Bevölkerung münzen. Denn jede Umfrage kann genau so hingebogen werden, damit sie das gewünschte Ergebnis liefert.
 
solange die bild die am meisten gelesene zeitung in deutschland ist, soll man mir bloß weg bleiben mit volksabstimmungen oder direkter demokratie.

es gibt einfach zuviel idioten in deutschland, die nicht in der lage sind über den tellerrand zu schauen. diese mehrheit soll dann in eine - wie auch immer geartete - direkte demokratie eingebunden werden?

nee danke. bei der repräsentativen emokratie gibts schon mehr als genug totgeburten. der produzierte müll würde sich noch weiter steigern, wenn man die ganzen idioten direkt abstimmen liese.
 


Das Witzige ist, dass Menschen, die sowas sagen, sich immer zu den "Anderen" dazuzählen. Den Nicht-Idioten. Dabei ist das nicht mal garantiert.
 
Die Überbleibsel des intellektuellen Milieus ängstigen sich vor Volksabstimmungen, weil diese die Gefahr in sich bergen, auch noch ihre bisher verschont gebliebenen einstigen Erfolge zurückzudrehen; und die neoliberal geprägte Elite möchte ungestört ihre Politik fortsetzen. Es gibt eben kein großes Interesse an Volksabstimmungen. Von Gauck halte ich überhaupt nichts, aber seine Ablehnung hier kann ich ihm nicht vorwerfen.

Für mich läuft die Überlegung zum Thema direkte Demokratie am Ende auf eine Frage hinaus: Werden Kinder erwachsen, wenn sie selbst entscheiden dürfen, oder handeln sie weiter unverantwortlich (gegen das, was eigentlich gut für sie wäre)?

Ich befürchte, die zweite Antwort ist für uns Deutsche die richtige: Als Volk sind wir im Politischen zu dumm. Wir wissen nicht, was gut und schlecht für uns wäre; und wer es doch weiß, der irrt sich bei der Wahl der Mittel zur Umsetzung. Das meint Gauck wohl auch mit der Überforderung des Volkes bei schwierigen Themen. Vermutlich hat er recht.
 


das war eine neutrale feststellung. ich verhalte mich auch regelmäßig wie ein idiot und lese regelmäßig bild online.

dennoch möchte ich hier keine direkte demokratie.
 
[...]Der ganze Süden Europas wäre sofort pleite und in tiefster Armut[...]

Wie kommst du zu dieser Theorie? Es gab in der Geschichte immer wieder Staatspleiten aber die haben keineswegs verbrannte Erde zurück gelassen. Den meisten Staaten gingen für den Pleitezeitraum sicherlich schlechter aber sie haben sich danach sehr gut wieder erholt. Und ich bin ziemlich sicher, dass für die ganzen Länder die mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln gestützt wurden, es heute besser aussehen könnte wenn man sie einfach hatte pleite gehen lassen. Der Hauptschaden einer solchen Pleite dürfte wohl meistens die Banken treffen, daher werden diese versuchen die Politik zu beeinflussen bestechen, dass ein solcher Bankrott möglichst nie eintritt. Aber ich bin schon jetzt ziemlich sicher, dass dieses Schicksal der Staatspleite in absehbarer Zeit die USA treffen wird. Die sind jetzt schon kurzfristig zahlungsunfähig geworden, die Pleite ist da nicht mehr so weit entfernt. Das Gleiche wird jedem Staat blühen der Jahr für Jahr mehr Schulden anhäuft.

MfG
Mr. J
 
Volksabstimmungen = Diktatur der egoistischen, geldgierigen, uninformierten Masse die sich dann durch die Massenmedien steuern lässt.
 
Andererseits... Wenn ich die Ergebnisse einer Bundestagswahl so sehe, wird mir schlecht, wenn ich dran denke, solchen Leuten noch mehr Wahlbefugnisse zuzuteilen.

Ja es ist schon ein Kreuz mit der Demokratie. Vor allem wenn nicht alle die gleiche Meinung wie man selbst haben.

--- [2014-01-26 10:18 CET] Automatisch zusammengeführter Beitrag ---

Volksabstimmungen = Diktatur der egoistischen, geldgierigen, uninformierten Masse die sich dann durch die Massenmedien steuern lässt.

Es wäre sicher besser wenn einige wenige erleuchtete (wie Du), produktive Mitglieder der Gesellschaft, welche ihren Wert bereits durch die Übernahme von Verantwortung für sich selbst (=Kohle verdienen) und andere (=Familie ernähren) bewiesen haben, alleine das Recht hätten zu bestimmen.
 
Volksabstimmungen = Diktatur der egoistischen, geldgierigen, uninformierten Masse die sich dann durch die Massenmedien steuern lässt.

Das wäre durchaus denkbar, aber ob das wirklich schlimmer wäre, als die Diktatur der egoistischen, geldgieren, uninformierten Politiker, die sich durch die Unternehmen steuern lassen?

Dann soll doch lieber die Masse entscheiden, viel schlimmer kann das eigentlich nicht sein.
 
@mr_j

wie das beispiel russland zeigt kann man auch gestärkt aus eine pleite kommen oder wie argentinien schon seit 10 jahren drin stecken bleiben.
plebiszite laufen immer auf pauschale ko fragen ja/nein hinaus. ein abruptes ende aller hilfen hätte diese folgen.
die griechen wären weder in der lage sprit zu kaufen noch nahrung zu importieren. sprichwörtlich über nacht zurück nomaden leben auf kargen felsen.

da die banken mehrheitlich in staatsbesitz sind, siehe england, deutschland, frankreich etc. an, würde sich jeder staat und seine bürger selber durch beide kniescheiben schiessen wenn sie sie nicht stützen würden.
deine sorgen hinsichtlich der usa kann ich nicht teilen. in 4 jahren werden sie sogar energie exporteur sein und mit kanada die größten vorkommen der welt haben. Jetzt liegen Ihre energiekosten schon bei 50% der europäer was wie ein riesen konjunktur programm wirkt. ich glaube viel mehr keinem wirtschaftsraum wird es in den nächsten 25 jahren so gut gehen wie nordamerika.
 
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