Islamismus

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  • #81
in der schahada liegt die kernaussage der islamischen religion. die muslime verpflichten sich die gesetze allahs als oberstes gebot zu akzeptieren und sie einzuhalten.
mit dem bekenntnis lehnt der moslem jede art von gesetzen ab, die sich nicht mit den geboten allahs vereinbaren lassen. mit dem bekenntnis, daß es keinen gott gibt außer allah und daß mohammed sein gesandter ist, bekundet der moslem, daß er die von allah auferlegten individuellen und gesellschaftlichen verpflichtung akzeptiert und sie zum lebensmittelpunkt macht.
der muslim verpflichtet sich die von Allah gewollten und in dem kuran und in der sunna festgehaltenen anordnungen strikt zu befolgen. dies anordnungen sind unabänderlich.

Und das alles leitest du aus der Schahada ab?

Die Schahada ist einfach nur ein Glaubensbekenntnis. Wer das sagt, ist Muslim. Es ist die Aussage, dass man an einen einzigen Monotheistischen Gott glaubt und das Mohammed einer seiner Propheten war.

Du interpretierst da unnötig zu viel und falsch rein. An was letztendlich dieser Muslim glaubt, ist doch höchst unterschiedlich.

Was ist eigentlich mit den Shia, die nicht an die Sunnah glauben?

Sind das keine Moslems? :D

Diese sagen auch die Schahada auf. Du redest hier von dem salafistischen Islam. Erst musst du einsehen, dass es nicht den Islam gibt.

Du bist, was Islam angeht, einfach komplett ungebildet. Du schmeißt einfach alle in einen Topf und verteufelst die gesamte Religion. Bigotterie at its best.

Du brabbelst einfach nur das runter, was Fundamentalisten sagen und behauptest, dass wäre der Islam, der unveränderlich ist. xD
 
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ich spreche vom islam allgemein.
die schahada ist eben nicht nur ein glaubensbekenntnis. wenn ich bekenne dass der kuran und die sunna unveränderlich sind und für alle verbindlich sind dann gibt es keinen raum für weltliche gesetze.
da du ja so gut informiert bist kannst du mir bestimmt mindestens eine islamische ausrichtung nennen wo kein bekenntnis zum kuran und der sunna verlangt wird.
figh ist ein allumfassendes Rechtssystem das alle Bereiche islamischen Lebens beherrschen soll. die rechtsgelehrten können unter besonderen bedingungen die anwendung bestimmte teile außer kraft setzen und zeitweilig weltliches Recht anwenden. zum beispiel beim strafrecht. die sharia/figh ist hierdurch jedoch keineswegs aufgehoben oder widerrufen -- göttliches Gesetz ist nicht widerrufbar, es wird lediglich nicht geltend gemacht, weil es aus zeitbedingten Gründen vielleicht jetzt und hier nicht durchführbar sein mag.
 
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  • #83
Könntest du mal bitte zeigen, wo in der Schahada steht, dass man die Sunnah und den Koran, als unveränderlich akzeptieren muss und keinen Raum für weltliche Gesetze gibt. In der Schahada steht nichts von Gesetzen, Scharia und all dem, was du hier erwähnst.

Warum lügst du denn?

Du gibst nur die Meinung fundamentalistischer Islamisten weiter. Du reihst dich bei den Hasspredigern ein.

Ich wiederhole meine Frage, von vorhin. Du meintest du redest vom Islam Allgemein. Was ist mit den Schia, den Aleviten und den ganzen anderen Muslime, die die Sunnah nicht akzeptieren.

Sind das keine Muslime?

--- [2014-10-05 18:57 CEST] Automatisch zusammengeführter Beitrag ---



Du machst eigentlich genau das selbe wie Fundamentalisten. Was ihr macht, ist die highlighted Version des Korans zeigen. Ihr pickt euch Suren und Zitate raus, versteht den geschichtlichen und textlichen Kontext nicht und instrumentalisiert diese, für eure eigenen Zwecke. Terroristen, versuchen damit Gewalt zu rechtfertigen, Islamophobe, wollen mit den selben Zitaten Hass gegen den Islam schüren. Du verwendest hier genau die selbe Strategie, wie extremistische Fundamentalisten. Doppelmoral und Heuchelei. Ich glaube dir nicht, dass du den Koran komplett gelesen hast, da schon die erste Sure, die du zitiert hast, ein ganz klarer Beweis dafür ist.

Ich vermute mal auf Copy und Paste aus irgendwelchen extremen Islamhasser Seiten.

Hier mal nur der textliche Kontext:

Und kämpft auf Allahs Weg gegen diejenigen, die gegen euch kämpfen, doch übertretet nicht! Allah liebt nicht die Übertreter.

191
Und tötet sie, wo immer ihr auf sie trefft, und vertreibt sie, von wo sie euch vertrieben haben, denn Verfolgung ist schlimmer als Töten! Kämpft jedoch nicht gegen sie bei der geschützten Gebetsstätte, bis sie dort (zuerst) gegen euch kämpfen. Wenn sie aber (dort) gegen euch kämpfen, dann tötet sie. Solcherart ist der Lohn der Ungläubigen.

192
Wenn sie jedoch aufhören, so ist Allah Allvergebend und Barmherzig.

193
Und kämpft gegen sie, bis es keine Verfolgung mehr gibt und die Religion (allein) Allahs ist. Wenn sie jedoch aufhören, dann darf es kein feindseliges Vorgehen geben außer gegen die Ungerechten.

Der geschichtliche Kontext ist, dass dieser Vers geschrieben wurde, als sie sich mitten auf einem Schlachtfeld befanden und praktisch die Erlaubnis sich einholten, den Gegner auf dem Schlachtfeld töten zu dürfen.

Wenn ein Amerikaner auf einem Schlachtfeld sagt, dass man den Feind töten soll, ist das was anderes, als wenn jemand in Friedenszeit behaupten, alle Vietnamesen sollen sterben.

Und später heißt es im Koran, dass "FRIEDEN IMMER BESSER IST"

195
Und gebt auf Allahs Weg aus und stürzt euch nicht mit eigener Hand ins Verderben. Und tut Gutes. Allah liebt die Gutes Tuenden.

Krieg und Töten = Schlecht, aber manchmal nicht unvermeidbar. Frieden = Gut. Allah liebt die, die gutes tuen.
 
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Die Probleme die wir im Irak sehen, sind keine Probleme des Islam, sondern Probleme von Religion und Glauben. Natürlich unterscheiden sich die verschiedenen Religionen, manche billigen und behandelt Gewalt mehr, als andere. Die Komponente, die einen die Welt erobern lässt, ist die Idee, dass es einen Gott gibt, der die Gesetze macht. Es gibt nur diesen einen Gott, der aus seiner eigenen Definition alles ist, was zählt. Wenn jemand zum Beispiel wirklich daran glaubt, dass Jesus Christ sein Erlöser ist, dann zieht er, je nach Erziehung, entweder ins Kloster, oder in den Krieg. Wie jemand erzogen wir, ist eine Frage der Politik. Man darf nicht vergessen, dass es mit den meisten Muslimen kein Problem gibt.
 
@Harley Quinn
nur weil dir meine meinung nicht passt mich der lüge zu bezichtigen ist eine unverschämtheit von dir.
du hast keinen respekt und erst recht keinen dialog verdient.
deine dummheit und die damit einhergehende ignoranz ist eine zumutung.
danning kruger in reinkultur.
 
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  • #86


Du behauptest in der Schahada, würden diese Dinge stehen, also bist du in der Pflicht, dies zu beweisen, da du das nach mehrmaliger Frage nicht machst und weiterhin, deine falschen Tatsachen runterbetest, muss ich annehmen, dass du bewusst lügst und deine ganze Intention unseriös ist.

Alles was du dort erwähnt hast, entbehrt sich normalster Logik und dann mich dumm nennen. :D

Hier ein Logiktest für dich.



Verstehe erstmal das, bevor du was von Danning Kruger erzählst. Nur, weil jemand in der Schahada bezeugt, dass er an Allah und Mohammed glaubt, bedeutet das nicht automatisch, dass man auch an die Scharia und Sunnah glaubt.

Erstmal tief durchatmen und nochmal basic logik lernen.
 
In Deutschland leben ca. 4 Mio. Muslime, das sind 5% unserer Bevölkerung. ( )

Statistisch ist also jeder 20. unserer Mitbürger ein Muslim. Und diesen wird hier teilweise pauschal unterstellt sie würden nicht nach unseren Gesetzen leben, da ihre Religion in strenger Auslegung diese Gesetze nicht anerkennen könne. Das ist alles Theorie und gehört in den Bereich der Religionswissenschaften. Kaum einer von uns wird kompetent genug sein das zu beurteilen. Was zählt ist die gelebte Praxis! Nun sind von 4 Mio. Muslimen in Deutschland ganze 400 radikal genug geworden um für den IS zu kämpfen. Das ist tragisch, hat aber auch seine Ursachen und ich werde gleich darauf zurückkommen.

Im Jahre 2010 sagte der damalige Bundespräsident Wulff, dass auch der Islam zu Deutschland gehöre.
Für diese Aussage erhielt er den Toleranz-Preis der Evangelischen Akademie Tutzing. ( )
Allein die Tatsache, dass sich der Bundespräsident schon damals gezwungen fühlte diese Thematik in einer Rede zur "Deutschen Einheit" anzusprechen, zeigt leider welches Problem unsere Gesellschaft mittlerweile mit Islamophobie hat. "Mehr als die Hälfte der Deutschen begreift den Islam [leider] nicht als Teil Deutschlands." ( )

Die Talkshow vom Herr Jauch fühlte sich nun irgendwie berufen auf dieser Islamophobie-Welle ganz vorne mitzuschwimmen. Anders kann ich diese Inszenierung kaum deuten. Zu Gast die üblichen verbrauchten Verdächtigen Bosbach und Buschkowsky, welche sich seit Jahren berufen fühlen den Islam öffentlich zu problematisieren. Dazu ein mutmaßlicher radikaler Salafist, welchen man nun vorführen wollte, sowie zwei weitere Gäste deren Namen wahrscheinlich jeder längst vergessen hat, weil es gar nicht anders kommen konnte, als das diese beiden im Zwiegspräch zwichen Imam vs. Jauch/Bosbach/Buschkowsky total untergingen.

Die Redaktion der Sendung hat es geschafft irgendwo einen recht unsympathischen Imam aufzutreiben, der recht aufdringlich und arrogant, mit teilweise hysterischer Stimme daherredet. Das macht natürlich im TV einiges her, wenn man den Islam diffamieren möchte. Gratulation! *ironie*
Zum Glück total versagt hat die Redaktion bei der Recherche. Ein Video mit Denis Cuspert sollte den Imam zunächst als "Radikalisierer" entlarven. Zu hören gab es aber nichts aus dem Video, war wohl leider inhaltlich nicht radikal genug. Die Erklärung des Imam ist dann auch entwaffnend simpel und plausibel. Im Rahmen seiner Jugenarbeit widmet er sich immer wieder jungen Menschen, die einen Weg der Läuterung und Frömmigkeit gehen möchten. Auf diesem Weg trafen sie aufeinander. Die Radikalisierung erfolgte eben später und Herr Cuspert war nun leider einer, den der Imam wie er selbst sagt nicht mehr erreichen konnte. Jeder katholische Pfarrer handelt übrigens genauso, wenn ihn ein Jugendlicher um Hilfe auf dem Weg zur Frömmigkeit bittet. Viele katholische Pfarrer helfen zweifelnden Jugendlichen beispielsweise gegen ihre Homosexualität anzugehen und das in völliger Übereinstimmung mit dem Grundgesetz.
Als zweites wurde nun ein sage und schreibe 12 Jahre altes Video gezeigt, in dem der Imam sein damaliges Rollenverständis der Frau erläutert. Mal abgesehen davon, dass der Imam nun beteuert dieses Verständnis habe sich über die Jahre geändert, was waren die skandalösen Kernaussagen? 1. Die Frau soll es dem Mann immer recht machen, 2. die Frau soll ihre ehelichen Pflichten erfüllen, 3. die Frau soll das Einverständnis ihres Mannes einholen, wenn sie irgendwo hingeht.
Hmmmm....? Also klar das ist schon ziemlich konservativ, aber meine Oma (Bayern, katholisch) hat auch so gelebt. Nunja bei den Ehepflichten hatte ich natürlich keinen Einblick, aber selbstverständlich hat sie sich zum "Einkaufen" abgemeldet und ist nicht einfach allein irgendwohin, ohne dass ihr Mann davon wüsste und damit einverstanden wäre. Ansonsten war der Haushalt und die Küche ganz klar ihre Pflicht, während mein Opa vor dem Fernseher saß und sich höchstens mal um Reperaturen kümmerte.
Kurzum, wie meine Oma werden zukünftig immer weniger Menschen leben, das ist klar. Aber sie tat das ja freiwillig. Sie hat sich freiwillig in eine konservative Frauenrolle begeben, freiwillig insofern, als sie eben so erzogen wurde und damit wohl auch nie unglücklich war. Gehörte meine Oma nun nicht zu Deutschland? Und meine Oma ist ja kein Einzelfall. Bis zu einem gewissen Geburtsjahrgang ist es im katholischen Milieu doch immernoch gang und gebe so zu leben. Gehören diese Leute also nicht zu Deutschland? Nur weil sie für uns überholtes Verständnis der Frauenrolle haben? Der Jauch Redaktion nach zu urteilen: Ja!
Mein Fazit der Jauch Sendung: einfach nur peinlich..

Nun komme ich zurück auf radikale junge Muslime, die nach Syrien oder Irak ausreisen um dort "im Namen des Islam" Menschen töten.
Was ist zu tun und was nicht?
Mit Maßnahmen wie Passentzug und Auflagen wie "bei der Polizei melden", sollte man natürlich versuchen Ausreisen bei den Einzelnden zu erschweren.
Die muslimischen Gemeinden sollten versuchen mit den Jugendlichen bei denen so eine Entwicklung bemerkt wird im Gespräch zu bleiben. Ausgrenzung, wie im Fall von Erhan A., führt doch erst recht auf den Weg der weiteren Radikalisierung. Der betreffende hat dann doch nur noch Radikale, die ihn religiös begleiten. Das islamische Gemeinden sich von solchen jungen Menschen distanzieren, bevor überhaupt etwas geschehen ist, ist leider auch der zunehmenden Islamophobie zu schulden, denn ihre größte Angst ist es, daß ihr Name oder der Name der Gemeinde später im Zusammenhang mit Morden oder Anschlägen genannt wird. Diese Angst vor schlechter Presse ist leider oft größer, als der Wille zu systematischer Präventionsarbeit.
Aber natürlich muss der Staat hier auch mit aufsuchender Jugendarbeit eingreifen, welche möglichst einerseits von professionellen muslimischen Sozialpädagogen und zusätzlichen Laien-Helfern (angesehene Muslime mit örtlichem Bezug) ausgeführt werden sollte.

Die Abschiebung wie im Falle von Erhan A. ist meines Erachtens die falsche Lösung. In die Türkei abgeschoben, hat er doch erst recht kaum eine andere Perspektive als sich dem IS anzuschließen. Dem IS wird nun also staatlicherseits wissentlich ein neuer potenzieller Mörder zugespielt. Das ist für mich gelinde gesagt einen Skandal. Dass der junge Mann, der mit 2 Jahren nach Deutschland kam, keinen deutschen Pass hat und überhaupt abgeschoben werden kann, das ist ein weiterer Skandal, der einiges über den Integrationswillen unserer Gesellschaft aussagt.
Wir verlangen von einem jungen Mann vorbehaltlos unsere Gesetze zu akzeptieren, versagen ihm aber gleichzeitig 20 Jahre lang die staatsbürgerlichen Rechte. Das mag formal alles korrekt und richtig sein, aber wie jemand der hier aufgewachsen ist, der gar nichts anderes als Heimat kennt außer Deutschland, für die Behörden dennoch kein Deutscher werden darf, das werde ich nie verstehen. Und das dies bei Einzelnen eben Identitätskonflikte fördert und bei weiteren Problemlagen eben einer Radikalisierung förderlich ist, das kann ich leider irgendwie nachvollziehen. Dass man sich dann von Leuten blenden lässt, die einem "Zugehörigkeit" und "Heimat" anbieten, das ist traurig. Aber die Erklärung liegt eben nicht nur auf religiöser Ebene oder bei der guten Medienpropaganda des IS. Der Nährboden ist eben auch politisch durch ausgrenzende Migrationspolitik bereitet worden.
 
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Der geschichtliche Kontext ist

Irrelevant? Sobald du sagst, das heilige deiner Religion wurde in einem geschichtlichen Kontext geschrieben, sagst du auch, sie sein hinfällig nur noch ein Buch mit Geschichten. Ich gehe mal davon aus, dass die meisten Muslime das nicht so sehen. Es wäre auch eine arrogante Haltung, da ein Gott doch weiß, dass sich das Buch auch an die Menschen richtet, die in der Zukunft leben. Also wird er seine einzigartige, heilige Schrift wohl nicht in einen Kontext setzen, den die meisten Menschen nie erleben. Darum kann man wohl sagen, wenn das die wirkliche heilige, durch Gott inspirierte/geschriebene Schrift ist, dass sie frei von Kontexten ist. Die Arroganz kommt daher, dass du die Aussage der Schrift änderst, indem du sie in einen Kontext setzt, von dem du nicht weißt, dass er teil dessen ist, was dein Gott dir sagen wollte. Es sei denn es steht klar in der heiligen Schrift: "Folgende Absätze sind in diesen bestimmten Kontext zu verstehen", denn sonst fügst du etwas hinzu. Ich bin mir sicher, dass du dass besser nicht machen solltest.

Frieden = Gut. Allah liebt die, die gutes tuen.

Was bedeutet denn "Frieden" für Allah?
 
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  • #90
Nein, der geschichtliche Kontext dient nur dazu, um zu verstehen, in welcher Situation und unter welchen Umständen ein bestimmter Vers geschrieben wurde. Dieser Kontext ist nun mal wichtig, wenn man versucht, einen Text zu interpretieren und das muss man nun mal und das machen Muslime auch schon seit dem ersten Tag.

Nachtrag: Auch Christen machen das. Man nennt das historisch-kritische Methode und da werden auch Methoden der Literaturwissenschaft angewandt.

Der Koran wurde nämlich innerhalb von 20 Jahren geschrieben und nicht an einem Tag. Deswegen gibt es Fachbereiche, wie Islamwissenschaften, weil es eben nicht so einfach zu verstehen ist und das ist bei jeder Religion der Welt so. Das fügt auch nichts neues hinzu, weil den Muslimen dieser Kontext von Anfang an auch bewusst ist.

@Shinigami

Du würdest dich also ermorden lassen? Oo

Jeder moderne Staat der Welt, wehrt sich gegen Aggressionen und bei Religionen soll das verwerflich sein?

@Janosch

*clap clap*

sehr gut, danke
 
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Auch Christen machen das. Man nennt das historisch-kritische Methode und da werden auch Methoden der Literaturwissenschaft angewandt.

"Auch" ? ;)

Es ist zwar bekannt, daß man diese Methode bei christlichen Texten angewandt hat und dieses auch noch tut, aber daß diese Methode bei Theologen eine beliebte und weit verbreitete Methode ist, dürfte wenige bekannt sein, wenn es denn war wäre.
Daß es eine islamische Strömung gibt, die sich um eine historische Einordnung der Texte bemüht, erscheint mir eine recht frische Erkenntnis zu sein. Wobei ich nicht weiß wieviele Mitstreiter Du benötigst, um als "Strömung" anerkannt zu werden.

Grundsätzlich kann natürlich jeder glauben, was er möchte, solange sein Umfeld ihm dies erlaubt. I diesem Falle sind es dann andere Foren -Mitglieder, die dem im Wege stehen. ;)
 
Nein, der geschichtliche Kontext dient nur dazu, um zu verstehen, in welcher Situation und unter welchen Umständen ein bestimmter Vers geschrieben wurde. Dieser Kontext ist nun mal wichtig, wenn man versucht, einen Text zu interpretieren und das muss man nun mal und das machen Muslime auch schon seit dem ersten Tag.

Nachtrag: Auch Christen machen das. Man nennt das historisch-kritische Methode und da werden auch Methoden der Literaturwissenschaft angewandt.

Der Koran wurde nämlich innerhalb von 20 Jahren geschrieben und nicht an einem Tag. Deswegen gibt es Fachbereiche, wie Islamwissenschaften, weil es eben nicht so einfach zu verstehen ist und das ist bei jeder Religion der Welt so. Das fügt auch nichts neues hinzu, weil den Muslimen dieser Kontext von Anfang an auch bewusst ist.


Das man das machen kann bezweifle ich nicht, das macht man natürlich mit Literatur aus bestimmten Epochen, aber das funktioniert mit heiligen Schriften nicht. Durch die Übertragung in den modernen Kontext, mischt man seine eigene, subjektive Meinung und das eigene, subjektive Weltbild in die Texte, wenn man sie erklärt. Das ist bei Schriften wie z. B. "Romeo und Julia" nicht nötig, diese muss man im Kontext der Zeit verstehen, mehr nicht. Heilige Schriften muss man im Kontext der Zeit verstehen und diesen in die moderne Welt übertragen, um sie im hier und jetzt anwenden zu können. Das heißt dass man, sobald man einen Kontext an die Schrift anwendet, seine eigene, subjektiven Inhalte zur heiligen Schrift hinzufügt.

Der Problematik ist man sich ja auch in einem anderem Zusammenhang bewusst. Man hört nicht selten, man müsse den Koran im originalem, arabischen Text lesen. Auch Übersetzungen enthalten eigene Meinungen und Weltanschauungen, wenn man Wörter wählt.

Ein weiteres Problem ist der Kontext, wie soll man den verstehen, oder bilden? Unser Wissen über geschichtliche Vorgänge und Gegebenheit ist Bruchstückhaft. Das heißt du wendest etwas, das durchaus falsch sein kann und auf jeden Fall fehlerhaft ist, auf deine heilige Schrift an. Das ist meiner Meinung nach unehrlich.

Also entweder akzeptiert man, dass die Schrift heilig ist, nimmt sie wie sie ist, ohne einen Kontext zu bilden, oder man gibt zu, dass die eigene heilige Schrift einfach nur ein Buch ist, dass in eine Epoche gehört und die heute keine Bedeutung hat, außer mit wissenschaftlichen Methoden analysiert zu werden.


und noch mal: "Was bedeutet denn "Frieden" für Allah?", ohne es zu definieren, ist das Wort wertlos.
 


Es geht dorch darum, ob man seiner Religion nachgehen kann, ohne gegen das Gesetz zu verstoßen. Definitionen von Worten oder Einordnung von Quellen, ob original oder wiederegegeben, halte ich dabei für eine völlig überflüssig 'verkopfte' Diskussion.
Weder Christen , noch Moslems sind Theologen.
Es gibt aber Theologen, die den ganzen Tag nicht anders machen.
Eine Theologische Diskussion in diesem Forum ist zwar lustig, hat aber mit dem Alltag wenig zu tun.
Ein normaler Gläubiger betreibt keine Quellenstudien, also brauchen wir für die Ausgangsfrage nicht zu analysieren.
Der gewöhnliche Gläubige bekommt gesagt, was er glauben soll, und wen es einfach ist, das er gehorchen soll.
Die Pakistani, die massenhaft gegen den Teufel USA demonstrieren oder die die Christen in Deutschland.
Gott, Jesus, Nicht Töten, Nicht Lügen.. Bekommt man bei einer Umfrage mehr?

Frag mal, was Pfingsten ist? Schulterzucken?

Dabei kommt der heilige Geist im Glaubensbekenntnis vor.
 
Die Frage ist halt, ob man, als Verteidigung der eigenen, heiligen Schriften, sagen kann: "Da steht zwar was von Morden und erobern, aber das Spiel heute keine Rolle wegen des Kontexts." Das ist zentral wenn man wissen möchte, ob eine Religion kompatibel mit unseren modernen Gesetzen ist oder nicht. Die Bibel an sich, wäre das z. B. nicht.
 
Aber nicht jeder Salafist ist extrem und will das GG abschaffen. Ich bezweifel auch ernsthaft, ob du zu diesen Familien gegangen bist und persönlich gefragt hast. Schwarze Schafe gibt es immer, aber das kann man doch nicht verallgemeinern.

Ich habe mich jahrelang mit dem fundamentalistischen Islam in Europa, speziell in Deutschland, beschäftigt. Ich kenne etliche Familien dieser Ausrichtung und weiß, wovon ich rede.

Ein echter Salafist ist selbtsverständlich extrem in seinen Ansichten. Seiner Auffassung nach ist alleine Allahs Wille, dargebracht im Koran (Schreibweise, wie ihr wollt), maßgebend und bestimmend. Er kann und darf daher nach seinem Glauben das Grundgesetz nicht über seinen Glauben stellen. Das alleine birgt genügend Konfliktpotenzial. Zudem verlangt er, wie seine Glaubensbrüder, die Einhaltung von Scharia Regeln und Gesetzen. Dies widerspricht in elementaren Punkten unserem Rechtssystem, unseren Schulordnungen und unserer Auffassung von Gesellschaft und Zusammenleben.

Die Anmerkung von Janosch, unter 4 Mio. Muslimen in DE wären gerade mal 400 IS-Kämpfer, ist doch billiger Hohn. 400 Terroristen, die bereit sind, ihre Gegner bestialisch umzubringen, sind für mich Religionsterroristen. Angeworben von maßgeblichen Salafistenführern in Deutschland.

Ein echter Salafist muss, nach seiner verqueren Glaubensauffassung, seine Frau und seine Nachkommen entsprechend Allahs Willen aufzwingen. Ich habe noch keinen Salafisten erlebt, der anders handelt, zum Beispiel liberal! Wessen Frau oder wessen Töchter eines Salafisten oder eines ähnlichen Fundamentalisten darf eigenständig entscheiden, ob sie Kopftuch (in DE) oder noch üblere Verhüllungen trägt oder nicht?

Das ganze Gequatsche um den Islam als Religion, geht am eigentlichen Thema vorbei. Klar ist die Mehrheit der in DE lebenden Muslime friedfertig. Doch wenn ich viele dieser Muslime zu der IS oder ähnlichen radikalen Gruppierungen befrage - im persönlichen Gespräch - so bekomme ich zum großen Teil nur ausweichende Antworten. Man schützt Unwissenheit/Uninformiertheit vor. Das finde ich bedauerlich, dass diese Muslime nicht klar Stellung beziehen gegen die blutrünstigen Terroristen. Am 3. Oktober haben zwar einige Muslimorganisationen sich klar gegen diese Gewalt ausgesprochen, aber die breite Masse hält sich einfach zu bedeckt. Weshalb? Gerade Offenheit, sich gegen den Terror auszusprechen, würden viele Nichtmuslime in DE bzw. Europa begrüßen.

Statt dessen schotten sich die meisten gläubigen Muslime lieber in selbst gewählten Ghettos ab. Lediglich diejenigen, die ihre Religion nicht ausüben oder sich davon losgesagt haben, sind offen und in der Lage, sich zu integrieren.

Immerhin erhalten die meisten Neugeborenen in DE mit türkischer Abstammung schon den deutschen Pass ab Geburt. Neuerdings scheint die doppelte Staatsbürgerschaft sogar über das Erwachsenenalter beibehalten werden zu können. Also muss kaum jemand 20 Jahre mehr auf Einbürgerung warten. Selbst die importieren Frauen aus muslimischen Staaten, die hier abgeschottet gehalten werden. Originalaussage eines Fundamentalisten mir gegenüber bei ihm zu Hause, auf meine Frage, weshalb seine Frau nach 17 Jahren in DE immer noch kein Deutsch spricht und sich vor mir in ein Zimmer flüchtet:

'Wir (frommen) Muslime wollen nicht, dass unsere Frauen durch den Einfluss westlicher Frauen Schaden nehmen'.

Noch klarer könnte man sich gegen eine Integration nicht aussprechen und klar darstellen, dass man den Koran mehr achtet, als unsere Gesetze.
Dessen Frau wurde so viele Jahre unter Verschluss gehalten, der Tochter erging es nicht anders. Das ist Psychoterror gegen die eigene Familie. Nicht mehr und nicht weniger!


Im Koran steht übrigens nichts davon, dass man Andersdenkende/Andersgläubige einfach mal so bestialisch ermorden sollte. Die IS macht das rein willkürlich. Ob gegen Kurden, alte Frauen oder Kinder. So mies sind selbst die imperialistischen USA nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was machen denn Extremisten?

Sie akzeptieren nur eine einzige Auslegung des Korans, so wie du.

Ich bin sicherlich kein Extremist noch habe ich parallele Ansichten dazu. Aber wenn man sich zu einem Glauben bekennt, setzt dies eine gewisse Frömmigkeit voraus. Warum sollte man sich zu etwas bekennen, wenn man hinterher oder auch schon davor, einen Teil oder eben mehr oder weniger, davon sowieso ablehnt? Dann bekennt man sich meiner Meinung nach nicht zu der Religion sondern zu irgendwas selbst Erdichtetem, was so nicht vorhanden ist, da zweifel ich das Motiv desjenigen an. Ich werde doch nicht Mitglied bei der NPD wenn mich dort alles ankotzt, oder nur ein paar Punkte und andere wieder i.O. findee (bevor hier einer die Nazikeule auspackt, dieses Beispiel dient lediglich zum verdeutlichen).

Macht man dies dann um zu einer Gruppe von Leuten zu gehören, um Anschluss zu finden, oder weil man besonders sein möchte?

Das, von Endor, gepostete Interview wirft bei mir eine große Anzahl und in meinen Augen auch schwierige Fragen auf, dazu später mehr.
 
Die Anmerkung von Janosch, unter 4 Mio. Muslimen in DE wären gerade mal 400 IS-Kämpfer, ist doch billiger Hohn. 400 Terroristen, die bereit sind, ihre Gegner bestialisch umzubringen, sind für mich Religionsterroristen. Angeworben von maßgeblichen Salafistenführern in Deutschland.

Es sind weit mehr. Die Dunkelziffer ist nicht bekannt. Und wer sagt, dass es nicht mehr werden? Sympathisanten werden bestimmt nicht dazu gezählt.
Eine solche Bewegung kann durchaus sehr schnell wachsen. Und verharmlosen darf man sie auch nicht. ISIS ist ja auch gewachsen. Die hat man auch anfangs nicht wahrgenommen.

Der Imam hat doch beschrieben wie es funktioniert. Kurzversion: Als Einstieg hat man den Glauben. Dann wird der Glaube vertieft z.B. mit Hilfe eines Imam. Als nächstes muss man nur an eine radikale Gruppe geraten und dort hängen bleiben.

Kennen sich diese 400 IS-Kämpfer wirklich so gut mit dem Islam aus? Es wird denen doch nachgesagt, dass die meisten davon nicht die hellsten sind. Die werden wohl nur das nötigste wissen. Irgendwelche Zitate, die irgendwas rechtfertigen und fertig. Oder beschäftigen, die sich mit den Details, wie manche hier im Forum?

Das ganze Gequatsche um den Islam als Religion, geht am eigentlichen Thema vorbei.
richitg
 
Der Islam pfeift aus dem letzten Loch. Von der Beule, die ihm der IS verpasst hat, wird er sich nicht mehr erholen.

Er ist die Ideologie des Lumpenproletariats geworden, jugendlicher Desperados aus allen Ländern, die in keiner bestehenden Gesellschaft ihren Platz mehr finden. Sie wollen zerstören, sie wollen vergewaltigen, sie wollen morden und plündern. Das macht ihnen Spaß. Wer müsste dabei nicht denken an den alten Sponti-Spruch "High sein frei sein, Terror muss dabei sein". Oder an das Lied der SA mit dem Refrain: "Wir werden marschieren, bis alles in Scherben fällt."

Er ist nur noch destruktiv, zum Konstruktiven fehlt ihm jede Kraft. Zur Leistung, welche eine Religion für die Gesellschaft erbringen muss, nämlich das Alltagsleben organisieren, ist er so unfähig geworden wie der Katholizismus in den Elendsvierteln Lateinamerikas. Teheran, die Hauptstadt eines Gottesstaates, hat ein gigantisches Problem mit Drogenbanden, so groß, dass immerhin die iranische Polizei sich in manche der von Banden kontrollierten Viertel nicht mehr hineintraut.
 
Die Anmerkung von Janosch, unter 4 Mio. Muslimen in DE wären gerade mal 400 IS-Kämpfer, ist doch billiger Hohn. 400 Terroristen, die bereit sind, ihre Gegner bestialisch umzubringen, sind für mich Religionsterroristen. Angeworben von maßgeblichen Salafistenführern in Deutschland.

400 ist die gängige überall zitierte Zahl, die auf den Verfassungsschutzbericht zurückgeht. Ich habe desweiteren ausgeführt, wie traurig ich das finde. Ich habe in 2 Absätzen ausführlich dargelegt, wie meine befürwortete Strategie aussähe sich dieser Problematik zu widmen. Ich ignoriere diese Problematik also keinesfalls. Demgegenüber habe ich im ganzen Thread kaum einen Beitrag gelesen, der überhaupt einen lösungsorientierten Ansatz aufgreift, außerhalb von Abschiebung.
Daher kann ich nicht verstehen, wo du billigen Hohn siehst?
Billiger Hohn sähe so aus: 400 Terroristen, das ist mir doch egal, solange die nicht in Deutschland morden.
Komischerweise habe ich sinngemäß genau das hier gelesen: Befürwortung von Abschiebung und Ausreisen lassen. Hauptsache die Terroristen sind weg und kein deutscher wird ihr Opfer.


Ein echter Salafist muss, nach seiner verqueren Glaubensauffassung, seine Frau und seine Nachkommen entsprechend Allahs Willen aufzwingen. Ich habe noch keinen Salafisten erlebt, der anders handelt, zum Beispiel liberal! Wessen Frau oder wessen Töchter eines Salafisten oder eines ähnlichen Fundamentalisten darf eigenständig entscheiden, ob sie Kopftuch (in DE) oder noch üblere Verhüllungen trägt oder nicht?

Schon wieder müssen Frauenrechte herhalten um den Islam zu kritisieren. Tut mir leid, aber ich verstehe dieses wiederkehrende Argument (siehe Jauch Sendung) einfach nicht.
1. In Deutschland ist Erziehung das Recht und die Pflicht der Eltern. Der Staat mischt sich hier nur in Notfällen ein (sexueller Mißbrauch, Gewalt, etc.).
Zitat aus unserem Grundgesetz:
(2) Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft.
(3) Gegen den Willen der Erziehungsberechtigten dürfen Kinder nur auf Grund eines Gesetzes von der Familie getrennt werden, wenn die Erziehungsberechtigten versagen oder wenn die Kinder aus anderen Gründen zu verwahrlosen drohen.

Erziehung ist immer auch Beeinflußung und psychischer Zwang. Eltern wollen, dass Kinder nach ihren moralischen Grundsätzen leben. Manche Kinder nehmen dies an, manche rebellieren, manche orientieren sich erst im Erwachsenenalter anders. Wie auch immer ich es drehe: Erziehung ist Privatsache, solange dabei nicht gegen Gesetze verstossen wird. Wer mit Gewalt seiner Tocher das Kopftuch aufzwingt hat eine staatliche Verfolgung zu fürchten. Jegliche gewaltlose Beeinflußung ist völlig legitim und mit unseren Gesetzen vereinbar. Ob ich das im Einzelfall nun aus meiner moralischen Sicht für das Kind gut oder schlecht finde, ist total unerheblich.

2. Wie Menschen in einer Partnerschaft leben ist ihre Privatsache. Wer bist du dich bei Fremden einzumischen und von außen zu beurteilen, was aufgezwungen und was freiwillig geschieht? Im Rahmen von BDSM Neigungen duldet der Staat sogar Gewalt in einer Beziehung, egal wie pervers du persönlich das findest. Es geschieht eben freiwillig und wo kein Kläger da kein Richter. Im freien Willen kannst du immer irgendwo versteckt den Kern des Zwangs vermuten. Das ist die Argumentationslinie von Alice Schwarzer, die nicht versteht wie sich muslimische Frauen für ein Kopftuch entscheiden können, die nicht versteht wie Frauen sich für Prostitution entscheiden können, weil all das ihrem normativen Empfinden widerspricht. Diese Debatte führt allerdings zu nichts, da ein Beweis für Zwang nicht erbracht werden kann und die Aussagen der Menschen eben nicht einfach übergangen werden können. Entweder es gibt einen freien Willen oder nicht und in unserer Gesellschaft denkt man eben, dass es diesen gibt.



Klar ist die Mehrheit der in DE lebenden Muslime friedfertig. Doch wenn ich viele dieser Muslime zu der IS oder ähnlichen radikalen Gruppierungen befrage - im persönlichen Gespräch - so bekomme ich zum großen Teil nur ausweichende Antworten. Man schützt Unwissenheit/Uninformiertheit vor. Das finde ich bedauerlich, dass diese Muslime nicht klar Stellung beziehen gegen die blutrünstigen Terroristen. Am 3. Oktober haben zwar einige Muslimorganisationen sich klar gegen diese Gewalt ausgesprochen, aber die breite Masse hält sich einfach zu bedeckt. Weshalb? Gerade Offenheit, sich gegen den Terror auszusprechen, würden viele Nichtmuslime in DE bzw. Europa begrüßen.

Da legst du ja schon die völlig falsche Annahme zu Grunde, dass Muslime in Deutschland politischer sein müssten als die restliche Bevölkerung. Warum müssen Muslime hierzu eine Meinung haben? Warum dürfen sie nicht genauso unwissend und meinungslos sein, wie die Mehrheit der nicht-muslimischen Bevölkerung?
Die weltweite #notinmyname Kampagne reicht dir wohl auch nicht. Wieviele Muslime müssen denn bekunden, dass die IS nicht im Namen ihres Islam handelt, bis du zufrieden bist?
Ich bin ja der Meinung, sie müssen gar nichts.. genauso unsinnig wäre es von allen Juden auf der Welt zu verlangen, sich zur Politik Israels zu äußern.
Anders sieht es natürlich mit funktionellen Religionsträgern aus. Die sind in der Tat angehalten sich zu gesellschaftlichen Debatten zu äußern.
Der Zentralrat der Muslime in Deutschland tat dies auch schon vor dem 03.10.:


Ich verstehe nicht, was man mehr noch verlangen kann? Wieviel Prozent der muslimischen Gemeinden müssen sich öffentlich äußern, damit du zufrieden bist?

Statt dessen schotten sich die meisten gläubigen Muslime lieber in selbst gewählten Ghettos ab. Lediglich diejenigen, die ihre Religion nicht ausüben oder sich davon losgesagt haben, sind offen und in der Lage, sich zu integrieren.

Also das sehe ich etwas differenzierter. Sicher gibt es viele, die sich dort auch wohl fühlen und das nicht als Ghetto empfinden. Ich sehe auch nichts verwerfliches daran, wenn ein beruflich erfolgreicher Muslim nicht wegzieht und seine Community vor Ort stärken will, damit das eben kein Ghetto bleibt oder wird.
Ich habe übrigens selbst 3 Jahre in so einer Gegend gelebt. Und wo ist das Problem beim Bäcker von einer Frau mit Kopftuch bedient zu werden? Ich fand das gut. Der Kuchen war günstig und es waren nie Haare drin. Man kann es drehen wie man will, die Verkäuferin beim Bäcker wird sich nie eine Wohnung in Charlottenburg leisten können. Sie wird auch nie bei einem Bäcker am Gendarmenmarkt arbeiten dürfen. Niemand wird dir das offen sagen, aber dort will die feine Kundschaft eben nicht von "Kopftuchfrau" oder "Dunkelhäutigen" bedient werden. Wer denkt, dass Diskriminierung nicht eine Kernursache für solche Wohngegenden wäre, den halte ich für naiv! Meine Lösung ist: Toleranz und Dialog. Deine Lösung ist: dem Islam abschwören um "integrierbar" zu werden. Dazu sehe ich keine Notwendigkeit.
 
Ich mach mir auf jeden Fall schon mal Popcorn für den Zeitpunkt wenn die ersten "Gotteskrieger" merken, dass Krieg was ernstes und der Tod entgültig ist und sie zurückkommen wollen. Hab gestern Abend noch was über einige Briten gelesen, die jetzt erstmal in der Türkei sind, weil sie nicht wissen, ob sie nach Großbritannien einreisen sollen bzw. was sie dort erwartet. Die Kommentare dazu gingen von "Als feindliche Krieger aufhängen!" bis "Wiedereingliedern!" und so wie ich Deutschland kenne, werden wir uns hier auch einen abwürgen bis wir da mal zu einer ordentlichen Lösung gekommen sind.

Mir persönlich würde es schwer fallen, solche Spezialisten nicht für 20-30 Jahre ins Loch zu stecken und danach unter Sicherrungsverwahrung zu behalten, weil in Syrien anderen Leuten die Köpfe abschneiden zu wollen eben Konsequenzen hat, aber ich muss das zum Glück auch nicht entscheiden.
 
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