Europawahl 2014

hmm das wird schwierig. Die PARTEI wählen, gar nicht wählen, oder Die PARTEI wählen hmmm.
Die sind alle sehr attraktiv. Ja zu Europa. Nein zu Europa.
 
Was bringt es Die PARTEI zu wählen? Die nehmen sich ja bewusst selber nicht ernst, was hab ich dann davon?
 
wenn du keiner anderen 'ernsten' partei deine stimme geben magst, aber auch nicht möchtest, daß die extremen linken, rechten, religiösen von deiner enthaltung profitieren, dann ist das sinnvoll.
hauptsache, es wird überhaupt gewählt. die politiker sollen bloß nicht glauben, uns wäre egal was sie tun.
 
Ich hab mich nun weniger mit der PARTEI beschäftigt außer mir grob das Programm anzusehen, was wollen die mit ihren Sitzen machen? Lieber wähl ich wen, der sagt worauf er hinarbeitet als aufs Geratewohl 'ne Spaßpartei zu wählen.
 
Lieber wähl ich wen, der sagt worauf er hinarbeitet
Sagen doch seit Jahren alle Parteien. Demnach gibt es gar kein Problem :D.
Das ist doch keine Spaßpartei. Ich hab das Programm von denen doch verlinkt. zum Beispiel Begrenzung von Managergehältern (auf das 25.000-fache eines Arbeiterlohns).
was wollen die mit ihren Sitzen machen
Jeden Monat treten die aktuellen Abgeordneten zurück, so teilen die sich die 100.000€+ die ein Abgeordneter jährlich bekommt.
 
@ war-10-ck: welche sitze? :) ich glaube, damit rechnen weder die partei-mitglieder noch deren wähler. ich halte es ja auch wie du. aber wenn wir frostagent fragen, dann wird er bestimmt unmut über die 'ernsten' parteien äußern *aus dem fenster lehn
 
Ihr habt ja recht. Das Problem ist, dass die Parteien immer vorher sagen, was sie die nächsten Jahre tun werden wenn man sie wählt. Und daran halten sie sich dann auch wie wir wissen, das macht die jahre danach immer so langweilig weil man ja schon grob weiß was passieren wird.
 
Ich sag ja nicht, dass ich mich 100% aufs Parteiprogramm verlassen, aber ich kann Parteien ja danach auswählen was sie in den letzten Jahren getan haben, dass der Kurs weiter verfolgt wird ist ja jeweils ziemlich sicher. Da weiß ich was ich bekomme, bei der PARTEI weiß ich das nicht.
 
Einige sehen "bei den altparteien weiß man was man bekommt" als Argument FÜR die PARTEI an :P.
 


Wählt man dann in diesem Falle nicht für ein Parlament, in dem man bewertet, was die Parteien in einem anderen Parlament gemacht haben?
 
Ja schon, aber die Gesinnung ändert sich ja nicht. Ich würde zum Beispiel die Grünen nie wählen, wegen ihrer Grundlegenden Herangehensweise an Probleme auch wenn vereinzelt mal was sinniges im Wahlprogramm stehen könnte.
 


Zwischen den Vorstellungen der beiden Großen tun sich ja Welten auf.:rolleyes:
 
Können wir eine Umfrage kriegen? So eine anonyme Abstimmung oberhalb des Threads in einem Kasten. Mich würde interessieren wie das NGB orientiert ist.
Eine passende Partei mit dem Namen "GEZ-Meckerer" gibts nämlich nicht. ;)
 
Ich sag ja nicht, dass ich mich 100% aufs Parteiprogramm verlassen, aber ich kann Parteien ja danach auswählen was sie in den letzten Jahren getan haben, dass der Kurs weiter verfolgt wird ist ja jeweils ziemlich sicher.
So wie die SPD, die offiziell eine Sozialdemokratische Partei ist und dann unter Schröder Reformen durchdrückte die sich nichtmal die CDU anzusprechen getraut hätte?
 
mit mut ist es eben nicht so weit her bei den konservativen. man mag mehr den federkernsessel als den holzschemel :D
 
So wie die SPD, die offiziell eine Sozialdemokratische Partei ist und dann unter Schröder Reformen durchdrückte die sich nichtmal die CDU anzusprechen getraut hätte?

Das ist das tragische Schicksal der Sozis.

Ein Kanzler der Arbeitnehmerpartei, der in Davos (Weltwirtschafts-Gipfel) stolz verkündet, ein Niedriglohnsegment eingeführt zu haben.

Wikipedia schrieb:
„Wir müssen und wir haben unseren Arbeitsmarkt liberalisiert. Wir haben einen der besten Niedriglohnsektoren aufgebaut, den es in Europa gibt. Ich rate allen, die sich damit beschäftigen, sich mit den Gegebenheiten auseinander zu setzen, und nicht nur mit den Berichten über die Gegebenheiten. Deutschland neigt dazu, sein Licht unter den Scheffel zu stellen, obwohl es das Falscheste ist, was man eigentlich tun kann. Wir haben einen funktionierenden Niedriglohnsektor aufgebaut, und wir haben bei der Unterstützungszahlung Anreize dafür, Arbeit aufzunehmen, sehr stark in den Vordergrund gestellt.

Die Sozis haben es nicht geschafft, sich von ihrem Überkanzler zu lösen. Deswegen gehören sie nun in den 20-Prozentbereich. Wer soll sie denn auch wählen wenn sie keine Arbeitnehmerpartei mehr sind? In der politischen Beliebigkeit findet man keine Anhänger.

Die SPD begeht gerade politischen Selbsmord auf Raten und die GroKo ist der Sargnagel.

Die Neo-Botschaft der Sozis lautet: "Arbeitnehmerinteressen sind am Besten beim Kapital aufgehoben". Getreu der neuen Währung "Arbeitsplätze". Allenhalben hört man dauernd, was angeblich Arbeitsplätze schafft oder Arbeitsplätze vernichtet; natürlich wurde niemals eine Bilanz vorgelegt, ob denn derartige Weissagungen auch eingetroffen sind.

Die Arbeitsplatz-Keule ist ein modernes politisches Terror-Instrument um die Wählerschaft in Angst und Schrecken zu versetzen.
 
@simpliziss

ich würde den grund für den niedergang der spd eher in der unfähigkeit sich anzupassen sehen. ebenso wie sich die zahl der gewerkschaftsmitglieder halbiert hat ist auch das klassische arbeiter, arbeitnehmer klientel der spd geschrumpft.
ich sehe einen großen fehler darin dass sie ihre glaubwürdigkeit dadurch verspielt haben sich populistisch von schröder und ihrer politik zu distanzieren und zu lösen statt verantwortung zu übernehmen.
statt die notwendigen anpassungen und korrekturen an den hartz reformen einzufordern und durchzusetzen sind sie auf jahre in lethargie verfallen und haben die arbeitsmarktpolitik komplett den neo´s oder den linken spinnern überlassen.
 
So wie die SPD, die offiziell eine Sozialdemokratische Partei ist und dann unter Schröder Reformen durchdrückte die sich nichtmal die CDU anzusprechen getraut hätte?

Uhm, mit Hilfe der CDU wurde die ganze Reform Agenda 2010 nochmals für die Betroffenen verschärft und damit verschlimmert.
 
Während des Wahlkampfes ist die SPD immer links und nach der Wahl immer neoliberal, reine Bürgerverarschung.
Erstaunlich ist nur, das Wähler seit Jahrzehnten trotz ständiger Enttäuschung ihr Kreuz bei diesen Heuchlern machen.
 
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