Ich habe die Wahl,
OK ist es ( wenn auch nervig ), wenn sich jetzt son Jehova Lemming in der Bahn neben mich setz, seine Krawatte richtet und mich fragt :"Darf ich mit Ihnen über Gott sprechen?". Je nach Laune, guck ich den an, lass mich entweder darauf ein, weil ich mich gerade ein wenig unterhalten lassen will ( ihn verunsichern will, oder einfach sozialen Kontakt suche ), oder ich zisch ihn an, dass er entweder Land gewinnen soll, oder die Fresse halten soll
( Wenn es nicht unbedingt morgens halb 7 in der Bahn ist, lehne ich vielleicht auch mal höflich dankend ab

). Solange er das akzeptiert und mich dann in jedem Fall nicht weiter belästigt, ist das noch grenzwertig okay...
Erzählt mir der Typ aber z.B wie schlimm, dämlich oder sinnfrei mein eigentlicher Glaube ist, und er den einzig richtigen Glauben hat, hat er das TOR 3 mit dem Zonk gewonnen. Denn dann wird er zum Feind. Ich werde ihn ganz bestimmt nicht in der Bahn abstechen, wie es vielleicht ein andere Vertreter einer Glaubensrichtung im Affekt tun würde, weil er meine "Ehre" verletzt hat. Trotzdem würde ich diesen Menschen ziemlich derbe bashen und mir vom Hals halten...
Ich wüsste auf jeden Fall, dass genau dieser Mensch sich nach der Aktion das demnächst 10 Mal überlegen wird, ob er fremde Menschen so auf diese Weise ansaugt!
Das ist der kleine Unterschied.
Leben und Leben lassen.
Bevor jetzt der Nächste wieder mit einem komplizierteren und noch durchkonstruierten Beispiel kommt.
Solange ein Mensch als Individuum seinen Glauben frei wählen darf, ohne dafür Repressalien befürchten zu müssen, ist alles gut.
Darauf bezogen, solange NIEMAND den Glauben eines anderen Menschen aktiv erschüttert oder beeinflusst ( gezielt mit dem Hintergrund ihn zu missionieren oder sonst irgendwie seinen Glauben zu erschüttern ) ist alles im grünen Bereich.
Mir soll von mir aus ein Anhänger einer anderen Religion erzählen, "Boah weisste, mein Gott ist so toll, der zaubert allen Ungläubigen einen Ring um die Augen."
Da sag ich dann, "Und weißt du, was mein Gott kann? Der kann dir nicht nur in die Fresse hauen, der macht auch aus Wasser Wein, mit dem hast du immer was zu bechern..."
Solange hier der Gott, die Religion oder der Mensch oder einfach nur der Glaube nicht angezweifelt, in Frage gestellt oder sonst wie diskreditiert wird, sollen die Götter oder Glaubensrichtungen der anderen doch selbst 20% auf Tiernahrung geben

.
Das ist mir doch sowas von "wumpe", wenn meine Mitmenschen die gleiche Auswahl, oder eben eine andere treffen dürfen, bade ich in selbstloser Zufriedenheit und bin glücklich.