Einstellungen zu Religion in Deutschland

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Dann braucht man aber auch gar nicht davon anfangen von Gleichberechtigung zu faseln. Jeder darf seinen Glauben haben aber bitte nur in einem abgedunkelten Raum ohne dass irgendwer was davon mitbekommt. :rolleyes: Ist doch irgendwie verständlich. Ihr redet von Diskussion gebt aber selber zu, dass ihr euch hier in einer Position sehr wo ihr Harley als Vertreterin einer Religion den Mund verbieten wollt weil sie ja missioniert. Das ist keine Diskussion, wenn man der anderen Partei die Legitimation abspricht überhaupt irgendwas zu sagen. Sowas nennt sich dann Monolog. :)
 
Ich zitier mich dazu mal selbst von Seite 1:

Jeder soll seine Religionen im Rahmen unserer Gesetze frei ausleben können. Aber sobald ich dadurch eine zusätzliche Einschränkung oder starke Belästigung erfahre, stehe ich der Religion nicht mehr so offen gegenüber. Bestes Beispiel dafür war die selbsternannte Sharia-Polizei in Wuppertal.

Besser noch wird das bei den Jehovas deutlich, was ich meine:

Für Jehovas Zeugen ist ihr Glaube untrennbar mit seiner Verkündigung verbunden. Eine rein passive Zugehörigkeit zur Religionsgemeinschaft gibt es daher nicht. Die Evangelisation an Haustüren und öffentlichen Plätzen, die sie als Predigtdienst oder Predigtwerk (früher auch als „Felddienst“) bezeichnen, ist daher das Markenzeichen der Zeugen Jehovas.[49] Dabei hinterlassen sie bei Interesse kostenfrei Literatur oder bieten ein Bibelstudium an. Vor 1991 wurde die Literatur zum Selbstkostenpreis abgegeben. Pro Monat investiert ein durchschnittlich aktiver Zeuge Jehovas etwa 17 Stunden seiner Freizeit in diese Tätigkeit.[50]
 
Ich denke mal, zuerst ist der Glaube Erziehungssache. Wie so viele kleine und große Dinge in dem Umfeld, in dem man eben aufwächst. So lange man nichts anderes kennt und das eben - je nach Familie - mehr oder weniger eingetrichtert wird, ist das eben erstmal das, was man glaubt. Weil wurde einem ja so gesagt. Dann wird man älter und denkt für sich selbst (meistens jedenfalls). Hier hängt es dann natürlich nochmal vom jeweiligen Umfeld ab. Wenn man immer mehr das heimische Nest verlässt, kommen neue Eindrücke von außen, auch was Religion angeht. Und dann kann sich das nochmal ändern.

Aber das ist eigentlich nicht nur auf Glaube oder Religion bezogen. Das kann "Kleinigkeiten" wie den Musikgeschmack betreffen und geht weiter hin zu politischen Ansichten etc.
Kann mir jedoch vorstellen, dass das für jemanden, der 'wirklich!' gläubig ist, sehr oberflächlich klingt... :unknown:
 

Ja und Nein.

Jemand der mit seiner Überzeugung hausieren geht, stellt sie zur Diskussion.
Der muss damit leben, dass sie zerpflückt und zerredet werden.

Wenn der Zeuge klingelt hab ich ihn nicht gebeten,
Ich rede auch nie von Gott, wenn keiner damit anfängt und das sind meist Religiöse...
Leider sind Atheisten nur an das Verkünden der Nichtwahrheit gebunden, Religiöse können immer ihr Lügen verbreiten :unknown:
 
Ich kritisiere dich ja nicht dafür, dass du gegen den Islam oder sonsteine Religion bist. Gerne kannst du daran auch alles anzweifeln und niederargumentieren, absolut legitim und verständlich. Was ich nicht gut finde ist dann aber zu kritisieren wenn ein Anhänger des Islam das selbe mit deiner Meinung macht. Klar wenn die Zeugen mal wieder klingeln ist das was anderes. Hier haben sich aber alle freiwillig eingefunden. Drum braucht man auch gar nicht anfangen, dass Harley irgendwelche Lobeshymnen auf den Islam bringt oder sich zu beschweren, dass sie missioniert. Wer nicht will braucht den Thread ja nicht zu abonieren. Und genauso wie ich hier meine Meinung "missioniere" sollte das auch jeder andere dürfen ohne ihr oder ihm den Mund zu verbieten.
 

Du gehst vom falschen Standpunkt aus:
Religiöse beschweren sich auch.
Somit ist es ein quit pro quo...

Das die Diskussion manchmal hitzig wird ist klar.
Und ich KANN niemand den Mund verbieten.
Ich kann nur sagen "halt die Klappe"-
Den Mund verbieten könnte nur ein Moderator der die Beiträge löscht und das ist IMO nicht geschehen...
 
In einer Diskussion zu behaupten der Gegenüber hat keine Legitimation hier was beizutragen macht jede Anständige Diskussion kaputt. Totschlagargument eben. Wenn sich Religiöse beschweren, man dürfe nichts gegen ihre Religion sagen ist das genauso falsch, zumindest solange es sachlich bleibt und nicht angreifend wird. Auch in einer hitzigen Diskussion sollte man doch irgendwie drauf bedacht bleiben zu diskutieren und nicht sich gegenseitig anzufallen. Da liegt eben der Unterschied zum Stammtischgelaber.
 

ja und nein.
Ich kann zwanzig mal sagen das sie nix beizutragen hat, sie wird es dennoch tun.
Genau wie sie es zwanzigmal gegenüber mir behaupten wird.

aber erwartest du HIER echt etwas, das über Stammtischniveau liegt?

Das Problem ist grundsätzlich die fehlende Basis und der Absolutheitsanspruch beider Parteien.

Es gibt keine höhere macht:
Wenn es sie doch gibt, ist es nicht die der Bibel/Koran/Tora
Wenn es also keine höhere Macht oder keine höhere macht gibt von der wir Überlieferungen haben.
Dann: haben wir auch keine Regeln der höheren Macht, die wir befolgen müssen.
Wir schreiben diese Regeln also selbst, mit unserer Erfahrung und aus unserer menschlichen Natur heraus.

So wie Piranhas zwar alles Fressen, nur keine anderen Piranhas.


Es gibt eine höhere macht und wir folgen einer Überlieferung dieser:
Dann sind seine Regeln absolut, was wiederum dazu führt.
Das es bessere Regeln als die Menschlichen sind, was jedes Weltliche recht ad absurdum führt.

Somit ist das eine und das andere unvereinbar.
Die Katze ist tot ODER lebendig, der Meta zustand Schrödingers bezieht sich auf den Beobachter und hat nur solange wer, sollange er darauf basierend keinen schritt weiter geht.
Will er weiter kommen, muss er einen der beiden Zustände annehmen.

Und Vernünftig und Historisch fahre ich mit meinem besser.
 
Genau das ist es ja, du fährst mit deinem Ansatz besser. Wie aber einige hier jetzt die Mimose zu spielen weil es andere gibt die anderes glauben ist doch lächerlich. Genauso wie diese Angst davor missioniert zu werden?! Wenn man kein Bock hat höhrt man es sich eben nicht an. :unknown: Ich verstehe die Problematik da nicht wirklich warum das so verwerflich sein soll. Dass hier unterschiedliche Member unterschiedliche, nichtvereinbare Meinungen haben ist ja erstmal okay. Nur sollte man dann das auch akzeptieren können, dass der andere genauso zu seiner Meinung steht wie man selber zu der eigenen.

mir gehts weniger darum hier irgendwen von irgendwas zu überzeugen (siehe Startpost) eher darum rauszubekommen warum man sich offenbar nicht damit abfinden kann, dass andere anders denken und das zu tollerieren oder wenigstens zu ignorieren.
 
Die Nichtexistenz einer höheren Macht ist nicht beweisbar, wie auch die Nichtexistenz von Elfen und Trollen nicht zu beweisen ist. Wenn Erwachsene an Fantasywesen und deren reale Existenz glauben, ernten sie Häme und Spott. Genauso sollte mit allen verfahren werden, die an Übernatürliches glauben. Dass propagiert wird, denen mit Respekt zu begegnen, liegt einfach an der grossen Zahl der Verwirrten und dem daraus entstehenden sozialen Gewicht. Nichtsdestotrotz sollten alle normalen Menschen sie mit Spott und Häme, Satire, Cartoons und Kabarett "verfolgen", wo auch immer sie die erwischen. Natürlich sollen sie wie andere Geisteskranke auch nicht diskriminiert oder ihrer Menschenrechte beraubt werden.
 
Ich habe die Wahl,
OK ist es ( wenn auch nervig ), wenn sich jetzt son Jehova Lemming in der Bahn neben mich setz, seine Krawatte richtet und mich fragt :"Darf ich mit Ihnen über Gott sprechen?". Je nach Laune, guck ich den an, lass mich entweder darauf ein, weil ich mich gerade ein wenig unterhalten lassen will ( ihn verunsichern will, oder einfach sozialen Kontakt suche ), oder ich zisch ihn an, dass er entweder Land gewinnen soll, oder die Fresse halten soll :D
( Wenn es nicht unbedingt morgens halb 7 in der Bahn ist, lehne ich vielleicht auch mal höflich dankend ab :rolleyes: ). Solange er das akzeptiert und mich dann in jedem Fall nicht weiter belästigt, ist das noch grenzwertig okay...

Erzählt mir der Typ aber z.B wie schlimm, dämlich oder sinnfrei mein eigentlicher Glaube ist, und er den einzig richtigen Glauben hat, hat er das TOR 3 mit dem Zonk gewonnen. Denn dann wird er zum Feind. Ich werde ihn ganz bestimmt nicht in der Bahn abstechen, wie es vielleicht ein andere Vertreter einer Glaubensrichtung im Affekt tun würde, weil er meine "Ehre" verletzt hat. Trotzdem würde ich diesen Menschen ziemlich derbe bashen und mir vom Hals halten...
Ich wüsste auf jeden Fall, dass genau dieser Mensch sich nach der Aktion das demnächst 10 Mal überlegen wird, ob er fremde Menschen so auf diese Weise ansaugt!

Das ist der kleine Unterschied.
Leben und Leben lassen.
Bevor jetzt der Nächste wieder mit einem komplizierteren und noch durchkonstruierten Beispiel kommt.
Solange ein Mensch als Individuum seinen Glauben frei wählen darf, ohne dafür Repressalien befürchten zu müssen, ist alles gut.
Darauf bezogen, solange NIEMAND den Glauben eines anderen Menschen aktiv erschüttert oder beeinflusst ( gezielt mit dem Hintergrund ihn zu missionieren oder sonst irgendwie seinen Glauben zu erschüttern ) ist alles im grünen Bereich.

Mir soll von mir aus ein Anhänger einer anderen Religion erzählen, "Boah weisste, mein Gott ist so toll, der zaubert allen Ungläubigen einen Ring um die Augen."
Da sag ich dann, "Und weißt du, was mein Gott kann? Der kann dir nicht nur in die Fresse hauen, der macht auch aus Wasser Wein, mit dem hast du immer was zu bechern..."

Solange hier der Gott, die Religion oder der Mensch oder einfach nur der Glaube nicht angezweifelt, in Frage gestellt oder sonst wie diskreditiert wird, sollen die Götter oder Glaubensrichtungen der anderen doch selbst 20% auf Tiernahrung geben :D.
Das ist mir doch sowas von "wumpe", wenn meine Mitmenschen die gleiche Auswahl, oder eben eine andere treffen dürfen, bade ich in selbstloser Zufriedenheit und bin glücklich.
 
mir gehts [...] darum[...] rauszubekommen warum man sich offenbar nicht damit abfinden kann, dass andere anders denken und das zu tollerieren oder wenigstens zu ignorieren.

Wegen der Begleiterscheinung.
Meine Moralvorstellungen sind mehr als ein purer Egokomplex.
Ihnen entspringt auch ein Hilfsbedürfnis.

Wenn jemand auf dem Bahnsteig angegriffen wird, fordern alle Zivilcourage.
Wenn Eltern ihre Kinder Misshandeln aber nicht?

Wenn Hilfesuchende abgewiesen werden, nennt sich das unterlassene Hilfeleistung und ist strafbar, nicht aber es ist ein katholisches Krankenhaus.

Der DLRG kämpfte lange dafür, dass kinder Schwimmen lernen, dadurch sind die Zahlen an ertrinkenden massiv gesunken.
Aber Allah verbietet es?

Das ist mit meinem Moralvorstellungen nicht vereinbar.
Deswegen kann ich es nicht stehen lassen.
 
Dein gutes Recht anderen nicht mit Respekt zu begegnen. Was auch immer du aber glaubst damit erreichen zu können du wirst es nie tun. Warum sollte sich auch irgendwer ersthaft mit dir auseinandersetzen wenn du dein Gegenüber nur verspottest?
Ich nehm mich da als Beispiel wenn ich über Waffengesetze diskutiere halte ich auch sehr sehr wenig von meinen Kontrahenten bzw. deren Einstellung. Trotzdem kann man versuchen auf einer anständigen Ebene miteinander zu reden. Leider machen das nur sehr wenige weswegen auch nie irgendeine wirklich zielführende Diskussion zstande kommt. Es führt halt einfach zu nichts außer gegenseitige Ablehnung zu fördern. Wer das zum Ziel hat - bitte.

Was du schreibst ist richtig. Dennoch hilft es da nicht wenn man der anderen Seite die Legitimation abspricht und mit dem Fuß aufstampft. Man sollte sich halt überlegen ob man irgendein Umdenken oder nur gegenseitiges Anfeinden erreichen möchte.
 
Nein, das was du immer wieder als Beispiel bringst sind einzelne Aspekte bzw. Ausprägungen der Religionen wie zum Beispiel, dass Frauen so und so behandelt werden. Das kann man ohne Weiteres kritisieren, auch sachlich. Da kann sich keiner wirklich gegen wehren. Dabei aber im gleichen Zug zu erwähnen, dass durch dieses Verhalten Anhänger der Religion kein Recht mehr hätten dies und jenes zu tun ist Unsinn. Du willst doch etwas bewirken, also muss man sich drauf einlassen mit dem Gegenüber zu reden. Kommst du nun daher und sagst, das gefällt mir nicht drum red ich nicht mehr mit dir kommst du zu keinem Ergebnis.
 
Dein gutes Recht anderen nicht mit Respekt zu begegnen.
Jeder Mensch verdient Respekt, aber ich muss seine Ansichten zum Übernatürlichen nicht respektieren und darf hemmungslos darüber spotten. Dein Vergleich mit den Waffen ist unpassend, da geht es nicht um Übernatürliches, diese Leute haben Meinungen- keine Geisteskrankheiten.
 
Und was denkst du wohin dein Spott führt? Du beleidigst andere Menschen, was erreichst du damit?
Ist ja okay dagegen zu sein. Dann kann man das aber doch auf eine Vernünftige Weise zu Ausdruck bringen. Der Unterschied zwischen Übernatürlichem und Meinungen zu anderen Themen ist subjektiv, nur weil du das eine als dämlicher empfindest muss das nicht zwangsläufig so sein.
 
Ne, ich finde auch, dass Seedy das ziemlich gut ausformuliert hat mit Rücksicht auf Rückständige nehmen...

Das hat absolut nichts mit anfeinden zu tun.
Solange ein "Rückständiger" nicht ein wenig Verständnis und Grundverständnis im Bezug auf unsere Regeln hier mitbringt, brauchen wir mit diesem Menschen überhaupt gar nicht in Verhandlungen zu treten.
Es ist eine Frage von Respekt und Anstand dem "Gastgeber" gegenüber ( wenn auch, diese Titulierung nun unglücklich gewählt wurde ) die Ehre zu erweisen und wenigstens so zu tun, als würde man die Sitten und vorherrschenden Bräuche akzeptieren.

In Japan muss die Verpackung teurer als das Geschenk sein, in Japan muss man vor den Räumen die Schuhe ausziehen, in Indien isst man mit den Händen, in der Türkei gibt ein Mann einer Frau nicht die Hand etc etc ...
Wenn ich irgendwo anders als Zuhause in meiner gewohnten Umgebung bin, habe ich mich unter zu ordnen, fertig. Erst dann darf ich Forderungen stellen, und erst dann darf ich mich auf meine Rechte berufen.

Das gilt für ALLE und für JEDEN, egal in welchem Land dieser Erde und egal welcher Nationalität ich angehöre. Du erweist mir gegenüber Respekt, also werde ich dir den gleichen, wenn nicht sogar erweiterten Respekt entgegenbringen.
 
Was aus meiner Sicht totaler Blödsinn ist. Ich fühle mich nicht als deutscher Gastgeber. Ein Moslem ist genauso deutscher wie ich es bin wenn er hier wohnt. Da kann er sich im Rahmen unserer Gesetze genauso verhalten wie er will. Ob er mit Händen isst sich die Schuhe auszieht oder Peng. Interessiert mich nicht, und hat hier auch keinen zu interessieren. Nur deswegen aber mit dieser Person abfällig umgehen? Tolle Kultur an die sich die Leute da anpassen sollen.
 
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