Drogenpolitik

Interessant ist jedenfalls, dass ich jetzt innerhalb von etwa 15 Minuten nicht eine Studie zu diesem Thema finden konnte. Motive für Alkoholkonsum bei Jugendlichen, da gibt es viel zu. Zahlen dazu, wer wie viel wovon trinkt, massig. Aber eine einfache repräsentative Umfrage zu den Gründen, warum erwachsene Menschen Alkohol trinken, Fehlanzeige!
 
Keine Ahnung, was bei einigen das Problem ist, aber ein Bier, daß man am Feuerabend trinkt, kann auch alkoholfrei sein.
Man muß dann halt Abstriche beim Geschmack machen. Meiner Meinung nach ist bei einem kalten Weizen der Alkohol für den Geschmack ganz gut verzichtbar.

Jemand der keinen leeren Magen hat und nicht untergewichtig ist, braucht keine Gewöhnung, damit der Alkohol einer einzelnen Flasche Bier keine Wirkung bei ihm zeigt.

Menschen, die ein gutes Essen zu schätzen wissen, leiden sicher auch nicht ans Selbstbetrug, wenn für sie dazu ein gutes Bier oder ein guter Wein dazu gehört. Sie machen das sicher nicht wegen einer Wirkung des enthaltenen Alkohols.

Es kann natürlich sein, daß die Einstellung zu Alkohol und seine Wirkung bei Menschen, die eine Affinität zu Drogen haben, eine andere ist. Vielleicht ist der Konsum von Cannabisprodukten gar nichts so selbstbestimmt, wie mancher sich das einreden möchte. Das gleiche gilt dann vielleicht auch für Alkohol, wo dann für diese Menschen der Kick im Vordergrund steht.
Ich will das auch gar nicht verurteilen, nur befähigt es diese Leute lediglich dazu, Aussagen über sich selber und ihre Erfahrungen mit berauschenden Substanzen, einschließlich Alkohol, zu machen, nicht aber zu Lebensmitteln, die u.a. auch Alkohol enthalten.
 
Keine Ahnung, was bei einigen das Problem ist, aber ein Bier, daß man am Feuerabend trinkt, kann auch alkoholfrei sein.

Ja, ausnahmsweise hast wirklich mal keine Ahnung.
Alkohol wirkt auch schon in geringen Mengen, auch wenn du es bewusst nicht merkst.

Ein 0,33 Bier für einen 180cm/80Kg hat bereits eine Wirkung von 0,2 Promille.
Bei 0,2 Promille kann man bereits folgende Symptome messen.
Fehleinschätzung von Entfernung.
Entspannung.
Gelöste Stimmung.

Toleranz heißt auch nur, dass der Körper lernt damit umzugehen und gegen zu steuern, nicht dass es tatsächlich nicht wirken würde.
Beim "Feierabendbier" wird diese entspannende Wirkung eben benutzt um den Feierabend einzuleiten. Vermutlich nicht mal wirklich bewusst.
 
Das Feierabend Bier kann man vlt zu "mini" oder "micro" Dosing zählen fällt mir grad auf.
Microdosing ist gerade relativ im Trend, dabei werden statt den 100µg aufwärts die sonst einen Trip auslösen nur ca. 5µg - 15µg LSD/etc im Alltag genommen, ohne dass eine deutliche Wirkung spürbar ist.
Aber subtile Effekte, scheint einigen bei Depressionen zu helfen, Kreativität zu fördern etc.
Ich gehe jede Wette ein dass nach 0,33 - 0,5L Bier Unterschiede am Blutdruck/Puls messbar sind.
Und käme man ins Hirn rein ohne zu töten hätte man noch mehr messbare Effekte.

Noch ist nicht raus obs nur ein kollektiver Placeboeffekt ist oder wirklich pharmakologisch wirkt, ich tippe aber auf Letzteres.
Hab das selbst ein paar Mal ausprobiert aber nicht gescheit dokumentiert etc und nur in ca. 1/3 meiner Versuche konnte ich eine Veränderung ausmachen.
 


Ich soll keine Ahnung haben, weil ich feststelle, daß man zum Feierabend auch Bier ohne Alkohol konsumieren kann? :confused:

Ich zweifele Deine Aussage zum BAK an. Kannst Du da mal die Methode und die Beispielrechnung nennen. Oder hast Du Dir das ausgedacht?
 
Das spuckt der Promille Rechner bei 180cm/80KG/0,5L Bier mit 5% und 1/2 vollem Magen aus wenn innerhalb 1 Stunde ausgetrunken wird:




Erfahrungsgemäß hält sich so ein Bier eher 20 Minuten wenns das Erste ist.
Wirkungslos sieht für mich anders aus und selbst wenn das auf 1/3 der Konsumenten zutrifft ist das ja immer noch nicht die Masse.
 
Und? Alkoholfreies Bier, Malzbier, Fruchsäfte und Kefir, sind weitere Lebensmittel, bei denen sich nach dem Genuß Alkohol im Blut nachweisen läßt.
 
Nein, du hast keine Ahnung:
Jemand der keinen leeren Magen hat und nicht untergewichtig ist, braucht keine Gewöhnung, damit der Alkohol einer einzelnen Flasche Bier keine Wirkung bei ihm zeigt.
Mit dem Beweis:



Leider sieht man dort nicht welches Getränk ich angeklickt habe. Es war 0,33l Bier, wers mir nicht glaubt, kann es ja selber noch mal machen.



Du kannst jetzt so viel Malzbier und Fruchtsaft um dich werfen, wie du willst.
An ein 0,33 Bier wirst du schwerlich rankommen.


Eventuell verstehen wir uns miss:
Ich hab dich so verstanden:
"Feierabendbier trinkt man nicht wegen dem Alkohol, daher könnte man auch etwas anderes trinken".

Ich darauf:
"Feierabendbier trinkt man sehr wohl wegen dem Alkohol"

Im Bezug auf deine Antwort an Kenobi van Gin, wo du meinst das man Alkohol nicht nur wegen dem rausch trinkt, dass sogar etwas über seinen Bezug zum Alkohol aussagen würde:
Bullshit.
Alkohol trinkt man in der Regel grade weil es Alkohol ist.

Die einzigen Situationen in denen ich Alkohol konsumiere, ohne die Wirkung von Alkohol haben zu wollen, sind in Alkohol gelöste Medikamente.
 
@LZ9900:
Falsch, wie fast alles was du schreibst.

Ich glaub du du hast noch das blöde Schubladendenken:
Droge != Medizin, ein Fehlschluss, denn ich ehrlich gesagt nicht verstehe.

Klinische Depressionen entstehen platt gesagt durch eine Störung des Botenstoffhaushaltes, Maßgeblich Serotonin und Dopamin.
Zufällig sind das auch zwei der Botenstoffe, auf die LSD Einfluss nimmt.

Nur weil LSD ab einer gewissen Dosis Halluzinationen verursacht, disqualifiziert es sich nicht als mögliche Medizin.
 
Komisch dass Peter Gasser dann nach wie vor in der Schweiz Patienten mit LSD in Trip Dosierungen behandeln darf :unknown:
Und dass Stanislav Grof so erfolgreich in Bezug auf LSD in der Psychotherapie geforscht hat.
Und dass maps.org immer mehr Erfolge verzeichnet.

Das hat dann aber überhaupt nichts mehr mit microdosing zu tun.
Was Alkoholismus mit Medikation zu tun haben soll check ich nicht :unknown:

Ein paar Quellen:




 
ein Bier, daß man am Feuerabend trinkt, kann auch alkoholfrei sein

Dann ist das ein Fall, von dem ich hier gerade nicht rede. Sportler, die nach dem Training ein alkoholfreies Weizen trinken, tun das ja auch *surprise* nicht wegen des Alkohols. Natürlich rede ich hier nur von den Leuten, die auch tatsächlich Alkohol trinken, sonst macht ja meine Aussage keinen Sinn. Und meine Beobachtung ist eben, dass die allermeisten Leute, die Bier trinken, alkoholhaltiges Bier trinken.
Übrigens merke ich persönlich auch schon ein 0,33-Bier. Zwar nicht dauerhaft, aber so während des Trinkens, die ersten 5 bis 10 Minuten, stelle ich auch da schon deutliche Effekte fest. Die legen sich dann allerdings bei mir in der Regel erstmal wieder. Es ist also zumindest nicht so, dass jeder Mensch auch ohne Gewöhnung eine Flasche Bier einfach so wegsteckt.
 
Du solltest deine Theorien ruhig mal mit Betreibern von Destillen in Schottland&Co diskutieren, Geschmack ist ja wumpe. Ich glaube über Wein muss man nicht diskutieren oder etwa doch?


Du solltest deine Theorien mal mit Betreibern von Cannabis-Plantagen diskutieren, in den Niederlanden&Co, Geschmack ist ja wumpe. Ich glaube über Hasch muss man nicht diskutieren, oder etwa doch?

Merkste selbst, ne?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich soll keine Ahnung haben, weil ich feststelle, daß man zum Feierabend auch Bier ohne Alkohol konsumieren kann?
Arbeite in der Schweiz und kenne nicht wenige, die CDB Kippen rauchen.
Mal aus der Schmiere gezogen (
Wachstum ist auch in der Schweiz angesagt. Bis 2027 soll der Markt 320 Millionen Franken wert sein. Aktuell sind hierzulande 620 Hersteller registriert, welche Cannabis-Blüten verpacken und entweder selbst verkaufen oder an Zwischenhändler weitergeben.
Somit wäre das Mysterium, die Cannabis-Konsumenten wären nur am Rausch interessiert, wohl mit einer 8 Millionen Stichprobe debunkt.
Und weil ich schon die schmierigste Zapfstelle des eidgenössichen Medienspektrums anzapfte, hier noch eine Grafik von denen:
CDB.jpg
 
Komisch dass Peter Gasser dann nach wie vor in der Schweiz Patienten mit LSD in Trip Dosierungen behandeln darf :unknown:
Und dass Stanislav Grof so erfolgreich in Bezug auf LSD in der Psychotherapie geforscht hat.
Und dass maps.org immer mehr Erfolge verzeichnet.

Das Thema LSD als Medikament ist durch. Da würde ich höchstens neuere Studien aus Lanzet oder Nature Ernst nehmen. Alles andere ist Mumpitz.
 
Solange du nicht faktisch argumentierst bleiben deine Posts unkonstruktiver Mumpitz.
 
LSD ist als Medikament definitiv disqualifiziert. Seine Wirkung ist nicht reliabel.
Das Thema LSD als Medikament ist durch. Da würde ich höchstens neuere Studien aus Lanzet oder Nature Ernst nehmen. Alles andere ist Mumpitz.
Wenn Mangel an Wissen mit Überschuss an Überheblichkeit kollidiert....
Da ich kein Freund journalistisch aufgearbeiteter Informationen bin, mal ein paar Links die in die gegenläufige Richtung weisen:

04/2017: Modern Clinical Research on LSD.
(hier: )
A few single administrations of LSD or related substances within a therapeutic setting may be beneficial for patients with anxiety associated with severe illness, depression, or addiction. These old–new treatments may have a potential in psychiatry. As professionals, we should actively study these new options so patients who are in need will not look elsewhere for unproven treatments from unregulated sources. More methodologically sound research on the psychological and biological mechanisms and therapeutic potential of LSD in psychiatry is needed.


07/2018: Psychedelic-Assisted Psychotherapy: A Paradigm Shift in Psychiatric Research and Development
( )

11/2017: Psychedelic Drugs in Biomedicine.


09/2017: Serotonergic hallucinogens in the treatment of anxiety and depression in patients suffering from a life-threatening disease: A systematic review.

4.3. Conclusion
In conclusion, there is some evidence that substance-assisted psychotherapy with serotonergic
hallucinogens is effective in the treatment of mental health problems in patients with a lifethreatening
disease and is well tolerated. Moreover, there is some evidence that psychedelicinduced
mystical-type experiences mediate not only reduction of psychiatric symptoms in these
patients, but may also be helpful for these patients by improving disease coping and quality of life
when facing a life-threatening condition. Given the reasonable safety profile of serotonergic
hallucinogens in a controlled clinical environment, psychedelic-assisted psychotherapy could be a
promising treatment option in this context – especially for patients where other approaches have
been ineffective. Hence, additional trials are needed to evaluate whether the presented results can be
transferred in to clinical practice.

Würde mich wirklich mal interessieren woher Du Deine, nennen wir sie mal outdated, Erkenntnisse hast (DROBS in der Schule?)
 
Braegler hast du mal Topographie des Unbewussten gelesen?
Ich würd mich darüber unfassbar gerne mal mit jemand vom Fach austauschen bzw einfach mal eine Meinung dazu hören die nicht aus der Szene kommt, wobei du ja eher aus dem Bereich Pharmazie statt der Psychiatrie kommst wenn ich mich richtig erinnere?

OnTopic hab ich Simone Langes Position zur Drogenpolitik gerade im letzten Jung&Naiv Interview gehört,
sie ist zwar eher Contra aber gibt reflektiert die Gründe für ihre Meinung wider und sagt sogar dass sie offen für Argumente sei.
Ich ziehe für mich daraus, dass sie sich bewusst ist dass ihre Emotionen aufgrund persönlicher Erfahrungen nicht ganz im Einklang mit dem Verstand sind. Überraschend bewusst.
Mir menschlich sehr sympathisch trotz der unterschiedlichen Meinungen.
Nur das Rumgegiggel am Anfang find ich nervig, im Endeffekt ist das Thema ziemlich ernst.

Der Timestamp geht nicht, ab 1:43 gehts um Drogenpolitik.
 
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