Rauchen kann die Potenz und auch die Lust auf Sex verringern. Fürs Kiffen gilt dieser Zusammenhang offenbar nicht unbedingt.
Anscheinend erhöht es die Sexhäufigkeit sogar.
Häufiges Kiffen scheint Amerikanern den Spaß am Sex nicht zu verderben - eher im Gegenteil. Das legt zumindest eine Studie von Urologen der Universität Stanford in Kalifornien im "Journal of Sexual Medicine" nahe.
Das Team um Andrew Sun verglich Zahlen aus einem großen US-Gesundheitssurvey. 28.000 Frauen und 23.000 Männer zwischen 25 und 45 Jahren hatten darin Angaben zu ihrem Cannabiskonsum im Vorjahr und der Sex-Häufigkeit gemacht. Knapp 25 Prozent der Männer und knapp 15 Prozent der Frauen gaben an, im Vorjahr Cannabis konsumiert zu haben.
Ungeachtet von Alter, Geschlecht, Ethnie oder Lebenssituation zeigte sich: Wer täglich kiffte, hatte im Mittel sogar etwas häufiger Geschlechtsverkehr als Cannabis-Abstinenzler. Frauen hatten demnach in vier Wochen 7,1- statt sechsmal Sex, Männer 6,9- statt 5,6-mal.
Allerdings stellt die Arbeit keinen kausalen Zusammenhang her, sondern nur eine Korrelation. "Die Studie sagt nicht: Wenn du Marihuana rauchst, hast du mehr Sex", betont Eisenberg. Denkbar wäre etwa auch, dass Menschen, die kiffen, generell entspannter eingestellt sind und deshalb mehr Sex haben.