Drogenpolitik

Ja so hieß es bisher zumindest überall, dass die jeweiligen Drogenbeautragten nur Parteilinie vertreten haben.
Aber vlt hat Daniela Ludwig intern mehr zu melden oder das vlt sogar als Bedingung für Annahme des Postens gestellt.
Sie war ja jetzt ziemlich lange im Bundestag.
 
Man könnte sie auch als Stimme der Basis ansehen.
 
Vielleicht löst man sich mal von der Vorstellung, daß ohne die Union das Hanf längst freigegeben wäre.

Die damalige Grüne Drogenbeauftragte Christa Nickels befürwortete die Freigabe, fühlte sich aber durch den Koalitionsvertrag (mit der SPD)gebunden.
Ihre SPD Nachfolgering lehnte die Freigabe strikt ab, weil sie eine Verharmlosung von Cannabis und einen Anstieg des Konsums bei Jugendlichen befürchtete.

Auch bei dieser Legislaturperiode könnte die SPD das Problem gewesen sein. Laut Hanfverband wurde bei der Koalitionssondierung zwischen CDU/CSU, FDP und Grünen noch ernsthaft um die Legalisierung von Cannabis gerungen. Es kam dann aber zu einer Koalition mit der SPD und zum Stillstand.
Merkel wäre biegsam genug gewesen, siehe Ehe für mehr, wenn auch nicht für alle, ihre persönliche Position der Machtpolitik zu opfern.
 
@KaPiTN:
Ich mache nicht die Union alleine verantwortlich, auch wenn ihre Altersflecken sicher einen großen Beitrag leisten.
Die SPD ist genau so verantwortlich, aber wird bei genug druck von alleine umkippen, also ist sie einfach kein Hindernis.

Ich messe dem Posten einfach keinen Wert bei, dass ist alles.
 
Interessant wird auch sein, sollte es legalisiert werden, was dann für Ideen entstehen. Coffee-Shop Gründungen like Niederlande? Der Dealer im Park muss sich nicht mehr verstecken? Ganz Linden (ein Stadtteil von Hannover) stinkt noch mehr nach Mock als ohnehin schon? (Du hast hier teils das Gefühl, der ganze Block ist eine Barzer-Höhle). Ich persönlich kiffe nicht, habe genug gute Laune, sollen alle machen, aber diese Möckerei, auch teils in Kneipen hier ist halt Geschmacksache. Mein halber Freundeskreis kifft, ich habe da größte Akzeptanz, verständlich vllt. für mich als Nicht-Raucher, dass ich mit dem Gestank von Jahr zu Jahr nicht mehr klarkomme (im wahrsten Sinne, denn passiv Dicht werde ist auch ungewollt). Aber kein Problem, ich gehe dem aus den Weg. Wäre auch gut, wenn diese illegalen Handlungen damit aufhören. Peace.
 
@Laui:
In Linden ist es aber DeFacto legal,
hab da in der Ecke nen paar Monate gewohnt und sofern du nicht grade vor der Polizei rauchst interessiert die das auch nicht.
 
Ich schätze mal Afro-Shops, Hemp-Shops & Blubber-Shops werden dann umfunktioniert. Für Niederländische Coffee-Shop Besitzer ist dann D. auch interessant, die machen dann hier ihre Läden auf. Was ich mal iwo gelesen habe, und gut finde, dass du dann auch Gras (schreibt man das so?) bekommst was einfach sauberer ist, weil eben legal und transparent hergestellt sozusagen. Ich meine jeder der kifft wird mir nicht widersprechen, es gibt auch grauenhaftes Zeug.
 
Meh, unterschätz da mal nicht die Apotheker-Lobby. Die werden da hart drum kämpfen dass der Bürger für seine Rauschstoffe in spezielle Apotheken wandern muss, um dann, unter den Blicken lauter Kranker, in aseptischer Umgebung, seine Bestellung aufgeben muss. Glaube beim Deutschen Amtsschimmel und der Lobbyverseuchung nciht daran dass wir da coole, konsumentenfreundliche Shops wie in NL oder USA bekommen...

In NL gibt es meiner (inzwischen reichlich betagte) Info nach auch keine "Ketten" von Coffeshops, die dann nach DE schwappen würden. Da ist es eher selten dass eine Person mehrere Konzessionen besitzt. Zumal die Shops da drüben, aufgrund konservativ ausgerichteter Weisungen des Staates, eh inzwischen alle ganz andere Probleme haben.
 
Ich meine jeder der kifft wird mir nicht widersprechen, es gibt auch grauenhaftes Zeug.

Grauenhaft im Sinne von Brix oder ähnlichem hatte ich schon ~10 Jahre nicht mehr. Das Problem hier ist eher an das klassische "Hippiegras" zu kommen, es gibt nur noch hochpotentes das einen komplett ins Nirvana ballert.
 
Das Problem hier ist eher an das klassische "Hippiegras" zu kommen, es gibt nur noch hochpotentes das einen komplett ins Nirvana ballert.

Wobei ja mit der Freigabe hoffentlich auch die Erlaubnis zum Anbau für den Eigenbedarf kommt. Damit hättest dus ja wieder in der Hand ;)
Zum Thema Drogenbeauftragte: Die neue Frau hat gegenüber dem Vorsitzenden des DHV schon Gesprächsbereitschaft durchblicken lassen. Sinngemäß sagte sie sowas wie "ich muss micht erstmal in den neuen Posten einarbeiten, aber dann können wir über alles reden". Und das ist schon eine ganze Menge mehr, als Mortler jemals von sich gegeben hat.
 
Ja zu einem Treffen (ohne Kameras) hat sie ja auch schon zugesagt. Dafür hatte Mortler während ihrer ganzen Amtszeit keine Zeit.

Ob man ins Nirvana oder einfach nur die Couch geballert wird hat man heute zum Glück schon einigermaßen wieder unter eigener Kontrolle,
wenn man etwas sucht findet man CBD Blüten schon ab 4€/g und kann das prima zum Mischen benutzen.
Oder einfach ein günstiges CBD Isolat (= reines Extrakt) nehmen.

Ich kalkulier mit 20% THC und peile dann mindestens 50/50 THC/CBD für mich an, mir gehts ja primär ums Einschlafen und da kann ich Paranoia oder einfach nur High sein nicht so gebrauchen.
Mit CBD Zugabe funktionieren für mich auch überzüchtete Sorten wieder gut.
 
@m6rley:
Naja, wenn es aufwand ist daran zu kommen, dann willst halt auch was für dein Geld haben.
War während der Prohibition auch so, deswegen heißt es ja auch "Schwarzbrennen" und nicht "Schwarzbrauen"
 
In Tennesee hat ein 20 Jähriger, der wegen Drogenbesitz angeklagt wurde vor Gericht während seiner Pro Legalize Argumentation ne Tüte geraucht und hat jetzt noch eine weiter Anlage wegen Drogenbesitz am Hals :D
Und muss wegen Missachtung des Gerichts 10 Tage in den Knast.




Meanwhile ist grade ein Teil einer großen synthetischen Opioid Welle auf den Markt gekommen.
100% legal in fast allen EU Ländern.
80€ für 2000(!) Rauschdosen.

Also 1x falsch einatmen oder niesen und man ist entweder sofort Tot oder kotzt sich erst noch mal voll und ist dann tot.
Und derjenige der den Leichnam findet hat auch eine große Chance zu sterben, wenn 0,5-1,5mg schon ausreichen.

Und da haben sich viele weitere Sachen angekündigt.
Namen nenne ich mal nicht bevor noch jemand auf dumme Gedenken kommt,
aber könnte man jetzt nicht endlich mal umdenken in der Drogenpolitik?

Mit Daniela Ludwig ist wohl nicht viel zu machen, einzige positive Überraschung ist das geplante Bundesweite Drugchecking aber Cannabis und anderes soll verboten bleiben.
Die Stoffe die nach neuen Verboten auf den Markt kommen sind immer gefährlicher, synthetische Cannabinoide gibt es nach wie vor auch legal.
Viele Händler/Produzenten agieren mittlerweile seit Jahrzehnten und investieren in Forschung und Rechtsgutachten.
Zahlen Mehrwertsteuer.
Und Karma.

Aber das ist nicht aufzuhalten und ich erinner mich böse an das synthetische Opioid u 47700 zurück, dass nicht so potent war wie o.g. Stoff und viele viele Leute total abgefuckt hat weil noch suchterzeugender als Heroin. Das war ca. 2 Jahre auf dem Markt, legal und im Vergleich zu Heroin auch spottbillig.

Bin gespannt wie die Entzugsberichte in ein paar Monaten so sind, wenn scheinbar 0,5mg eine Einstiegsdosis sind. Bei Heroin lässt sich die Dosis schon aus finanziellen Gründen nicht mal so eben verzehn- oder verhundertfachen. Uiuiui :confused:
 
Mit Daniela Ludwig ist wohl nicht viel zu machen, einzige positive Überraschung ist das geplante Bundesweite Drugchecking aber Cannabis und anderes soll verboten bleiben.

Hast du da eine Quelle zu? Eventuell habe ich da was verpasst, aber meine letzte Info war, dass sie noch nichts Konkretes gesagt hatte.
 
Bei war weder sie, noch Mitarbeiter von ihr trotz Einladung. So viel zum offenen Dialog.

Und hier 2x DHV News in der sie Erwähnung fand:

Ludwig will mehr Repressionen:

Ludwig für eine einheitliche geringe Menge (also vermutlich Bayern für ganz Deutschland, zumindest kein Berlin für ganz Deutschland)
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Problem mit der "Einheitlichen geringen Menge" ist vermutlich wieder der kleinste gemeinsame Nenner,
 

Zu 1.: Nein, weil sie alle Konsumten problematisiert. Schwere Straftaten (Dealerei) und Süchtige auf der anderen Seite. Dazwischen gibts für sie scheinbar nix :unknown:

Zu 2.: Wenn man für weitere Überlastung der Judikative ist, schon.

Es geht ja nicht nur um die geringe Menge, Daniela Ludwig bezeichnet auch Bußgelder für den Besitz von Cannabis als "Präventionsmaßnahme".


Bei den Italienern ist derweil übrigens der Anbau für private Zwecke legal geworden:
 
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