„Wie kannst du nur so kaaaaaalt sein? Es kann doch nicht seiiiin, dass ich die Einzige bihihihihin, die hier die Beziehungsarbeit maaaaaaaaaaaacht. Ich weiß nicht mehr … Was soll ich denn noch saaaaaaaaagen, dass du mich versteeeeeeeeeehst? Ich hab doch alles schon gesaaaaaaaaaaaaaagt. Jetzt muss ich auch noch weiheiheinen deinetwegen. Du Arschloooooooooooch. Kuck nicht so teilnahmslos. Nimm mich doch mal in den Aaaaaaaaaaaaarm.
Der Mann sitzt immer noch da, wie er eben da sitzt. Der Mann ist in eine Starre verfallen. Diese Starre nennt man Laberstarre. Wenn die Frau lange auf den Mann einredet, verhärten sich seine Muskeln. Es soll schon Männer gegeben haben, die sind einfach vom Sofa gefallen. Die Ursache dieses Verhaltens liegt in der Steinzeit begründet, wo die Frau keine andere Möglichkeit hatte, den noch nicht müden Mann in der Abenddämmerung in der Höhle zu halten, als ein monotones hypnotisierendes Vor-sich-hin-Gesumme.
Eine andere Möglichkeit, dasselbe zu erreichen, ist die Sexualität, aber manchmal ist es der Frau lieber, dass der Mann auf anderem Wege müde wird. Nur darum begann die Frau mit dem Mann zu kommunizieren, obwohl sie schon zu der Zeit wusste, dass man mit dem Mann nicht kommunizieren kann. Die Menschheit wäre schon lange ausgestorben ohne dieses Phänomen, denn der Mann wäre in der Steinzeit abends immerzu in der Gegend herumspaziert und von Raubtieren zerfleischt worden.“
[SUB][SUP]Auszug aus: Kirsten Fuchs. „Eine Frau spürt so was nicht (German Edition).“ [/SUP][/SUB]