Photovoltaik-Elektriker sind eben keine ITler...
Die klemmen die Anlage am liebsten per Kabel ans Internet, ist eben stabiler als über WLAN. Klemmt der Typ ungefragt den Netzwerk-Switch der Anlage (Consumer-Grade TP-Link-Ding) an den letzten verbliebenen 2.5GB-Port meines Switches an, anstatt die noch freien 1GB-Ports zu nehmen. Egal, ist meckern auf hohem Niveau, umstecken, fertig. Läuft alles.
Einen Tag später sehe ich, das die Anlage wohl aus zwei Netzwerkkomponenten besteht, jedenfalls holen sich die zwei Geräte über DHCP eine IP. Ist jetzt über DHCP etwas ungünstig, dann bekommen die nämlich einen relativ scharfen Pihole als DNS vorgesetzt. Ausserdem sollten die Anlage generell nicht in die DHCP-Range, ich wurde aber ja nicht gefragt. (OK, man stelle sich vor der Techniker fragt den Otto-Normal-Michel nach IP-Ranges und DNS-Servern in seinem Heimnetz...)
Also Handbuch der Anlage ausm Netz gezogen und mal gelesen:
OK, eingestellt wird das Ding wohl gerne über ein eigene WLAN, welches die Anlage selbst aussendet. Bestimmt auch per LAN-Kabel möglich, so hat das Techniker gemacht, sein Arbeitslaptop wurde bei mir im LAN geloggt (z.B. hat mein Pihole tausende Microsoft365-Telemetrie-Anfragen geblockt). Aber erst mal gucken, wie denn der IST-Zustand ist. Die Anlage wird ja über einen Dienstleister fern-gewartet und verwaltet, da kann ich nicht einfach irgendwelche Kennwörter oder so ändern, sonst mache ich noch was kaputt.
(Laune:

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Ah ok, das Standard-WLAN ist aktiv, genau wie in der Anleitung beschrieben. Aber die Anlage ist doch per Kabel.... äh?
(Laune:

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Hmmm, ich kann mich tatsächlich mit dem öffentlich einsehbaren Standard-Kennwort in das WLAN einloggen. Und anhand des WLAN-Namens kann man auch auf den Hersteller schließen.
(Laune:

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Ok, ich kann sogar die Standard-IP des PV-Netzwerk-Interfaces ansteuern und bekomme eine Login-Seite... und ich komme mit dem Standard-Kennwort drauf. Dort kann ich Kennwörter und Netzwerkeinstellungen nach belieben manipulieren.
(Laune:


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Jetzt habe ich hier ne PV-Anlage, die per Kabel irgendwie in meinem Netz hängt, und scheiße konfiguriert ist. Und mir wurde nicht mitgeteilt, wie ich da überhaupt irgendwas ändern kann.
Dafür hat jetzt die komplette Nachbarschaft per WLAN Vollzugriff auf die Netzwerkkomponenten meiner PC-Anlage, alles mit öffentlich einsehbaren Standard-Kennwörtern und Standard-WLAN-Namensschema. Irgend etwas ohne Rücksprache ändern kann ich auch nicht, sonst fliegt eventuell der Fernzugriff raus. Grandios...