[Politik und Gesellschaft] Berliner Bezirksparlament plant Coffeshop zur Eindämmung des Drogenhandels

Das Berliner Bezirksparlament Friedrichshain-Kreuzberg möchte mit dem bundesweit ersten den Drogenhandel im angrenzenden Görlitzer Park reduzieren.

Zur Realisierung des Vorhabens wird seitens der Grünen-Bezirksfraktion ein Antrag zur Genehmigung für das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte
erarbeitet. Man hofft, dass das eine Ausnahmegenehmigung zur kontrollierten Abgabe von Cannabis aus öffentlichem Interesse erteilt.

Quellen:


 
Musst auch lesen was ich schreibe. Ich hab das Verhalten der Politiker beim Waffen- und Drogenrecht verglichen nicht die Gesetze und Vorgaben direkt. Nochmal lesen bitte. :T

Was würdest du vorschlagen, wie soll man mit jemandem umgehen, der sich mit so einem Dreck vollpumpt und sich damit seinen Körper absolut anchhaltig zerstört. Führerschein und Auto hat er übrigens auch, ein Wunder dass da noch nichts passiert ist. Gewaltbereit ist er auch im Rausch, randaliert (in seiner eigenen Wohnung) wogegen die Polizei nur mal nichts amchen kann solange es seine eigenen Dinge sind die er zerstört.

Aber gut, am bessten abwarten bis mal was schiefgeht. Wenn ein entzug gegen den Willen nichts bringt (was ich mir gut vorstellen kann) dann muss sojemand zum eigenen Schutz und dem anderer solange Weggesperrt werden bis er wenigstens körperlich nicht mehr nach dem Zeug abhängig ist.
 
Sollen die Drogen dann ab 16 frei sein? Ab 18? Ab 21?
Diese Frage hat man doch für Alk und Kippen auch irgendwann geklärt.

Ich sehe es als sehr problematisch an, Drogen zu legalisieren. Ich habe schon Leute erlebt, die öfters kiffen und zu viel gekifft haben und berauscht ins Krankenhaus mussten.
Ich habe schon Leute erlebt, die öfters kiffen trinken und zu viel gekifft getrunken haben und berauscht ins Krankenhaus mussten. Und nun?

Wenn dann das Zeug auf die ganzen "ich muss das unbedingt ausprobieren" Leute losgelassen wird, nicht auszudenken, was dann passieren kann. Auf jeden Fall wirds nicht angenehm.
Tja, was wird passieren? Sie probieren es aus. Das würden sie auch ohnehin tun, wenn sie wirklich zu der "ich muss das unbedingt ausprobieren"-Fraktion gehören.
 
Was würdest du vorschlagen, wie soll man mit jemandem umgehen, der sich mit so einem Dreck vollpumpt und sich damit seinen Körper absolut anchhaltig zerstört. Führerschein und Auto hat er übrigens auch, ein Wunder dass da noch nichts passiert ist. Gewaltbereit ist er auch im Rausch, randaliert (in seiner eigenen Wohnung) wogegen die Polizei nur mal nichts amchen kann solange es seine eigenen Dinge sind die er zerstört.
Ja, so ist das tatsächlich bei vielen Alkoholikern. Denen kann man noch nicht mal Kriminalität vorwerfen, da sie ihren Stoff an jeder Straßenecke legal kaufen dürfen. Also worauf willst du hinaus?

Wegsperren für den Entzug, was genau soll das bringen? Die körperliche Abhängigkeit ist nur ein sehr kleiner Teil des Suchtdrucks, nach der Entgiftung ist vor der Entgiftung. Solange Drogen verfügbar sind (und das sind sie, bei uns hier sogar die Illegalen immer und überall) kann der Süchtige jederzeit wieder anfangen, wenn er nicht den festen Willen zum Aufhören hat und darin sozial, psychologisch und bei Bedarf medikamentös unterstützt wird.

Kurz gesagt: Mein Vorschlag ist es, solchen Menschen ernsthaft und penetrant Hilfe anzubieten. Einsperren und sonstige Zwangsmaßnahmen sind leider überhaupt nicht hilfreich.
 
Ehrlich? Kann ich mir nicht vorstellen.
Ich aber dafür umso mehr.

Was soll den sonst der Grund sein, so viel Geld in die unsinnige Strafverfolgung zu stecken? Die Statistiken belegen doch, dass es überhaupt keinerlei positive Effekte hat.
Man will dieses Kontrollinstrument nicht aus der Hand geben.

Dein Sprung auf die Waffenrechte kann ich nicht nachvollziehen. Sollte man in einem anderen Thread bearbeiten. Wenn es den nicht schon gibt hier.
 
Vergiss das mit dem Waffenrecht, mir sind nur Parallelen aufgefallen, gehört hier aber nicht her.
Ich denke nur, dass die Politik schlicht kein Interesse daran hat etwas zu ändern weil ein großteil der Bevölkerung daran kein gesteigertes Interesse hat.
 
Lobbyismus vom Feinsten.
Gras wurde nicht verboten weil es eine Droge ist, sondern weil es u.a. der Baumwollindustrie im Wege stand.

:T
 
Damit mich keiner falsch versteht. Ich rede von den letzten Jahren und nicht vom letzten Jahrhundert.

Eine Lobby der Baumwollindustrie in der heutigen deutschen Politik halte ich nicht für stark genug, um die Konsequenz aus der (gewollten) gescheiterten Drogenpolitik zu beeinflussen - die Konsequenz der Entkriminalisierung vieler vieler Bürger.
Der Lobbyarbeit aus der medizinischen Ecke hingegen, traue ich diesen unsäglichen Einfluss auf die Politik eher zu.

Ich glaube eher an den gewollten Fuß (Kontrolle und Zutritt in eine Wohnung aus fadenscheinigen Begründungen) in die Tür des Bürgers. Außerdem könnte ich mir noch eine Art Lobbyismus aus der Richtung medizinische Industrie vorstellen. Utensilien für den Wischtest, Urinprobe, Blutabnahme müssen natürlich hergestellt werden. Und die Verwaltung mit ihren MPU und ärztlichen Gutachten wollen natürlich bezahlt und dann angelogen werden.

Wie gesagt, alles nur Theorien aber irgendwie ist es eigentlich nur gesunder Menschenverstand. :D
 
Zuletzt bearbeitet:
Eine Lobby der Baumwollindustrie in der heutigen deutschen Politik halte ich nicht für stark genug
Darum gehts ja auch nicht. Es geht darum, dass das ursprünglich einer der Gründe für das mehr oder weniger internationale Verbot war.
Das Verbot besteht in Deutschland jetzt seit mehr als 80 Jahren. In etwa haben also jetzt drei Generationen von Bewohnern das so hingenommen (oder auch nicht), zumindest aber so kennengelernt, dass Cannabis verbietenswert ist.

Das hat natürlich Auswirkungen auf die Rezeption der Substanz in der Bevölkerung. Wenn jetzt auf mal die Grenzwerte für Pestizide in Lebensmitteln drastisch erhöht würden, würde auch jeder denken "was soll das denn jetzt? Ist doch Mist!", selbst wenn beim Einzelnen vllt nicht mal die fundamentalen Kenntnisse in der Lebensmittelchemie vorliegen, die ein begründetes Urteil über die Konsequenzen erlauben.

Übrigens weiß zu diesem Thema noch was interessantes beizutragen:
Bis in das erste Drittel des 20. Jahrhunderts war Cannabis, gewöhnlich in Form von alkoholischen Extrakten, ein leicht verfügbares Medikament; im 19. Jahrhundert eines der am häufigsten verschriebenen.[13] Auf der zweiten Opiumkonferenz am 19. Februar 1925 in Genf unterzeichnete Deutschland ein überarbeitetes Abkommen aus der ersten Opiumkonferenz über den Handel mit Drogen. Es wurde am 25. September 1928 in Kraft gesetzt. Daraufhin wurden auch Drogen wie Heroin, Kokain und, auf das Drängen von Ägypten hin, auch Cannabis mit in die Liste aufgenommen und mit Opiaten gleichgestellt. Indien, das auch als einziges Land eine wissenschaftliche Forschung vorzeigen konnte, widersprach aus religiösen und kulturellen Gründen. Auch Deutschland sah keinen Grund, Cannabis mit aufzunehmen. Daraufhin drohte Ägypten mit Importbeschränkungen für Kokain (Merck KGaA) und Heroin (Bayer AG).[14] Bayer intervenierte bei der damaligen Regierung und diese schloss sich dann dem Verbot an. 1929 wurde ein neues Opiumgesetz verabschiedet. Cannabis wurde durch die direkte Überführung des Opiumgesetzes des Deutschen Reiches in der Fassung vom 10. Dezember 1929 (RGBl. I, S. 215) in das Betäubungsmittelgesetz am 24. Dezember 1971 (BGBl. I, S. 2092) illegalisiert.
 
Darum gehts ja auch nicht. Es geht darum, dass das ursprünglich einer der Gründe für das mehr oder weniger internationale Verbot war.
Ja. Das lese ich da auch so raus.

Mir ging es auch nur um die heutige Bewertung des Themas. Das Wissen über Cannabis hat sich doch mindestens seit den 90ern in soweit verändert, dass kein halbwegs gebildeter Mensch diese Substanz verteufeln würde und einen Cannabis-Konsumenten als Kriminellen ansieht. Sofern es um den Eigenbedarf geht. Die wissenschaftliche Auseinandersetzung im Parlament, mit diesem Thema, ist doch längst überfällig. Die möglichen Gründe, warum dieses noch nicht geschehen ist, habe ich ja in meinen anderen Beiträgen dargestellt.

In Sachen Kultur, was man ja dem Alkohol zugute hält, braucht sich die Hanfkultur auch in Deutschland nicht verstecken:
Johann Christian Günther schrieb:
Nahrung edler Geister,
Aller Sorgen Meister,
Du mein Element,
Was man jezo Knaster nennt,
Komm und lass die müden Sinnen
Wieder Ruh gewinnen!
Johann Christian Günther (* 8. April 1695 in Striegau; † 15. März 1723 in Jena) war ein deutscher Lyriker.

 
Natürlich geht es um die heutige Bewertung. Aber eine fundierte Bewertung aufgrund von wissenschaftlich belegbaren Fakten und eine Bewertung durch die breite Bevölkerung sind zwei paar Schuhe.
Zugegebenermaßen könnte ich selbst nicht von mir behaupten, dass ich ein astreines Bild von Gras habe. Ich rauch selbst ab und zu, aber ich bin weit davon entfernt das als was völlig natürliches anzusehen. Mich hat es definitiv geprägt, dass ich seit ich irgendwie mit solchen Dingen zu tun habe gesagt bekomme, dass Drogen illegal sind. Und unter den Oberbegriff Drogen fallen Koks und Heroin nunmal genau so wie Gras.

Andersrum ist es in manchen Ländern der Welt undenkbar das Kauen von Kokablättern zu verbieten, weil es einfach zur Kultur gehört. Da bist du eben dementsprechend von der Gesellschaft, die dich umgibt, geprägt.

Ich nehme an, dass sich auch genau deshalb unsere Politiker nicht ernsthaft mit dem Thema befassen. Sie sind auch durch unsere Wertvorstellungen geprägt. Möglicherweise stehen sie auch zusätzlich noch unter dem Drucker der Öffentlichkeit, der Lobbys oder was weiß ich. Aber das ist Spekulation.
Allein schon die Tatsache, dass jeder Versuch der objektiven Betrachtung der Wirkung dieser Droge in politischen Kreisen mutmaßlich mit einem riesigen Aufschrei abgewürgt würde, reicht doch schon aus, um sowas gar nicht erst zu versuchen. Niemand dürfte daran interessiert sein, seine politische Karriere für sowas aufs Spiel zu setzen.
 
Zugegebenermaßen könnte ich selbst nicht von mir behaupten, dass ich ein astreines Bild von Gras habe. Ich rauch selbst ab und zu, aber ich bin weit davon entfernt das als was völlig natürliches anzusehen. Mich hat es definitiv geprägt, dass ich seit ich irgendwie mit solchen Dingen zu tun habe gesagt bekomme, dass Drogen illegal sind.
Und ich rauche gar nicht (mehr).
Und am Besten ist es auch gar nicht damit anzufangen, aber ich weigere mich, durch eine Verteufelung ( ja ich weiß - ohne Kirche hätten wir jetzt eine Hexenplage) andere Menschen, die Drogen konsumieren, als Kriminelle anzusehen und die Verfolgung derer, durch die Behörden, auch noch gut zu heißen.
Illegal heißt in diesem Fall einfach: "scheiß Doppelmoral". Mehr nicht. Jeder soll sein Bier trinken und es genießen und jeder sollte sich, ohne Angst vor Verfolgung, seinen Joint rauchen dürfen.
 
@Kenobi van Gin: In diesem einen Punkt sind die Politiker mal durch die Wertvorstellungen des Volkes geprägt? Eher unwahrscheinlich. Wie bei allem anderen wird es letztlich um den dicken Reibach gehen.
 
Illegal heißt in diesem Fall einfach: "scheiß Doppelmoral".
Ich sag ja gar nix anderes. Meine nur, dass ein langes Verbot prägt. Ich will die Konsumenten von Gras auch nicht kriminalisieren (und wie gesagt tu ich es ja auch ab und an selbst), aber bei mir schwingt schon immer ein Gefühl von Illegalität mit, wenn ich davon rede und so weiter.

@Kenobi van Gin: In diesem einen Punkt sind die Politiker mal durch die Wertvorstellungen des Volkes geprägt?
Und wenn es nur die Angst davor ist, abgesägt zu werden, wenn man sich gegen die öffentliche Meinung stellt. Jedenfalls traut sich bisher kaum einer hervor mit solchen Ideen.
 
@Kenobi van Gin: Unsere Politiker scheißen für gewöhnlich auf die Meinung des Volkes. Ich sehe keine Gründe, warum das hier anders sein sollte.
 
Ich sehe es als sehr problematisch an, Drogen zu legalisieren. Ich habe schon Leute erlebt, die öfters kiffen und zu viel gekifft haben und berauscht ins Krankenhaus mussten.
Die Leute, die du gesehen hast, waren 100%ig nicht (nur) bekifft. Du kannst quasi beliebig viel Gras rauchen, das Schlimmste, was dir passieren kann, ist dass du einschläfst.
Gras ist im Prinzip die harmloseste Droge überhaupt. Selbst von LEGALEM Alkohol kannst du durch übermäßigen Konsum sterben, bei Gras kannst du nicht "zu viel" rauchen. Klar, optimaler Weise rauchst du natürlich gar nichts, es geht nur darum ab wann eine gefährliche Dosis erreicht ist bzw ob sie überhaupt erreichbar ist. Letzteres ist bei Gras nicht der Fall, das einzige, was ich mir vorstellen könnte, wäre wenn du das Gras isst oder irgendwie die Graspflanze in die Blutbahn bringst... Allerdings ist unter dem Gesichtspunkt so ziemlich alles gefährlich inklusive Kochsalzlösung oder reines H2O.

Sonst muss ich dir aber Recht geben, natürlich sind Drogen prinzipiell nicht gut, egal welche.
Allerdings musst du dir überlegen, welche Folgen welches Verhalten mit sich zieht.
Illegale Drogen => Verunreinigte/ "gestreckte" Drogen => u.U. lebensbedrohlich und nicht weniger Drogenkonsumenten, als im Falle von legalisierten Drogen
Legalisierte Drogen => "saubere" Drogen => ungesund, aber zumindest im Fall von Gras absolut nicht lebensbedrohlich, nicht sigifikant mehr Konsumenten

Natürlich will ich nicht sagen, dass es legal für jedermann Meth, Heroin o.ä. geben sollte.
 
@Kenobi van Gin: Unsere Politiker scheißen für gewöhnlich auf die Meinung des Volkes.
Das tun sie dann, wenn sie die Aussicht haben, damit durchzukommen. Auch wenn das oft so dargestellt wird. Politiker sind ja nicht nur dumm. Im Gegenteil, sie haben in der Regel ja sogar einen recht gut ausgeprägten Selbsterhaltungstrieb, dem sie auch immer mal wieder mit recht intelligenten Manövern entsprechen.
Ich sags nochmal: Ich spreche nicht davon, dass die Politiker hier aus dem Wunsch heraus Gutes zu tun mit der Volksmeinung gehen. Das hat damit zu tun, dass mit dem Strom zu schwimmen in der Regel am wenigsten kompliziert ist.

was ich mir vorstellen könnte, wäre wenn du das Gras isst oder irgendwie die Graspflanze in die Blutbahn bringst
Gras essen ist definitiv nicht giftig. Jedenfalls nicht bei einer geringfügigen Menge im niedrigen einstelligen Grammbereich. Zu größeren Mengen kann ich nichts sagen. Aber ich finde auch nicht, dass das besonders lecker schmeckt, insofern ist doch nicht davon auszugehen, dass irgendwer sich das regelmäßig in größeren Mengen so zuführen wollen wird.
 
Gras essen ist definitiv nicht giftig. Jedenfalls nicht bei einer geringfügigen Menge im niedrigen einstelligen Grammbereich. Zu größeren Mengen kann ich nichts sagen. Aber ich finde auch nicht, dass das besonders lecker schmeckt, insofern ist doch nicht davon auszugehen, dass irgendwer sich das regelmäßig in größeren Mengen so zuführen wollen wird.


Die tödliche Dosis von Cannabis ist dann wohl eher 5 Kilo Haschisch mit Schwung an den Kopf geworfen...
 
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