Irgendwie trifft meiner Meinung nach dieser
die Situation ziemlich gut.
Es wird halt mal wieder 'ne neue Sau durchs Dorf getrieben.
Ist vielleicht etwas verharmlosend. Und für unseren lieben Mr. Dax gilt, dass er lieber weiter von dem erzählen sollte, wovon er Ahnung hat.
Das Problem sind eben nicht nur geschönte Abgaswerte, weil sie eben eine Ursache des Übels sind.
O-Ton, Dr. Christian Grah, Leiter Pneumologie Klinik Havelhöhe Berlin:
»Es ist in der Tat so, dass ein relevanter Anteil von sowohl bösartigen Erkrankungen, zum Beispiel Lungenkrebs, aber auch chronische entzündlichen Erkrankungen, zum Beispiel Asthma oder die chronische Entzündung der Atemwege, COPD, mit Abgasausstoßen gerade von Diesel-Abgasen mit verursacht sind.«
Und solche Abgasbelastungen sind in deutschen Großstädten bittere Realität. In rund 60 Prozent aller verkehrsnahen Messstationen wurden 2014 die Grenzwerte vor allem für Stickstoffdioxid überschritten. Dieses Gas sorgte im Zuge des VW-Skandals für Schlagzeilen
Wenn Menschen durch Abgase erkranken und sterben, ist das also wohl nicht nur so eine harmlose Angelegenheit wie das Schönrechnen von Abgaswerten.
Kritikwürdig ist allerdings wirklich, dass derartige "Manipulationen" bei Abgastests seit Jahren gang und gäbe sind. Realistisch waren die Testverfahren der Hersteller bisher wohl nie.
Naja, ich denke mal die ganz große Bombe wird noch platzen. Auch bei den anderen Herstellern wird nicht mit Magie gebaut, auch die haben massive Probleme die Normen einzuhalten.
Und genau deshalb wäre der VW-Skandal doch ein guter Anlass, Prüfverfahren und Förderungen (z.B. über Kfz-Steuer) einmal neu zu überdenken.
Problematisch sehe ich allerdings den Umstand, dass die meisten Menschen anscheinend denken, man wäre bspw. mit E-Autos grundsätzlich immer klimaneutral unterwegs. Das stimmt natürlich nicht.
Aber unsere Autoindustrie muss sich durchaus vorwerfen lassen, dass sie angeblichen Entwicklungszielen seit Jahren hinterherhinkt. Weder gibt es massen - und alltagstaugliche Elektroautos, noch wirkliche Spritsparer wie das vielbeschworene "1-Liter-Auto".
Passenderweise auch von VW.
Ein interessanter
. Im letzten Absatz liest es sich indirekt so, als würde das etwas mit TTIP zu tun haben.
Vielleicht hat der Artikel aber auch nur die Aufgabe, die Großmäuligkeit und Borniertheit mancher Zeitgenossen in unserem schönen Land aufzuzeigen.
Anders lassen sich Textpassagen nicht erklären, die sich über die Aufmerksamkeitsspanne von Amis und Stechmücken auslassen. Ich wage außerdem auch zu bezweifeln, dass ein ähnlicher Abgasskandal von bspw. Cadillac oder Chevrolet hier in Deutschland auf den Titelseiten erschienen wäre.