Weclen Anreiz könnte es für Russland geben, diesem Dreipunkteplan zuzustimmen? So wie sich das für mich im Moment darstellt ist die Ausgangslage für Russland doch so viel besser: sie halten die Krim besetzt, sorgen dafür dass das Referendum am 30.3. nicht zu ihren Ungunsten ausfällt und als kleinen Bonus können sie die Ukraine und die NATO-Staaten ein bisschen vorführen. Erweiterte Vollmachten bzgl. kultureller und wirtschaftlicher Eigenständigkeit, wie sie der Artikel vorschlägt, bedeuten ja am Ende für Russland nichts, wenn die Krim ein Teil der Ukraine bleibt und die am besten noch Mitglied der NATO wird. Dann können die Russen sich das mit ihrer Pufferzone und der Eurasischen Föderation endgültig in die Haare schmieren.
Das zweite Problem ist denke ich, dass gerade auf Seiten der Ukraine zumindest vorerst kein Vertrauen in irgendwelche russischen Garantien besteht. Die Russen sind zwar auf dem Papier zu irgendwas verpflichtete gewesen, aber was das am Ende wert ist haben wir ja alle gesehen. Es ist ja auch nicht besonders überraschend und die Russen sind da auch nicht die ersten, die sich nicht an Verträge halten, aber jetzt so zu tun, als ob das irgendwen beruhigen würde wenn Russland ein weiteren wertlosen Vertrag unterschreibt, geht finde ich ein bisschen an der Realität vorbei.
Fakt ist, seit Jahren wohnen viele Russen auf der Krim, und deren Interessen will Russland schützen.
Das halte ich für legitim.
Das ist legitim. Die Frage ist, ob die russische Bevölkerung dort wirklich bedroht wird und ob diese vermeintliche Bedrohung es rechtfertigt, dass man die Souveränität eines Nachbarstaates verletzt. Ich denke zumindest in den baltischen Staaten wird man sich diese Frage stellen.
Länder die in anderen Ländern mit fake-Beweisen aus rein wirtschaftlichen Gründen einmarschieren sollten sich da mal sehr mit einem Urteil zurücknehmen.
Ach komm, so naiv bist du nicht. Das wird nie passieren. Do as I say, not as I do.