Ausschreitungen in der Ukraine

Schon lange nix mehr von Klitschko, unserem Revolutionshelden, gehört.

Fällt mir gerade ein: Von Hoeness auch nicht.

Lauter Eintagsfliegen.
 
Klitschko ist ja auch ein politischer Aktivist und kein ernsthafter Politiker.
 
Klitschko ist ja auch ein politischer Aktivist und kein ernsthafter Politiker.

Was hat das denn damit zu tun.

Oder war Janukovisch, von dem man ebenfalls nichts mehr hört, in Deinem Verständnis auch "politischer Aktivist"?

Und was versteht Du unter einem "ernsthaften Politiker"? War Klitschko Spaßmacher?

In Wahrheit geht es einfach um die Schnellebigkeit und Kurzlebigkeit von Mediensensationen.

Und mehr als das war das Durcheinander in der Ukraine für uns doch auch nicht.
 
Du vergleichst Äpfel mit Birnen.
Von Klitschko hört man nix mehr, weil er am aktivsten war, als es Proteste durchzusetzen gab.
Von Janukowitsch hört man nix mehr, weil er im Exil ist.
 
Ich zweifle ja mitlerweile auch so ziemlich an den Medien, wo's nichts zu berichten gibt kann aber auch nicht berichtet werden. Was soll da der Vergleich zum Hoeness? Soll man nun wöchentliche Statusberichte für jeden einführen der in den Medien mal präsent war...
 
Ich zweifle ja mitlerweile auch so ziemlich an den Medien, wo's nichts zu berichten gibt kann aber auch nicht berichtet werden.

Wieso nichts zu berichten?

Die hiesigen Medien haben den Klitschko groß aufgebaut, er war zur Münchener Sicherheitskonferenz geladen, er hatte einen Termin mit der Kanzlerin usw.

Da wäre es doch völlig normal, über den Verbleib dieses Mannes unterrichtet zu werden.

Was wurde aus den Maidan-Helden? Was machen sie heute, was sagen sie zur Krim? Was waren das für Figuren? Solche wie in Polen Walesa, die aus dem Nichts auftauchen und bedeutende Politiker werden? Oder eher eine Medien-Hype, schnell entflammbar und ebenso schnell verbrannt? Oder sehen wir eine Variation von "Die Revolution frisst ihre Väter"?

Überhaupt der Maidan: Was ist dort heute noch los? Nix mehr? Das wäre nach allem, was vorher dort war, doch auch eine Nachricht.

Es ist eine Tatsache, dass die Öffentlichkeit nur noch kurzatmig auf Sensationen reagiert, es gibt keinen langen Atem, keine Kontinuität. Das ist auch die Lehre aus dem Fall Hoeness. Solange die tägliche Berichterstattung den Fall am Kochen hielt, wurde er hier unter reger Beteiligung diskutiert. Kaum war Hoeness aus den Medien verschwunden, war er auch hier so gut wie tot.
 
Okay, da magst du in manchen Punkten recht haben. Würde mich eh interessieren was unsere Medien dazu veranlasst so pro westlich zu berichten, auch wenn das nichts mit der von dir angesprochenen Kontinuität zu tun hat. Da muss es ja was ziemlich offensichtliches geben, was ich übersehen habe was so ziemlich jede große Nachrichtenplattform davon abhält sich dem Einheits pro westlichem contra russischem Geschwafel anzuschließen, statt neutral zu bleiben.
 
Kann ich mir nicht vorstellen. Warum sollte auch ein deutscher auf einmal Angst vor den Russen haben, da wird ja nicht die Annektion Deutschlands propagiert. Bei Polen und Rumänen könnt ich mir das noch vorstellen, aber in Deutschland. Ne.
 
Wieso hat der Deutsche Angst vor der Taliban? Wieso hat der Deutsche Angst vor Iran? Wieso...
Weil Menschen sich gerne mit alten Feindbildern gruseln. Und der Sowjet ist ein bekanntes Feindbild, jetzt repräsentiert durch den Russen.
 
Und dadurch gibts höhere Einschaltquoten? Kann ich mir als einzige Begründung leider dennoch nicht vorstellen, wobei mir was besseres auch nicht einfällt. :)
 
Würde mich eh interessieren was unsere Medien dazu veranlasst so pro westlich zu berichten

Und solche Frage erledigen sich doch nicht von selbst, wenn es aus der Ukraine keine spektakulären Neuigkeiten gibt.

Ich war auch überrascht, mit welcher Verbissenheit die EU sich die kaputte Ukraine ans Bein binden wollte, statt froh darüber zu sein, wenn ein Nicht-EU-Mitglied, also Russland, in diesem Fall die wahnsinnig teure Sanierung bezahlt. Anfangs hat die EU mit der Uktaine um ein paar hundert Millionen gefeilscht und sie nicht rausrücken wollen, jetzt redet man von 11 Milliarden.

Es war frappierend, mit welcher Begeisterung der Westen Partei ergriffen hat, und diese Haltung hat jeden schlimmen Verdacht Russlands auf das Schönste bestätigt. Die Einkreisung Russlands ist tatsächlich kein Hirngespinnst von einem Verfolgungswahnsinnigen, sondern sie findet statt.

Im Augenblick, wo man im Westen Blut gerochen hat, weil Russland angeschossen schein, ist man ganz gierig und zappelig geworden. Und jetzt, wo das Spiel anders gelaufen ist, wollen alle davon nichts mehr wissen.
 
Okay, da magst du in manchen Punkten recht haben. Würde mich eh interessieren was unsere Medien dazu veranlasst so pro westlich zu berichten, auch wenn das nichts mit der von dir angesprochenen Kontinuität zu tun hat. Da muss es ja was ziemlich offensichtliches geben, was ich übersehen habe was so ziemlich jede große Nachrichtenplattform davon abhält sich dem Einheits pro westlichem contra russischem Geschwafel anzuschließen, statt neutral zu bleiben.

Der Freitag hat eine Propaganda Sendung des amerikanischen GEZ Senders ARD analysiert:


Ob Plasberg, Schönbom in den Propagandasendern, oder Lehming beim Tagesspiegel und Kornelius bei der Süddeutschen um nur einige Beispiele zu nennen, stehen doch einige U_Boote der Medien im Dienste des Imperiums.

Für einen ersten unvollständigen Überblick:


Können ja nicht alle gleichgeschaltet sein, wie es läuft lässt Harald Schuhmann im Interview wissen:


Wer sich über den neuen Kurs der deutschen Aussenpolitik gewundert hat, in diesem Zeit Artikel gibt es ein paar Hinweise, wer den Kurs vorgegeben hat:


Nebenbei, die EU-Marionette Klitschko wird nicht mehr gebracuht, die US-Marionette Jazenuk hat ja übernommen:
 

Wir wissen doch alle, dass der Westen gar kein Interesse an dipolmatischen Beziehungen hat sondern nur an einem nuklearen Winter interessiert ist.

Hmm nachdem der Iran, Irak, Afghanisten, Vietnam, Venezuela, Nordkorea und China alle schon nuklear bedroht und im Prinzip auch schon pulverisiert wurden kommen die Russen mal an die Reihe, das alles wissen wir nur Dank der hervorragenden journalistschen Fähigkeit des "Freitags"...
 
Wieso hat der Deutsche Angst vor der Taliban? Wieso hat der Deutsche Angst vor Iran? Wieso...
Weil Menschen sich gerne mit alten Feindbildern gruseln. Und der Sowjet ist ein bekanntes Feindbild, jetzt repräsentiert durch den Russen.



man sollte auf jeden fall angst vor den taliban haben....

die Taliban systematische Massaker gegen die Zivilbevölkerung Die Vereinten Nationen benannten 15 Massaker in den Jahren 1996 bis 2001. Diese seien "höchst systematisch gewesen und alle auf das Verteidigungsministerium [der Taliban] oder Mullah Omar persönlich zurückzuführen." Die sogenannte 055 Brigade Al-Qaidas war ebenfalls an Greueltaten gegen die afghanische Zivilbevölkerung beteiligt. Der Bericht der Vereinten Nationen zitiert Zeugenaussagen, die beschreiben, dass arabische Milizionäre lange Messer mit sich trugen, mit denen sie Kehlen aufschnitten und Menschen häuteten.
die zahlen hinsichtlich der opfer schwanken zu stark liegen aber all im 5stelligen bereich. da es ihr ziel ist jede form von kultur auszulöschen sind die gemeingefährlich.

die russen haben polen und andere länder schon unter stalin besetzt und für 50 jahre unterdrückt und ausgebeutet. prag wurde auch gleich zwei mal besetzt und mit einer diktatur beglückt.
die balten staaten wurde 2 mal besetzt und mit waffengewalt versuchten die russen die selbständigkeit zu verhindern. usw. eine geschichte der besetzungen, der unterdrückung und diktaturen
der miese ruf der russen bei den europäischen länder ist mehr als verdient und berechtigt.

nur wenn man über keinerlei geschichtskenntnisse verfügt kommt man auf so einen unsinn.
 
Da habt ihr einen typischen Deutschen: er hat Schiss vor Leuten, die sechs Tausend Kilometer weiter oder vor über 20 Jahren Verbrechen begingen.
Q.E.D.
 
Danke HSA für die treffende Zusammenfassung meiner Gedanken. Wenn man schon davor Angst hat, dürfte man sich ja hier im gewalttätigen Deutschland kaum noch auf die Straße trauen.. Oh man ein Glück aber auch, dass mich die Medien so gut über all diese Gefahren vor meiner Haustüre aufklären, nachher erwischt mich noch so ein Taliban unvorbereitet.
 
Jup, vor denen muss man in Deutschland wirklich keine Angst haben und ich habe auch nicht den Eindruck, dass sich die breite Öffentlichkeit vor denen fürchtet, dass sie überhaupt noch eine Rolle spielen. "Typisch Deutsch" (der Ausdruck ist wirklich typisch) wäre also vielleicht ein "Taliban? Gibt's den Blödsinn immer noch?"



Ich bin dann schon mal in meinem Bunker.
 

Wir wissen doch alle, dass der Westen gar kein Interesse an dipolmatischen Beziehungen hat sondern nur an einem nuklearen Winter interessiert ist.

Hmm nachdem der Iran, Irak, Afghanisten, Vietnam, Venezuela, Nordkorea und China alle schon nuklear bedroht und im Prinzip auch schon pulverisiert wurden kommen die Russen mal an die Reihe, das alles wissen wir nur Dank der hervorragenden journalistschen Fähigkeit des "Freitags"...

Vielen Dank für Deine Antwort.
Zu im Forum aufgetauchten Fragen (Was ist mit Klitschko?, Warum berichten Medien einseitig?) habe ich weiterführende Links bereitgestellt, die zur Beantwortung dieser Fragen helfen können.

Offensichtlich hast du den Artikel im Freitag nicht verstanden, das ist schade, aber probiere es noch einmal, manchmal hilft es einen Text 2 mal zu lesen.
 
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