Ach Nero, dann fang doch mal damit an, nicht persönlich zu werden.
Ich brauch nicht BWL studiert zu haben oder Marx Kapital Bücher zu lesen. Es reicht einfach die Augen aufzumachen und zu schauen, was in diesem Land hier passiert.
Wo Firmen Millionengewinne machen, aber die Arbeiter und Angestellten immer weniger Geld verdienen trotz der Gewinne. Wo gefordert wird, dass Arbeiter und Arbeitnehmer auf Lohn verzichten sollen wenn es wirklich mal ein Krischen gibt, aber wenn es wieder bergauf geht und zwar richtig steil, diese Lohnverzichte nicht rückgängig gemacht werden.
Es wird bei Ausbildung gespart, es wird generell an der Bildung gespart, es werden Leute ab einem bestimmten Alter entsorgt (ab 40 ist man ja schon zu alt) und dann beschweren sich diese Firmen, dass es angeblich nicht genug Fachkräfte gibt und fordern billiges Personal aus dem Ausland, weil Leihsklaven in den Bereichen, wo die Firmen "Fachkräfte" brauchen, zu teuer sind, obwohl diese nur einen Appel und ein Ei verdienen.
Zu frühen Zeiten war es ganz mies mit dem Kapitalismus (über den ich übrigens die ganze Zeit sprach, lieber Nero, daher auch die Sache mit den Kriegen; um Feudalismus, Sklavenhaltergesellschaft etc geht es hier auch gar nicht): Kinderarbeit, Leute verhungerten oder gingen bei der Arbeit drauf... Mit der Zeit wurde vieles erleichtert und auch die Arbeiter und Arbeitnehmer konnten gut leben - bis sich alles ins Gegenteil verkehrte. Jetzt geht alles wieder viele Schritte Rückwärts, obwohl immer wieder von Fortschritt palavert wird.
Die Armut steigt, es gibt mehr Leute die nicht mal die einfachsten Rechnungen bezahlen können, Kinder leiden darunter, das Gesundheitssystem wird immer mehr abgespeckt - und alles zu Ungunsten von 90 % der Bevölkerung die in Deutschland lebt.
Und das obwohl Deutschland von der Krise nicht getroffen wurde bzw nur einen winzigen Mückenstich gespürt hat. Es geht bergauf, aber nur die Firmenchefs und Aktionäre profitieren davon. Nein, so kann es nicht ewig weitergehen und das wird es auch nicht.