Regierungen und Bevölkerungen durch Flüchtlingswelle überfordert?

@KaPiTN:
Dachte ich zuerst auch, gerade in Erinnerung an die alten Zeiten mit Lichtenhagen.
Aber wenn man dann mal weiter liest, sieht man, da sieht es nicht toll aus, aber da ist im betreffenden Stadtteil Groß Klein eben auch keine breite Front gegen das Heim gewesen, sondern eben nur eine kleine Asi-Gruppe. 20-30 Jugendliche.
Die sich aber wegen der "Normalo" Schicht sicher gefühlt hat, weil ihnen niemand entgegen getreten ist.
Es wirkt nach den Berichten aber so, dass die "Normalos" das Heim zumindest toleriert hätten, wenn die paar Fascho-Rechten nicht da gewesen wären.

Was aber wieder aussagekräftig ist: der Stadtteil soll als brenzlig gelten, die Kriminalität ist hoch, aber es soll dort kaum Ausländer geben.
Also, das alte Spiel, schlimme Umstände, die zu Kriminalität führen, egal, welche Herkunft die Bewohner haben.
Eigentlich der Beweis, dass die ganzen Ängste und Sorgen wegen der Zuwanderung unbegründet sein könnten, wenn wir eben nicht so viele besorgte Bürger hätten, sondern alles optimistischer angehen würden.
Nicht nur mit den neuen Mitbürgern, sondern auch mit den deutschen Abgehängten.

Das Traurige ist, wir könnten die Flüchtlingssache locker schaffen und dazu auch schaffen, die ganzen rechten Abgehängten und auch besorgten Bürger in die rechtsstaatliche Gesellschaft zu integrieren.
Die Ressourcen sind da, die Manpower ist auch da, sie richtet sich zu einem nicht unerheblichen Teil aber eben nur gegen die gesellschaftliche Integration der Abgehängten, ob Flüchtling oder Deutsche. Möglich wäre es von den Ressourcen her, aber die "Mitte" stellt sich lieber selbst ein Bein.
 


wieso aktivisten? da hat sich doch keiner festgekettet. in der sache ist das für flüchtlinge natürlich nicht gut gelaufen, aber dafür rechtstaatlich und gewaltfrei
 
Schlimm diese linksextremen Sozialisten. Da kommt man sich doch gleich wieder in die UdssR zurückgesetzt.
 
Es gibt tatsächlich Menschen, die vor der deutschen Flüchtlingspolitik fliehen. Nach Ungarn. Sie sagen solche Sachen:
In Deutschland musst du Angst haben, dass dich jemand um die Ecke bringt oder so, und das sieht man hier nicht. Deutschland ist nicht mehr das, was es einmal war. Es ist einfach nur Krieg.


Klar, ist wie im Krieg hier. Erklär das mal einen Syrer, dessen Haus kaputtgebomt wurde und der seine Familie verloren hat.
Natürlich ist das kein Massenphänomen. Aber interessant allemal. Ob sich die deutschen Flüchtlinge wohl integrieren werde? Wer weiß.
 
..
Natürlich ist das kein Massenphänomen. Aber interessant allemal. ..

warum sind solche Einzelfälle interessant?
Du wirst genauso viele Menschen finden die wegen der deutschen Flüchtlingspolitik einwandern.
Und genauso viele die wegen dem schlechten Wetter auswandern.
Und genauso viele die wegen der netten Menschen einwandern.

Was juckt denn die Meinung von ein paar Typen?
 
Jede Geschichte kann interessant sein. Und wenn Deutsche auswandern, weil hier "Krieg" herscht, weil sie vor Menschen weglaufen, die echten Krieg erlebt haben, dann ist deren Meinung und Geschichte interessant ;)

interessant für dich möglicherweise.
Die Frage ist nur, warum man das in dem Zusammenhang anbringt. Womöglich um ein klein wenig Stimmung zu machen.
Du kleiner Schelm du.
 
das mag sein.
Aber einzelne Irre gibt es überall.

Ich finde es einfach nicht richtig von irgendwelchen Einzelfällen zu reden.
Sowohl nicht von solchen Deppen die auswandern, als auch z.B. von Flüchtlingen die Amok laufen.
 
Wenn wir nicht über Deppen und Irre sprechen sollen, gäbe es keine Diskussion über Flüchtlinge. :unknown: Der AfD-Thread z.B. wäre dann längst zu.
 
ich sagte nicht das wir nicht über Deppen und Irre sprechen sollen.
Ich sagte nur es macht keinen Sinn über Einzeltaten einzelner Idioten zu sprechen wenn es um ein so globales Problem geht.
 
Womöglich um ein klein wenig Stimmung zu machen.
Du kleiner Schelm du.
Na, wenn ich Stimmung machen will, dann schließe ich von dem Einzellfall auf die Mehrheit und betone nicht extra, dass es nur wenige sind. Dazu ein bedeutungsschwangeres "Meine Prognosen sind leider wahr geworden, ich wünschte ich hätte unrecht" oder "Da sieht man mal, wie dämlich rechtbraunversiffte Schlechtmenschen sind. Danke Petry !!11!!"
das fehlt doch ein wenig in meinem Post, findest du nicht ;)?
 
Da das ja auch in diesem Thread ein großes Thema war: Was ist eigentlich in Köln in der Silvesternacht passiert? Und zwar belegbar passiert? Die Nachdenkseiten (*Kotz*) haben ein langes Interview mit dem investigativen Journalisten Walter van Rossum geführt:

Es geht um die Anzahl der Beschuldigten und die Art der Straftaten:
Wenn man die Ereignisse rückblickend halbwegs nüchtern analysiert, dann haben wir eine riesige Zahl an Anzeigen, von denen der überwältigende Anteil – rein strafrechtlich gesehen – Bagatelldelikte zum Inhalt hat.

Ohne die Opfer zu verharmlosen:
Eine nüchterne Betrachtung wird traumatischen Erfahrungen niemals gerecht. Das Strafrecht selbst relativiert die furchtbarsten Ereignisse und das ist auch gut so. Gleichwohl hat es auch nach meinen Recherchen in der besagten Nacht entsetzliche Szenen gegeben. Die müssen aufgeklärt und strafrechtlich sanktioniert werden.

Über die Mythen der islamischen Gefahr:
Doch lange vor „Köln“, ohne alle historische Kenntnis, geschweige denn persönliche Erfahrung, zelebrierte der Pegida-Mob diese Mythologie vom „Araber“. Und in „bürgerlichen“ Kreisen hatte man längst gelernt, den alten Antisemitismus in einen frischen Antiislamismus umzuarbeiten. Die Techniken und die Rhetorik sind exakt dieselben. Lesen Sie nur mal, was eine Alice Schwarzer ihrem Publikum seit Jahren predigt: Die Scharia hat längst unser Land im Würgegriff und ähnlicher Wirrsinn.

Über die Ursachen der Mystifizierung:
Es gab einen Umstand, der den Wahn überhaupt erst möglich gemacht hat: Die Falschmeldung der Pressestelle der Kölner Polizei am Neujahrsmorgen: Ganz normale Silvesternacht usw. Wie man heute mit Sicherheit weiß, beruhte diese Meldung auf einer Kommunikationspanne der Polizei. Mit eisiger Präzision haben bestimmte Kreise darauf ihre Behauptung aufgebaut: Polizei, Politik und Medien kollaborieren parteiübergreifend, um die öffentliche Massenschändung deutscher Frauen durch muslimische Flüchtlinge im Schatten des Doms zu vertuschen.

Über die Flucht vor den Flüchtlingen:
Mit anderen Worten: Das Abendland befindet sich auf der Flucht vor ein paar Hunderttausend Flüchtlingen, an deren Fluchtmotiven es einigen Anteil hat. Man scheint zu ahnen, dass die Flüchtlinge die menschlichen Unkosten der militärischen und der ökonomischen Globalisierung repräsentieren.

Über das Versagen der Polizei:
Das ist ganz einfach: Niemand war auf solche Tumulte vorbereitet. Ein solches Ereignis hat das Land noch nicht gesehen: so viele Straftaten auf so engem Raum, in aller Öffentlichkeit und im Verlauf weniger Stunden – dazu noch in Rufweite eines erheblichen Polizeiaufgebots.

Und vieles mehr. Sehr lesenswert.
 
Hauahauaha!
Dass du ausgerechnet die Thesen von Walter von Rossum postest ist schon sehr eigenartig. Dieser investigative Journalist vetritt die Meinung, dass die Medien/Journalisten einseitig und nicht vollumfänglich berichten. Du erinnerst dich? Als ich nach den Silvester-Ereignissen in Köln genau das angeprangert habe, haben du und dein Forumsmitstreiter behauptet es wäre alles okay mit den Medien. Ich und meine Gleichgesinnten von Pegida würden da etwas nicht ganz verstehen. Sinneswandel?

Einer Verschwörungstheorie steht er nach eigenem Bekunden auch aufgeschlossen gegenüber. Habt ihr nicht vor kurzem noch der "Bratwurst" unter lautem Gelächter vorgehalten auf Verschwörungstheorien reinzufallen bzw. diese zu verbreiten? Rossum ist z.B. der Auffassung, dass der Anschlag von Charlie Hebdo "nicht plausibel" ist - unterstellt damit eine Inszenierung.

Und zu guter Letzt: Wo kann man denn seine Zahlen und Fakten verifizieren? Ich habe nach kurzem Suchen nix gefunden. Weißt du mehr? Btw. kann ich mir nicht vorstellen, dass es für eine Frau einen großen Unterschied macht ob sie "richtig" oder nur "halb" vergewaltigt wurde. Insofern würde ich dem Typen Verharmlosung vorwerfen wollen, wenn er von Bagatellen spricht.

Im Großen und Ganzen bin ich doch recht irritiert über deine Quelle. Von einem Mehrwert möchte ich jetzt mal nicht sprechen.
Hier einige der Thesen von Rossum als Selbstauskunft:
 
Zurück
Oben