Die politischen Phänomene werden immer übertriebener und kurzlebiger. Sie dauern, bis die nächste Sau durchs Dorf rast. Erst war die Sau ein Übermaß an „Willkommenskultur“, dann war sie ein Übermaß an Empörung über grapschende Nordafrikaner. Emotional taumelt die Republik von einem Extrem zum anderen.
Die AfD halte ich inzwischen für eine hässliche Eintagsfliege, die den nächsten Winter nicht erleben wird. Noch nie hat eine Parteigründung so schnell den Charme den Neuen verloren, noch nie war sie so langweilig und perspektivlos. Die Nazis hatten ihre Wähler mit dem Programm „nationaler Sozialismus“ geködert, die AfD gesteht unumwunden, dass sie Sozialleistungen streichen will. So doof können die Wähler gar nicht sein, dass sie die eigene Verelendung wählen. Was anderes aber hat die AfD propagandistisch nicht zu bieten.
In den Sommermonaten muss die AfD entscheiden, mit welcher Beschäftigungstherapie sie ihre Schäfchen zusammenhalten will. Vermutlich bricht sie dann auseinander.