Nein, die EU kämpft gegen den IS und Brüssel wird stellvertretend angegriffen, weil es besonders leicht verwundbar ist.
Und wieso sollte Russland nicht ebenso leicht verwundbar sein? Ok, der Aufwand würde vermutlich etwas größer sein und ein böser Muselmann würde vermutlich auch mehr auffallen. Eine Tarnugn als Flüchtling etc. wäre vermutlich eher suboptimal. Aber der könnte ja als Geschäftsmann getarnt einreisen.
Ob er erwischt wird bzw. fliehen kann, dürfte einem Selbstmordattentäter wohl egal sein. Sicherlich ist die Hemmschwelle etwas höher, unter anderem wohl auch, weil man dem Russen zutraut, dass er aus Rache die halbe arabische Welt in Schutt und Asche bombt.
SPON schrieb:
Noch nicht mal die inzwischen weltbekannte sogenannte Dschihadisten-Hochburg Molenbeek ist hier ein Getto, sondern grenzt, nur durch einen Kanal getrennt, an das hippe Ausgehviertel Dansaert.
Ein Ghetto ist doch nicht nur deshalb nicht ein Ghetto, weil es nicht durch Zäune/Mauern von seiner Umgebung abgegrenzt ist. Man hätte aber vielleicht verhindern können, dass ein Ghetto zur "Dschihadisten-Hochburg" wird. Nämlich, indem man eine Ghetto-Bildung verhindert, indem man für soziale Gerechtigkeit sorgt, Perspektiven in Schule und Beruf verbessert. Ganz salopp gefragt: Wieso sollte jemand die Bullen rufen, um einen mutmaßlichen Terroristen zu verpfeifen, wenn man zum Abfall der Gesellschaft deklariert und fallen gelassen wurde?
Leider haben die tapferen Belgier nicht die Regierung, die sie verdienen. Behörden und Regierungen wirken seit den Anschlägen von Paris überfordert - und zwar zu jeder Zeit. Das betrifft nicht nur die Terrorbekämpfung, sondern ganz banal auch die Kommunikation mit den Bürgern.
Hier riskiert einer eine ganz schön dicke Lippe. Wenn ich mir überlege, wie die Kommunikation bei einem geplanten Länderspiel Deutschland/Niederlande ausgefallen ist, möchte ich nicht wissen, wie beherrscht und kompetent unsere Regierung bei einem tatsächlichen Anschlag agieren würde.
Mir macht sogar die Frage angst "was darf Satire" -> allein das diese Frage gestellt wird, erzeugt bei mir ein sehr ungutes Gefühl.
Echt? Mir nicht. Ich finde sie sogar durchaus berechtigt. Natürlich gibt es für die Anschläge auf Mitarbeiter von Sourisseau (Herausgeber Charlie Hebdo) keine Rechtfertigung. Aber andererseits kann man auch nicht alles damit rechtfertigen, dass es ja Satire oder Meinungsfreiheit sei.
Insofern macht mir eine solche Frage ganz sicher keine Angst.