[Politik und Gesellschaft] Explosionen am Flughafen Brüssel

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Am Flughafen Zaventem in Brüssel sollen sich mindestens zwei Explosionen ereignet haben. Die Medien berichten von mehreren Toten und Verletzten, die belgische Polizei bestätigt bisher einen Toten. Auch in der U-Bahn soll es Explosionen gegeben haben.

Quelle:
 
Fühlt sich denn gerade einer ernsthaft vom Terror bedroht? Also in Europa oder Deutschland im Speziellen? Würde mir jetzt echt niemand einfallen bzw. Ist mir auch so nicht groß aufgefallen. Im Gegenteil. Der Tenor ist doch eher wir machen so weiter wie immer. Ich fliege relativ häufig, mehr Angst als früher, nämlich gar keine, habe ich dabei. Da hab ich mehr Respekt vorm Straßenverkehr :D
 
Ich hab Angst vorm fliegen, aber nicht des Terrors wegen, sondern wegen meiner Flugangst die mich begleitet. Also bei mir ist alles Business as usual.
 
Das Allheilmittel scheint also Integration zu sein. Integration ist aber keine Einbahnstraße und muss von Beiden Seiten gewollt sein. Und da sind solche Sachen wie diese hier nicht gerade förderlich:

 
taz ist schon mal nix wegen deren übertriebenem Genderismus-Gehabe. :D

Im Ernst @ buschfunk:

Integration von Menschen aus anderen Ländern kann nur gelingen, wenn beide Seiten das wollen.
Manche wollen das aber weniger. Bei (frommen) Muslimen ist es m.E. besonders auffällig, dass diese eine Integration oft gar nicht anstreben und sich dieser sehr oft widersetzen.
Das ist alltäglich und gelebte Realität.

Wie viele junge Muslimas werden von ihren Familien und ihrem Umfeld dazu gezwungen, Kopftuch zu tragen oder sich gar zu verhüllen? Wie schwierig ist es für diese Mädchen, sich dem zu widersetzen, da sie kaum jemand in ihrem näheren Umfeld haben, dem sie sich anvertrauen können oder der ihnen helfen kann bei solchen Problemen.

Die jungen, männlichen Muslime, sind oft genug zerissen zwischen den Vorstellungen der Eltern und dem modernen westlichen Leben. Nicht wenige suchen wohl ihre Akzeptanz und ihr Heil bei radikalen Muslimen, wie den Salafisten. Es wird keine einfache Lösung geben. Weder bei uns, noch in Ländern, wie Syrien oder dem Irak.

Am besten wäre die Abschaffung der Religionen mit ihren überflüssigen Märchenvorstellungen.
 


Verfolgst du die Sache in Nachrichten? Es wird immer wieder u.a. als Ursache genannt, dass die Leute in Parallelgesellschaften leben.

Eine Integration findet also nicht statt.

Sei es, weil der Staat versagt und/oder weil die entsprechenden Leute es nicht wollen.

Hier noch ein anderer Bericht dazu, was in unserem Land (und wir sind da leider keine Ausnahme) abgeht:



Das kann doch nicht gut gehen.
 
Bitte lies einmal die gesamte News die du da verlinkst. Du stürzt dich gerade darauf weil die Scharia in der deutschen Gesetzesgebung angewandt wird. Dabei wird aber nicht die Handabschlagen-Scharia verwendet sondern Rücksicht auf die islamische Rechtssprechung, die sich eben auch in der Scharia befindet, genommen. Und da wird wohl vorher mit einem islamischen Geistlichen gesprochen um genau zu wissen wie die entsprechenden Gesetze ausgelegt werden können. Im Fall der Frau mit dem Erbe finde ich die Anwendung des islamischen Rechts gerechtfertigt, da auch im deutschen bzw. österreichischen Recht Geschwister etwas erben.

Du kannst zb auch in Deutschland ein Tier schächten, was eigentlich unter Tierquälerei fallen würde, aber aufgrund der Ausübung der Religion erlaubt ist.

Doc Lion, in Belgien war es halt so das die Gesellschaft versagt hat. Es haben sich einfach die Leute zusammengerottet in Bezirke und dann ist ein radikaler gekommen der manche davon bekehrt hat. Wenn die halt Perspektiven versprechen ala "Wir verschaffen euch Jobs, wir verschaffen euch Reichtum!" ist es kein Wunder das die Leute dorthin rennen. Aber das ist halt ein massives gesellschaftliches Problem wenn man es nicht schafft alle Personen gleich zu stellen...

Übrigens, bzgl. Kopftuch: Es gibt auch genügend christliche Eltern die ihre Kinder mitschleppen in die Kirche - nicht, weil die Kinder mit wollen, sondern weil man das so tut. Es gibt auch genügend christliche Eltern die eine/n FreundIn aus Gründen ablehnen wo man sich an den Kopf greift und sagt "Gehts noch?". Bitte hierbei differenzieren...

Und bzgl. Schlicht-Gerichte: Wenn die Leute kein Vertrauen in die Polizei/Justiz haben wird es immer zu sowas kommen. Siehe jetzt erst vor Kurzen die Messerstecherei zwischen Afghanen und Tschetschenen in Wien. Auslöser war eine Ehrenbeleidigung. Die Polizei hat, nachdem sie ermittelt hat, gesagt das wenn die Tschetschenen die Polizei gerufen hätten als die Afghanen Stunk gemacht haben wäre nichts passiert. So gabs aber ein paar Schwerverletzte...
 


Das war, weswegen ich gefragt habe. Die News die du verlinkt hattest hatte nämlich mit Integration fast gar nichts zu tun. Das war vollkommen am Thema vorbei und hat in diesem Beitrag auch nicht die Zugezogenen kritisiert, sondern die Tatsache, dass deren Gesetze teilweise durch deutsche Gerichte angewendet wird. Deswegen hab ich gefragt. Das war nämlich Bullshit und nicht zu Ende gelesen von dir, so wirkt es zumindest.

Das Problem, was ich hier sehe ist, dass immer von Integration geredet wird, aber was anderes gemeint ist, denn es klingt immer so, dass sich die zugezogenen hier komplett an unsere Weder anpassen müssen und das ist aber für meine Integration. Ich sehe auch eher, dass die Extremisten und Terroristen ein so kleiner Anteil der Gesamtmasse sind, dass es eine Schaden ist, von diesen wenigen auf alle zu schließen.

Außerdem hat es - zum Thema, es müssen beide Seiten wollen - auch den Anschein, dass die hiesige Seite auch nicht gewillt ist, die Neuankömmlinge anzunehmen, aber das ist ja ein anderes Thema. Mir ging es nur um den verlinkten Artikel, weil der eigentlich nichts mit dem Thema zu tun hatte.
 
Mystische Integration, jeder fordert sie und keiner weiß was es ist:
 
Ach und bzgl. dem 2ten News Artikel: Nachdem die Tochter schwer verletzt war wird sie wohl medizinische Hilfe in Anspruch genommen haben. Wenn da das Krankenhaus, aufgrund der Verletzungen, keine Meldung macht haben sie aber dort schon versagt.

Und - siehe dazu 1te News die du verlinkt hast - die Scharia ist Auslegungssache. Wenn der "Scharia-Richter" die Regeln so auslegt das dem, der das Mädl zusammen geschlagen hat, nichts passiert heisst es nicht, dass sie immer so ausgelegt wird. Das ist genauso wie der Koran unterschiedlich ausgelegt werden kann bzw. die Bibel. Frag einen christlichen Priester nach ein paar Stellen, dann einen evangelischen und zu guter Letzt die Zeugen Jehovas. Du wirst unterschiedliche Ansichten bekommen.

Genau das Gleiche findest du im deutschen Recht. Eine Straftat ist zwar dort definiert, jedoch steht es dem Richter frei das Strafmaß zu verhängen. Wenn du 3 Straftäter in 3 seperaten Prozesse hast kannst du ziemlich sicher sein das du 3 unterschiedliche Urteile bekommst.
 
Und da sind solche Sachen wie diese hier nicht gerade förderlich:

Doch. Das entspricht den Regelungen des Internationalen Privatrechts wie es seit 1900 im BGB geregelt ist.Das hat also nichts konkret mit Islam zu tun , sondern entspricht dt. Rechtstradition.
 

Das stimmt nur bedingt:
Die Gesetze geben ein Mindest und Höchstmaß an Strafe vor.
UND
Körperverletzung ist ein Teil-Antragsdelikt:
Das wird nur auf Antrag oder bei öffentlichen Interesse verfolgt.

--- [2016-03-24 21:39 CET] Automatisch zusammengeführter Beitrag ---


Sie hat den Artikel wohl einfach nicht gelesen, mach dir nix drauß.
stirbt ein Ehepartner, der keinen deutschen Pass hat, gilt in Deutschland das Erbrecht seines Heimatlandes

Es ist egal ob in der Heimat Scharia, oder Weitstrahlpissen als Recht angesehen wird:
Es ist eine einfache Regelung.
 
Minderjährigkeit müsste aber zumindest eine Meldung ergeben wenn ichs richtig weiß.

Zumindest in AT, siehe hierzu
 
Minderjährigkeit müsste aber zumindest eine Meldung ergeben wenn ichs richtig weiß.
Puh, dass weiß ich nicht:
Die Frage ist halt, in wie weit eine Meldepflicht besteht UND in wie weit der Antragsteil auch bei Jugendlichen gilt, oder ob da generell IMMER öffentliches Interesse vorliegt -weil Jugendlich.

Dazu müsste man Jurist sein :unknown:



Anderes Thema:
Schiedsgerichte sind in Deutschland übrigens nicht unüblich, sie werden nur von deutschen fast nie Wahrgenommen. Somit ist ein nach Scharia urteilendes Schiedsgericht - solange die Urteile rechts konform und keine eigene Straftat darstellen, sie akzeptiert und von einem ordentlichen Gericht bestätigt werden - etwas ganz normales.
 
Schiedsgerichte sind in Deutschland übrigens nicht unüblich, sie werden nur von deutschen fast nie Wahrgenommen.
Wie ich hörte, wird in Scheidungsangelegenheiten zunehmend gern auf zurückgegriffen. Das könnte billiger und effizienter sein, als schmutzige Wäsche vor Gericht zu waschen.

Wenn die Leute ihre Angelegenheiten lieber mit Schiedsmännern/Schiedsgerichten als mit ordentlichen Gerichten regeln wollen, sollte man sie doch lassen. Der Staat muss natürlich Grenzen setzen, bei Mord zum Beispiel geht das nicht. Oder wenn Minderjährige oder sonst Abhängige verwickelt sind.
 

Ja, darauf wollte ich hinaus (mir ist der Name entfallen).

Zorg schrieb:
Der Staat muss natürlich Grenzen setzen, bei Mord zum Beispiel geht das nicht.
Seedy schrieb:
solange die Urteile rechts konform und keine eigene Straftat darstellen, sie akzeptiert und von einem ordentlichen Gericht bestätigt werden

Ich bin ein großer Fan davon.
Da es mmn. Wichtiger ist den Konflikt zu Lösen, als das buchstäbliche Recht durch zu setzen.

Ich seh das Recht eher als Backup, wenn Kompromisslösungen nicht gehen.

Das liegt eventuell daran, dass ich sehr Ländlich aufgewachsen bin und das es wichtiger ist, dass das normale Leben friedvoll abläuft, als jemanden jetzt Law and Order für einzelne Fehltritte zu Bestrafen.

Das hat natürlich starke Grenzen, wenn es um schlimme Verbrechen geht.
Ich rede von typischen Kleinigkeiten.
 
Das Problem liegt auch nicht in den Schiedsgerichten, sondern in der Freiwilligkeit diese in Anspruch zu nehmen und zu akzeptieren. Also mit den Verbrechen drum herum, wie Nötigung und Erpressung, wenn es zu solchen kommt, was wohl leider vorkommt, aber nicht die Regel ist.
 
Ich mach durchaus den Unterschied zwischen einer reinen Beleidigung und einem künstlerischen Anspruch:
Satire muss zumindest den Versuch haben, künstlerisch zu sein. Ein plumpe Beleidigung als Satire zu tarnen, davon halte ich auch nichts.
Und wer entscheidet, was eine Beleidigung darstellt und was "künstlerische Satire" ist? Du etwa?

Was was ist, liegt dummerweise im Auge des Betrachters. Und manche Menschen fühlen sich dadurch dann vielleicht angepisst (im wahrsten Sinne des Wortes wenn ich an Benedikt XVI denke.

Und genau aus diesem Grund muss die Frage immer erlaubt sein, ob man nicht vielleicht doch ein kleines Stückchen zu weit gegangen ist. Im Umkehrschluss würde ich allerdings auch jedem empfehlen, darüber nachzudenken, ob er nicht vielleicht etwas überempfindlich reagiert.
Im Rahmen einer (hitzigen) Diskussion hast du aber vielleicht Recht. Man kann es mit der ständigen Rücksichtnahme auch übertreiben. Die Grenzen dürfte aber ziemlich fließend sein und häufig auch von der persönlichen Tagesform abhängen.

Das wäre jetzt natürlich übel. Aber die Behörden in Brüssel haben ja jahrelang in diesem Problem-Viertel jahrelang weggeschaut und nichts gemacht; Straftaten wurden nicht aufgenommen und verfolgt... und die Parallelgesellschaft immer weiter wachsen lassen und höchstens mal lächerliche niedrige Strafen verteilen obwohl mehrfach polizeibekannt. Klingt vertraut? Ja, eben. Kennen wir aus Deutschland. (Vor allem Berlin und Dortmund)
Also zumindest wenn ich Dortmund höre, denke ich zuerst mal an Straftäter/Straftaten, die eher da einzuordnen sind wo der Daumen links ist.
Soweit ich weiß ist Dortmund eine Nazi-Hochburg.
(Apropos... gerade gesehen: "Am 4. Juni 2016 wollen sich in Dortmund Neonazis aus der ganzen Bundesrepublik treffen, um gemeinsam aufzumarschieren." )
 
Und wer entscheidet, was eine Beleidigung darstellt und was "künstlerische Satire" ist?

Jedenfalls nicht Saïd Kouachi, Chérif Kouachi oder Mohammed Bouyeri.

Im Zweifelsfall ein Gericht, wobei ich jetzt nicht kein Beispiel wüßte, weil sich vielleicht manch einer beim Betrachten eines Bildes beleidigt fühlt, aber keine Beleidigung in strafrelevanter Form vorliegt. Oft geht es ja bei Klagen um Persönlichkeitsrechte. nicht um Beleidigungen.
 

Mir geht es primär darum:
Die rede-, presse- und kunstfreiheit sind das erste, was der Unterdrückung zum Opfer fällt.
Das muss nicht mal Zwangsläufig von der Obrigkeit kommen, es reicht, wenn es etablierte Medien in Form von Selbstkontrolle das nicht mehr tun.

Es sind für mich die ersten Warnzeichen, Indikatoren könnte man sagen.
Wenn wir anfangen Islamkarrikaturen zu verbieten, dann beugen wir uns einer fremden Moral.

Wir haben hart und lange für Kunstfreiheit gekämpft, nicht nur in Deutschland - auf der ganzen Welt wird dafür gekämpft.
Da finde ich es zum Kotzen, wenn sie aus falschem Anstand freiwillig wieder aufgegeben wird.

Deswegen habe ich mich auch im JuliensBlog Thread schon negativ über das Urteil geäußert:
War es geschmacklos? -Ja War es widerlich? -Ja
Sollte es rechtliche Konsequenzen haben? -Nein

Da es keiner entscheiden kann, sollte es auch keiner entscheiden.

Wenn jemand den Bogen überspannt, dann gibt es Kritik und negatives Feedback-
Das ist genau so Ausdruck dieser Freiheit, wie das Objekt der Kritik.
Nur Obrigkeiten haben in diesem Prozess nichts zu suchen.

Es geht mir nicht darum, dass man alles das man darf auch tun sollte.
Es geht mir darum, dass man es tun DARF.
 
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