Anschläge in Paris: Täter kommunizierten wohl nicht verschlüsselt
Absprachen zwischen den Tätergruppen, die am vergangenen Freitag in Paris 129 Menschen ermordeten, sind demnach schlicht über
unverschlüsselte SMS getroffen worden. Ein Smartphone, das die Ermittler in einem Papierkorb vor dem Bataclan-Club fanden, wies noch nicht einmal eine Zugangssperre auf, wie sie die meisten Anwender eigentlich verwenden.
So berichtete die französische Tageszeitung Le Monde, dass die Ermittler so schnell Zugriff auf die Daten erhielten, die auf dem Gerät gespeichert wurden. Zu finden war hier unter anderem ein detaillierter Gebäude-Plan des Bataclan und eine SMS mit dem Inhalt: "Wir sind raus. Wir fangen an." Auch das Bewegungsprofil des Gerätes in der Zeit unmittelbar vor den Anschlägen habe man zügig nachvollziehen können. Und auch den Standort einer konspirativen Wohnung, die gestern von der Polizei gestürmt wurde, stammt wohl von dem Smartphone.
Nach dem bisherigen Stand war die Kommunikation der Täter in der Planungsphase zu den Anschlägen für die Sicherheitsbehörden aber trotz der immer weiter ausgebauten Überwachung der Online-Kanäle nicht sichtbar.
Diese unterhielten sich wohl schlicht offline miteinander. Immerhin stammten sie weitgehend aus der selben Gegend in Belgien.