organspendeausweis

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Blutspenden, während man noch lebt, ist ja in Ordnung. Meine Organe möchte ich dennnoch über den Tod hinaus behalten.
Klingt egoistisch, ich habe dafür aber meine eigenen, ganz persönlichen Gründe.
 
ich spende nicht.
oft hab ich mir dazu schon gedanken gemacht, und ich finde keinen grund, der dagegen spricht.
ich glaube nicht an die organmafia-märchen, die (gerade in d-land) patienten über die klinge gehen läßt für ein paar blaue augen und ne leber.
ich glaube auch nicht an gott, himmel und hölle, für die ich meine körperliche vollständigkeit bewahren müßte.
wenn es für mich drauf ankäme würde ich organe eines anderen in mir akzeptieren.

und dennoch kann ich mich nicht durchringen einen spenderausweis zu unterschreiben. schon irgendwie doof, aber so ist es. und ich bin froh das selber entscheiden zu dürfen. andere menschen wüßten gründe für ihre unversehrtheit, sind aber nicht in der position darüber zu entscheiden.
lucky me
 
zu dem Thema gefunden. Sind natürlich nicht unbedingt fundierte Fakten, aber um sich mal ein Meinungsbild zu machen doch ganz interessant.
 
Hmm bei dem Thema bin ich zwiegespalten. Auf der einen Seite könnte man mit einer Spende Leben retten, obwohl bei meinem Jacky Coke Konsum :D , andererseits hätte ich die Angst, das aus irgendwelchen Gründen die Maschinen die mich am Leben erhalten vorzeitig abgestellt werden, obwohl es vielleicht Hoffnung gäbe. Ist halt so ein Trauma und nicht mal einfach weggewischt.

Aber wer weiß, vielleicht ändert sich meine Sichtweise irgendwann mal
 
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  • #65
also nochmal, jedes organ wird gründlich untersucht bevor es als spenderorgan in frage kommt, wenn man eine leber hat gross wie ein fussball, kommt sie mit sicherheit nicht mehr in frage.
 
Als Motorradfahrer, also im Fachjargon auch "noch laufende Organlagerstätte" genannt, spende ich natürlich aus Prinzip alles. Warum auch nicht, kann ja anderen Menschen nur helfen. Und als Leiche kann ich damit eh wenig anfangen.
 
Habe auch ein X auf ausschlachten gesetzt. Mir ist das sowas von egal ob mir da irgendwas entnommen wird oder nicht. Bin auch bei der DKMS registriert. Wenn ich wem helfen kann, nur zu.
 
Ich habe mich schon gefragt, ob das Spenden Sinn macht, wenn man seine Organe kennt und leider weiß, daß einige schon ziemlich kaputt sind. Das dürfte auch bei vielen älteren Semestern zutreffen. :D

Wenn man dann das Spenden verweigert, erspart man immerhin überflüssige Untersuchungen, die zu einer negativen Eignung führen würden. Ich bezweifele auch, ob man in einer akuten Situation so schnell feststellen kann, welche "Qualität" das Organ noch hat.

Gibt es überhaupt eine Altersgrenze für Spender?

Grundsätzlich wäre es mir egal, was mit meinen Innrereien passiert aber andererseits will ich auch keine überflüssigen Kosten verursachen.

Mit dem Hauptthema der Kosten bin ich auch noch nicht im Reinen. Es ist ja nicht mit Herz raus Herz rein getan. Danach folgt ja noch eine langfristige Beobachtung der Immunsituation und der gesamten Gesundheit nach einer Transplantation.

Das Thema wird nach meinem Geschmack zu oberflächlich diskutiert. Gezeigt werden immer glückliche Überlebende, denen ich ihr Glück auch gönne.

Aber ist das wirklich das gesamte Thema? Gehört da nicht auch ein Blick auf die gesamte medizinische Versorgung dazu?
 
Dieses Thema ist in meinen Augen ein verdammt heißes Eisen!

Es gibt sehr gute schlüssige Argumente dafür, als auch dagegen.
Dagegen spricht in meinen Augen eindeutig die Tatsache, dass solche Systeme immer sehr einfach beeinflusst und manipuliert werden können. Dann der Fakt, dass Organe teilweise in gewissen Ländern wie eine Ware gehandelt werden ( Obwohl ich mal gehört habe, dass nur 5% der Organe in Deutschland an andere Staatsbürger gehen dürfen?!... ) Dann die Sache an sich, dass man eigentlich doch irgendwie selbst entscheiden möchte, wer nun diese im höchsten Maße persönlichen Ersatzteile bekommt. Wenn nun mehrere Negativ-Fakten zusammen kommen, bekommt ein 40 Jähriger Penner der sein ganzes Leben nichts anderes zu tun hatte als zu saufen meine Leber, wobei dann ein anderer Mensch leer ausgeht, der nicht so fahrlässig mit seinem Körper umgegangen ist. Dann noch der für mich zur Zeit nebensächliche Aspekt der Unversehrtheit des Körpers vor seinem Schöpfer Esoterik bla bla sülz...

Als positive Argumente kann man ganz klar anführen, dass ich mich als Individuum verpflichtet sehe meine Rasse ( Mensch ) so gut es geht zu erhalten / unterstützen.
Ich das Leben selbst als das größte Wunder der Natur ansehe. Ich anderen Menschen und deren Angehörigen noch eine zweite Chance verschaffen kann und die Tatsache an sich das es auch andere Menschen gibt, die die Arschkarte gezogen haben, ohne dass sie sich etwas im Leben zu schulden kommen lassen haben.

Der Tod meiner Oma damals hat mich sehr mitgenommen. Sie war einer dieser Menschen, die niemals in ihrem Leben auch nur einer Fliege etwas angetan haben, oder die Stimme zu Unrecht erhoben haben. Sie war ein herzensguter Mensch. Ob als Kind, oder jetzt, kenne ich keine Situation, wo ich mich nicht gerne an sie erinnere, weil sie einfach ein so toller und unkomplizierter Mensch war.
Sie starb zu 95% sicherlich nur, weil das Rettungspersonal nicht vernünftig ausgebildet war und sie nach ihrem Herzinfarkt über 120 Minuten auf einem Stuhl sitzend und sich quälend darauf warten musste, bis sie ins Krankenhaus gebracht wurde. Da ich selbst im Rettungsdienst gearbeitet habe, weiß ich aus erster Hand, dass Jahr für Jahr ohne Ende Fehler passieren ( die zum Tod der Patienten führen ), die sehr oft mit menschlichem Unvermögen oder auch Teilnahmslosigkeit zusammenhängen.
Das Leben ist in manchen Situationen so zerbrechlich und schützenswert, wird aber immer wieder durch "Vollidioten" ausgelöscht und zertrampelt. Alleine schon aus diesem Grund und um gegen die Norm und den Schwarm zu schwimmen, würde es sich nur für das Gewissen lohnen Ersatzteile zu spenden.

Irgendwann, wenn ich diesen stupiden Menschen ihre👎 Fehler verzeihen kann, werde ich meine Patientenverfügung so verändern, dass ich auch als potenzielles Ersatzteillager fungieren kann...
Wenn ich eins im Leben bis jetzt gelernt habe:

Gott würfelt nicht, der Teufel schon!
 
Das mit dem Gehirntod ist auch so eine Sache. Es gibt sehr viele Nahtoderfahrungen, die über den Gehirntod hinausgehen. Erklären kann man sich das nicht. Es gibt nämlich Erfahrungen, z.B. dass die Patienten wussten, was die Ärzte besprochen haben, nachdem der Patient schon offiziell tot war oder andere Dinge, die er nicht wissen konnte.

Wenn der Patient danach davon erzählen konnte, war scheinbar die Diagnose der Ärzte falsch. Ein Hirntot kann nicht rückgängig gemacht werden. Das Argument ist also keins.

Zum Thema: Ich habe einen Ausweis und habe angekreuzt, dass ich alles außer meinem Herz spenden würde. Ich kann das nicht begründen, aber das fände ich irgendwie seltsam. Ich müsste dann aber wohl auch akzeptieren, wenn mir im Zweifelsfall keiner ein Herz spendet. *aufholzklopf*

Jeder sollte selbst entscheiden ob und was er spenden würde. Ich fände allerdings ein Opt Out Verfahren in Deutschland besser. Wie oft habe ich schon gehört: "Ja, ich würde spenden, aber so einen Ausweis... Den wollte ich immer mal ausfüllen. Aber..."
 
Ich hab keinen Organspendeausweis, auch wenn mir bewusst ist das ich damit evtl. ein Menschenleben retten könnte.
Ich kann auch gar nicht genau sagen warum ich das nicht möchte. Immer wenn das Thema hochkommt dann sagt mir mein Bauchgefühl "ne lass mal bleiben...".
 
dann sagt mir mein Bauchgefühl "ne lass mal bleiben...".
Ist bei mir im Augenblick auch noch so. Aber das Argument "dann füll wenigstens einen aus, damit die Angehörigen nicht entscheiden müssen" wiegt schwer. Darum denke ich grade son bisschen drüber nach. Schon alleine aus dem Grund sollte man sich ja vielleicht zu na Entscheidung zwingen.
 
Die nächsten nehme ich an?
Die, die auch entscheiden, ob man im Falle eines Komas am Leben gehalten werden soll oder nicht.
 
Egal. Wenn die Verwandten. die Vorort sind, einstimmig ja oder nein sagen, dann reicht dies.
 
@KaPiTN: Aber wer sagt denn, dass sie sich da einig sind? Und der Punkt ist ja auch der, dass die Verwandtschaft vielleicht einfach gar nicht zu einer Entscheidung kommt. Immerhin diskutieren ja schon wir, die wir hier leben darüber, ob wir Organspenden gut finden. Die gleichen Schwierigkeiten werden auch die Eltern haben, wenn sie für mich und über die Verwendung meiner Leiche entscheiden sollen.
Ich weiß nicht, ob ich denen das zumuten will :unknown:
 
Das ist mir klar. Aber es ging ja gerade darum, was blöd dran ist, keinen Ausweis zu haben:
Ich hab keinen Organspendeausweis, auch wenn mir bewusst ist das ich damit evtl. ein Menschenleben retten könnte.
Ich kann auch gar nicht genau sagen warum ich das nicht möchte. Immer wenn das Thema hochkommt dann sagt mir mein Bauchgefühl "ne lass mal bleiben...".
 
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  • #80
Also ich Lass auch alles Brauchbare mitnehmen....

Das ich Ausgebaut werde, obwohl man mich noch Retten könnte ist weniger meine Sorge...
Meine Sorge ist, dass ich Künstlich am Leben gehalten werde, bis die alles unterbringen konnten und dann halt noch ein paar Tage an Maschinen hänge, obwohl ich schon tot sein sollte.

Den Ausweis besitze ich seit 15 Jahren. Das andere was dir Sorge macht habe ich durch Patientenverfügung und Vollmachten geregelt, zu beziehen überall im Netz, z.B. "Vorsorge für Unfall, Krankheit, und Alter". Den Hausarzt mit einbinden und ihm alles vorlegen, und deine Sorgen sind aus der Welt.
 
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