Prostitution

Die Problematik ist, dass sich Prostitution nicht von organisierter Kriminalität, Menschenhandel, Geldwäsche und Zuhälterei trennen lässt.

in deinem Kopf vielleicht nicht. Ich stelle sogar mal die Behauptung auf, dass die meisten Männer es lieber hätten, wenn Prostitution legal, transparent und sozial abgesichert wäre. Ich will jetzt hier kein mimimimi argument für Freier bringen, aber in meiner Strasse war zwei Häuser weiter auch ein Bordell. Die Kundenautos hatten Kennzeichen aus dem näherem Umland (obwohl jedes Dorf n Puff hat, und die die zu fuss kamen, drucksten ewig in der Gegend rum, und gingen erst rein, als sie dachten niemand sieht sie. Die Hemmschwelle zu Huren zu gehen ist also offensichtlich noch ziemlich hoch. Dann kommt dazu, dass man sich nicht sicher sein kann, dass alle Mädels da freiwillig arbeiten, bwz schlecht behandelt werden von ihren Menschenhändlern. Das macht den Sex ja wirklich zu einer ziemlich unentspannten traurigen angelegenheit - und trotzdem - ist der mangel an Sex noch viel schwerer zu ertragen. Das musst du dir einfach mal klar machen. wenn Prostitution akzeptiert wäre, und es ein Beruf wie jeder andere wär, dann würde es den frauen die den Job machen wollen, auch besser gehen. Wenn man die Dinge ins Licht zerrt, kann man besser kontrollieren. Die Arbeitsbedingungen wären geschützter. Gleichzeitig wüssten die schwarzen Schaafe unter den Freiern, das sie mit den Frauen nicht mehr machen können was sie wollen, da sich jemand um sie kümmert, bzw nichts mehr im verborgenem stattfindet.



Aber sie lässt sich verbieten und über harte Strafen für die Freier wirksam bekämpfen. Da könnte es im Wiederholungsfall doch auch gerne Knast geben. Man muss nur wollen, Frankreich hat es vorgemacht.

Hier machst du wieder sehr schön deutlich, dass du keine Ahnung hast, wie die Menschen funktionieren. Du kannst ihre Triebe und Urinstinkte nicht unter Strafe stellen. Menschen zu kriminalsieren, die keine andere Chance haben ihre Bedürfnisse zu befriedigen, funktioniert nur eine kurze Zeit, danach hast du ein neue Problem am Hals, und dessen Symptome tauchen in mehreren Bereichen auf. Psychische Störungen, Kriminalität, Gewalt, Suizide sind dann dein neues Hausgemachtes Problem.

Wäre es nicht viel besser, es gibt ganz normale Einrichtungen, wo Männer und Frauen, einfach Sex gegen Geld bekommen können? Wenn man das ganze seriös in die Öffentlichkeit hebt? Als ganz normale Dienstleistung, die jeder Selbstbestimmt anbieten darf?
Wenn du versuchst die menschliche Natur zu unterdrücken, schlägt sie mit aller Kraft zurück. Und es ist nicht so, dass die Gesellschaft ausschlieslich darunter leidet das Männer untervögelt sind, glaub das ja nicht. Ich sehe das in meinem Umfeld täglich an den Frauen die keinen Partner haben. Unausgeglichen, bitchy, hinterhältig, unkollegial. Haben sie dann mal nen Freund oder ONS, sind sie am nächsten Tag die liebsten Kätzchen überhaupt. Ich meine das auch nicht abwertend, wie gesagt, mangel an Sex und körperlicher Nähe ist unnatürlich für den Menschen. es zeigt nur, das Menschen Bedürfnisse haben - und als Lösung fällt dir nichts besseres ein, als sie dafür zu kriminalisieren. Das ist echt weit gedacht, Hut ab.
 
Vielleicht ist Nachtschatten selbst einer der nie Sex braucht und Sex widerlich findet und deswegen so hart dagegen vorgehen will. Solche Menschen gibt es ja auch ;)
 
Du kannst ihre Triebe und Urinstinkte nicht unter Strafe stellen. Menschen zu kriminalsieren, die keine andere Chance haben ihre Bedürfnisse zu befriedigen, funktioniert nur eine kurze Zeit, danach hast du ein neue Problem am Hals, und dessen Symptome tauchen in mehreren Bereichen auf. Psychische Störungen, Kriminalität, Gewalt, Suizide sind dann dein neues Hausgemachtes Problem.
Ich hätte wirklich kein Problem damit, wenn sich Männer massenweise suizidalisieren, weil sie ihre Brunft nicht im Griff haben. Meinetwegen können die auch schwul werden, im Knast klappts ja auch. Wenn dein Großhirn zu klein ist, den Hormonschub aus deinen Hoden in zivilisatorisch akzeptabler Weise zu kanalisieren solltest du dich besser von ihnen trennen, bevor du noch zum Vergewaltiger wirst. Es gibt kein Männerrecht auf Bordelle und Prostitution von Frauen.
 


Muss man definitiv nicht und auch den Post als Antwort finde ich mehr als asozial.
Nachtschatten, ich glaube du bist eher einer der Menschen die Probleme haben und nicht die Menschen die zu Prostituierten gehen.
Allein wenn ich schon höre "dann sollen sie doch schwul werden, im Knast gehts ja auch". Aha kannst du auf Knopfdruck schwul oder bi sein und mit nem anderen Mann Sex haben? i dont think so.
So viel Dummheit auf einer Person habe ich in meinem ganzen Leben noch nie erlebt. Herr schmeiß Hirn vom Himmel.
 
Uuund Pause für den Thread. Danke und aus.

Edit:
Pause beendet (und durchgewischt) - möge es die letzte gewesen sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
*rutsch* Aber ist noch feucht hier nach dem durchwischen :p

Um mal wieder ein bisschen seriöse Diskussion rein zu bringen: Ich habe nichts gegen Prostitution, solange dies auf beiden Seite freiwillig passiert. Dies sollte auch als ganz normaler Beruf angesehen werden, jedoch gibt es da meiner Meinung nach noch zwei Hürden:

Die eine wäre diese, dass es natürlich ein Tabu Thema ist nach wie vor. Es gibt sehr wenige Menschen, die zugeben sich zu prostituieren oder solche Dienste in Anspruch zu nehmen. Dies wird sich aber glaube ich so schnell nicht ändern. Die andere Hürde ist der gesundheitliche Aspekt. Auch in der Pornobranche habe ich teilweise gehört, wie extrem da die Gesundheitsbestimmungen sind. Regelmäßige Tests sämtlicher Krankheiten sind da Pflicht und das finde ich auch nicht schlimm, im Gegenteil!

Die Idee von Psycho Mantis bzgl. des Hauses wo Frau und Mann einfach gegen Geld Sex erhalten könnte man doch weiter verfolgen? Warum nicht einfach ein Gebäude zur Verfügung stellen, wo eben sich Menschen treffen um miteinander zu schlafen? Also eine Art Sexbörse? Geld wird dann wahrscheinlich nur der Immobilieninhaber erhalten, aber wäre doch auch mal ein Ansatz? so hat man nicht primär Geld bezahlt damit jemand mit einem schläft, sondern nur für die Stundenmiete. :D

Aber ein Verbot der Prostitution würde genau das Gegenteil erreichen: Es wird in geheimen Kammern dann gemacht und ist sowohl für Frau und Mann alles andere als schön.
 
Gibts schon, diese Häuser. Nennen sich gemeinhin "Sauna-Clubs". Ist aber etwas anderes als einfach blechen und ficken. Man muss ja schließlich noch den anderen Überzeugen, brauch noch ein bisschen Ego und bekommt unter Umständen nicht die gewollten Praktiken :unknown:

Eine Nutte macht ja je nach Preisklasse ein wenig mehr...
 
Warum nicht einfach ein Gebäude zur Verfügung stellen, wo eben sich Menschen treffen um miteinander zu schlafen?

Der Punkt ist ja, dass nicht jeder einfach Sex kriegt weil er ihn will. Es geht mir schon darum eine Dienstleistung einzukaufen. Kostenlose Vögeltreffs funkionieren halt nur nach Sympathie.


Noch ein anderer Gedanke: wenn Prostitution verboten würde, dann dauert es genau 0,5 Sekunden bis Huren eine Alibidiesntleistung verkaufen, und den Sex gibts on top for "free". Nur als Beispiel: Jackett mit Fusselroller reinigen: 100€/h . Die restlichen 58 Minuten kann man ja ganz zwanglos gemeinsam verbringen... . Das nur um die Sinnlosigkeit eines solchen Verbotes zu unterstreichen. Grundsätzlich bin ich dagegen, da ich der Meinung bin, dass es die Situation für Huren verschlechtert, so wie einige hier bereits argumentiert haben.
 
Tut mir leid dazwischen zu grätschen, aber das hier ist ein...

Ich hätte wirklich kein Problem damit, wenn sich Männer massenweise suizidalisieren, weil sie ihre Brunft nicht im Griff haben. Meinetwegen können die auch schwul werden, im Knast klappts ja auch. Wenn dein Großhirn zu klein ist, den Hormonschub aus deinen Hoden in zivilisatorisch akzeptabler Weise zu kanalisieren solltest du dich besser von ihnen trennen, bevor du noch zum Vergewaltiger wirst.

...assozialer Kommenar. Ich glaube mittlerweile, dass du direkt von diesem Thema betroffen bist und schlechte Erfahrungen gemacht hast. Wurdest du gezwungen zur Prostitution oder ein Familienmitglied vielleicht? Das ist schrecklich und tut mir leid - aber es gibt eben noch eine andere Seite der Medallie. Du kannst deine Meiung haben - aber wie du hier die Leute teilweise angehst, nur weil sie eine andere Meinung zu dem Thema haben, ist assozial! Du hast starke Probleme und solltest schauen klar zukommen auf das Leben in einer Gesellschaft.
 
bis Huren eine Alibidiesntleistung verkaufen, und den Sex gibts on top for "free".

Gibts auch schon, nennt sich Thai-Massage, Tantra-Seminare.

Auch Kindermädchen, Haushaltshilfen und Sekretärin sind gerne genomme Scheinarbeiten.
Näherinnen waren es früher ;)

Als auch das gibts schon, genau wie das Sex-Treff Haus
 
Äh, ich hab die Diskussion mal mitverfolgt, mag jetzt aber zum Thema direkt nichts sagen. Ich wunder mich aber grad echt etwas: Wurde Nachtschatten jetzt gesperrt, weil er/sie polemische/polarisierende Beiträge geschrieben hat? Oder gibt's da noch nen anderen Grund? :unknown:
 
Sorry, aber Sperrgründe werden nicht öffentlich und schon gar nicht innerhalb des Threads diskutiert.
 
Sorry. Ich habe die Frage nur aus Interesse gestellt (weil ich mich frage, inwieweit hier kontroverse und emotionale Diskussionen als Trolling aufgenommen werden) und wollte da jetzt auch gar keine Diskussion anfangen. Die Diskussionskultur richtet sich nach den geltenden Regeln im jeweiligen Forum, aber in dem Fall verstehe ich die Sperrung halt nicht. Ich finde Nachtschattens Argumentation zwar hochgradig provokant und undistanziert, aber nachvollziehbar. Naja, ich frag mal per PN nach.
 
  • Thread Starter Thread Starter
  • #77
Wie willst du jemanden die Möglichkeit geben unentgeltlich seine Sexualität auszuleben?

Das ist eine Frage der Fähigkeit, sich die Möglichkeiten zu schaffen. Die einen lernen von ihren großen Brüdern, die anderen von ihren kleinen Schwestern. Wer weder Vorbilder noch Personen hat, die in solchen Fragen einen Rat geben, muss sich selbst behelfen - und fällt vielleicht hinten herunter (die anderen vielleicht auch). Daneben (verdrängte) psychische Schwierigkeiten mit dem Selbstwertgefühl, allgemeine Unfähigkeit, sein Leben zu gestalten. Was nicht alles hemmen kann... Alles sind Lebensbereiche, die zwar nicht von jetzt auf gleich und auch nicht allein von außen in einem Menschen verändert werden können; aber auf lange Sicht können Änderungen im Bildungswesen und ein anderer Diskurs über Körper und Sexualität dazu führen, dass sich hier Verbesserungen ergeben.

Das sind ja alles keine Zufälle, weshalb der eine z.B. einen positiven Bezug zu seinem eigenen Körper hat, der andere einen negativen. Weshalb der eine sich traut, auf Frauen zuzugehen und dann auch erfolgreich ist, der andere nicht. An vielen Stellen kann von außen etwas im jeweiligen Menschen bewirkt werden, so dass er sich dann von da aus selbst weiterentwickeln kann. Im Wesentlichen ist das sowieso der Grundgedanke von Bildung überhaupt. Wenn in Ba-Wü aber tausende Verirrte auf die Straße gehen, weil sie dagegen sind, dass in Schulbüchern steht, dass sexuelles Begehren sich nicht immer auf das andere Geschlecht bezieht: So weit sind wir in Teilen der Gesellschaft entfernt.

Und Wie wie willst du Verdienstmöglichkeiten Schaffen, die ähnliche Finanzielle Situationen ergeben?

Ich glaube, im alten gulli:board finden sich noch viele Beiträge zum Thema, wie Arbeitsmarkt- und Bildungspolitik ineinander greifen können, um genau das zu erzielen: eine tatsächlich ergreifbare Menge an gleichwertigen Arbeitsmöglichkeiten (keine leere Menge!)

Ich behaupte mal, dass viele Menschen einen Job nachgehen, die ihnen keinen Spaß macht (mir eingeschlossen). Jetzt aber gezielt nur den Leuten aus der Prostitution helfen, mit der Intention und den Gedanken sie haben keinen Spaß an dem Beruf, und dann beim Rest sagen "Es ist ja ihre Entscheidung was sie machen" ist doch auch verkehrt? In einer perfekten Welt müsste man nicht arbeiten, in einer heilen Welt darf jeder das arbeiten, was ihm Spaß macht aber die Realität sieht doch da etwas anders aus, leider.

Das eine schließt das andere ja glücklicherweise nicht aus. Sowieso wäre jedes Programm langfristig angelegt, was alleine schon daran liegt, dass das Kind mehr oder weniger in den Brunnen gefallen ist, sobald es zur Hure geworden ist aus Gründen der Alternativlosigkeit. Also ist beim Kind anzusetzen. Dem ist schon nicht anzusehen, ob es irgendwann Hure wird oder nicht. Aber wenn aus allen Kindern solche werden, die später vor gleichwertigen und guten Alternativen in der Berufswahl stehen... Das hilft ja jedem.

Die in gewissen Bereichen trostlose Welt sehe ich hingegen nur als Aufforderung an die Gesellschaft, diesen Zustand zu verbessern. Dazu gehört die Prostitution aus Gründen der Alternativlosigkeit (auf beiden Seiten). Ich denke nicht, dass das eine Utopie ist, sondern es ein gangbarer Weg ist, dieser Art der Prostitution die Notwendigkeit zu nehmen. Also gerade die ganze Grundlage auch der Argumentation hier den Boden zu entziehen: Dass Männer dann ja vergewaltigen würden, dass es sich in Hinterzimmer verziehen würde. Das wäre derzeit der Fall, dann aber nicht mehr. Dann hätten wir aber auch einen anderen Ausgangspunkt für solche Streitigkeiten, weshalb wir uns jetzt noch keine Gedanken darum zu machen brauchen, wie wir dann die bürgerliche Freiheit verteidigen ;-)
 

Also um das mal auf den Punkt zu bringen:
Bessere Erziehung, bessere Bildung und für den Rest, der trotzdem noch Probleme hat, Psychologische Betreuung.

Und zu den Berufen, also eine Umstrukturierung von Bildung, Arbeitsmarkt und Sozialsystem.


Nicht, dass ich gedanklich einen Idealismus nicht unterstütze, ferner noch sogar der gleichen Meinung bin.

Leider sieht die Realität einfach anders aus, die Gesellschaft läuft in die andere Richtung, dem was WIR als gut sehen entgegen.
Die gleiche Realität die vor ein paar Jahren meinen Idealismus beisiegt hat, so das ich heute nur noch versuche Schadensbegrenzung zu betreiben, statt eine neue Ordnung zu fordern. Solange Religion, Tradition und der Gedanke von einer besseren Vergangenheit vorherrschen, wird das erstmal nix. - leider
 
Grad gefunden:
Wenn du aber auf eine selbstbestimmte Sexarbeiterin (Stripperin, Prostituierte, Camgirl, ...) triffst—das kann in Großstädten öfter mal vorkommen—und du niemanden siehst, der sie mit einer Knarre bedroht, dann tu dieser Person den Gefallen, davon auszugehen, dass sie die Kontrolle über eigenes Leben hat. Tu dieser Person den Gefallen, davon auszugehen, dass sie ihre Entscheidungen aus einer vielleicht eigenwilligen aber trotzdem gültigen Kosten-Nutzen-Überlegung heraus getroffen hat.
 
Zurück
Oben