Was uns die Grünen alles verbieten wollen

von 2009; aber daran hat sich nichts geändert
Korrekt.
Bei den Hähnchen ists sehr ähnlich. In Europa futtern wir die Hähnchenbrüste und die bei uns fast unverkäuflichen Hähnchenbeine gehen dann subventioniert nach Afrika, wo sie konkurrenzlos billig verkauft werden können.
 
In Europa futtern wir die Hähnchenbrüste und die bei uns fast unverkäuflichen Hähnchenbeine gehen dann subventioniert nach Afrika, wo sie konkurrenzlos billig verkauft werden können.
Bei Lidl bekommt man ALLE Hähnchenteile, arme Leute, die sich Hähnchenbrust nicht leisten können, gibt es nämlich auch bei uns. Nicht gewusst? Aber denken hättest Du es Dir können, angesichts der vielen Niedriglöhner und Aufstocker.

Abgesehen davon: Es ist doch völlig legitim, wenn die EU Agrarüberschüsse exportieren will. Das ist keineswegs unmoralisch, sondern das ist absolut korrekt.

Nicht korrekt wäre es freilich, wenn die afrikanischen Länder auf solche Agrarüberschüsse keine hohen Importzölle erheben würden, FALLS solche Importe diesen Ländern schaden.

Tun sie das wirklich?

Ich stelle mir vor, dass ich ein armer Afrikaner bin, der es sich so gerade noch leisten kann, einmal in der Woche diese billigen importierten Hühnerteile zu essen. Wäre ich bereit, auf meine wöchentliche Fleischration zu verzichten, damit die heimische Landwirtschaft kostendeckende Erlöse erzielen kann und dadurch Wachstumsimpulse bekommt?

Bedenke: Es handelt sich nicht um Importzölle auf Autos, Fernseher oder französische Parfums. Es geht ums Essen, und Hunger ist sehr, sehr unangenehm. Und ja, er macht auch krank. Kränker als zu viel Fleischverzehr.

Ich glaube nicht, dass ich dmit einverstanden wäre, auf meine Wochenration Protein zu verzichten. Der Körper brucht es halt.
 
Nero schrieb:
Ich stelle mir vor,....

Tu das bitte nicht. Dein Vorstellungsvermögen reicht offenbar trotz Präsentation gegenteiliger Informationen aus den Medien nicht aus, Fakten zu erkennen.
 
Tu das bitte nicht.
Oh doch, das tue ich!

Dir würde ich es auch empfehlen, damit Du mal von Deinen Ein- und Zweizeilern runterkommst.

Für eine Diskussion ist Dein Input bißchen arg mager.

Ahh simpliziss ich hatte mich schon gewundert, wo du die letzten Seiten abgeblieben warst. :D
Gewissenskoflikte.

Als Sozialist kann er nicht sagen, den Leute geht es hier so gut, dass sie nur noch Hühnerbrust essen und mit dem Rest von Huhn die afrikanische Landwirtschaft ruinieren.

Als Antiimperialist muss er genau dies sagen.

Also sagt er lieber nichts und rüpelt ein bisschen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Deine Selbstgefälligkeit ist faszinierend.



Hähnchenbrust hat Konjunktur. Aber Hähnchenflügel, oder gar Hähnchenrücken? Was die europäischen Verbraucher verschmähen, geht meist in den Export. Immer häufiger nach Afrika. Mit fatalen Folgen für die dortige Landwirtschaft.



Aufgrund finanzieller Unterstützungen aus der gemeinsamen EU-Agrarpolitik (GAP) produzieren die europäischen Landwirte mehr Getreide, Fleisch, Milcherzeugnisse, Obst, Gemüse und Wein, als in der EU verbraucht werden. Diese Überschüsse werden häufig zu Dumpingpreisen, also unter dem Niveau der Weltmarktpreise in die ganze Welt verkauft, damit sind die Verkaufspreise oft niedriger als die eigentlichen Produktionskosten.

Und jetzt darfst Du das letzte Wort in dieser Angelegenheit nehmen. :D
 
Bei Lidl bekommt man ALLE Hähnchenteile, arme Leute, die sich Hähnchenbrust nicht leisten können, gibt es nämlich auch bei uns. Nicht gewusst? Aber denken hättest Du es Dir können, angesichts der vielen Niedriglöhner und Aufstocker.
Darum habe ich auch das Wort "fast" in meinem vorigen Beitrag benutzt um zu signalisieren, dass Hähnchenbeine einen sehr geringen Marktanteil haben, wenn man ihn mit den Brüsten vergleicht.

Nicht korrekt wäre es freilich, wenn die afrikanischen Länder auf solche Agrarüberschüsse keine hohen Importzölle erheben würden, FALLS solche Importe diesen Ländern schaden.
Können sie nicht, da sie zu Handelsabkommen gezwungen wurden und werden. Die Weltbank, der Währungsfonds und die WTO sind hier sehr bestimmend, wenn sie Kredite bzw Unterstützung geben und die Empfängerländer nicht spuren. "Du willst Kohle? Klar, aber zuerst privatisierst du deine staatliche Wasserversorgung." Ist ja logo, wenn man die Wirtschaft "modernisieren" will. Da hilft die Weltbank gerne.

EDIT:
Damit aber in die Landwirtschaft investiert werde, müssten sich die armen Länder vor billigen Preisen aus dem Ausland schützen können, ist Tanzmann überzeugt. Dazu aber fehlt ihnen häufig die politische Durchsetzungskraft, erläutert der Agrarexperte am Beispiel Ghana: Als Ghana seine Importzölle für Geflügelfleisch anheben wollte, hätten Weltbank und IWF mit einer Kreditsperre gedroht. Ghanas Regierung gab klein bei. Sein Staatshaushalt wäre ohne die internationale Finanzierung zusammengebrochen.
Die EU hingegen schützt ihren Geflügelmarkt durch Importzölle und hält damit den Preis künstlich hoch.
 
Zuletzt bearbeitet:
@simpliziss

Wenn die Angaben aus den Links, es handelt sich um dabei um Papiere, denen man glauben kann oder nicht, wenn die Angaben dort alle stimmen, dann geht es den Europäern doch viel besser als gedacht, sogar in den Krisenländern. Hühnchenbrust muss es doch wirklich nicht immer sein


@TBow

Von Ghana weiß ich nichts, über die Entwicklung in Kenia habe ich mal ein dickeres Buch gelesen von Michela Wrong, Jetzt sind wir dran: Korruption in Kenia. Die Geschichte des John Githongo.

Die Autorin legt dar, wie all die in Strömen geflossene Entwicklungshilfe und die Gelder von Weltbank und IWF dem Land mehr schadeten als nützen, weil sie in die Taschen der jeweiligen Machthaber und ihrer Entourage geflossen sind, in die Taschen von mächtigen Stammesbrüdern, und wie diese Gelder zu Stammeskriegen führten, die in Wahrheit Verteilungskämpfe um die Verfügung über sie gewesen sind. Am Aufbau des Landes hatten die jeweiligen Machthaber also kein Interesse, weil die Gewinne im Kampf um die Verteilung der zufließenden Gelder viel lukrativer war. Die Autorin rechnet vor, dass das Vermögen des Clans von Jomo Kenyatta während dessen Renetschaft um genau den Betrag gestiegen war, den das Ausland als Entwicklungshilfe geleistet hatte.

Hier böse Weltbank, böse EU, böser IWF, und dort die armen drangsalierten Afrikaner, so war das jedenfalls in Kenia nicht. Bevor ich die Entwicklung in Ghana beurteilen kann, würde ich sie mir genauer anschauen wollen, und ich würde mich nicht auf die Auskünfte von Entwicklungspolitikern verlassen, die selbst immer auch Lobby sind.

Gäbe es seitens der Machthaber in Ghana ein echtes Interesse daran, die Landwirtschaft zu fördern, um das Land voran zu bringen, so wäre ein gangbarer Weg doch der, diesen Produktionszweig zu subventionieren.

Außerdem stellt sich die Frage, warum die Regierung es nicht riskiert, gegen die Direktiven von Weltbank und IWF zu verstoßen, also den Binnenmarkt durch Importzölle oder sogar Importverbote zu schützen.

Wer wäre der Leidtragende in diesem Fall?

Die Bevölkerung?

Eine kleine wohlhabende Schicht?

Oder die politische Klasse, die Hungeraufstände befürchten muss, wenn die Versorgung durch Importe von billigem Fleisch ausfällt?
 
Zuletzt bearbeitet:
Nero schrieb:
....es handelt sich um dabei um Papiere, denen man glauben kann oder nicht, ...

Das ist wieder so ein typisches NERO-tisches Argument. Einfach bestreiten und alles ist gut.

Hier böse Weltbank, böse EU, böser IWF, und dort die armen drangsalierten Afrikaner, ....

Du hast offensichtlich trotz der Lektüre des Buches nicht begriffen, daß die Despoten die geschmierten Freunde unserer Exporteure sind und beim afrikanischen Fußvolk nichts ankommt.
 
Du hast offensichtlich trotz der Lektüre des Buches nicht begriffen, daß die Despoten die geschmierten Freunde unserer Exporteure sind und beim afrikanischen Fußvolk nichts ankommt.

Genau dies habe ich doch dargestellt. Das ändert aber nichts daran, dass die von Despoten regierten Länder souveräne Staaten sind.

Deren Despoten abzuservieren ist nicht unser Job, das kann nur die Bevölkerung machen. Wir müssen die Länder nehmen, wie sie nun mal sind.
 
....dass die von Despoten regierten Länder souveräne Staaten sind.

Das heißt noch lange nicht, daß die EU diese Subventionspolitik betreiben muß, die von der EU-Agrarlobby iniziiert wird.

Letzten Endes hungern die Afrikaner mit Hilfe unserer Steuergelder.
 
Letzten Endes hungern die Afrikaner mit Hilfe unserer Steuergelder.
Nein, sie leben davon. Sie können sich Feisch kaufen, das anderfalls, also ohne suventionierte EU-Agrarüberschüsse, für sie unbezahlbar wäre.

Ob ohne die Importe die eigene Landwirtschaft aufblühen würde und Selbstversorgung nach einer Übergangsphase mit viel Hunger möglich wäre?

Um das zu prophezeien braucht man ein gesundes Gottvertrauen in die freie Marktwirtschaft.

Zunächst wird Fleisch einfach nur knapp und sehr teuer, die Landwirtschaft, die es produzieren soll, existiert ja noch gar nicht.

Führen höhere Preise zu einem wachsenden Angebot?

Nach den Regeln der freien Markwirtschaft durchaus.

Aber die Hersteller können auch mit kanppem Angebot und hoch gehaltenen Preisen sehr gut leben, und die Machthaber können saftig mitverdienen, wenn die landwirtschaftliche Produktion konzessioniert werden muss.
 
Dein Problem ist, daß Du die Gesetze unserer Marktwirtschaft nach Afrika exportieren willst.

Warum hast Du eigentlich das Buch zitiert? Da wird doch beschrieben, wo das Geld hinwandert.

Die Despoten verdienen, die EU-Agrarpolitik bekommt Geld und die Afrikaner können sich billige Hähnchenteile kaufen.

Einfach perfekt. :D
 
Dein Problem ist, daß Du die Gesetze unserer Marktwirtschaft nach Afrika exportieren willst.

Du bist es doch, der sich von der freien Marktwirtschaft innerhalb eines durch Importzölle geschützten Wirtschaftsraums eine automatische Anpassung der Produktion an die gestiegene Nachfrage verspricht.

Warum hast Du eigentlich das Buch zitiert? Da wird doch beschrieben, wo das Geld hinwandert.

Ich habe es zitiert, um zu zeigen, wo in Afrika die Probleme liegen, nämlich in der Tatsache, dass ein Mangel an funktionierenden Staaten herrscht. China, Korea, Vietnam etc, haben einen steilen Aufstieg geschafft, viele afrikanische Länder nicht. Deren Landegrenzen sind die Grenzen ehemaliger Kolonialgebiete, die vorher eine Nebeneinander verschiedener Stammesgebiete gewesen sind. Die territoriale Einheit wurde von einem Kolonialherrn gestiftet, dessen Nachfahre der neue Staat ist. Nicht ihm gehört die Loyalität, sondern dem jeweiligen Stamm, als dessen Mitglied ein Bürger oder Machthaber von Kenia sich primär empfindet.

Unter diesen Bedingung ist es ungewiss, ob der Fortfall der Fleischimporte zu einen Aufblühen der heimischen Landwirtschaft oder zu einer Hungersnot führen wird.

Die Despoten verdienen, die EU-Agrarpolitik bekommt Geld und die Afrikaner können sich billige Hähnchenteile kaufen.

Einfach perfekt. :D

Perfekt ist das nicht, aber vermutlich das kleinere Übel.
 
Nero schrieb:
Wie kommt der Junge nur auf diesen dünnen Ast. Tagesschau und eine Menge gleichlautender Zeitungsartikel, aha. Die wollten eine süffige Story und haben sie halt hingedreht.

Ja klar.... hingedreht......

Nero schrieb:
Hast Du schon mal ohne Kühlschrank gelebt?

Tolles Argument ...:m

Nero schrieb:
Als Sozialist kann er nicht sagen, den Leute geht es hier so gut, dass sie nur noch Hühnerbrust essen und mit dem Rest von Huhn die afrikanische Landwirtschaft ruinieren.

Als Antiimperialist muss er genau dies sagen.

Also sagt er lieber nichts und rüpelt ein bisschen.

Deine Argumentationsweise ist mir einfach zu dämlich, um mich damit auseinanderzusetzen.

Vergiß es.
 
Aus gegebenen Anlass:

Ich würde sagen: Da hat mal jemand den Nagel auf den Kopf getroffen.

An Stelle der Grünen würde ich mir jetzt mal meinen Teil denken - Nazivergleiche sind schon recht bitter (aber durchaus gerechtfertigt).
 
Wenn man jemanden so richtig fertigmachen will, konstruiert man am Besten einen Nazivergleich.

Solche Haß-Threads wie diesen könnte man übrigens zu jeder Partei aufmachen.
 
1. Na klar!!!

2. Willst wieder in die gute alte Zeit mit ihren periodischen Hungernöten zurück, freilaufende Hühner und der Gockel auf dem Mist? Geht aber nicht, 7 Milliarden Menschen wollen was zwischen die Zähne kriegen.

3.Wer jetzt "Überbevölkerung" schreit: Er tue was dagegen und fange am besten bei sich selber an.

1. Ähmm ja. Wie willst du diese "unmenschliche" Haltung rechtfertigen? Damit sich die "neue" Mittelschicht auch mal was gönnen kann? Das Interesse der Tiere an einer artgerechten Haltung wiegt hier schwerer als der Wunsch "auch" mal Fleisch essen zu dürfen.

2. Die 7 Milliarden Menschen könnten was zwischen die Zähne kriegen wenn nicht soviel Acker und Wasser für die Viehzucht drauf gehen würde. Aber selbst das wird auf Dauer nicht reichen...Wir brauchen neue Anbaumethoden, Gentechnik und müssen Land fruchtbar machen.

3. Verstehe ich nicht ganz: Soll ich mich umbringen oder was? Oder keine Kinder mehr kriegen?
 
Wenn man jemanden so richtig fertigmachen will, konstruiert man am Besten einen Nazivergleich.

Ja, dieses mal passt es aber wirklich.
Das ist schon ein erheblicher Eingriff in die menschliche Lebensweise - jetzt mal unabhängig von "Fleisch ist eh ungesund" oder "Durch Fleisch sterben hungernde Menschen" usw... sondern ganz konkret.

Solche Haß-Threads wie diesen könnte man übrigens zu jeder Partei aufmachen.

Genau das ist es, was mich als Wähler so traurig macht: Es existiert keine ernst zu nehmende Partei - wirklich jeder hat Dreck am stecken oder kindisch/unrealistische Vorstellungen.
 
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