[Politik und Gesellschaft] BRD: Justizminister will die juristische Definition für Mord überprüfen

Bundesminister der Justiz und Verbraucherschutz Heiko Maas (SPD) hält die Zeit für gekommen, Tötungsdelikten besser zu definieren. Im Strafgesetzbuch sind Mordmerkmale seit 1941 unverändert beschrieben. Eine Expertengruppe soll nun fundierte Grundlagen für eine parlamentarische Diskussion erarbeiten. Ziel soll die Entscheidung darüber sein, ob in den Formulierungen eine Notwendigkeit für Streichung, Veränderung oder Ergänzung besteht. Der Paragraf beschreibe nicht, so Maas, wann eine Tat ein Mord ist, sondern einen Menschentypus mit moralisch aufgeladenen Gesinnungsmerkmalen.

Quelle.:
 
Mann, mann, mann ...
Es ist völlig normal, daß die Anwälte als Lobby auftreten wie auch die Richterschaft.
 
Mann, mann, mann ...
Es ist völlig normal, daß die Anwälte als Lobby auftreten wie auch die Richterschaft.

Thomas Fischer, Senatsvorsitzender am Bundesgerichtshof und Autor des wichtigsten Strafrechts-Kommentars, wundert sich, warum der Mordparagraf sich überhaupt so lange halten konnte

Ist der genehm? Oder wer kann hier glaubhaft sein?
 
Hier wird mal wieder versucht, absoliute Wahheiten festzuklopfen. :p

Schon wieder so ein Einzelfall als Beweis für alles:

Eine Frau bringt nach einem Ehe-Martyrium nachts den Haustyrannen um. Obwohl es nicht schuldangemessen ist, bleibt dem Gericht kaum eine Wahl: Lebenslange Haft für einen Mord aus "Heimtücke". Der Druck auf die Regierung wächst, endlich eine Reform der Nazi-Gesetzestexte anzupacken.

Hätte die Frau nicht auch in ein Frauenhaus gehen können?
 
Die deutsche Justiz bringt es jetzt schon fertig, ab und an "Mord" entgegen der Gesetzslage mit einer nicht lebenslänglichen Strafe zu ahnden, ABER...
Dein Link enthält zwar ebenfalls die Behauptung, aber keinen Nachweis.


Siehe das Beispiel mit der Frau, die ihren sie missbrauchenden Mann vergiftet - würdest du sie genauso bestrafen, wie jemanden, der gnadenlos eine Waffe auf die Stirn eines komplett Fremden richtet und dann abdrückt?

Interessant. Das Leben von Menschen ist also unterschiedlich viel wert? Ich will das an dieser Stelle gar nicht weiter ausmalen.
 


Du wirst es nicht glauben - wenn du jemanden notwehrtechnisch erschießt, wirst du garnicht bestraft :eek: Und das, obwohl du ein ganzes Leben genommen hast!
Es geht nicht um den Wert von Leben, es geht um mildernde Umstände. Und ja, solche gibt es, Notwehr ist ein Extrembeispiel solch mildernder Umstände. Die Schwachen (wie zB Frauen) können keine angemessene, im Affekt geschehende Notwehr leisten, also greifen sie zur Heimtücke. Und sind somit schon in der Mörderspalte.
 


Bei Notwehr handelt es sich doch auch nicht um eine geplante Tötung. Bleib doch bitte beim Thema.

@TBow Der Professor wird in dem Link aber nur damit zitiert, daß dem so sein soll.

Schön. Aber den Professor kennt keiner. Und selbst wenn, dann müßte auch er seine Meinung begründen
 


Ja, korrekt. Hast du diesen Teil hier gelesen?

Die Schwachen (wie zB Frauen) können keine angemessene, im Affekt geschehende Notwehr leisten, also greifen sie zur Heimtücke.
Sie sind körperlich nicht befähigt in Notwehr zu reagieren und ihnen bleibt lediglich Mord, wenn sie nicht immer eine Waffe bei sich tragen. Und das tun die Wenigsten.
 
Zunehmend irrational hier. :D

Jetzt kommt auch noch die Notwehr als Gegenargument zum Mord-Begriff.
 
Wenn ich Käptn's Logik folge:
Nehmen wir an, Fritzl's Töchter hätten ihn bei (während) ihrer Flucht umgebracht, nachdem sie beides geplant hätten - dann wären sie jetzt lebenslang wegen Mord im Knast. Ohne Gnade, denn der Tatbestand der Heimtücke ist ja gegeben, sie haben es geplant.
 
@TBow Der Professor wird in dem Link aber nur damit zitiert, daß dem so sein soll.
Wie wäre es, wenn du als Verfechter des Status quo auch mal ein paar Quellen zitierst? Am besten einen vom Schlage Thomas Fischer,der Senatsvorsitzender am Bundesgerichtshof ist.
Was spricht denn gegen eine Reform, die, wie schon mehrmals angemerkt, breite Unterstützung erfährt?
 
Sie sind körperlich nicht befähigt in Notwehr zu reagieren und ihnen bleibt lediglich Mord, wenn sie nicht immer eine Waffe bei sich tragen.

Ja geht's es noch?

Soll es jetzt bösen Mord und weniger bösen Mord, vielleicht gar guten Mord geben? :m

Das Leben eines Menschen läßt sich nicht qualifizieren.

Jo geh, des woa o Oarsch.

Jetzt soll der Mord nicht mehr vom Täter abhängig sein, sondern vom Opfer. <mich schüttelst>
 
Es soll von den Umständen abhängig sein. Wie fast jede Straftatzumessung außer Mord.
 
Aber was ich hier lese, lässt mir schon wieder die kalte Kotze hochkommen...
Warum noch mal mache ich um solche Themen eig immer einen Bogen?, jetzt weiß ich es wieder
 


Du würdest also auch missbrauchte und vollkommen verstörte Frauen zu lebenslanger Haft verurteilen? Okay.

Edit:
Oh hey, du hast deinen Post vollkommen editiert. Mutig
 


Diese Umstände sind zu pauschal formuliert, um sie so anzuwenden. Das ist zumindestens das, was die Experten sagen.
 
Zurück
Oben