Windows 10 soll das letzte Windows überhaupt sein. Microsoft will mit dem Windows-as-a-Service-Konzept (WaaS) das Betriebssystem ständig über Updates aktualisieren und mit neuen Funktionen versorgen, statt wie bisher alle paar Jahre eine neue Version auf den Markt zu bringen.
Schöne Verhahnebüchelung der dieser *aaS-Begrifflichkeiten.
Mit dem in knapp zwei Wochen erscheinenden Betriebssystem Windows 10 Home geht Microsoft einen völlig neuen Weg. User werden künftig nicht mehr die Möglichkeit haben, Updates zu verweigern.
Interessant. Bei den always-connected Systemen mag das ja noch möglich sein, aber wie bitte will Microsoft das bei Systemen sicher stellen, die nicht am Netz hängen?
Sofern Microsoft nicht gerade Ninjas beschäftigt, die nachts heimlich die neusten Patches auf Endanwendersysteme aufspielen, sollte es schwer werden, die Idee zu verwirklichen.
Ganz abgesehen davon finde ich es allerdings eine sehr kluge, zu begrüßende Entscheidung von Microsoft. Es gibt da draußen schon viel zu vielen kaputte Systeme, die sich über Jahre selbst überlassen wurden und denen seit geraumer Zeit keine Updates zugeführt wurden.
Das sieht man nicht unbedingt nur an der Tatsache, dass bspw. immer noch Nutzer mit Windows XP unterwegs sind, sondern - und das ist meiner Meinung nach fast noch erschreckender - dass beispielsweise immer noch Nutzer mit Windows 8".0" unterwegs sind. Das Upgrade von 8 auf 8.1 hat keine (mir bekannten) Auswirkungen auf Schnittstellen oder Abhängigkeiten, es ist kostenlos und einfach zu beziehen und bringt keine ästhetischen Änderungen (die man nicht abwählen könnte). Es gibt absolut keinen Grund, es nicht auszuführen. Daher ist es erschreckend, dass es noch Nutzer gibt, die mit Windows 8".0" unterwegs sind.
Ich finde es auch vernünftig, dass man zwischen den unterschiedlichen Editionen unterschiedliche Update-Regeln fährt.
Pro und Enterprise sind gewöhnlich im Professionellen bzw. Unternehmens-Umfeld anzutreffen. Dort sind gewöhnlich geschulte Administratoren anzutreffen, die sehr wohl in der Lage sein sollten, zu entscheiden, ob ein Update Sinn macht oder nicht. Zudem ist dort auch eher mit starken Abhängigkeiten bei Schnittstellen zu rechnen. Ein aufgezwungenes Update, könnte dort schnell mehrere tausend Euro teure Software betriebsunfähig machen. Das kann sich keiner so einfach leisten.
Im Gegensatz dazu sind im privaten "Home"-Bereich eher Durchschnittsanwender zu finden, die kaum die nötigen Fachkenntnisse haben, wirklich zuverlässig ein System zu administrieren und die gewöhnlich auch nicht abhängig von diversen tief im System verwurzelten Schnittstellen sind.
In so fern ist die Aktion von Microsoft durchaus zu begrüßen.