Wieso werden die gAmigo Anleihe von der Börse ausgesetzt?



Wieso sollte das eine Option sein? Arbeitsplätze und Kapital vernichten?

Jeder Seriöse Unternehmer würde eher unrentable Projekte abschlagen / aufgeben, die entsprechenden Teams kündigen und sich auf das rentable Kerngeschäft konzentrieren.

Im Falle von Gamigo wären das wahrscheinlich 5 oder 6 Games und 2 oder 3 Portale. Wenn die unrentablen Projekte über Abschreibungen an ihren tatsächlichen Marktwert angepasst werden würden, würde das vermutlich eine nicht unerhebliche, aber durchaus verkraftbare Eigenkaptialreduktion ausmachen.

Dafür würden Personal- und Betriebskosten um das Doppelte fallen, während der Umsatz zwar ebenfalls fällt, der Gesamterlös wahrscheinlich aber deutlich steigen würde.

Am Ende stände ein deutlich kleineres aber auch gesünderes Unternehmen da, das auch einen gesunden und nachhaltigen Wachstum erfahren kann.

Für Gamigo (bzw. die Eigner dahinter) ist das keine Option, da diese ja aus ihren Negativzahlen Kaptial schlagen wie man ja nun bei der Rückkaufaktion gesehen hat. Für diese steht es im Fordergrund ein massives Wachstum über Fremdkapital zu erreichen um die Blase möglichst groß werden zu lassen, bis sie platz.

Durch die Rückkaufaktion haben sie ihre Jahresbilanz für 2014 gerettet und können damit für die nächste Blase wieder Investoren locken, wobei das wirklich riskant wäre, da diese Aktion jetzt schon im Graubereich der Illegalität war - bei einer Wiederholung könnte man schon von systematischem Betrug sprechen.
 
@Nerephes:

Thx für die Erklärung. Mir fehlt einfach das Wissen und wollte mich jetzt nicht mit stundenlangen googeln abquälen.

:)


p n
 


Klar gern :)

Gamigo ist hier auch ein bisschen ein Sonderfall, da sie mit nicht-materiellen Gütern handeln und viele Einzel-Projekte (wie z.b. das Gulli-Board) haben.

Ein normales, produzierendes Unternehmen hätte hier größere Schwierigkeiten, da diese nicht "mal eben so" die Hälfte ihrer Produkte einstampfen können und nur die Gewinnbringenden weiteranbieten, da ja auch großes Eigenkapital in Form von Maschinen, Gebäuden usw. dahintersteht.

Gamingo kann das aber problemlos, da sie in dem Fall nur ihre Server abschalten (bzw. für andere Projekte verwenden können) und die Mitarbeiter kündigen müssen, die das Projekt bisher betreut haben.

Sie könnten also innerhalb eines Jahres alle unretablen Projekte aufgeben oder verkaufen und nurnoch die betreiben, die Ihnen auch wirklich Gewinn bringen.

Den Gewinn können Sie dann in lohnendere Bereiche wie aktuell die Mobile Sparte investieren. Damit würden sie zwar nur langsam wachsen - aber dafür nachhaltig.

Aktuell fährt Gamingo ja Verluste weil sie laufend Geld in tote Projekte (im Buisness nennt man diese Projekte im Produktportfolie dann "Poor Dogs") investieren die keinen Gewinn mehr bringen. Diese Projekte stehen bei Gamigo wahrscheinlich auch noch mit einen nicht reelen Marktwert in der Bilanz um diese zu schönen.
Das G:B wird wahrscheinlich noch für den Kaufpreis drin stehen, dabei ist es maximal nocht 20% davon wert.

Satt diese Projekte einfach abzuhacken und aufzugeben, wird mit hohen Kosten versucht diese über einen Relaunch wiederzubeleben - vergeblich wie man sieht.

Ihre ganzen Browser-MMO's finden sicherlich auch keine neuen User mehr sondern leben von den Stammusern die auch alle bald aussterben.

Satt also langfristig zu wirtschaften, versuchen sie nun in den 1-2 Jahren die das Unternehmen noch besteht sämtliches Kapital rauszuschlagen.

Ich vermute mal kurz bevor es vollends Kracht werden alle Stars und Cash-Cows (so werden Gewinnbringende Produkte im Protfolio gennant) für Spottpreise an andere Unternehmen die den Eignern gehören verkauft um ja nix wertvolles in der Insolvenzmasse zu lassen.

Für die Gläubiger und Anleger bleibt dann nurnoch wertloser Schrott übrig.
 
gamigo AG verstärkt Vorstand im Rahmen der Wachstumsstrategie um Co-CEO

- Plattformstrategie wird forciert

- Deutliches organisches und anorganisches Wachstum erwartet

- Transparenzoffensive in der Kommunikation mit dem Kapitalmarkt

Hamburg, 06.08.2014. Die gamigo AG, einer der führenden Publisher und Distributoren von Free-to-Play Massively Multiplayer Online Games (MMOGs) in Europa und Nordamerika, baut den Vorstand aus und stellt sich damit für das weitere Unternehmenswachstum auf. Mit Theodor Niehues (49) konnte jetzt ein erfahrener Manager aus der IT- und Mobile-Branche als Co-CEO gewonnen werden. Er wird ab sofort die Bereiche Partnering, M&A und Kapitalmarktkommunikation verantworten. Der Mehrheitsaktionär, Remco Westermann, übernimmt im Vorstand künftig ebenfalls die Rolle des Co-CEO, Joachim B. Bonke bleibt weiterhin COO.

Nach der Komplettierung des Vorstands wird gamigo seine Plattformstrategie nunmehr beschleunigt vorantreiben. Dabei fungiert gamigo als unabhängige Schnittstelle zwischen Anbietern von Online-Computerspielen und Vertriebskanälen und hält ein umfassendes, modulares Leistungsangebot von Abwicklung über Payment bis Customer Relationship Management vor. Die notwendigen Investitionen in die gamigo-Plattform wurden bereits in den vergangenen Jahren getätigt. Dieses zweite Geschäftsfeld, welches das bereits profitable Publishing ergänzt, verspricht in den kommenden Jahren starkes Wachstum. Daran will gamigo - auch durch weitere Akquisitionen - überproportional partizipieren.

Theodor Niehues hat vor seiner Berufung zum Co-CEO bei gamigo als CEO der börsennotierten net mobile AG den Umsatz des Unternehmens in acht Jahren auf rund 130 Mio. Euro vervierfacht. Zudem war er Geschäftsführer der deutschen Tochtergesellschaft des führenden japanischen Mobilfunkanbieters NTT Docomo. Bei der gamigo AG will Niehues auch die Kommunikation mit dem Kapitalmarkt deutlich intensivieren. Ziel ist es, Anleger und die Öffentlichkeit regelmäßig und transparent über die Unternehmensentwicklung des Anleiheemittenten (ISIN DE000A1TNJY0) zu informieren.

Theodor Niehues, neuer Co-CEO der gamigo AG: "Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit meinen Vorstandskollegen und dem gesamten Team. Unsere Plattformstrategie ergänzt den bestehenden Publishing-Bereich bestens und ermöglicht uns beschleunigtes, profitables Wachstum auf solider Basis. Eine gute Finanzmarktkommunikation ist uns dabei sehr wichtig. Wir glauben, dass Anleger mehr auf aussagekräftige, regelmäßige Unternehmensinformationen Wert legen, als auf die Einschätzung von Ratingagenturen. Insofern setzen wir hier einen Schwerpunkt, der den Marktänderungen Rechnung tragen soll."


Theodor Niehues...Der Name sagt mir etwas. Da liefen doch damals diverse Ermittlungsverfahren etc.




Da bekommt sein Statement zur "gamigo-Bude" ja mal richtig Gewicht. :p


Gruß
Baer
 
Ziel ist es, Anleger und die Öffentlichkeit regelmäßig und transparent über die Unternehmensentwicklung des Anleiheemittenten (ISIN DE000A1TNJY0) zu informieren.

Ja is denn scho Weihnachten :D Ich brech ab, da muss man die restlichen Anleger noch fix abzocken und die letzten Anleihen deutlich unter Wert rückkaufen ;)
 
Eben Tedious,

denn sie haben im Juni noch einmal etwas für den Umsatz getan und höchstwahrscheinlich wieder zurückgekauft.



Diese Aktionen in der Bilanz als Umsatz auszuweisen ist mir unbegreiflich, aber man lernt ja nie aus.

Gruß
Baer
 
Re: Wieso werden die gAmigo Wertpapiere von der Börse ausgesetzt?

@Pleitgengeier:
Die -Kurve befindet sich wie die Anleihen-Kurve im freien Fall. Das Board ist mausetot und es dürfte schwierig werden einen Käufer zu finden, der auch nur annähernd das zahlen möchte was Fritzmann denen abgeknöpft hat.
Ich kann mich nicht erinnern, dass am g:b nicht mehr als Registrierte online waren.

10hmsv7.gif


Mausetot ist ja da noch eine schamlose Untertreibung.

Kann es sein, dass ich schon einmal etwas vom Baer gelesen habe? Ich bin ja noch ganz neu hier :p

Cu
Verbogener
 
Jeder nen Euro in die Sammelkasse und Ende des Jahres kaufen wir das gb :D.
Ich bin meist nicht gehässig, aber dass das gb bzw. gamigo abrauscht stimmt mich tatsächlich positiv :->
 
Eigentlich eine gute Idee...

Müsste man mal ein Sammelkonto (PayPal oder so) eröffnen... Fhynn hat da Erfahrung mit, glaube ich... :D

--- [2014-08-14 10:07 CEST] Automatisch zusammengeführter Beitrag ---

Und denn? Hat man eine verbrannte URL und eine kaputtzensierte Datenbank ;) Ach ne, ich denke hier isses feiner ;)

Es geht doch nur um's "haben"... :p
 
Auch wieder wahr.
"goth:bam ist zu einem Sumpf von Korruption und Verbrechen verkommen, es muss ihr erlaubt sein unterzugehen" Um mal ganz frei aus einem Film zu zitieren :D.
 
Ob Randolf das nochmals schreiben würde?

Ich bin überzeugt, dass wir mit den neuen Besitzern aus Österreich die optimalen Käufer gefunden haben, die das Projekt gulli mit ihrer Erfahrung und Ressourcen stabil weiterbetreiben und zukünftig auch massiv ausbauen und weiterentwickeln werden. Das Bochumer Team steht den neuen Köpfen in einer Übergangsphase mit Rat und Tat zur Seite, wird sich aber schon bald vollständig aus dem Betrieb herausziehen.

17 Registrierte sind gerade online - eigentlich unfassbar.
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1.638 Benutzer sind online. Registrierte Benutzer: 17, Gäste: 1.621

Mit 34.994 Benutzern waren die meisten Benutzer gleichzeitig online (01. 03. 2012 um 19:45 Uhr).

und der Vergleich mit ngb
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117 Benutzer sind online. Registrierte Benutzer: 43, Gäste: 74
 
Darf ich die Damen daran erinnern, das es sich in diesem Thread um die Anleihen der gAmigo AG dreht und nicht um Gulli, oder deren Besitzer die gAmigo Advertising GmbH.

Zurück zum Thema bitte.
 
Mittelstands-Anleihen: 20 Prozent mit Reality-Spiel

von Oskar Herbert schrieb:
Düsseldorf, 18.08.2014: Mittelstands-Anleihen sind fast wie Aktien: Man muss höllisch aufpassen, was bei den Schuldnern passiert und wie sie das kommunizieren. Wichtig ist auch, in welchem Börsensegment die Anleihen notiert werden. Entsprechend viel oder weniger viel müssen die Emittenten kommunizieren.

Die 8,5%-Anleihe der Gamigo AG gibt Rätsel auf: Das Unternehmen liefert ermutigende Nachrichten. Der Kurs der Anleihe sinkt. Wer jetzt kauft, kann Mini-Mengen für 68% bekommen. Darauf gibt es vierteljährlich Zinsen; das nächste Mal am 1.10.2014. Das sind dann stattliche 3,1% pro Quartal. Und das noch für knapp vier Jahre bis Juni 2018. Clever, wie die Strategen der Internet-Plattform für Online-Spiele sind, haben sie im vergangenen Jahr die Anleihe zu Mini-Kursen zurückgekauft. Statt der erhofften 15 Mio. Euro hatte die vermittelnde GBC Kapital GmbH in ihrem Investorennetzwerk nur Käufer für 12 Mio. Euro Nennwerte gefunden.

Diese Käufer schienen nicht wirklich überzeugt zu sein. Bis Mitte November 2013 nahmen sie sogar stark sinkende Kurse in Kauf, um wieder aus dem Spielepapier ?rauszukommen. Käufer der Stücke war im Wesentlichen der Emittent. Das gab Gamigo-Chef und Mehrheitsaktionär Remco Westermann im Juli 2014 bekannt: Gut sieben der ursprünglich 12 Mio. Euro Anleihe-Nennwerte hat der Emittent bis zum Jahresende 2013 an der Börse zurückgekauft; zum Teil zu Kursen von weniger als 50%. Inwieweit diese Rückkäufe nicht erst im Juli 2014 - mehr zufällig - bekannt zu geben waren, sondern schon spätestens im Dezember 2013 meldepflichtig waren, das müssen Juristen klären. Inzwischen hat Gamigo die Anleihe aus dem Börsensegment "Quotation Board" abgemeldet. Seit 20.6.2014 wird sie nur noch in der "Freiverkehrs"-Abteilung des Entry-Standards gehandelt.

Im Freiverkehr sind die Publizitätsvorschriften weniger streng. Buchhalterisch hat der Rückzahlungsgewinn das Ergebnis der Gamigo AG 2013 ebenso aufgebessert wie die Einbuchung eines Steuervorteils aus der künftigen Nutzung des Verlustvortrags. Ohne diese positiven Effekte hätte die "Gewinn"-Rechnung 2013 mit schwerem Verlust geendet. Für 2014 stellt Chef Westermann ein positives Nettoergebnis in Aussicht. Dazu soll auch die russische Version des weltweit erfolgreichen Fantasy-Rollenspiels "Last Chaos" beitragen. Diese Version hat Gamigo Ende Juli übernommen. Inwieweit "Last Chaos" nun weiter gespielt werden kann, wenn sich das reale Chaos im Osten weiterentwickelt, das werden sich die Spielestrategen aus Hamburg sicher gut überlegt haben. Sie haben sich auf der Vorstandsebene gerade personell verstärkt und auf der Spielemesse "Gamescom" in Köln um Kunden für Werbeschaltungen auf ihren Spieleseiten bemüht. Wer Mut hat und real "spielen" will, der vertraut darauf, dass die Online-Spielefirma es schaffen wird, für jetzt nur noch knapp 5 Mio. Euro Anleihenennwerte vierteljährlich jedes Mal insgesamt 420.000 Euro Zinsen - und am Ende auch die vollen Nennwerte zurückzahlen zu können. Die Gesamtrendite wird dann über 20% liegen.




Gruß
Baer
 
Die Gesamtrendite wird dann über 20% liegen.


Ich bin kein Fachmann, gilt so ein Rendite-Versprechen nicht als hochspekulativ? Wenn man in so Papiere investiert kann man doch bloß von Zocken sprechen. :unknown:


p n
 
Liest sich ja wie ein Arbeitszeugnis. Dramatische Zustände möglichst schön verpacken.
Ich sach ma' wie ich als Laie den Text interpretieren würde, also was ich rauslese wie das gemeint ist:
"Inwieweit diese Rückkäufe nicht erst im Juli 2014 - mehr zufällig - bekannt zu geben waren, sondern schon spätestens im Dezember 2013 meldepflichtig waren, das müssen Juristen klären." <-- So geht das nicht und vermutlich werden sie damit vor Gericht landen.
"Inwieweit "Last Chaos" nun weiter gespielt werden kann, wenn sich das reale Chaos im Osten weiterentwickelt, das werden sich die Spielestrategen aus Hamburg sicher gut überlegt haben. " <-- Das gibt nichts mit dem Spiel, der Gewinn durch das Game wird wohl kaum eintreffen.
"der vertraut darauf, dass die Online-Spielefirma es schaffen wird, für jetzt nur noch knapp 5 Mio. Euro Anleihenennwerte vierteljährlich jedes Mal insgesamt 420.000 Euro Zinsen - und am Ende auch die vollen Nennwerte zurückzahlen zu können. Die Gesamtrendite wird dann über 20% liegen." <--- klar winkt ne krasse Rendite, aber Leute... denkt mal nach! Das wird von den Zahlen her doch wohl kaum eintreffen.
 
Hab mir gerade den Thread durchgelesen. Fasziniert und mit offenem Mund.

Komisch nur, dass die Finanzakrobaten für ihre 'Betrügereien' belohnt werden und der kleine Mann für den Diebstahl einer Kleinigkeit strafrechtlich belangt wird.

Gibt es eigentlich Neuigkeiten von der gamigo AG und ihren tollen Chefs?


Das gulliboard lassen die inzwischen völlig unmoderiert laufen. Einen finanziellen Wert kann das Forum nach dem Niedergang durch gamigo gar nicht mehr haben!
 
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