[Politik und Gesellschaft] Werbung für Tabakwaren soll komplett verboten werden

Ernährungs- und Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) fordert ein komplettes Verbot von Reklame für Tabakprodukte. "Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass eine allgegenwärtige Werbung in der Öffentlichkeit den Einstieg in das Rauchen aktiv fördert", so der CSU-Politiker. Damit schließt er sich seiner Parteikollegin Marlene Mortler, der Drogenbeauftragten der Bundesregierung an. Sie präferiert bereits seit längerer Zeit ein solches Verbot.

Neben Bulgarien ist Deutschland das einzige Land in der EU, indem die noch rechtmäßig sei. Schmidt sehe darin einen Widerspruch bei den Bestrebungen in der Prävention bei Kindern und Jugendlichen, was den Konsum von Tabakwaren anbelangt.

Auf Seiten der EU greift ab kommenden Mai eine neue Richtlinie. Darin werden Deutschland und alle weiteren EU-Mitglieder dazu aufgefordert, mindestens 65% der Vorder- und Rückseiten von Zigaretten- und Tabakpackungen mit Warnhinweisen zu versehen. Eine Kombination mit Bildern, die eine abschreckende Wirkung erzielen sollen, sei Pflicht. Die Verarbeitung von Aromen und anderen Zusatzstoffen werde ebenfalls untersagt.

Das und die in Kraft tretende EU-Richtline betreffe neben den gewöhnlichen Zigaretten auch alle weiteren Tabakwaren, einschließlich E-Zigaretten.

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Und schon folgt der nächste Streich in Sachen Werbeverbot der phöösen Dinge.

Pornowerbeverbot ab 1. Juli 2016

Jetzt ist es amtlich: Deutschland will Werbung für Pornografie im Internet verbieten.
So ist es vorgesehen im aktuellen Entwurf eines achtzehnten Staatsvertrages zur Änderung rundfunkrechtlicher Staatsverträge. Dieser Entwurf enthält Änderungen des Jugendmedienschutz-Staatsvertrages und dort versteckt sich in § 6 das neue Pornowerbeverbot.

Endlich denkt jemand an die Kiiiinder.
 
Indirekt ja... :D

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Wir wissen alle, wieviel ein Verbot von irgendwas im Internet nützt... Da kann man wirklich nur mit dem Kopf schüttteln. Sexwerbung in der Stadt ist aber wirklich heftig mittlerweile und ich empfinde es auch als störend. Ich verstehe nicht, dass das erlaubt ist. Ein Beispiel unten im Bild. In Berlin habe ich vor einer Woche auch Werbung gesehen, auf der Dildos abgebildet waren. Was soll das?

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Schon mal Pornowerbung in der Stadt gesehen? :D
Hehe, aber hier gehts eher um Werbung im Internet.
Nicht auszudenken, was passieren würde, wenn ein 13 jähriger Pornowerbung sehen würde. Schwupps wäre er angefixt, er würde blind werden und bei dem Rückenmarksschwund bliebe ihm nur mehr ein Leben in Siechtum und Armut.
 
Zuletzt bearbeitet:
Man kann so eine Problematik herunterspielen, oder versuchen, sie objektiv zu betrachten. Und ehrlichgesagt finde ich schon, dass Pornowerbung ein Problem sein kann. Dem kann man durch entsprechende Maßnahmen entgegenwirken, wenn sie in bestimmten Medien vertreten ist. Ein 8-jähriges Kind lässt man nicht allein an den Computer/Internet und wenn doch, dann sollte wenigstens ein Filter rein. Ein 13-jähriger wird sich wahrscheinlich besser mit Pornos auskennen als ich mit über 30. Aber pr0n im Stadtbild, das muss doch wirklich nicht sein.
 
Am Ende fängt er noch an, die christlichen Lehren zu hinterfragen und wendet sich von der Kirche ab! :eek:
Die heilige Inquisition muss sich endlich derer annehmen
 
Und ehrlichgesagt finde ich schon, dass Pornowerbung ein Problem sein kann. Dem kann man durch entsprechende Maßnahmen entgegenwirken, wenn sie in bestimmten Medien vertreten ist.
Das Problem ist, dass staatliche Verbote im Internet Schall und Rauch sind.
Was kümmerts ein US Unternehmen, was der Deutsche Staat beschliesst, wenn sie nicht von Verhaftung bedroht sind? Die ganzen Pornoportale sind ja weiterhin online. Keine effektiven Sperren, nicht einmal "Stoppschilder" schützen unsere lieben Kleinen vor für sie ungeeigneten Inhalten.
Was da geschieht ist der Beschluss eines sogenannten Schaufenstergesetzes. Der strutzdumme Bürger sieht, "Äh, die tun ja doch was für die Kinder", der halbwegs intelligente Bürger schüttelt den Kopf und amüsiert sich über das einseitige und wirkungslose Gesetz.
 
Das Problem ist, dass staatliche Verbote im Internet Schall und Rauch sind.
Was kümmerts ein US Unternehmen, was der Deutsche Staat beschliesst, wenn sie nicht von Verhaftung bedroht sind? Die ganzen Pornoportale sind ja weiterhin online. Keine effektiven Sperren, nicht einmal "Stoppschilder" schützen unsere lieben Kleinen vor für sie ungeeigneten Inhalten.
Was da geschieht ist der Beschluss eines sogenannten Schaufenstergesetzes. Der strutzdumme Bürger sieht, "Äh, die tun ja doch was für die Kinder", der halbwegs intelligente Bürger schüttelt den Kopf und amüsiert sich über das einseitige und wirkungslose Gesetz.

Meinen Post komplett gelesen? ;) Bin ja d'accord mit dir.
 
Koffein und Zucker verändern nicht die Wahrnehmung

jedenfalls nicht mehr oder weniger als zigaretten, sonst wäre das rauchen ja längst verboten wie das kiffen (alkohol ist systemrelevant und hat daher ne sonderstellung - ohne ihn funktioniert die CSU nicht).. es sei denn du meinst mit "drogen" explizit nicht tabak, dann meinetwegen..

"jugendschutz" geht mir prinzipiell am allerwertesten vorbei.. was ich nicht verstehe ist, warum bei solchen diskussionen nie von erwachsenenschutz die rede ist, insbesondere vom schutz vor belästigung durch stinke-assis überall da wo man sich mal in ruhe hinsetzen will (haltestellen, restaurants etc.)..
 
In Sachen Pornowerbeverbot tut sich etwas...

Der Leipziger Medienrechtler Marc Liesching kommt in einem Gutachten zu dem Ergebnis, dass eine solche Vorschrift aus mehreren Gründen verfassungswidrig sei. Es werde nicht nur die Gesetzgebungskompetenz der Länder überschritten, sondern auch unverhältnismäßig in die Meinungs- und Medienfreiheit eingegriffen, heißt es in dem heise online vorliegenden Papier. Für die Telemediensparte würden ferner wesentlich strengere Restriktionen etabliert, als sie in vergleichbaren Medien gälten. Für diesen Verstoß gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz gebe es keine sachlichen Gründe.

 
Mach doch einfach einen eigenen Thread auf, in dem du dann seitenweise über Pornowerbeverbot im Internet diskutieren kannst. Du warst es ja schließlich auch, der den Faden hier ins OT geführt hat.

Hier geht es um Tabakwerbeverbot, und zwar allgemein und nicht explizit im Internet.


Topic:

Ich kann mich dem angestrebten Werbeverbot eigentlich nur anschließen. Vor allem aus dem Grund, weil die Werbng immer Coolness, Freiheit und Überlegenheit in Verbindung mit dem Rauchen suggeriert.

Und das sage ich, wo ich selbst Raucher bin.
 
Hier geht es um Tabakwerbeverbot, und zwar allgemein und nicht explizit im Internet.
Schon mal daran gedacht, dass das Argument "unverhältnismäßig in die Meinungs- und Medienfreiheit eingegriffen", auch auf ein generelles Werbeverbot für Tabakprodukte anwendbar wäre?
 
@TBow: Genauso wie ein generelles Verbot von Cannabis, Heroin, Kokain, Extasy, [weitereDrogendeinerWahl] in die Freiheit des Handels eingreifen. Trotzdem wirds verboten, (meist) zum Schutz der Dümmsten (was ich gar nicht für so klug halte, aber egal an dieser Stelle).

Genauso ist es bei Tabak: Er ist erwiesenermaßen schädlich und hat - abgesehen von ein paar wenigen heilsamen Anwendungen von Nikotin in Reinform - auch wenig Gutes an sich (wie etwa der Alkohol, der zumindest den Hässlichen und Dummen hübsche und intelligente Partner verschaffen kann, wenn auch nur temporär).

Soweit ich weiß, sind Pornos aber nicht gerade krebserregend, sondern - etwas überspitzt - sogar als Sportgeräte zu verstehen (wer sich mal ansieht, was ein Körper so während dem Orgasmus an Hochleistung bringt).

Kurz gesagt:
- Tabak = viele Tote und Kranke = selbstschädigend = unnatürlich
- Pornos = Sex = Fortpflanzung = natürlich
 
Kurz gesagt:
- Tabak = viele Tote und Kranke = selbstschädigend = unnatürlich
- Pornos = Sex = Fortpflanzung = natürlich
Das Argument der "Volksgesundheit" ist legitim, aber es muss eben mit anderen Rechten abgewogen werden.
Tabak ist ein legales Produkt, dass legal verkauft werden darf. Werbung gehört demnach, wie bei allen anderen Produkten, einfach dazu. Will man die Werbung dafür einschränken, dann ist das natürlich möglich. so wird es ja auch schon jetzt gemacht, aber ein generelles Werbeverbot greift eben sehr tief in die Rechte jener ein, die ein legales Produkt verkaufen. Ich persönlich kann mir nicht vorstellen, dass ein generelles Werbeverbot vor den Höchstgerichten der einzelnen Länder stand halten wird, besonders, da der Staat selbst zB Glücksspiel betreibt und dafür auch Werbung schalten lässt.
Wenn schon, dann müsste man das schädliche Produkt soweit illegalisieren, dass auch die Werbung dafür rechtswidrig wird.
 
unter dem deckmantel "jugendschutz" darf auch nicht für gewisse medien (nicht bloß p0rn0s) geworben werden, die aber legal verkauft werden dürfen.. sollte dann indiziert = verboten sein? naja, das ist eher eine kulturelle entwicklung, die sehr viel langsamer abläuft als die technische.. p0rn0s im fernsehen sind ab 22 uhr (oder so?) erlaubt, weil offenbar nach 22 uhr die bilder im kindergehirn weniger stark wirken oder so, da gibts sicher eine total wissenschaftliche begründung ;).. und im internet sind irgendwelche nationalen richtlinien eh völlig irrelevant.. aber wie bei allem, wird sich irgendwann die gesetzeslage dem alltag anpassen (statt den alltag zu ändern), so dass sich niemand mehr aufregt.. also pässt scho'..
 
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