Was ist gute/schlechte Erziehung?

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Es geht eher darum, dass sie sich nicht gerne von Ahnungslosen reinreden lassen wollen.
Ich mein, nen Kraftfahrer zeigt dir auch dem Finger, wenn du ihm das Autofahren erklären willst.
so viel Empathie solltest du auch besitzen.

Die einzige Erfahrung die wir mit Erziehung haben, ist die an uns geschehene.

Somit ist das der einzige Maßstab den wir haben, woran wir Chantalle Verzogenheit messen können.
 
Da muss man halt einen Unterschied machen zwischen reinreden wollen und schlicht Meinungen und Argumente austauschen.
 


. . . und alleine die Tatsache, das du die Erziehung reflektieren und werten kannst und nicht verurteilst, zeigt doch das die Erziehung zum selbst denken und Handeln ausgereicht hat.
Wie sich jemand dann selber erzieht, dafür können keine Eltern etwas.

--- [2014-09-01 19:26 CEST] Automatisch zusammengeführter Beitrag ---



Muss man auch.:coffee:
 
Bruder Mad hat schon Recht. Man muss erst in der Situation gewesen sein um richtig beurteilen zu können. Sonst ist es nur Theorie.
 
Zu dem Punkt "Learning by Doing" noch was.

Kann es eigentlich sein, dass unerfahrene Eltern für das Kind besser sind, als Erfahrene? Zu viel nachdenken, wie man es richtig macht, eigentlich schaden kann?

Mein persönliches Beispiel ist meine Schwester. Sie war schon immer selbständig und vernünftig, obwohl sie ja das erste "Projekt" war.

Meine Eltern dachten bei ihr aber wohl, dass sie es bei mir viel besser machen können. Im Endeffekt bin ich aber viel verwöhnter und kann weniger als sie. -.-

Erfahrung kann also auch blenden.
 


. . . und alleine die Tatsache, das du die Erziehung reflektieren und werten kannst und nicht verurteilst, zeigt doch das die Erziehung zum selbst denken und Handeln ausgereicht hat.
Wie sich jemand dann selber erzieht, dafür können keine Eltern etwas.

Verurteilen kann ich meine Eltern für garnichts, da sie im besten Wissen und Gewissen gehandelt haben.
Natürlich gab es auch nicht so geile Momente, die im Nachhinein wesentlich besser laufen hätten können.
Aber Eltern sind auch nur Menschen, mit Launen und Nerven, da kann nicht alles perfekt laufen.

Wie ich in dem Langen text unten schon schrieb, mach ich meinen Eltern für nichts einen Vorwurf.
Aber dennoch kann ich gewisse Kritikpunkte, die jetzt eh nicht mehr zu ändern sind, doch in meinen Erfahrungsschatzu aufnehmen und selber versuchen besser zu machen.
Wenn es dann mal so weit ist.

Und natürlich wird das 2. Kind anders erzogen, da die Eltern ja schon eine gewisse Routine mit bestimmten Situationen haben und dadurch anders darauf reagieren.
Hoffentlich gelassener darauf reagieren können.
 
Meine Eltern dachten bei ihr aber wohl, dass sie es bei mir viel besser machen können. Im Endeffekt bin ich aber viel verwöhnter und kann weniger als sie. -.-

Nee, nee, du musst in deinem Alter schon selber was tun, ab spätestens 16, sind die Einflüsse der Freunde und der Medien größer, als die der Eltern.
Sie können dir nur zeigen was sie als Wünschenswert sehen und was sie nicht so gerne wollen. Was du mit ihrem Rat dann daraus machst, entscheidest du.
 
Ach was, die Eltern, die hier im Thread mitschreiben, lehnen sich milde lächelnd zurück und haben bildlich vor Augen, wie die
zukünftigen Eltern völlig übermüdet vom nächtlichen 30 mal aufstehen im Supermarkt an der Kasse stehen und pädagogisch
sinnvoll erst "sch sch, ruhig" sagen, dann lehre Drohungen aussprechen, dann in Schweiß ausbrechen, schnell noch eine Packung
der neben den Süßigkeiten platzierten Kondome einpacken und: beim nächsten mal die Kasse ohne Süßigkeiten nutzen ;)

BTT: ich bin erstaunt, wie Leute, die geschlagen (oder seelisch mißhandelt) wurden, das verteidigen. Das beschönigen, auf sich münzen.
Das ausklamüsern wo ein Klaps anfängt und üble Prügel aufhört.
Jugendliche, die trotz Schlägen weiter mächtig Scheiße bauen, verteidigen die Prügel? Hat ja klasse gewirkt :T

Die Tochter, mit der wir wirklich mächtig Probleme hatten, lungerte vor einiger Zeit entspannt bei uns zu Besuch rum, ihren 12 jährigen
mega-ultra-supercoolen Sohn neben sich und sagte: dass Ihr mich damals nicht verkauft, ertränkt, verstoßen, etc habt rechne ich Euch hoch an :cool:
 
@Earl

Die Fehler können doch auch schon viel früher gemacht worden sein und dann irgendwann zeigt sich halt, dass das Fundament marode ist. lol

Ich muss echt mal ein Teilzeitjob oder sowas suchen -__- hast schon Recht. (Aber befürchte, ob man Abi und Arbeit unter ein Hut kriegt -___-)
 
Baby- und Kleinkinder sitten :T Wenn man viel Glück hat, dann kann man noch lernen während die schlafen.
 


Mit dem Süßkram gab es nie Probleme bei Unseren. Sie haben das Süßzeugs auch nie als Belohnung verstanden
und haben es deshalb nach einem langen Einkauf an der Kasse gefordert.

Baby- und Kleinkinder sitten
bigthumpup.png
Wenn man viel Glück hat, dann kann man noch lernen während die schlafen.

Du bist Böse!
biggrin.png


Die schlafen nie, nie und nie . . . .
tongue.png
 


So, und jetzt hol ich mir Popcorn und schau mir das hier nur noch an...

das solltest du viel öfter machen. die ganze zeit nichts zu sagen haben, sondern einfach nur mitchatten um den counter hochzuballern sind keine beiträge. ausserdem ist es einfach nur peinlich, die ganze zeit trotz fehlender argumente darauf zu pochen, dass hier jeder schreiben soll, ob er kinder hat oder nicht, um einen ansatz der kritik zu finden.

darf man hier ohne kinder nicht mitreden, frage ich mich, warum du ohne inhalt posten darfst?!
 
Denk doch einfach mal über das nach, was ich geschrieben habe... :rolleyes:

So schwer sollte das nicht sein...


EDIT: Man kann natürlich auch etliche Zeilen mit nichtssagendem oder blödsinnigem Gelaber füllen...
 

Sollte man es nicht anders sehen? Eigentlich genauso wie bei seinen Kindern? Man versucht sie vor den eigenen gemachten Fehlern zu bewahren / zu warnen und dennoch lernen sie zum Großteil erst richtig, wenn sie denselben Mist selbst durchgemacht haben, wie die ersten Erkenntnisse das Feuer z.B. heiß ist. Warum? Naja, sie haben halt ihren eigenen Kopf und die alten Säcke können doch gar nicht Recht haben. :D Ich find das garnicht schlecht, es bringt einen Vorteil und einen Nachteil. Vorteil: "Ich habs dir doch gesagt". Nachteil: "Und jetzt müssen wir den Mist irgendwie bereinigen".
 
Finde die Logik einfach ein bisschen verdreht, dass bei dem Thema ob Kinder zum Zwecke der Erziehung geschlagen werden können oder nicht und ob es ihnen schadet oder nicht nur Leute mitreden können sollten, die selbst Eltern sind.
Das ist wie bei Treffen für Behinderte, wo beratschlagt wird, wie man am besten mit Behinderten umgeht, wie sie sich fühlen, wie sie leiden müssen, was in ihnen vorgeht, was sie können und was sie nicht können - aber ohne, dass da überhaupt einer der betroffenen Gruppen mitreden könnte oder dürfte. Die, die es betrifft, werden gar nicht gefragt.

Wie kann es also ein ungültiges Argument sein, wenn Menschen, die als Kinder geschlagen wurden berichten, dass ihnen das sehr wohl geschadet hat? Und als Gegenargument kommt on top noch "Werd erst mal selbst Mutter/Vater, dann reden wir weiter - und meinen Kindern hat das Klapsen nicht geschadet!" (allgemein geäußert, nicht direkt an Bruder_Mad gerichtet)
Meine Mutter ist auch der Ansicht, dass ihre Prügel uns nicht geschadet haben. Seltsam, oder?

Ich habe eine ähnliche Diskussion schon mal in einem Forum geführt und meine Beobachtung war da ganz interessant: Jene, die als Kind geschlagen/geklapst wurden teilten sich in genau zwei Gruppen: Die eine Hälfte sagte aus, dass es ihnen geschadet habe und dass sie ihre Kinder deshalb nie, kein einziges Mal, geschlagen hätten. Auch nicht geklapst. Die andere Gruppe behauptete es hätte ihnen nicht geschadet und klapste oder schlug auch die eigenen Kinder und empfand kein Schuldgefühl dabei. Aber eben diese Gruppe bestand aus ausschließlich zynischen und gehässigen Menschen, die zwar maybe zu Empathie fähig waren, diese Fähigkeit aber zumindest im Internet im Umgang mit anderen Menschen (mehr kann ich ja nicht beurteilen) nicht einsetzten.
Das Beschimpfen von anderen, Beleidigungen an User, die ihnen nicht in den Kram passten, relativ schnelle Eskalationen in Diskussionen mit ihnen, passiv aggressives Verhalten bis hin zu Drohungen oder gar regelrechtes Mobbing, wenn sie sich anders nicht mehr zu helfen wussten - diese Eigenschaft teilten sie alle.

Ich sage nicht, dass es nicht Ausnahmen geben kann, aber in diesem Forum unter jenen, die sich als geschlagenes Kind outeten und deshalb selbst schlugen, gab es diese Ausnahmen nicht.
Sie sind freundlich bei Menschen, die sie mögen, aber ihre Toleranzgrenze war überdurchschnittlich schnell erreicht/ausgereizt, wenn es nicht nach ihren Wünschen ging.

Und ja, ich führe eine derartige Charakterentwicklung mitunter auch auf Schläge zurück. :unknown:
Bis mir jemand eine andere Erklärung liefert.
 
Hmm... 'nen Klaps hab ich schon das eine oder andere Mal kassiert, und auch immer zu Recht!
Ich selber habe Mini genau ein einziges Mal einen mitgegeben, so im Wegrennen noch den Hintern erwischt... :D
Und das war zwar mit Sicherheit auch zu Recht, tat mir allerdings drei Sekunden später schon wieder leid...


Wie kann es also ein ungültiges Argument sein, wenn Menschen, die als Kinder geschlagen wurden berichten, dass ihnen das sehr wohl geschadet hat?

Würde ich nie behaupten! Hat das hier jemand getan?


Und als Gegenargument kommt on top noch "Werd erst mal selbst Mutter/Vater, dann reden wir weiter - und meinen Kindern hat das Klapsen nicht geschadet!"

Das mit dem "erst mal sebst Eltern werden" ist doch verständlich: Viele hier haben ein etwas "verklärtes" Weltbild und können definitiv jetzt noch gar nich beurteilen,
wie sie später mal handeln werden. Stichwort: Affekt. Man nimmt sich vieles vor im Leben, doch oft kommt es halt anders als man denkt! Ist leider so...
Deswegen gebe ich erst mal nicht allzu viel auf Aussagen von Leuten, die beim Thema "Erziehung der eigenen Kinder" mitreden wollen, allerdings selber
absolut Null Erfahrung damit haben...

Die Aussage "meinen Kindern hat das Klapsen nicht geschadet!" ist natürlich leicht grenzwertig, da viele "Probleme" wohl erst später zum Tragen kommen können,
aber wer sollte das besser beurteilen können als die klapsenden Eltern selber? Irgendwelche Psycho-Docs? Nee, lass mal... Da sind viele von denen zu befangen
oder haben selber einen leichten Klaps weg...


Wenn ich daran denke, dass vor ein paar Jahrzehnten in den Schulen noch der Rohrstock zum Einsatz kam, müssten eigentlich 'ne Menge ziemlich kaputter Typen
über die Erde wandeln... Die Nachfahren von denen haben aber meist noch die Begriffe "Moral", "Anstand" und "Respekt" gelernt, was man von deren Nachfahren
nicht mehr unbedingt behaupten kann...
 
Die Nachfahren von denen haben aber meist noch die Begriffe "Moral", "Anstand" und "Respekt" gelernt, was man von deren Nachfahren
nicht mehr unbedingt behaupten kann...

... :rolleyes:

Ich denke man kann als Kind das erzogen wurde genauso über Erziehung berichten wie Eltern die erzogen habe. Halt aus einem anderen Blickwinkel. Und nur weil eine Handlung aus dem Affekt passiert muss man sie deswegen ja nicht für richtig heißen.
 
BTT: ich bin erstaunt, wie Leute, die geschlagen (oder seelisch mißhandelt) wurden, das verteidigen.

Ist wohl 'ne Unart von mir, mich bei vorhersehbaren Konsequenzen nicht zu bechweren.

Wenn ich aus Übermut mit 12 einem 16 jährigen das Mofa umgeschubst habe, habe ich mich ja auch nicht beschwert, das er mich verdroschen hat.

Genauso wenig wie ich mich heute wundern würde wenn ich eine Strafe bekomme wenn ich beim illegalen Downloaden erwischt werde.

Ich wusste von vornherein schon meistens ungefähr wie es enden KÖNNTE. Das ich es dann trotzdem gemacht habe kann man kaum meinen Eltern in die Schuhe schieben :D
 
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