Was ist gute/schlechte Erziehung?

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Jemanden aus erziehungstechnischen Gründen zu erschrecken halte ich btw. für ebenso suboptimal. Das mag bei einem Hund funktionieren (was ich aber auch nicht für empfehlenswert halte), aber Kinder können dadurch auch sehr verstört werden.
Einfachste Prüfungsmethode ist wohl sich zu fragen, ob das Kind in irgendeiner Weise die Eltern oder das eigene Heim mit Angst in Verbindung bringt.
Hat das Kind z.B. Angst heimzukommen, weil es 10 Minuten zu spät kommt?
Hat das Kind Angst heimzukommen, weil es eine schlechte Note in der Schule hatte?
Hat das Kind Angst über Dinge zu sprechen, die es belasten, weil es Angst vor der Reaktion der Eltern hat? etc.
Kann eine solche Frage mit "ja" beantwortet werden, läuft etwas richtig schief in der Erziehung.
Respekt ≠ Angst.

Das heißt, man unterlässt einfach alles in der Erziehung, was dazu führen könnte, dass das Kind Angst vor einem bekommt.
Schläge - und sei es nur ein Klaps - gehören bei psychisch gesunden Kindern normalerweise zu eben diesen Methoden die Angst auslösen. Und sei es nur Angst vor dem Schreck.
 
Das heißt, man unterlässt einfach alles in der Erziehung, was dazu führen könnte, dass das Kind Angst vor einem bekommt.
Schläge - und sei es nur ein Klaps - gehören bei psychisch gesunden Kindern normalerweise zu eben diesen Methoden die Angst auslösen. Und sei es nur Angst vor dem Schreck.

Man sollte natürlich schon gut überlegen, wann ein Klaps angebracht ist!

Es ist übrigens ein sehr schmaler Grad zwischen Angst und Respekt und ich wünsche viel Erfolg bei der Erziehung,
sollte es mal irgendwann so weit sein...
 


zumindest scheint das schlagen dir keinen respekt beigebracht zu haben. eine andere meinung ist nicht automatisch vollkommener unfug.

Wenn dein Kind in der Schule dafür verprügelt wird, nicht beim Mobbing mitzumachen, dann hilft auch deine beste Erziehung nix.

ist mobbing von anderen ebenso gute erziehung wie das schlagen seiner eigenen kinder?
 


eine andere meinung ist nicht automatisch vollkommener unfug.

Nein automatisch nicht, in dem speziellen Fall aber schon.

ist mobbing von anderen ebenso gute erziehung wie das schlagen seiner eigenen kinder?

Es geht nicht darum was gut oder schlecht ist. Es geht darum was du beeinflussen kannst und was nicht.
Und dein Glaube, dass Kinder nur die positiven Eindrücke oder auschließlich die Erziehung der Eltern mitnehmen ist nunmal vollkommen falsch.

Kinder lernen und erziehen sich selbst aufgrund desses was und wie sie es wahrnehmen.

Schau dir doch mal kleine Kinder an, die lernen ganz schnell wie sie ihre Eltern beeinflussen können um das zu erreichen was sie wollen.
Manche Schreien wie am Spieß andere betteln, wieder andere machen einen auf traurig.

Keine Eltern bringen ihren Kindern bei wie sie umzustimmen sind wenn die Kinder was wollen, trotzdem ist dies das erste was die Kinder lernen!
 
@Bruder Mad:

So schmal ist dieser Grat gar nicht, das meinen nur viele Menschen, die westliche Erziehung genossen haben, da hier in den meisten Fällen Respekt tatsächlich mit Angst gleichgesetzt wird. Aber genau das ist eben kein echter Respekt.
Ich hatte von der 7-10. Klasse eine Deutschlehrerin, die wurde 100% von allen respektiert. Warum? Weil sie sich Zeit für uns nahm, weil sie eine hochgebildete Frau war, weil sie niemanden verurteilte für das, was er war oder tat. Sie beantwortete unsere Fragen, sie wich auch mal vom Lehrplan ab, wenn sie der Ansicht war, dass das Blödsinn resp. verschwende Zeit sei und ersetzte den Teil durch Inhalte von denen sie der Meinung war, dass wir diese im Leben später besser gebrauchen könnten. Z.B. Aufklärung über Behördengänge. Ihr ganzes Auftreten zeigte, dass diese Frau einfach selbstsicher war, sie wusste was sie tat und sie drückte sich nicht vor den Konsequenzen ihres Handelns. Dafür wurde sie bewundert.
Sie war mit uns auf Augenhöhe und doch hatte sie den Respekt als Autoritätsperson - selbst von den Schlimmsten an unserer Schule (und von denen gab es einige).
Gleiches galt für unseren Schulleiter, der gleichzeitig auch noch einige Fächer unterrichtete.

Auf der anderen Seite hatten wir auch Lehrer, vor denen hatten die Schüler Angst - diese sprachen sehr laut, verlangten absoluten Gehorsam, verteilten schlechte Noten als Strafe oder zusätzliche Hausaufgaben, zeigten keinerlei Verständnis oder Entgegenkommen und akzeptierten keine Kritik oder ein Hinterfragen ihrer Methoden, sie übten psychisch Druck aus. Ja - vor denen hatten die Schüler auch "Respekt" - aus Angst. Sie fürchteten sich mitunter so stark (besonders vor einem dieser Lehrer), dass sie nach 6 Monaten den Unterricht schwänzen oder sich krankschreiben ließen für jede seiner Stunden, weil sie es nicht ertrugen.

Echter Respekt hat nichts mit Angst zu tun - sie liegen nicht einmal nebeneinander. Deshalb kann da gar kein so schmaler Grat sein :)
Echter Respekt geht aus Leistung und Bewunderung hervor.
Und das ist das schöne bei Kindern - du kannst ein absoluter Versager im Leben sein, du bist trotzdem ihr Held, solange du dich fair ihnen gegenüber verhältst und ihnen alle nötigen Werte vermittelst, die sie brauchen um im Leben sicher auf beiden Füßen zu stehen. Warum diesen Respekt zerstören und durch Angst"respekt" ersetzen?
 
@Bruder Mad:
Und das ist das schöne bei Kindern - du kannst ein absoluter Versager im Leben sein, du bist trotzdem ihr Held, solange du dich fair ihnen gegenüber verhältst und ihnen alle nötigen Werte vermittelst, die sie brauchen um im Leben sicher auf beiden Füßen zu stehen. ?

Da stimme ich dir mit deinem Post ja zu, aber auch das ist ein wenig Wunschenken und auch subjektiv oder?

Ich fand es mit 16 so unfair, das meine Mutter mich nicht allein auf ein Böhse Onkelz Konzert gehen lassen wollte, das ich vor Wut eine Tür in unserer Wohnung zertrümmert habe.

Ich fand das damals mehr als nur ein wenig unfair :unknown:
 
Kinder lernen und erziehen sich selbst

...und müssen nur halt manchmal wieder auf den weg geschlagen werden.

Manche Schreien wie am Spieß andere betteln, wieder andere machen einen auf traurig.

richtig. und warum vergleichst du dich ein paar posts vorher mit einem, der anders gehandelt hat, nur weil er nicht geschlagen wurde? deiner meinung nach sind auf der einen seite alle kinder anders und auf der anderen müssen alle gleich behandelt werden. DAS ist vollkommener unsinn.


kinder sind keine engel, aber auch keine teufel! so wie du dich in deiner kindheit/jugend beschreibst, haben deine eltern etwas versäumt. in meinem kompletten bekanntenkreis kenne ich niemanden, der auch nur ansatzweise so ge- oder behandelt wurde. dein einzelfall ist demzufolge überhaupt kein beispiel.
 


Okay, danke für die Aufklärung. Das weicht von meiner Definition, vermutlich aufgrund der eigenen Erfahrungen, etwas ab. Dennoch würde ich solche Erziehungsmethoden nicht unbedingt in die Kategorie 'pädagogisch wertvoll' einsortieren.



Es liegt dann aber in der Hand der Eltern, ob dieses Quängeln, Betteln und Trauriggucken Erfolg hat. Solche Verhaltensmuster weisen doch nur Regelmäßigkeiten auf, wenn es funktioniert und ihr Verhalten entsprechend belohnt wird. Wird dieses Verhalten nicht unterstützt und führt es aus Sicht des Kindes nicht zu Erfolg, dann wird es aller Wahrscheinlichkeit nach damit aufhören.
 
@Nerephes: Ist doch in Ordnung, dass du es unfair fandest. Hat dir deine Mutter erklärt, wieso sie diese Entscheidung getroffen hat? Das wäre wichtig. So oder so - im gemeinsamen Miteinander, mit den Rechten und Pflichten die wir haben, kann es nicht immer völlig ohne Kompromisse zugehen. Und manchmal muss man dann auch mal auf etwas verzichten. =/
 
Was ist den die Alternative zu dem was ihr als Gewalt versteht?
Wenn du nun in einem Supermarkt bist und dein freches Kind alles mögliche kaufen will, wie sorgst du dann am schnellsten für Ruhe? Mit einer Diskussion?
Lösung wird wohl sein, das man mit dem Kind nicht mehr in einen Supermarkt, .. geht. Ist das immer möglich?

Wenn dem Kind klar ist für was es nun paar "Schläge" gibt, dann wird es nicht gestört. Es weiß, dass es diese verdient hat. Wenn es aber unverdient war, dann merkt man sich sowas natürlich. Die Schläge dürfen dann natürlich nicht übermässig viele sein. Gleichzeitig lernen die kleineren Geschwister, davon und machen den selben Fehler nicht. Es muss verhältnismässig sein.

Ich sage nicht, dass man Gewalt ausüben soll. Es sollte das letzte Mittel sein.

Genauso kann ein Kind psychisch gestört werden, wenn es ständig mit den Eltern diskutieren muss. Es ist klar unterlegen und hat dann auch keine Chance. Möglichkeit 1: Es wird Angst haben vor Diskussionen und Gesprächen mit älteren Menschen. Möglichkeit 2: Es wird lernen das eine Diskusion schnell vorbei ist, wenn es einfach ja sagt und dann das tut was es gerne will.

Nerephes hat es schon gesagt. Je nach dem wo man wohnt ist man viel mehr mehr außer Haus. Was passiert den mit einem Jungen, der noch nie oder selten geschlagen wurde. Er kann nichts einstecken und wird auf der Straße einmal verprügelt. Dann hat er vielleicht Angst und geht nie mehr Draußen spielen.
 
...und müssen nur halt manchmal wieder auf den weg geschlagen werden.

Nein. Sie müssen nur Grenzen und regeln erfahren. Beim WIE ist der am wenig strengste aber noch geeignete Weg zu wählen.
richtig. und warum vergleichst du dich ein paar posts vorher mit einem, der anders gehandelt hat, nur weil er nicht geschlagen wurde? deiner meinung nach sind auf der einen seite alle kinder anders und auf der anderen müssen alle gleich behandelt werden. DAS ist vollkommener unsinn.

Er war anders als ich. Aber dennoch hätte ihm eine ein wenig strengere Erziehung mMn gutgetan, dann wäre er nun nicht vorbestraft :unknown:

kinder sind keine engel, aber auch keine teufel! so wie du dich in deiner kindheit/jugend beschreibst, haben deine eltern etwas versäumt. in meinem kompletten bekanntenkreis kenne ich niemanden, der auch nur ansatzweise so ge- oder behandelt wurde. dein einzelfall ist demzufolge überhaupt kein beispiel.

Ich bin auch nicht normal, kann dich trösten.
Das ich psychisch einen Knacks weg habe ist bewiesen (nein kein dummer Spruch sondern mein voller Ernst), nur wussten das meine Eltern damals nicht und es hätte glaube ich auch nichts geändert.

Meine Eltern sind tolle, liebevolle Eltern die einfach versucht haben mir nach bestem Wissen und Gewissen die Regeln dieser Gesellschaft und ihre Moral zu lehren und ich denke das haben sie auch geschafft.
Ich glaube was den Unterschied zwischen Strafen und Prügeln ausmacht, ist das ich nicht das Gefühl habe, zu irgendeinem Zeitpunkt ungerechtfertigt oder übertrieben geschlagen worden zu sein und immer gewusst zu haben das mich meine Eltern lieben und für mich da sind.

Immerhin haben sie mir zwar manches mal eine Kopfnuss verpasst, aber immer dafür gesorgt das die Scheiße die ich gebaut habe nicht an mir kleben blieb und mich da rausgeholt.

Vielleicht wäre der pädagogische Lerneffekt größer gewesen, wenn sie mich die Scheiße hätten selber ausbaden lassen, aber das haben sie nicht und deshalb hatte ich immer Vertrauen in meine Eltern und habe mich nie im Stich gelassen gefühlt.
 
@evillive: Was spricht gegen Belohnung?
Gerade Nerephes indirektes Beispiel (betteln/schreien/traurig gucken um Erfolg zu haben) zeigt doch wunderbar, dass Belohnung (in Nerephes Beispiel Erfolg damit, seinen Willen durchzudrücken) grundsätzlich besser funktioniert als Bestrafung (ebenfalls siehe Nerephes - hat sich öfter eine gefangen, Stubenarrest whatever, und hat sich trotzdem weiter danebenbenommen). Nur vergessen die meisten Eltern Belohnung, weil sie korrekt erledigte Dinge als selbstverständlich ansehen und bestrafen entsprechend nur.

Ein Kind für korrektes Verhalten zu loben resp. zu belohnen führt dazu, dass es sich bemüht weiter gutes Verhalten zu zeigen, um belohnt zu werden, nicht?
Um dem Kind grundlegende Richtungen in seinem Verhalten zu verinnerlichen, sollte ein ausgewogenes Belohnungssystem also keine schlechte Idee sein.
Wobei eine Belohnung keine Sachgüter oder so sein sollten, sondern vielmehr etwas wie Aufmerksamkeit - das, was die meisten Kinder in den ersten Jahren von ihren Eltern suchen: Aufmerksamkeit und Anerkennung.
Ergo: Kind tut gutes -> es bekommt Aufmerksamkeit/wird gelobt.
Kind benimmt sich daneben, um Aufmerksamkeit zu bekommen -> keine Aufmerksamkeit.

Sollte aber auch nicht übertrieben werden, andernfalls reagiert das Kind wohl verstört, wenn es sich außerhalb seines familiären Umfeldes bewegt und die Mitmenschen nicht nach dem Belohnungsprinzip reagieren, das es von daheim kennt.
Wie bei allem: Die Dosis macht das Gilft.
 


Man kann vor dem nächsten Gang in den Supermarkt mit seinem Kind sprechen und im Vorfeld klären, ob es sich etwas aussuchen darf oder nicht. Das muss nicht bei jedem Einkauf sein, aber hin und wieder eine Kleinigkeit, wenn es sich entsprechend benimmt. Das wäre ein möglicher Ansatz.

Das Kind vor versammelter Mannschaft eine überziehen ist natürlich eine Möglichkeit, um kurzfristig Ruhe zu haben. Fragt sich nur, ob das die bestmögliche Alternative ist. Ich denke nicht.

Ein Kind 'verdient' keine Schläge, ebenso wenig kann es einschätzen, ob sie angemessen sind. Dafür besteht einfach noch gar nicht das notwendige Bewusstsein. Die kleineren Geschwister lernen unter Umständen ebenso Angst vor den Eltern zu haben und werden eingeschüchtert, auch nicht unbedingt das Ideal oder?

Das mit der psychischen Störung durch Gespräche kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Nicht, wenn es wirklich angemessene, normale Gespräche sind. Im Laufe der Zeit entwickeln sich dort im Normalfall die notwendigen Fähigkeiten, um vernünftige Gespräche und Diskussionen führen zu können.

Man kann des Weiteren wohl davon ausgehen, dass es meistens so ist, dass die Eltern die Gespräche nicht 'gewinnen', sondern schlichtweg die besseren Argumente haben. Im weiteren Verlauf des Reifens und der Entwicklung wird das Kind dies eher einsehen, als eine psychische Störung zu entwickeln. Ich will nicht sagen, dass so etwas nicht möglich ist, aber wenn man danach geht, dann könnte man sein Kind lieber ganz für sich lassen und komplett ignorieren, dann kann man immerhin nichts falsch machen.

Sein Kind zur Abhärtung zu schlagen ist übrigens auch ein netter Ansatz, davon habe ich bisher noch nie gehört.
 
Vllt, sollte man auch mal die Altersgruppen definieren.
Ein 1,5 Jähriges Kind ist durchaus in der Lage, sich vor der Kasse auf den Boden zu werfen.
Aber das besprechen, wird da nichts.... Geb ich dir schriftlich!
 


Ein 1,5 jähriges Kind sollte aber auch dann nicht geschlagen werden.

Da hat man als Eltern wirklich noch genug andere Möglichkeiten^^

Wobei es schlussendlich darauf hinauslaufen wird, dass man sich das Kind über die Schultern wirft und rausträgt, was ja wieder ähnlich ist!

Mal kurz zur Grundthematik:

Ich rede von Teenagern 12+ oder so. Darunter sollte man kein Kind über den von Mad gemeinten "symbolischen" Klapps schlagen!
 
Ein 1,5 jähriges Kind sollte aber auch dann nicht geschlagen werden.

Da hat man als Eltern wirklich noch genug andere Möglichkeiten^^ [...]

Ja, Duct Tape
848484848448RH9SUQ.gif



scnr ...


Edit: Ich glaube, wenn ich ein Kind hätte, würde es bis zu seinem 4. Lebensjahr (gern auch darüber hinaus :D) keine der Süßigkeiten bekommen, die fertig abgepackt in Supermarktregalen liegen. Ich hab noch nie ein Kind an der Kasse heulen hören, das unbedingt ne Flasche Küstennebel wollte. Warum? Weil es keine Ahnung hat, was Küstennebel ist.
Wenn es also nie Snickers, Mars, etc. gegessen hat, heult es auch nicht rum, weil es das möchte.
Was das Kind nicht kennt, fehlt ihm auch nicht und Süßkram ist sicher nichts, was das Kind in seiner Entwicklung behindert, wenn es fehlt. Ganz im Gegenteil.
 


Mit den Belohnungen verhält es sich wie mit Gewalt.

Es wird Eltern geben die das Belohnungsystem korrekt anwenden und es wird welche geben die es falsch machen.




gut wenn man es vor dem Gang in den Supermarkt klären kann. Wenn es nicht funktioniert und dein Kind dich quasi verarscht hat?

Das Kind vor versammelter Mannschaft eine überziehen ist die letzte Lösung. Hat aber sofortige Wirkung. Wirst du aber selten sehen. Stattdessen bekommst die Drohung, dass du Daheim Schläge bekommst.

psychischen Störung durch Gespräche kannst du bekommen, wenn deine Eltern damit übertreiben. Genauso wie man mit Gewalt übertreiben kann.

Ein Kind 'verdient' keine Schläge, ebenso wenig kann es einschätzen, ob sie angemessen sind. Dafür besteht einfach noch gar nicht das notwendige Bewusstsein.

mal ein anderes Thema. Angenommen die Mutter bestraft das Kind, egal wie. Und der Vater sagt das war nicht verdient. Dann passiert genau das was du hier beschreibst. Es will hören was es will. Und das ist, dass was der Vater gerade sagt, obwohl die Mutter Recht hat. Daher ist entscheident das beide Elternteile sich vor dem Kind nicht über die Bestrafung des Kindes diskutieren.

Sein Kind zur Abhärtung zu schlagen ist übrigens auch ein netter Ansatz, davon habe ich bisher noch nie gehört.

Heutzutage schlagen sich die Kinder ja nicht mehr so wie früher. Aber es gibt natürlich noch Ausnahmen. Wenn du früher als Junge nach Hause gekommen bist und zu deinem Vater gegangen wärst und dem erzählt hättest du wurdest verhauen oder jemand hat dir dein Pausenbrot geklaut und du hast dich nicht gewert. Dann kann es passiert sein, dass du von deinem Vater ebenfalls Schläge bekommen hast. Und fürs nächste mal bekommst du diese auch noch angedroht. Anstatt davon zu rennen wie ein Mädchen sollst du dich selbst prügeln (wenn du dich einmal gewärt hast dann legt sich die selbe Person nicht mehr mit dir an und andere auch nicht. Natürlich ist hier wichtig zu schauen von wem der Junge verhauen wurde. Von einem gleichaltrigen oder einem überlegenem Jungen oder mehreren Jungs.


Wenn es also nie Snickers, Mars, etc. gegessen hat, heult es auch nicht rum, weil es das möchte.

ja richtig. Nur darfst du, und alle anderen die sich in der Umgebung des Kindes aufhalten, nie Snickers essen. Sonst will das Kind auch mal probieren.
Alkohol und Zigaretten kannst du dem Kind anbieten. Die schmecken dem Kind nicht. Also will es nicht. Daher kann man das nicht mit Snickers usw. vergleichen.
 
Zuletzt bearbeitet:


Man muss dort allerdings zu bedenken geben, dass die Aufmachung von Mars-Riegeln und Konsorten eine ganz andere ist als von einer Flasche Küstennebel. Das ist Supermärkten und der Industrie durchaus bewusst, die zielen doch genau darauf ab. Gut, wenn das Kind den eigentlichen Inhalt gar nicht kennt, dann kann das durchaus funktionieren und der Drang des 'Haben-Wollens' ist deutlich geringer und es ist somit einfacher zu handhaben. ;)



Wenn ich mich von meinem Kind verarschen lasse, dann habe ich ganz offensichtlich etwas falsch gemacht.

Für mich wäre Überziehen gar keine Lösung, auch nicht die letzte.

Ja, die beiden Elternteile sollten sich in ihren Erziehungsmethoden schon irgendwo einig und abgesprochen sein. Im Idealfall geschieht dies nicht vor dem Kind, aber was hat das mit dem Zitat von mir zu tun?

Ist es nicht sogar denkbar, dass man durch solche erzieherische Maßnahmen überhaupt erst eine Grundlage dafür schafft, dass andere Kinder auf der Straße geschlagen werden? Wenn du es deinem Kind zuhause vorlebst und ihn letztenendes noch dafür mit Gewalt bestrafst, dass es sich nicht gewehrt hat, was gibst du denn deine Vorbildsfunktion ab? Du vermittelst dem Kind, dass Gewalt eine legitime Lösung für Konflikte zu sein scheint.

Was nicht bedeuten soll, dass ich es als generell falsch erachten würde, wenn sich das Kind wehrt. Ganz im Gegenteil.

Außerdem kommen die heutigen Kinder nicht mehr früher nachhause, sondern heute. Das ist ein typisches Beispiel dafür, dass früher eben nicht alles besser war.

Alkohol und Zigaretten dem Kind anbieten... dein Ernst?
 


du sollst dem Kind doch nicht beibringen andere Kinder zu schlagen. Du bringst dem Kind bei, dass es nie selbst anfangen soll. Wenn es in die Situation kommt, dann soll es sich wehren. Und wenn du als Petze abgestempelt wirst, weil du dich nicht wehren kannst. Dann wirst du mit hoher Wahrscheinlichkeit vom Rest gehänselt.

Mit deinem Zitat hat es zu tun, weil du davon gesprochen hast, dass Kind nicht einschätzen kann ob es richtig oder falsch ist... Und wenn beide Eltern sich nicht einig sind...

Alkohol und Zigaretten dem Kind anbieten... dein Ernst?
du sollst es ihnen doch nicht anbieten. Was glaubst du wieso folgendes nicht passiert:
Ich hab noch nie ein Kind an der Kasse heulen hören, das unbedingt ne Flasche Küstennebel wollte

weil es Kindern nicht schmeckt. Wenn sie Süßigkeiten probieren, dann wohlen sie mehr davon.
 


Ich bin mal so frech und frage wie du mich als Teenager (und ich war ja noch nichtmal der schlimmste, immerhin hab ich keinen Totgeschlagen oder mit Drogen gedealed) zur Räson gebracht hättest?^^
Hm, ich hätte dich mit einem Dildo bearbeitet. Wirkungsvoller als körperliche Gewalt und du wärst mir heute noch dankbar. Stimmts? :D

Sehr bemerkenswert, wie hier Gewalt relativiert bzw sie sogar für gut befunden wird. Bei den vielen Verfechtern wäre eine Reform des "Körperverletzungsparagraphen" in der Tat angebracht. Ein paar uneinsichtigen Erwachsenen dürfte man in der Tat eine in die Fresse hauen. So als legitime Erziehungsmaßnahme versteht sich. Dann herrscht Ruhe in der Gesellschaft.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück
Oben