[Entertainment] Universal möchte kostenlosen Spotfiy-Stream einschränken

Mehr als 60 Millionen Nutzer weist der Musikstreamingdienst auf, rund 15 Millionen davon sind mit einem kostenpflichtigen Premium-Account ausgestattet. Universal Music scheint mit diesen Zahlen jedoch nicht zufrieden zu sein und möchte die Gratis-Accounts nun stärker einschränken.

Erst im Februar hat sich Lucian Grainge, Chef von Universal Music, kritisch zum kostenlosen Streaming geäußert. Laut Grainge könne das Ökosystem aus Künstlern und Investoren dadurch nicht aufrechterhalten werden.

Dem zufolge, sei Universal nicht das einzige Major Label, dass eine Einschränkung des kostenfreien Spotify-Zugriffs bevorzugen würde.

Spotify selbst sieht hingegen die Gefahr, dass sich die Nutzer, bei einer stärkeren Einschränkung des kostenlosen Zugangs, wieder vermehrt der Piraterie und YouTube zuwenden würden, um Musik zu konsumieren.

Ein möglicher Lösungsansatz sei eine zeitliche Begrenzung des kostenlosen Angebots. Spotify-Chef Jonathan Forster steht den Restriktionen dennoch sehr kritisch gegenüber. Er glaube nicht daran, dass das Premium-Konzept von dauerhaftem Erfolg gekrönt werde, wenn das Gratisangebot in seiner jetzigen Form verschwinden würde.

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woher kommt eurer meinung die kostenlose software und musik? soundcloud beispielsweise ist voll davon. selbst software, die überwiegend für kommerzielle dinge genutzt wird, gibt es kostenlos, wie wordpress.

geht der pc aus wenn es plötzlich keine gewerbliche software gibt? was'n quatsch...

omfg
Von Programmierern, die dafür ihre Freizeit opfern?
Meinst Du, daß wären alles Hobbyisten , die ansonsten z.B. Taxi fahren?
Ohne gewerbliche Software werden die vielleicht gerne Taxi fahren, aber bestimmt nicht ihr Arbeitslosendasein damit verbringen, kostenlose Software zu erstellen.
 
im übrigen ist taxi eine dienstleistung, die für geld erbracht wird. was kommunistischer sozialismus damit zu tun hat, dass man urheberrecht einschränken sollte und copy und paste keine dienstleistung ist, kannst du ja gerne mal ausbauen.

dein omfg kannst du dir übrigens sparen. so ein schlaukopf bist du noch lange nicht, dass du so jovial agieren kannst.

musik und kunst gibt es schon länger als digitale medien und lizenzen. und obwohl es keine urheberrechte für vervielfältigung gab, waren künstler sehr wohl existent. aber daran erkennt man mal, wieviele künstler wirklich künstler sind. warum nun alle denken, dass es das heute ohne die millionengewinne durch lizenzen nicht gäbe, ist anscheinend unerklärlich...

echte arbeit erbringen und zeit dafür opfern, mit copy and paste geld bezahlt werden und direkt für copy und paste waren wieder ausgeben. klasse, selbst gearbeitet und die einnahmen für etwas geopfert, was der hersteller zwar verkauft aber dennoch behält. wer würde nicht gerne so arbeiten? richtig ist es dennoch nicht.

Meinst Du, daß wären alles Hobbyisten , die ansonsten z.B. Taxi fahren?

nein, um gottes willen. an dingen wie beispielsweise linux wurden erstmal milliarden, ach was rede ich, billionen in forschung investiert und dann genauestens ein marketing geplant, wie man nun diese gewinnmaschinerie in gang setzt. dann wurden wettbewerbe veranstaltet, wo nur die besten der besten ausgewählt wurden, die überhaupt was können und dann so langsam, mithilfe von weiteren fantastilliarden wurden jahre der weiterentwicklung finanziert... ach ne, jetzt bringe ich was durcheinander, linux war ja ein hobbyprojekt...
 
mich verwirrt eher, dass du in 10 jahren kein geld dafür bekommst, dass du heute gearbeitet hast, es aber als selbstverständlich erachtest, für arbeit zu bezahlen, die vor 30 jahren erbracht wurde.
Ach, das ist ganz normal, Infrastruktur wird z.B. über mehrere Jahrzehnte abgeschrieben, da lege ich heute Glasfaser für 700 Euro pro Meter in den Boden und in 20 Jahren habe ich dann 700 Euro pro Meter verdient, wenn ich es aber schaffe was zu produzieren, dass so viele Menschen gerne kaufen dass ich die 700 Euro pro Meter schon nach 2 Jahren wieder raus habe, sollte dann im dritten Jahr alles kostenfrei werden? Was wäre da fair? Ich finde es fair wenn der Produzent solange Geld kriegt wie es Menschen gibt die das produzierte so gut finden dass die Geld dafür zahlen um es zu haben/nutzen.

ich bezahle nicht für copy & paste, so einfach ist das. könnte ich per copy & paste arbeiten, gäbe es ein gleichgewicht, gibt es aber nicht. ich soll arbeiten und bezahle damit ein nutzungsrecht, welches ich nicht mal physisch besitze.
Es gibt gewiss Jobs die man als Analogie für copy and paste heranziehen kann. Gibt aber nicht viel Geld. Andererseits kostet copy and paste auch nicht viel Geld.

man kauft bei steam keine spiele, sondern nur noch das nutzungsrecht. habe ich für ein super nintendo noch ein spiel gekauft, kann ich dieses heute noch nutzen, mal schauen wie die ansichten der meisten sich ändert, wenn eines tages steam down geht und alle spiele dahin sind. wird bei itunes ebenso spannend.

super nintendo spiele kann ich wieder verkaufen, was machst du mit steam oder itunes sachen? aber schon okay, du scheinst dich ja wohl damit zu fühlen.
Für die ursächliche Frage ist das egal, daher bleibt Frage offen: Sollte die Möglichkeit ein PC Spiel zu spielen kostenlos sein?


nein, um gottes willen. an dingen wie beispielsweise linux wurden erstmal milliarden, ach was rede ich, billionen in forschung investiert und dann genauestens ein marketing geplant, wie man nun diese gewinnmaschinerie in gang setzt. dann wurden wettbewerbe veranstaltet, wo nur die besten der besten ausgewählt wurden, die überhaupt was können und dann so langsam, mithilfe von weiteren fantastilliarden wurden jahre der weiterentwicklung finanziert... ach ne, jetzt bringe ich was durcheinander, linux war ja ein hobbyprojekt...
Da hast du ihn falsch verstanden. Die Frage war, womit diese hobbyisten ihr Geld verdient haben. Doch nicht etwa mit Software? ;-)
 
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Da hast du ihn falsch verstanden. Die Frage war, womit diese hobbyisten ihr Geld verdient haben. Doch nicht etwa mit Software? ;-)

diese frage kann zum vergleich zur musikindustrie gar nicht herangezogen werden, da dort nur die wenigsten mit musik ausreichend geld verdienen und dennoch musik machen.

Für die ursächliche Frage ist das egal, daher bleibt Frage offen: Sollte die Möglichkeit ein PC Spiel zu spielen kostenlos sein?

die nutzung zu bezahlen ist, als würde ich eine couch kaufen und wenn der möbelhändler pleite geht, holt er die couch wieder ab. ist das korrekter?

Infrastruktur wird z.B. über mehrere Jahrzehnte abgeschrieben

ich kann ein haus aber nicht weltweit vermieten so oft ich will. eine mona lisa kann man man einmal verkaufen, ein digitales bild endlos oft. ein musiker kann ja auch nach 20 jahren für seine auftritte nach wie vor geld verlangen, da wird ja dann auch eine leistung erbracht, obwohl es der gleiche alte song ist.


es ist im endeffekt immer das gleiche lied. es besteht ein system, welches unsinnige ideen enthält. man kritisiert dieses system und obwohl die meisten wissen, dass es so wie es ist, nicht in ordnung ist, wird die kritik kritisiert, indem man sofort antworten auf alle fragen erwartet. eine neue idee beginnt aber nicht mit antworten, sondern mit fragen!

wieso z.b. gilt ein urheberrecht auf spiele bei youtube videos? das ist totaler unsinn. das spiel wurde geschaffen, damit es gespielt wird. ein video dieses spiels stellt also keine kopie oder ähnliches dar. dennoch greift das urheberrecht hier.

wieso streiten apple und samsung um ein rechteck mit abgerundeten ecken?

wieso verdienen leute mit songs von elvis presley nach wie vor über 50 mio im jahr, obwohl er seit über 30 jahren tot ist?

denkt man bei solchen sachen nicht, dass das grotesk ist?

für ordentliche antworten bezahlen wir tausende in der politik mit reichlich kohle jeden monat. das von da nichts kommt ist mir klar, aber da wären wir direkt beim nächsten problem, was hier nicht hingehört.
 
es ist im endeffekt immer das gleiche lied. es besteht ein system, welches unsinnige ideen enthält. man kritisiert dieses system und obwohl die meisten wissen, dass es so wie es ist, nicht in ordnung ist, wird die kritik kritisiert, indem man sofort antworten auf alle fragen erwartet. eine neue idee beginnt aber nicht mit antworten, sondern mit fragen!
Neue Ideen müssen sich erstmal der Kritik stellen. Was dich nicht umbringt macht dich nur stärker.

denkt man bei solchen sachen nicht, dass das grotesk ist?
Wir sollten uns auf das wesentliche konzentrieren, es bringt nichts von höckchen auf stöckchen zu kommen.

Zum weiteren komme ich bestimmt auch noch (:.
 
In meinen Augen krankt das Urheberrecht an einer ganz zentralen Frage: Werden diejenigen, welche tatsächlich das Werk erschaffen haben, auch dafür entlohnt, oder nur diejenigen, welche sich zwischengeschaltet haben?

Und wir sehen, spätestens an Beispielen wie Elvis, Dvorak, Beethoven, Mozart, Hendrix, Cobain, Hemmingway, Blyton, Lindgreen, Morgenstern und anderen, dass eben Letzteres (in der Regel) der Fall ist. In meinen Augen sollte der Urheberrechtsanspruch mit dem Tode des (bei Gruppen letzten) Künstlers verfallen, sofern nicht minderjährige direkte Nachkommen vorhanden sind, für welche die Werke ihrer Eltern finanzielle Absicherung darstellen (mit der Volljährigkeit sollte dieser Ausnahme-Schutz erlöschen). Zudem sollte eine Veräußerung von Urheberrechten nicht zulässig sein; ein Künstler sollte immer die Hand auf seinem Kunstwerk behalten müssen, so dass Firmen wie Sony und Universal immer nur Dienstleister für den Künstler sind, die jederzeit durch den Künstler von ihren Aufgaben entbunden werden können und nur wenig Einfluss auf seine Entscheidungen bezüglich seiner Kunstwerke haben können. Darüber hinaus sollte es gerade bei Büchern ein "Überarbeitungsverbot" geben, welches das Kunstwerk an sich vor Veränderung durch Nachfolgegenerationen schützt. Alleine wenn ich mir ansehe, was irgendwelche politisch korrekten Affen aus Kinderbüchern machen, bekomme ich das kalte Kotzen, vor Allem, weil auch das den Urheberrechtsschutz verlängern kann.

Ich denke, das wäre ein fairer Kompromiss, der den Künstlern sowie deren Agenten/Managern/Mitessern ein faires Modell der Vergütung bietet, das tatsächlich die Leistung honoriert, und nicht zur Ausbeutung der Künstler führt.

Ja, ich möchte gute Musik hören, und dazu gehört ein Künstler, der von seiner Arbeit Vorteile hat.

Nein, ich unterstütze nicht irgendwelche gierigen Parasiten, die erst den Künstler übers Ohr hauen, und später die Früchte seiner Arbeit selbst vertilgen.
 
Ich wäre mal gespannt auf eine Argumentation der grundsätzlichen Ablehnung von rechten an geistigem Eigentum, unabhängig von Verbänden, Firmen oder Interessenverbänden.

das kleine einmaleins des dreckskapitalistischen schweinesystems besagt: du kannst keine wertschöpfung erzielen, wenn dein angebot größer ist als die nachfrage ;).. der eintausch von waren oder dienstleistungen gegen geld (oder einen anderen wert) funktioniert naturgemäß nur bei einer knappheit des gehandelten gutes - alle materiellen ressourcen sind endlich, deine arbeitszeit oder -kraft ebenso.. informationen aber nicht :).. es sollte doch einleuchten, dass du mit einem (unendlich großen) "lager" voller kopien nicht genauso handeln kannst wie mit einem (endlichen) lager voller brote oder autos :rolleyes:.. kopien sind eine unerschöpfliche ressource, daher ist der (marktwirtschaftlich-schweinekapitalistische) wert einer einzelnen kopie genau 0, egal wieviel arbeit hinter dem original steckt (endliche arbeit geteilt durch unendlich viele kopien = ?)..

die ironie an der sache ist: während immaterialgüter im kapitalismus durch unnatürliche gesetze und erschwerungssysteme monetarisiert werden, was genau so lange funktioniert, wie die kopienverkäufer eine technische überlegenheit haben, würde das in einem sozialistischen oder kommunistischen system tatsächlich funktionieren, weil die gemeinschaft als ganzes für die arbeitsleistung des künstlers aufkäme und dafür unbeschränkt seine werke nutzen könnte.. die GEZ hat das natürlich sofort erkannt und den zwangssozialismus fürs fernsehen eingeführt :D.. bei gemeinnützigen immaterialwerten (z.b. wissenschaft, zum 10. mal) funktioniert die finanzierung ebenfalls durch die gemeinschaft.. daher bin ich recht zuversichtlich, dass auch "unterhaltungskunst", sofern ihr ein gemeinschaftlicher nutzen zugesprochen wird, irgendwann auch auf diese weise finanziert wird.. alles wird gut, keine sorge :)..
 
Wenn es ein Bedingungsloses Grundeinkommen für Künstler gäbe, würde ich auch gerne mal ein Liedchen pfeifen.
 
Was wäre da fair? Ich finde es fair wenn der Produzent solange Geld kriegt wie es Menschen gibt die das produzierte so gut finden dass die Geld dafür zahlen um es zu haben/nutzen.

Naives Denken. Der Produzent, außer er hat sich selbst als Marke aufgebaut, bekommt von allen in der Musikindustrie am wenigsten vom Kuchen ab.

Hier auch mal ein kleiner Artikel, der nen guten Einblick bietet:
 
Die Sache mit Sony alleine ist schon Grund genug: Sony hat die Rechte an der Musik, verkauft sie nicht und verbietet dem Künstler sie selbst zu verkaufen.
Was bringt es Sony, auf den Rechten zu sitzen?
Da muss ja der Wille dieser Band zu schaden größer sein als das eigene Interesse an Gewinn.

Edit:
Und es erklärt, warum und von wem Songs gesperrt werden [anm.: bei Youtube]. Nicht von der GEMA, sondern von den Rechteinhabern der jeweiligen Aufnahmen, also meistens von den Labels.
Bisher hieß es doch immer, dass die GEMA sperrt - auch gegen den Widerstand der Recheinhaber und Labels?
 
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Die Sache mit Sony alleine ist schon Grund genug: Sony hat die Rechte an der Musik, verkauft sie nicht und verbietet dem Künstler sie selbst zu verkaufen.
Was bringt es Sony, auf den Rechten zu sitzen?
Da muss ja der Wille dieser Band zu schaden größer sein als das eigene Interesse an Gewinn.

Naja, wie die weitere Entwicklung in dem Fall ja gezeigt hat, legen sie dir die Steine bewußt in den Weg, damit du am Ende doch auf sie angewiesen bist. Genau das selbe machen sie auch, wenn Künstler aus ihren Verträgen wollen. Wenn du das Major nicht auszahlst, hast du halt Pech und kannst nicht mehr veröffentlichen. Es geht also doch lediglich darum, irgendwie eigenen Gewinn zu erwirtschaften. Und sollte ich als Major keinen Gewinn mit Künstler X machen können, dann soll das auch bloß niemand anderes, im schlimmsten Fall noch die Major-Konkurenz. :D

Da die Majors aber nicht ganz dumm sind, haben sie schon längst erkannt, dass sie eigentlich keinen wirklichen Sinn mehr erfüllen. Früher war ein Major eine Art Plattform für Newcomer. Die Majors waren auf der Suche nach Rohdiamanten, die sie dann formen konnten und zum großen Produkt gepusht haben. Wenn man sich dagegen anschaut, wer heute so von denen gesignt wird, erkennt man den Unterschied. Um das Risiko zu minimieren, werden kaum noch Künstler geformt oder gepusht, sondern fertige Künstler geholt. Bist du als kleiner Newcomer bei Sony unter Vertrag und zündest nicht direkt, wirste umgehend fallengelassen. Aus der Sicht eines Künstlers macht es daher auch wirklich erst Sinn zu einem Major zu gehen, wenn du innerhalb deines Genres jegliche Möglichkeiten ausgeschöpft hast, somit ein gewisses Standing bereits hast und dadurch natürlich auch eine bessere Verhandlungsposition besitzt. Mehr als gute Kontakte zu Medien haben die Majors halt nicht mehr, mal abgesehen vom Geld.

Bisher hieß es doch immer, dass die GEMA sperrt - auch gegen den Widerstand der Recheinhaber und Labels?

Soweit ich weiß, suggeriert uns Youtube das lediglich. Die Gema hat meines Wissens nach nicht mal die direkte Möglichkeit, irgendwas auf Youtube zu sperren, ganz im Gegensatz zu den Majors. Diese Gema-Sperre entsteht aber automatisch von YouTube Deutschland, damit die GEMA garnicht erst irgendwelche Ansprüche haben kann. Die GEMA ging ja nicht ohne Grund vor Gericht gegen Youtube ( )

Hier noch ein interessanter Link zum Ende:
 
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Ich habe "bedingungsloses Grundeinkommen für Künstler/Musiker" gehört: HÄPPIE BÖRSDÄII TU JU, HÄPPIE BÖRSDÄII TU JU, HÄPPIE BÖRSDÄII HÄPPIE BÖRSDÄII HÄPPIE BÖRSDÄII TU JU... - Geil, wo muss ich den shice jetzt einreichen?

Die Ansichten hier sind teilweise ziemlich erschreckend. Zwischen "Künstler haben das bedingungslose Recht darauf vergütet zu werden." und "Ich habe das bedingungslose Recht auf kostenlose Musik.".. Das ist doch beides jenseits von Gut und Böse und absolut realitätsfern.

Denkt mal darüber nach, wie es sonst aussieht:

Person A stellt ein Produkt p zu einem Preis a auf den Markt: (p, a)
Wobei es egal ist, ob es sich um ein Produkt, eine Dienstleistung oder eine Kombination aus beidem handelt.
Jetzt gibt es 2 Möglichkeiten:
1. Der Markt nimmt das Produkt zum Preis a an.
Alle sind glücklich. Im Fall 1 sind wir mit Musik offensichtlich nicht.​
2. Der Markt nimmt das Produkt nicht an.
Keiner ist glücklich, jetzt gibt es drei Möglichkeiten:
2.a Person A ändert das Produkt p (höhere Qualität)​
Kommt nur in Frage, wenn die dadurch gestiegenen Kosten noch vom Erlös gedeckt werden. (niedrigerer Gewinn)
Danach fange den Algorithmus von oben an, mit neuem (p', a)​
2.b Person A ändert den Preis a (niedrigerer Preis)​
Kommt nur in Frage, wenn die Kosten immer noch vom Erlös gedeckt werden. (niedrigerer Gewinn)
Danach fange den Algorithmus von oben an, mit neuem (p, a')​
2.c Person A nimmt das Produkt vom Markt​
Dann muss sich Person A einen neuen Beruf suchen und der Markt entweder auf das Produkt verzichten oder eine Alternative suchen.​

Das funktioniert in der "normalen" Welt so gut wie immer reibungslos. Da wo es nicht so gut klappt (idR bei Monopolen) greift der Staat ein und reguliert.

Liebe Künstler da draußen: Wenn ihr nicht genug mit euren Werken einnehmt, dann ändert etwas an Preis-Leistung (Tipp: Preis runter oder Leistung hoch oder beides)
Es gibt keine Möglichkeit für euch die Preise zu diktieren und Absatz zu erzwingen - zumindest sollte es diese Möglichkeit nicht geben.
Liebe Konsumenten da draußen: Wenn ihr nicht zufrieden mit den Angeboten seid, dann ändert etwas an eurem Konsumverhalten (Tipp: Nicht kaufen, wenn das P/L Verhältnis zu schlecht ist, kaufen, sobald das P/L Verhältnis stimmt)
Es gibt keine Möglichkeit für euch die Preise zu diktieren und ein Angebot zu erzwingen - zumindest sollte es diese Möglichkeit nicht geben.


Es besteht kein Grund rumzupissen, für niemanden.
 
Das Problem bei deinem Vergleich ist aber, dass im Prinzip jedes Musikstück ein Monopol darstellt.

Wem zB ein BMW zu teuer ist, kauft einen Dacia - mit beidem kommt man an sein Ziel, mit dem BMW vermutlich schneller und komfortabler.
Wenn mir Musikstück A von Künstler a gefällt aber zu teuer ist, was mache ich dann? Musikstück A von Künstler b gibt es nicht und darf es nicht geben...
In unserem Vergleich ist das so als hätte BMW ein Patent auf motorgetriebene Kraftfahrzeuge mit einer Gültigkeit von 100+ Jahre.

Andererseits: Kaufe ich den BMW für die Hälfte beim Autoschieber, dann gibt es einen Autohändler/-besitzer, dem das Fahrzeug fehlt.
Kopiere ich mir das Lied von einem Bekannten/aus dem Netz auf meine HDD, habe ich dafür bezahlt*.
Kaufe ich mir Musikstück A bei Amazon als mp3 und speichere es auf meiner HDD, habe ich dafür sogar doppelt bezahlt*.
Hätte ich mir die CD gekauft, es statt dessen aber gesaugt, hat der Künstler einen entgangenen Gewinn in Höhe von CD-Preis - Abgabe*

*Die GEMA unterstellt mir beim Kauf der HDD dass ich sie für unlizensierte Kopien nutze und kassiert deshalb Festplattenabgabe.
 
Das Problem bei deinem Vergleich ist aber, dass im Prinzip jedes Musikstück ein Monopol darstellt.
Und das ist problematisch, weil?

Entweder der Song ist dir den Preis wert oder nicht. Ein "dazwischen" gibt es nicht.
Wenn er dir den Preis wert ist, dann kaufe ihn, wenn nicht, dann lass es sein. Fertig.
Entweder wird er günstiger angeboten oder er verschwindet vom Markt. Fertig.
Wenn bist du nicht gewillt den "hohen" Preis zu zahlen, du musst damit rechnen.
Möchtest du das Risiko nicht eingehen den Song "nie" zu erhalten, dann musst du in den sauren Apfel beißen.

Mehr Möglichkeiten gibt es nun mal nicht.


Achso und ja, ein Künstler hat das Recht darauf 10^3000 Euro für seinen Song zu verlangen und ja, ein Konsument hat das Recht 10^-3000 ct für zu teuer zu halten. Beide haben das Recht dazu, aber beide müssen mit den Konsequenzen leben können. Der Künstler muss damit leben können, dass sein Song nicht verkauft wird und der Konsument muss damit leben können, dass er den Song nie bekommen wird. Ich gehe aber davon aus, dass beide Parteien sich vernünftig verhalten und ein Mittel gefunden wird, mit dem beide leben können. Wenn nicht, dann regelt das die Realität ganz schön schnell mit der Holzhammer-Methode: Der Künstler hat irgendwann nichts mehr zu fressen, weil er kein Geld hat, weil niemand seine Songs hören möchte und der Konsument hat irgendwann Einschränkungen, was seine kulturelle Belustigung angeht.

Prinzipiell bin ich natürlich eher auf Seiten des Konsumenten und möchte gute Musik möglichst günstig erhalten. Ich akzeptiere aber, dass ich mit einem potentiellen Geschäftspartner unter Umständen nie zu einer Übereinkunft komme und dann auf das Produkt verzichten muss. Die Konsequenz, dass das einige Künstler vom Markt wirft und das Angebot schrumpft, nehme ich daher in Kauf. Ich fordere mein Recht ein, Produkte für zu teuer zu halten, also muss ich dem Anbieter das Recht einräumen Preise für zu niedrig zu halten.


Dein Auto-Vergleich hinkt. Ein Dacia ist eben kein BMW, beides sind Autos. Ein My heart will go on von Céline Dion ist eben kein Ich ficke deine Mutter von Hiphop-Straßen-Ghetto-Junge, trotzdem ist beides in Annahme Musik. Beim Auto kann ich genauso eine Alternative wählen, wie bei Musik. In beiden Fällen habe ich Qualitätsunterschiede in Kauf zu nehmen. Beim Auto macht das mal eben 70.000 Euro aus, für Qualitätsunterschiede, die vergleichsweise marginal sind. Beim Song macht das vielleicht ein paar ct für Qualitätsunterschiede, die mMn. Leben und Tod ausmachen können.


Die GEMA unterstellt mir beim Kauf der HDD dass ich sie für unlizensierte Kopien nutze und kassiert deshalb Festplattenabgabe.
Das gilt zum einen nur in Deutschland(?!) und nur für externe Datenspeicher. Interne Datenspeicher (die mit Leergehäuse zu einem externen gemacht werden können) sind davon ausgenommen. Die "Leermedienabgabe" halte ich im Übrigen auch für die bescheuertste Idee überhaupt, aber das nur am Rande..
 
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Das gilt zum einen nur in Deutschland(?!) und nur für externe Datenspeicher. Interne Datenspeicher (die mit Leergehäuse zu einem externen gemacht werden können) sind davon ausgenommen. Die "Leermedienabgabe" halte ich im Übrigen auch für die bescheuertste Idee überhaupt, aber das nur am Rande..
Ja, das gilt nur in Deutschland - aber da ich nicht zum Speicherkauf ins Ausland fahre, betrifft es mich.
Des weiteren legitimiert sie auch für viele das saugen, denn man bezahlt ja dafür pauschal zu kopieren. Die GEMA sieht das sicher anders, aber wofür bezahlt man dann?
 
Die Ansichten hier sind teilweise ziemlich erschreckend. Zwischen "Künstler haben das bedingungslose Recht darauf vergütet zu werden." und "Ich habe das bedingungslose Recht auf kostenlose Musik.".. Das ist doch beides jenseits von Gut und Böse und absolut realitätsfern.

wieso realitätsfern? beide seiten sind schon längst realität und zwar gleichzeitig! - GEZ, GEMA, VG Wort & co. :) :eek: (natürlich entscheiden sie, welcher künstler in diesen genuss kommt und wer dafür zahlen muss, aber bedingungslos ist es ja für beide :D..)

das problem sind die parallelgesellschaften in der finanzierung.. staatlicher zwang (GEZ), individuallizenzen (UrhG) und unfreiwilliges crowdfunding (werbung) existieren alle gleichzeitig und richten ein chaos an.. das führt dann zu besagten paradoxen situationen, was die legalität angeht (von wo darf man kopieren?) und der intransparenten verknüpfung von arbeit mit lizenzen.. im ergebnis wird all das ohne schlechtes gewissen einfach abgelehnt, weil es letztlich keinen mit der kopie assoziierten wert gibt (s.o.) und auch praktisch keinen legalitätsdruck - die annahme und befolgung der o.g. systeme ist also pragmatisch gesehen bloß gewissenssache (wie die exakte einhaltung des tempolimits).. und wenn die moral hinter systemen und gesetzen nicht ersichtlich ist, werden sie nicht befolgt, so einfach ist das..

deine weiteren ausführungen zur marktwirtschaft machen im übrigen keinen sinn, da nicht ein knappes produkt zu einem preis angeboten wird, sondern kopien aus einem unendlich großen "lager".. da du so gerne mit mathematischen ausdrücken um dich wirfst, sollte doch gerade bei dir ein alarm läuten, wenn irgendwas durch "unendlich" geteilt werden soll ;)..

PS: willkommen zurück! :beer: :)
 
Ja, das gilt nur in Deutschland - aber da ich nicht zum Speicherkauf ins Ausland fahre, betrifft es mich.
Des weiteren legitimiert sie auch für viele das saugen, denn man bezahlt ja dafür pauschal zu kopieren. Die GEMA sieht das sicher anders, aber wofür bezahlt man dann?
Wie gesagt, die Leermedienabgabe ist bescheuert. Kauf dir ein Leergehäuse (Festplatten/ NAS) und normale ("interne") Platten, steck es zusammen und schon hast du deinen externen Speicher ohne Lehrmedienabgabe. Betreffen tut das maximal die Medion-Kunden, aber dir traue ich zu, dass du 2 Kabel verbinden kannst.

das führt dann zu besagten paradoxen situationen, was die legalität angeht (von wo darf man kopieren?)
Du darfst alle Medien kopieren, solange du keinen Kopierschutz umgehst. Entweder hat das Medium schlicht keinen Kopierschutz oder du kopierst über die analoge Lücke (etwa: Stelle ein Micro vor den Lautsprecher und eine Kamera vor's TV-Gerät). Unabhängig woher du das Medium hast. [Vorausgesetzt das Medium wurde legal erworben.]
Das darfst du dann auch an Freunde weiter geben. Egal ob die GEZ Rechteinhaber/-vertreter ist oder ob es ProSiebenSat.1 ist oder oder.. Unabhängig davon ob du eine DVD, einen Spotify-Account, eine Private/ Öffentlich-Rechtliche TV Sendung als Quelle hast.
Paradoxe Situationen, Unklarheiten? - Sehe ich da nicht.

im ergebnis wird all das ohne schlechtes gewissen einfach abgelehnt, weil es letztlich keinen mit der kopie assoziierten wert gibt (s.o.) und auch praktisch keinen legalitätsdruck - die annahme und befolgung der o.g. systeme ist also pragmatisch gesehen bloß gewissenssache (wie die exakte einhaltung des tempolimits).. und wenn die moral hinter systemen und gesetzen nicht ersichtlich ist, werden sie nicht befolgt, so einfach ist das..
Willst du eine philosophische Diskussion, was richtig ist und was nicht oder willst du die rein rechtliche Frage klären?

deine weiteren ausführungen zur marktwirtschaft machen im übrigen keinen sinn, da nicht ein knappes produkt zu einem preis angeboten wird, sondern kopien aus einem unendlich großen "lager".. da du so gerne mit mathematischen ausdrücken um dich wirfst, sollte doch gerade bei dir ein alarm läuten, wenn irgendwas durch "unendlich" geteilt werden soll ;)..
Die Kopie kannst du natürlich als unendlich annehmen, das ist - mehr oder weniger - korrekt. Zumindest die meisten Speichermedien, die du als Quelle nutzen kannst, nutzen sich mit der Zeit ab. Allerdings geht es bei einem Werk wohl kaum um das Werk, als Ergebnis, sondern viel mehr um die Leistung, die ein Mensch in die Schaffung des Werkes steckt. Diese Leistung kommt allerdings nicht aus einer unendlichen Quelle. Das Leben eines Menschen umfasst - unvorstellbarer Weise - nur etwa 90 Jahre. Wenn ich einen Song in 0 Zeit erstellen könnte, dann wäre deine Annahme korrekt. Allerdings entsteht so ein Song nicht in 0 Zeit. Stattdessen dauert es Wochen und Monate, bis so ein Song Marktreife hat, von der Idee bis zum fertig abgemischten Tape.

Würden wir aber deiner Vorstellung folgen und alle Dienstleistungen als "unendliches" Produkt annehmen, weil du durch die reine Dienstleistung keinen Verbrauch eines begrenzten Materials hast, dann dürfte keine Dienstleistung Geld kosten.
Folglich könnten alle, die nicht eigene materielle Produkte schaffen, umsonst arbeiten. Was schafft denn der Postbote? Nichts. Das Postauto+Tank wird vom Arbeitgeber unterhalten. Der Postbote sitzt doch nur da und fährt durch die Gegend und wirft Briefe in Briefkästen. Da wird doch kein begrenztes Material verbraucht. Dann sollte er auch bitte 0 für seine Arbeit bekommen, oder? Der Türsteher vor der Disko verbraucht auch kein Material, der steht doch nur da und kontrolliert, kein Verbrauch, also sollte er nichts für seine Arbeit bekommen.......


Danke ;)
 
Paradoxe Situationen, Unklarheiten? - Sehe ich da nicht.

voraussetzung: ich bin knausrig und will für garnix zahlen, aber eine kopie z.b. eines liedes haben..
rechtslage: download von youtube & co. -> legal; kopie von einer "gekauften" CD eines bekannten -> legal*; kopie von einer geraubmordkopierten CD eines bekannten -> legal (für mich, nicht für ihn), wenn er mir versichert, dass er die lizenz besitzt; aufnahme aus dem radio -> legal; aufnahme aus einem zwielichtigen internetradio -> legal, solange man nicht weiß, dass es keine lizenz besitzt; kopie über p2p & co. -> illegal :confused:

*: CD hat "kopierschutz" -> digitalkopie illegal, analogkopie legal :confused: :confused:

also wenn für dich nichts von all dem paradox erscheint (wohlgemerkt, alles führt rechtlich gesehen zum exakt gleichen ergebnis, nämlich einer privaten kopie ohne zu zahlen!), dann will ich unbedingt deinen dealer kennenlernen :D..
das macht alles genausoviel sinn als wäre mord mit einem messer verboten aber mit einer axt legal :rolleyes:...

Willst du eine philosophische Diskussion, was richtig ist und was nicht oder willst du die rein rechtliche Frage klären?

rechtlich ist alles mehr oder weniger klar - der gesetzestext ist zwar paradox und schwachsinnig, aber sicher lesbar.. es ging hier allerdings in den weitesten teilen um die gewissensfrage..

Wenn ich einen Song in 0 Zeit erstellen könnte, dann wäre deine Annahme korrekt. Allerdings entsteht so ein Song nicht in 0 Zeit. Stattdessen dauert es Wochen und Monate, bis so ein Song Marktreife hat, von der Idee bis zum fertig abgemischten Tape.

dann hast du was missverstanden oder nicht korrekt gelesen.. in der produktion eines immaterialguts steckt selbstverständlich eine endliche arbeitszeit (hat auch niemand bestritten).. mit dieser arbeitszeit werden ca. unendlich viele kopien produziert.. wenn sich der wert einer "sache" (ware/dienstleistung/"produkt") nach der arbeitszeit berechnet, was ist dann der wert einer kopie, hm? was sagt der kopfrechenmeister? endlich geteilt durch unendlich ergibt was? - richtig ;)...

in deinen marktwirtschaftlichen "rechnungen" willst du kopien zu einem bestimmten preis verkaufen - das funktioniert nicht! du könntest einen song für einen bestimmten preis verkaufen, wenn das physisch ginge (was natürlich nicht mehr geht, sobald du ihn öffentlich vorspielst), da eine bestimmte menge an arbeit dahinter steckt.. du kannst aber nicht unendlich viele kopien zum (endlichen) preis x pro kopie anbieten - das ist jenseits der realität vom durch angebot und nachfrage bestimmten markt..

der postbote hat nur eine begrenzte menge an arbeitszeit zu verkaufen, daraus ergibt sich der wert.. könnte er unendlich viele hologramme von sich erstellen, die alle ohne weitere ressourcen auskommen und arbeit verrichten, dann erst könnte er eine briefplattenfirma aufmachen und tantiemen für jeden zugestellten brief kassieren, obwohl es ihn nichts "kostet" :D..
 
*: CD hat "kopierschutz" -> digitalkopie illegal, analogkopie legal :confused: :confused:
Audio-CDs können keinen Kopierschutz haben, sonst könnte sie kein "normaler" CD-Player abspielen.
Es gibt Audio-CDs mit fehlerhaften Prüfsummen (kA ob das jemals irgend ein Kopierprogramm gestört hat?), das ist aber kein Kopierschutz sondern eine mutwillige Beschädigung der Ware durch den Hersteller -> hier könnte man mal Nachbesserung verlangen :)
Den Ärger bei dieser Maßnahme hat wie immer der zahlende Kunde weil jeder Kratzer sofort zum Verlust des Samples führt weil die Prüfsumme ja absichtlich gefälscht und somit keine Fehlerkorrektur möglich ist.
Jeder solche Versuch verstößt außerdem gegen die ISO-Norm von Audio-CDs, eine Bezeichnung als solche wäre also mMn Betrug.

Noch ein Ansatz: Wenn ich auf leer-CDs Vergütung bezahle, kaufe ich mir damit (unfreiwillig) das Recht auf die Kopie. Wenn mich nun ein Kopierschutz daran hindert, sollte man es mal mit einer Unterlassungsklage versuchen :)
 
Diese Diskussionen, was erlaubt und was verboten kommt mir ziemlich deutsch vor. Im Chip-Forum gab's mal eine lange Diskussion, ob man den VLC noch nutzen dürfe, wo der doch DVDs kopieren könne. Die suhlten sich im Masochismus, ekelhaft, pervers und eierlos, eben typisch deutsch :rolleyes:
 
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