Unabhängige Medien

Aber du möchtest gerne den Bezug dahin haben oder? Warum sonst wird immer gleich diese alte Geschichte rausgeholt, wenn es um Herrn Jebsen geht?
Weil die "Geschichte", wie du sie nennst, immer noch seine Einstellung ist. Und ausnahmsweise wiederhole ich mich mal für dich: Ich habe nicht gesagt, das er den Holocaust leugnet, sondern ihn für eine PR-Aktion hält, was bedeuten soll, das er den Mord an 6 Millionen Menschen für überbewertet hält. Sämtliche weitere Aussagen von dir, die meinen, ich hätte ihn als Holocaustleugner bezeichnet, kann ich daher nicht für voll nehmen, da sie nur das widerspiegeln, was du dir einbildest, was andere über ihn behaupten wollen.

Diese Mail, worüber sich die ganzen Kleingeister so aufregen
Jebsen-Kritiker sind also alles Kleingeister... "Alles Scheiße, außer Mutti" passt hier wiedermal wie die Faust aufs Auge... Wer unabhängig seine Meinung bilden will, sollte andere nicht pauschal als Kleingeist titulieren.

Da ich aufgrund deiner Zitierung davon ausgehen muss, das du nur "Jebson-Jünger wie du zeigen mir, das sich bis dato nichts geändert hat" gelesen zu haben scheinst, kann ich auf sowas nicht drauf eingehen. Lies den Satz erstmal richtig, vielleicht verstehst du ihn dann.
 
Ich habe nicht gesagt, das er den Holocaust leugnet, sondern ihn für eine PR-Aktion hält, was bedeuten soll, das er den Mord an 6 Millionen Menschen für überbewertet hält.

Es muss mich zwar nicht interessieren, was ein mir unbekannter Herr Jebsen über den fabrikmäßigen Massenmord an den Juden geschwätzt hat, aber ich würde doch gern den Wortlaut kennen, wenn schon von diesem Herrn Jebsen hier dauernd gesprochen wird, was ich für ziemlich sinnlos halte.
 


Das ist überdeutlich. Der Mann bagatellisiert nicht nur den fabrikmäßigen Massenmord, er ist obendrein schwer gestört. Aber nrazißtische Psychosen sind kaum behandelbar. Deshalb hat er einen Sender aufgemacht. Immer noch besser als eine Partei.
 
Ich weiß nicht ob ich KenFM als alleinige Informationsquelle verwenden würde. Auf jeden Fall war es zumindest zu seinen RBB Zeiten so, dass er Probleme mal von anderen Blickwinkeln aus betrachtet hat. Das was er heute macht, finde ich zum großen Teil etwas schräg. Das ist definitiv nicht sein Stil den er beim RBB hatte. Leider.

Aber was hier und überhaupt in der Öffentlichkeit über ihn berichtet wird, ist der typische Reflex: "Der hat Holocaust gesagt - hängt ihn!" Was damals tatsächlich passiert ist, wird hier gut dokumentiert:




Witzig, dass beim Wort "Lügenpresse" alle zuerst an Pegida denken. Zumindest Pispers kommt inhaltlich zu der gleichen Aussage:
 
Zumindest Pispers kommt inhaltlich zu der gleichen Aussage:

Er sagt nicht, daß die Presse lügt, sondern das sie in den Händen von wenigen reichen Familien wäre.
Die Medienbeteiligung z.B. der SPD erwähnt er nicht.
Muß er auch nicht. Er ist Kabarettist.
Dass er als Antikapitalist nichts von den Wirtschaftsteilen der Tagespresse hält, ist auch nicht verwunderlich.

Kurz: Pispers sagt inhaltlich nicht das gleiche, wie Pegida.
 
Kurz: Pispers sagt inhaltlich nicht das gleiche, wie Pegida.

Das ist deine ganz persönliche Interpretation.

Pispers benutzt nicht das Wort Lügenpresse. Dennoch sagen beide, dass man den Medien nicht trauen kann weil sie einseitig berichten. Pispers nennt zudem die Gründe dafür.

Und deine Spitze bezüglich der SPD trifft nicht. Wenn du sein Programm mal gesehen hättest, wüsstest du das.
 
Das war keine Spitze gegen die SPD, sondern nur ein Beispiel, wo keine reiche Familie Besitz an Zeitungsverlagen hat.
Ich verfolge sein Programm über 10 Jahre und da kann mir wenig bis gar nichts entgangen sein.

Das es gewisse Einseitigkeit bei Zeitungen geben kann ist nicht neu und hier bereits diskutiert worden.
Wo sagt er, daß man der Presse nicht trauen kann?
Was er sagt ist, daß es Kampagnen gibt, wie bei Bild und Wulf.
Was er tatsächlich macht, ist von Gleichschaltung zu sprechen und nennt dabei den Bildmenschen Blome, der zeitweise in der Chefredaktion des Spiegels war. Das fand ich zwar auch den Kracher, aber das bedeutet nicht, daß der Spiegel jetzt eine Wochenausgabe der Bild wäre, sondern der Spiegel ist vielfältiger geworden. Da werden mittlerweile durchaus konträre Positionen vertreten.

"Neues Deutschland" gehört auch keiner reichen Familie

Neutral ist Volker Pispers selber nicht, was ich ihm nicht zum Vorwurf mache. Er ist Kabarettist, trifft oft ins Schwarze, aber nicht selten benutzt er auch für eine Pointe die Methode Schrottgewehr.


EDIT: Wo Pispers natürlich trivialerweise Recht hat, ist, daß die Zeitungen, die von reichen Menschen/Familien herausgegeben werden, sich nicht für einen Umsturz des Wirtschaftssystems einsetzen werden, wobei dafür wohl derzeit nicht mal die Eigentümer tätig werden müssen, weil das System überwiegend akzeptiert wird.
 
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Aber was hier und überhaupt in der Öffentlichkeit über ihn berichtet wird, ist der typische Reflex: "Der hat Holocaust gesagt - hängt ihn!" Was damals tatsächlich passiert ist, wird hier gut dokumentiert:

Ein ganz besonders widerliches Stück antisemitischer Progaganda, aufgebaut noch der Masche "Ich bin klein / Mein Herz ist rein /Meine Arschloch ist schmutzig / Ist das nicht putzig."

Toll, dass Du gerade diesen schmutzigen Text als authentisch lobst.

Tenor: An allem sich die Juden schuld, sogar an der antisemitischen Propaganda. Man muss nur tief genug bohren, dann stößt man immer auf einen Juden als den Urheber des Übels:

"Jebsen spricht hier von Edward Bernays, einem Neffen von Sigmund Freud. Bernays gilt als der „Vater der Public Relations“ und brachte 1923 sein bekanntes Standardwerk „Crystallizing Public Opinion“ heraus. Joseph Goebbels studierte das Buch und nutzte seine Inhalte, um die antijüdische Propaganda im nationalsozialistischen Deutschland aufzubauen."

Jeder weiß, dass Freud Jude war, die Nazis haben ihn durch die Verfolgung seiner Bücher als Juden berühmt gemacht. Somit wird suggeriert, alles bleibe in der Familie.

Diese Hinterhältigkeit, von Juden zu sprechen, ohne den Namen zu verwennden, finde ist besondern perfinde.
 
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Der kritische Umgang mit Quellen gehört zu der hier auch bereits erwähnten Medienkompetenz.

Das beschränkt sich nicht auf Zeitung, sondern man achtet auch auf den Autor eines Artikels. Man bekommt schnell ein Gespür dafür, wie welcher Schreiber tickt.
 
Der kritische Umgang mit Quellen gehört zu der hier auch bereits erwähnten Medienkompetenz.

Wow! Das klingt aber schick. Neusprech von Feinsten.

Die Wahrheit ist profaner. Der Umgang mit Quellen erfordert Fachwissen. Eine Bilanz lesen kann nicht jeder. Waffensysteme beurteilen auch nicht.

Aber was Du eigentlich meinst ist trivial. In der Zeitung kennt man sich bald aus, und man weiß auch, welche einem gefällt. Bei der bleibt man dann, bis sie eingeht, das ist der Lauf der Welt.
 
Der Link funktioniert nicht.

Aber mach Dir keine Mühe, ich halte alle, ob pro Jebsen oder contra Jebsen, für närrische Sektierer. Viel Gegacker im Hühnerstall.
Hier ist der Link trotzdem nochmal. .

Das Gegacker um Herrn Jebsen möchte ich hiermit abschließen: „Opfer ist in einer freien Gesellschaft nicht mehr, wer erniedrigt wird, sondern wer in seine Erniedrigung nicht einwilligt“.
 

Crowdfinanziert heißt nicht zwangsläufig unabhängig.
Die "Färbung" die ich früher Ansprach bleibt dennoch bestehen.
Beeinflusst durch Leser und Redakteure/Journalisten.

In wieweit das etwas taugt, bzw. im Ausland auch eigene Journalisten stellt (und damit unabhängig von Fremdjournalisten und Freelancern ist) müsste man mal herausfinden.
Bei Freelancern besteht immer die Gefahr, dass sie schreiben was man Lesen will, was sich verkauft.

Trotzdem, ein guter Ansatz.

Medien werden nicht umsonst die 4. Gewallt genannt.
Natürlich gibt es Kampagnen für oder gegen Leute.
Medien haben eine Macht, währe sehr seltsam, wenn sie die nicht nutzen würden.
 
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