Das war keine Spitze gegen die SPD, sondern nur ein Beispiel, wo keine reiche Familie Besitz an Zeitungsverlagen hat.
Ich verfolge sein Programm über 10 Jahre und da kann mir wenig bis gar nichts entgangen sein.
Das es gewisse Einseitigkeit bei Zeitungen geben kann ist nicht neu und hier bereits diskutiert worden.
Wo sagt er, daß man der Presse nicht trauen kann?
Was er sagt ist, daß es Kampagnen gibt, wie bei Bild und Wulf.
Was er tatsächlich macht, ist von Gleichschaltung zu sprechen und nennt dabei den Bildmenschen Blome, der zeitweise in der Chefredaktion des Spiegels war. Das fand ich zwar auch den Kracher, aber das bedeutet nicht, daß der Spiegel jetzt eine Wochenausgabe der Bild wäre, sondern der Spiegel ist vielfältiger geworden. Da werden mittlerweile durchaus konträre Positionen vertreten.
"Neues Deutschland" gehört auch keiner reichen Familie
Neutral ist Volker Pispers selber nicht, was ich ihm nicht zum Vorwurf mache. Er ist Kabarettist, trifft oft ins Schwarze, aber nicht selten benutzt er auch für eine Pointe die Methode Schrottgewehr.
EDIT: Wo Pispers natürlich trivialerweise Recht hat, ist, daß die Zeitungen, die von reichen Menschen/Familien herausgegeben werden, sich nicht für einen Umsturz des Wirtschaftssystems einsetzen werden, wobei dafür wohl derzeit nicht mal die Eigentümer tätig werden müssen, weil das System überwiegend akzeptiert wird.