Stolz

Ich werde das Gefühl nicht los, daß sich stolze Menschen für etwas Besseres halten.

;)
 
Ist das so schwer zu erkennen? Selbst wenn ich den verqueren "Stolz"-Definitionen von Tedious, Bratwurst oder Psycho etwas abgewinnen könnte, läge es mir fern, etwas positives dabei zu empfinden "zu funktionieren" oder den Status Quo zu erhalten.
 
[...] ich den verqueren "Stolz"-Definitionen von Tedious, Bratwurst oder Psycho [...]

Denn definiere doch bitte was genau in Deinen Augen verquert sein soll?! Das Wort impliziert dass wir von der Norm abweichen - inwiefern? Weil Menschen sich engagieren? Dass Menschen eigene Meinungen haben? Oder was genau?
 
Stolz ist für mich eine Erscheinung, für einen Moment, die man wieder verlieren muss. Wer stolz ist hat etwas erreicht, wenn man darauf zu lange stolz ist, erreicht man nichts Neues.
 
Man könnte stolz darauf sein die Würde zu besitzen etwas nicht zu tun; etwas nicht getan zu haben, oder man tut etwas mit Würde, weil man die Freiheit hat dies zu tun,
(auch wenn die Masse dies nicht tut).

Eine Sache des : "Ich bin so frei mir das Recht zu nehmen/nicht nehmen zu lassen."

Desweiteren gibt es den Stolz derer, die etwas getan haben und sich am Ergebnis(Auszeichnung, Pokal etc.) arrogant ergötzen oder den Stolz, das man durch Ausbildung und zur Verfügung gestellte Mittel irgendetwas erreicht/erreicht hat (Soldaten, Sanitäter usw.).

Eine Sache des : "Ich/Wir sind etwas besonderes; etwas besseres."

Der weitverbreiteste Stolz kommt dann vielleicht bei Menschen vor, die sich ständig mit anderen vergleichen müssen(Fanatiker, Sportler usw.).

Das landläufigste Spielprinzip wäre :

Beleidiger1 vs. Beleidiger2
Endergebnis: 01 : 00

Verdammt, was für eine tmp. Schmach für Beleidiger2 und alle Achtung, eine tmp. Ehre für Beleidiger1.
Letztenendes steht dann die Frage im Raum ob man bei dem Ergebnis Depression(Angst), Wut, Trauer oder Freude empfinden sollte.

Das Wort Stolz bzw. die Worte "Ich bin stolz auf dich." habe ich zuletzt scherzhaft benutzt, um einen Kollegen auf die Schippe zu nehmen.
 
Bei manchen Beiträgen in diesem Thread muss ich unwillkürlich an dieses Lied denken :coffee:

Als ich deinen Beitrag gelesen habe, musste ich ebenfalls genau an diesen Song denken. Sehr gut! :D


@Topic: Ein schwieriges Thema, ähnlich schwierig wie Diskussionen darüber, wann Menschen glücklich, wann traurig sind und warum sie Dinge lieben. Sowas variiert einfach von Person zu Person, da gibt es keine allgemeingültigen Definitionen die 'richtig' oder 'dumm' sind.

Ich darf stolz auf meinen Sohn sein, weil er eine gute Note nachhhause bringt, aber auf meine Vorfahren, meine Großväter und -mütter darf ich nicht stolz sein, weil sie unser Land dorthin gebracht haben, wo es jetzt steht?
Ich für meinen Teil bin eher ein Lokalpatriot (Norddeutschland), aber grundsätzlich würde ich Menschen nicht verurteilen, weil sie auf jene Menschen stolz sind, welche früher in ihrer Stadt und in ihrem Land gelebt haben und jenes eventuell einen beachtsamen Fortschritt beschert haben. Das ist doch am Ende des Tages jedem selbst überlassen und in Regel tut das auch niemandem weh.
 
Wieso ist das Thema schwierig?

Stolz ist ein klar definiertes Wort. Stolz kann man auf Dinge sein, die man selbst erarbeitet hat. Punkt aus.

Alles andere ist ein Fehler oder Umgangssprache.
 
Wenn ein Großteil der Menschen sich diesen Fehlgriff einer Begrifflichkeit leistet, ist es dann noch ein Fehlgriff? Es gibt doch unzählige Worte die im Duden mittlerweile verändert und verankert wurden, weil sie viele Menschen einfach immer falsch angewandt haben. Allerhand Menschen sind eben nicht nur auf ihre eigenen Leistungen stolz, sondern auch auf jene der anderen, nur weil dies eine Definition nicht mit beinhaltet, ist dieser Stolz noch lange nicht nicht existent.



Die buddhistischen Definitionen sagen mir ehrlich gesagt am meisten zu.
Stolz ist nichts anderes als der Glaube, man müsste von anderen als erhaben gesehen werden. Schande ist nichts anderes als die Angst vor Demütigung, als zu gering geschätzt zu werden. Wenn jemand sein Herz daran setzt, hoch angesehen zu werden, und es auch erreicht, lebt er automatisch mit der Angst, diesen Status auch wieder zu verlieren.

Lao Tse
 
Ich habe nicht alle Bundesbürger befragt, aber meinen Erfahrungen nach habe ich einen derartigen Eindruck.
 
Bei manchen Beiträgen in diesem Thread muss ich unwillkürlich an dieses Lied denken :coffee:
Ich auch, denn der "Stolz" der von der Band verkörpert wird, ist der gleiche stumpfe wie man ihn im Alltag erlebt.



Stolz ist für mich eine Erscheinung, für einen Moment, die man wieder verlieren muss. Wer stolz ist hat etwas erreicht, wenn man darauf zu lange stolz ist, erreicht man nichts Neues.

Darüber gab es ein gutes Zitat von Nietzsche. Es ging darum dass man nie zufrieden sein soll, denn wer zufrieden ist kann nichts (noch) höheres erreichen. Somit also eher ein Problem der Zufriedenheit, denn des Stolzes. Finde besagtes Zitat jedoch leider nicht.
 
@elgitarre :
stimmt auch nicht.
Nicht STAN, sondern RANDY hat groß gemacht.
(Dachte nur durch meinen verlinkten Haufen kommen Randys Stolz und Bonos Neid besser rüber.)

Das I-Ying(...oder "Ein Studium über die Wechselwirkung von freien Willen und Schicksal) Hexagramm 51 lautet ungefähr so:
"Es löscht und programmiert den Menschenverstand neu, verursacht Angst, brüllt, bringt Freude und Lachen hervor und kümmert sich darum das immer genug Opfer vorhanden sind." (Falls das jemanden näher interessieren sollte-was ich kaum annehme- dann bitte den Originaltext und Abhandlungen darüber nicht in der Kop-Verlagsabteilung oder neookkulten Horoskoopkroppzeugs suchen sondern nicht zu stolz sein zu wissenschaftlich-klassischer z.B. Max Müller Lektüre o.ä. zu greifen.)

Im kabbalistischen System (...oder "Der Narr und das Universum") käme rein wissenschaftlich betrachtet der "Knight of Wards" (...scheinbar unaufhaltsamer fortschreitender uniformierter Fackelträger auf einem Kriegspferd der sich selbst die Sicht vernebelt.) dem Zustand des stolzes nahe.
 
Stolz ist ein komische Sache..denn meist werden die falschen werte über Jahrhunderte weiter ermittelt( Südländer und Co.)
 
Südländer und Co? Mh, blöder Begriff. Den hasse ich in den Medien schon :rolleyes:

Also eine Erklärung wäre schon angebracht.
Nicht, dass wir hier noch bei südosteuropäischer Blutrache landen....
Und welche Werte sind so allgemein und im besonderen falsch?
Dann wären wir nämlich wieder beim Thema ;)
 
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