Sich selbst (an den Füßen) kitzeln und Schizophrenie

Warum nur mir erklärt :unknown:

Wenn Du da was drüber weißt, dann erkläre es allen Usern -und besonders Kuromi- doch.
Warum willst Du Dein Wissen denn nicht mit uns teilen?
Dein Post sieht sonst nur so aus wie ein flacher Scherz.

Und nun weiter im Thema. Wo sind die Mediziner wenn man sie mal braucht?
 
So, ich hab das jetzt zwei mal probiert. Das erste mal war es sehr unangenehm, kein richtiges Kitzeln, es war eher wie ein ganz leichter Stromschlag. Das zweite mal (ca. 2h später) passierte überhaupt nichts.

:beer:
 
ich möchte weder meine, noch sonstige fußsohlen mit deinen masturbationsmethoden- und phantasien im zusammenhang sehen.

ich bin zwar ziemlich durchgeknallt (...)

scnr :D

edit/ontopic: Eine Quelle dazu wäre interessant. Ansonsten würd ich eher an Neurodiversität und unterschiedliche taktile Empfindsamkeit denken und nicht an eine tiefgreifende psychische Krankheit. Auch, wenn das jezt in der Theorie nicht bedeuten muss, dass dieses Phänomen nicht auch bei Psychoseerkrankten auftritt. Denkbar wäre vielleicht auch eine Art Dermatozoenwahn, der durch die eigene Berührung getriggert wird. Aber mich würd halt echt interessieren, ob sowas Spezifisches in der klinischen Praxis häufiger dokumentiert wurde.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also ich versteh irgendwie nicht so ganz, was das verschwimmen der Ich-Grenzen (womit man ja eher sowas wie Gedankeneingebung/-ausbreitung oder Derealisations- oder Depersonalisationserleben - also sowas wie Dissoziationen meint) mit Fußkitzeln zu tun hat...

aber...vielleicht kann man sich an den Füßen kitzeln weil man sagt doch, dass eigentlich die Fußsole ein Abbild des Körpers ist. Oder? Also deshalb merkt man zum Beispiel bei Fußreflexzonenmassagen auch entsprechende Schmerzpunkte an anderen Stellen des Körpers. Und wenn das so ist, dann könnte es ja sein, dass die Nervenendungen-bahnen doch so geballt sind an den Füßen, dass es eben eine Überreizung gibt. vielleicht sollte man dazu nicht nur einen Mediziner, sondern auch Osteopathen befragen.

Ich habe im Übrigen auch keine Diagnose, kann mich aber je nach Intensität an den Füßen kitzeln oder eben nicht.
 
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  • #25
@Mitch Ryder: Ich versuch noch mal zu erklären:

Es geht mir nicht darum zu sagen, dass Menschen die sich selbst kitzeln können automatisch eine neurologische/psychische Störung/Krankheit aufweisen.
Es geht mir eher darum, dass ich - da ich selbst ja auch nicht schizophren bin, ebenso wie nach eigenen Angaben besagter Freund und Cheg - denke, dass es bis zu einem gewissen Maß wohl doch möglich zu sein scheint, wenn auch ggfs. nur an den Füßen.

Nehmen wir mal einen Bericht von Psychologie heute, 2014:

Hier geht man sogar so weit zu behaupten -

Psychologie heute schrieb:
Es wäre untertrieben, zu sagen, sich selbst zu kitzeln wäre schwierig. Denn soweit man heute weiß, ist es unmöglich. Wir können uns nicht durch die Bewegung unserer eigenen Hand unfreiwillig zum Lachen bringen.

sich selbst zu kitzeln sei unmöglich. Selbst dann, wenn man für das Gehirn zum Schein den Körper tauscht.

Wie bei den meisten Berichten, wird hier aber nicht näher darauf eingegangen, wo genau man sich überall versucht hat selbst zu kitzeln.

Allgemein noch mal zur Verbindung mit der Schizophrenie (auch @confuse): Ich schrieb vorhin schon jemandem per PN, dass die Möglichkeit, sich selbst kitzeln zu können, nicht automatisch bedeutet, dass man definitiv an Schizophrenie erkrankt ist oder ähnliches, darum geht es mir nicht. Ebenso bedeutet es nicht dass, nur weil man vielleicht Schizophrenie hat, man sich automatisch auch selbst kitzeln kann und, wenn man das nicht kann, man möglicherweise mit einer Fehldiagnose rumrennen würde.

Rein von der Logik würde ich sagen, damit ein an Schizophrenie erkrankter Mensch sich selbst erfolgreich kitzeln kann, müsste er das Positivsymptom der Ich-Störung aufweisen (in diesem Fall bezogen auf die eigenen Handlungen), da so das Kitzeln nicht als eigene sondern als eine fremde Handlung empfunden werden würde. Für mich ergibt das durchaus Sinn, lasse mich aber gerne korrigieren, wenn ich da daneben liege.
So, nun weist ja aber meiner Information nach, nicht jeder schizophrene Mensch auch alle Symptome einer Schizophrenie auf. Entsprechend gilt hier also auch: Alle Pudel sind Hunde, aber nicht jeder Hund ist ein Pudel.

Weitere Quellen:

Ich hab noch ein Blog gefunden, das neben der Problematik sich nicht selbst kitzeln zu können, auch auf den Zusammenhang mit der Schizophrenie eingeht:


Dazu eine - zugegebene recht veraltete (von 2000) - Abhandlung, auf die sich wohl auch der Blogbeitrag stützt:
 
@Mitch Ryder: Ich versuch noch mal zu erklären:

Es geht mir nicht darum zu sagen, dass Menschen die sich selbst kitzeln können automatisch eine neurologische/psychische Störung/Krankheit aufweisen.
Es geht mir eher darum, dass ich (...) denke, dass es bis zu einem gewissen Maß wohl doch möglich zu sein scheint (...).

Ist das nicht ein Widerspruch? Oder hab ich was falsch verstanden? Mir erschließt sich der Sinn deiner Ausgangsfrage nicht so ganz. Mag aber auch dran liegen, dass ich müde bin.

Ansonsten wären halt, wie gesagt, Praxisdokumentationen interessant. Die scheint es aber nicht zu geben. Der o.g. Blogbeitrag ist halt Theoriefindung.

Ich selbst kann mich übrigens an den Füßen kitzeln. Ich muss dabei zwar nicht lachen, aber es gibt eine Missempfindung. Psychotisch sind wir allerdings nicht. Zumindest nicht auf dem Papier.
 
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  • #27
Nein, sehe da keinen Widerspruch. :)
Ich lege den Schwerpunkt nicht auf die Schizophrenie um Bestätigungen dafür zu suchen. Aktuell denke ich, dass es eben allgemein sehr wohl möglich ist, sich selbst zumindest an den Füßen zu kitzeln und man dafür nicht an Schizophrenie oder sonst irgendwas erkrankt sein muss. Wobei bisher kaum jemand erwähnt hat, ob er eine Diagnose oder auch nur Verdachtsdiagnose hat (sei es Schizophrenie oder irgendwas anderes) - maximal, dass er nicht mit Schizophrenie diagnostiziert ist.

Ging mir einfach um einen Überblick (eine Umfrage halt), wie das bei euch so ist und wie weit verbreitet das ist.

Möglich, dass Menschen (oder zumindest viele von ihnen) an den Füßen einfach wirklich so empfindlich sind, durch die ganzen Nervenenden, dass selbst eine Herabsetzung der Empfindlichkeit durch den Körper nicht ausreicht, um die Empfindung so weit zu dämpfen, dass man sich nicht mehr selbst kitzeln kann.
Aber dann bliebe noch der fehlende Überraschungseffekt. :unknown:

Finds einfach grundsätzlich ein interessantes Phänomen.
viewer.php
 
Also ich hab das gerade auch mal ausprobiert... Kitzeln ist nicht! Da entsteht zwar ein nicht unangenehmer Reiz, aber kitzeln würde ich das echt nicht nennen...

Ich selbst kann mich übrigens an den Füßen kitzeln. Ich muss dabei zwar nicht lachen, aber es gibt eine Missempfindung. Psychotisch sind wir allerdings nicht. Zumindest nicht auf dem Papier.

Wir? Ist klar... Du und deine drölfzig Accounts? :p :D
 
@kuromi: Interessant ist es, keine Frage.

Ich selbst bin übrigens nicht schizophren. Mir wurde eine PTBS mit Depression diagnostiziert, wobei häufige Komorbiditäten ausdifferenziert wurden, darunter auch das Psychosenspektrum.
 
Es ist wie oft: an einem isolierten Befund kann keine Krankheit diagnostiziert werden. Bei einer Menge Gesunder läßt sich der gleiche Befund erheben. Er ist witzig und besitzt für sich keinen Krankheitswert.
 
Ich hatte deinen Beitrag bzgl. der Schizophrenie schon verstanden @kuromi. Mir ging es da nur noch mal um die richtigen Begrifflichkeiten. Denn Ich-Störungen haben meiner Meinung nach weniger mit dem Phänomen des Selbst-Kitzelns bei Schizophrenen zu tun. Wobei es natürlich schon stimmt, dass die Ich-Grenzen verschwimmen. Sondern es geht da um die neuronalen / biochemischen Veränderungen im Gehirn. So wie du es ja glaube ich auch erwähntest. und es der Beitrag den du postest auch sagt. Sie können ggf. unter der Positivsymptomatik nicht mehr unterscheiden, welche Aktionen von Innen- bzw. von Außen auf sie einwirken (also ich dyston und ich-synton), deshalb sind sie ggf. im stande sich selbst zu kitzeln, und das bezieht sich ja nicht nur auf die Füße. So nun meine Schlussfolgerung.

Denke das Phänomen mit den Füßen hat da wenig mit der Schizophrenie zu tun (und ja ich weiß, du willst damit auch keine Diagnosen vergeben ;)). Sondern ist einfach eine andere Art der Überreizung. Denn ich weiß nicht, lachst du, wenn du diese Bewegungen machst. ich empfinde es eher als unangenehm und man will kratzen und dann wird es noch schlimmer oder so. Aber ich lache dabei nicht (wobei das Bild sehr lustig wäre :D)
 
Das ja mal ein geniales Thema :D

Wenn man darüber nachdenkt, der Einfluss - wie schon gesagt, gekitzelt zu werden gegenüber sich selbst zu kitzeln liegt in dem das der Körper auf einen äußeren Reiz reagiert der aber nicht selbst stimuliert wird. Deßhalb hatte ich mich als Kind auch immer gewunden wenn ich gekitzelt wurde, um dem Reflex abzuschütteln. So jedenfalls meine Theorie dazu. :)

Ich glaube aber das dieses, einem Reiz ausgesetzt sein, aber nicht die Kontrolle zu haben ihn zu stoppen bei einem Kitzeln das schöne ist wie auch die Zuneigung die ein solcher Akt eigentlich ausdrückt. Ist ja auch sehr intim das so was vorkommt und die Füße sind auch erogene und eigentlich empfindliche Zonen des Körpers wie auch der Nacken.

Ich glaube aber weniger dass das mit einer Krankheit direkt in Verbindung steht. Wobei natürlich ein fremd-empfundenes Kitzeln, durch eine "erdachte" zweite Person - dafür müßte man aber in einer sehr hoch potenten Phase dieser Krankheit sein, diesen Reiz erlebt, oder der Körper halluziniert.
 
Es ist wie oft: an einem isolierten Befund kann keine Krankheit diagnostiziert werden. Bei einer Menge Gesunder läßt sich der gleiche Befund erheben. Er ist witzig und besitzt für sich keinen Krankheitswert.

Es handelt sich ja sowieso um keinen Befund und wird sich auch immer nur um ein Phänomen handeln. Indes muss ein klinischer Befund aber keinen Krankheitswert beinhalten.

--- [2015-05-25 22:34 CEST] Automatisch zusammengeführter Beitrag ---

die Füße sind auch erogene (...) Zonen des Körpers (...).

wtf?
 
Alles, was beim Patienten erhoben, entdeckt oder gefunden wird ist ein Befund. Das beinhaltet keine Wertung.
 

keine Ahnung, das stand in dem Beitrag den kuromi gepostet hat. biochemische oder strukturelle Veränderungen des vorrausschauenden Systems. so hab ich es verstanden. spezielleres weiß ich da auch nicht.

Biochemie war nicht so meine Stärke ;)
 
Alles, was beim Patienten erhoben, entdeckt oder gefunden wird ist ein Befund. Das beinhaltet keine Wertung.

Das stimmt so nicht. Ein klinischer Befund richtet sich nach der Relevanz im Sinne der Untersuchung. Das Kitzeln am Fuß hat keinerlei klinische Relevanz.

edit: Reagiert hier jemand auf ? Hier ein . Man sollte allerdings Kopfhörer benutzen.
 
Zuletzt bearbeitet:


Also Füße sind doch erogene Zonen, nicht? :)

Vielleicht verwechsele ich auch die Definition von Erogen mit Empfindlich - aber die Ohrläppchen sind auch empfindlich wie auch der Nacken oder die Kopfhaut.
 
Also nicht fehlinterpretieren, dann sagen wir doch lieber mal "empfindlich" anstelle von erogen. Bevor das Fahrt aufnimmt ;)
 
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