[Sonstiges] Oberlandesgericht München verbietet Amazon Dash-Button

Auch das Oberlandesgericht kam zum selben Ergebnis wie die Vorinstanz: Die Dash-Buttons von Amazon sind unzulässig und müssen vom Markt genommen werden. Die Bestellknöpfe führen zu intransparenten Bestellungen, es fehle z. B. ein klarer Hinweis das ein betätigen dieses Buttons zu einer kostenpflichtigen Bestellung führt. Auch müsste vor der Bestellung klare Details an den Käufer wie z.B. genauer Preis des Artikels, was genau bestellt wird usw. Wie Amazon darauf reagiert ist bis jetzt noch nicht bekannt.

Quelle:
 
Find ich gut. Das Fass, den Preis gar nicht mehr anzuzeigen per Opt-In wenn es dem Kunden ja eh egal sei etc.etc. das kann man ruhig man direkt alles richterlich einkassieren.
Sonst ist noch in 15 Jahren normalen Shoppen gehen das reinste Verkaufsminenfeld voller 'Knöpfe' die man nur mal kurz drücken muss.

Dash-Button an sich finde ich aber ganz cool. Verwende ich nicht, weil ich Bestellungen lieber bündel und dann mehreres alle 1-4 Wochen bestelle.
 
Damit müßte doch dann der viel zitierte, selber Milch nachbestellende Kühlschrank Geschichte sein, bevor er im Laden zu kaufen war.
 
Naja. Mir persönlich würde ein kleines Display mit kurzer Preisanzeige und Bestätigung reichen, oder?

//edit: So richtig automatisch ist es dann natürlich nicht. Müsste man einmal am Tag die entsprechend angezeigten Preise bestätigen. Mehr automatisierung wäre mir aber sowieso zu viel.
 
Kann doch jeder selber entscheiden ob er darauf besteht den Preis vorher zu sehen. Find ich dämlich so Innovation aufzuhalten.
 
Ich lese OLG München und erwarte das schlimmste, aber irgendwie ist Rückständigkeit manchmal vorteilhaft.
 
ich wundere mich über das urteil. gibt so viele andere dinge mit versteckten kosten.
 
Kann doch jeder selber entscheiden ob er darauf besteht den Preis vorher zu sehen. Find ich dämlich so Innovation aufzuhalten.

Ja und nein. Bei einem wie "uns" ist dein Argument gut. Aber Leute, die nicht in der Lage sind eine realistische Folgenabschätzung bei technologischen Entwicklungen zu machen, muss man da ein bisschen vor sich selbst schützen.

Leg das Beispiel auf Drogen um. Warum verbieten, kann doch jeder selbst entscheiden?
 
Vielleicht werd ich auch nur zu alt für diese ganze Scheiße, aber ich versteh echt nicht warum man jeden kleinen Furz im Internet bestellen können muss. Wenn mir das Waschmittel ausgeht, geh ich einfach zum Lidl und kauf welches nach. Ist doch viel einfacher und hat auch keine Fallstricke wie dieser Dash-Button. Großer Gott, irgendwann gibts noch nen Knopf zum Nachbestellen von analem Gleitgel. :ugly:
 
V8! V8! V8!

der anders ausgedrückt: Nicht jeder wohnt auf einem Lidl.

Was aber nichts daran ändert das die Dash Buttons Hipsterblödsinn sind, ein Smartphone hat mittlerweile jeder und damit kann man überall alles bestellen. Nicht nur ein Artikel Ortsgebunden für den man ein zusätzliches Gerät warten muss. Die Dinger sind frühestens dann nützlich wenn man Sie vernünftig konfigurieren und zentral warten kann.

Wenn Dash Buttopns nützlich sein solen brauch ich auch noch einen Dash Button für Dash Button Wartung, wo endet dann die Kette?
So mal aus Interesse, haben die Dinger irgendein Feedback ob die Bestellung überhaupt durchgegangen ist? Ohne derartige Zuverlässigkeit eliminiert sich doch quasi immer selbst weil man dann eh seine mails checken muss obs geklappt hat.

Ich weiss ja nicht wie das bei euch läuft aber wenn ich was in Deutschland bestelle erwarte ich das es Zeitnah geliefert wird und nicht vielleicht (und/oder) irgendwann.
 
Also zunächst finde ich es gut, dass das Gericht so entschieden hat. In der aktuellen Form sind die Buttons tatsächlich einfach viel zu intransparent und "unsicher".

Aber die grundsätzliche Idee dahinter find ich eigentlich gut. Man müsste die Buttons nur ein wenig erweitern:

  • LCD-Display, welches den aktuellen Preis des Produkts anzeigt und einen durch den Bestellvorgang begleitet.
  • PIN-Schutz, damit nicht irgendwer einfach bestellen kann.
  • Mehrere Produkte im Display auswählbar und nicht nur beschränkt auf $Produkt. Ich will keine 300 Geräte in meinem WLAN haben. Dann könnte man eine Handvoll so Buttons strategisch platzieren und damit die wichtigsten Produkte vollautomatisch bestellen.
  • Alternativ auch überall so ein Button für ein Produkt aber ein zentrales Gerät im Haus (z. B. Smartphone) wo man dann die Bestellung dann nochmal zentral bestätigt und z. B. nur einmal wöchentlich gebündelt absendet (um unnötige Lieferungen zu vermeiden).
Wie schon gesagt, die Idee halte ich im Grunde durchaus für innovativ und zukunftsfähig. Ich bin nun auch nicht der, der sein Waschmittel online bestellt, weil der nächste Edeka nicht weit weg ist, aber im Grunde geht die Zukunft einfach in diese Richtung. Aber auch heute gibt es schon Menschen, für die ein derartiger Button durchaus hilfreich wäre, z. B. Rentner, die selbst nicht mehr den Weg zum nächsten Supermarkt schaffen.
 
Wenn bei mir Waschmittel zu neige geht merke ich das rechtzeitig und nehme das beim nächsten regulären Einkauf mit. Das letzte mal war was im Angebot, da hab ich gleich mal zugegriffen. Die Packung war noch 3 Monate danach zu.
Bestelle ich was und bin dann nicht zu hause wenn das Paket kommt, kann ich nur nächsten Partnerfiliale fahren und es da abholen. Komme auf dem Weg dahin an einem Netto, Rewe, Norma vorbei und schräg gegenüber der Partnerfiliale ist auch noch mal ein Rewe.

Wenn die letzte Rolle Klopapier leer ist, ist es auch zu spät auf den Dash Button zu drücken.
 
@Cybercat: Solltest du nicht merken das Waschmittel zu neige geht, bringt dir der Dashbutton eh nix. Da hab ich wohl schneller Neues im Laden gekauft, als Amazon geliefert hat.
 
Waschmittel ist da imho eigentlich sogar ein ganz gutes Beispiel. Genauso wie Kaffee, z. B.

Wenn der Karton halbleer ist -> Sollte man vielleicht mal wieder besorgen, aber eilt ja noch nicht. Die große Kunst ist dann, beim nächsten Einkauf auch wirklich dran zu denken. Ich bin da in dem Punkt beispielsweise schon etwas schusseliger und gerade bei so Dingen, die man im Laufe der nächsten Wochen/Monate mal besorgen sollte, klappt das nicht so toll. Meist läuft es dann darauf hinaus, dass ich plötzlich was davon brauche und halt nix mehr da ist, weil ich es die letzen 4-5 Mal schon wieder vergessen habe, mitzunehmen.

Gerade da fänd ich nun so einen Button gar nicht mal so verkehrt. Halbleerer Karton in der Hand -> sollte man mal wieder besorgen -> auf Button hämmern, fertig. Schon kann man das nicht mehr vergessen.


Ihr denkt natürlich hier nun alle auf dem Land und in eurer Welt. Da braucht man so einen Button wahrscheinlich eher weniger, ist bei mir auch so. Aber wenn man z. B. mal in der Stadt denkt, wo die nächste Packstation umme Ecke ist oder wenn sowieso praktisch immer jemand im Haus ist, dann könnte das schon praktisch sein. Vor allem wenn man damit dann auch Produkte bestellen kann, die z. B. der nächste Edeka nicht im Sortiment hat.

Oder noch anders gedacht: Es gibt ja mittlerweile auch Supermärkte, die stellen einem die Produkte in einem Schließfach außen vor der Filiale zusammen und man braucht sie nur zu holen. Wenn es dafür Buttons gäbe, wäre das auch praktisch und man müsste keinen Lieferdienst bemühen.
 
Und genau diese Problem löst der Dash Button ebennicht, das war meine Kritik. Er löst kein Problem, da ist keine Innovation weil es kein Fortschritt ist. Das warum habe ich ausführlich beschrieben.

Das Ding verursacht mehr Probleme als es löst. Wenn man die ganze noch nötige Infratrukur herum konstruiren muss fragt sich doch ob einfach das Smartphone zu benutzen nicht gleich praktikabler wäre. Man sieht den Preis, sieht wievoll der Akku ist, die meisten haben es oweiso in der Tasche und man kann sogar die Bestellbestätigung gleich am selben Gerät prüfen!
 
Statt Buttons überall in der Wohnung, tut es ein Zettel an einer zentraler Stelle wie dem Kühlschrank aber auch. Der Zettel hat einen doppelten Vorteil, wenn man ihn zum Einkaufen benutzt. Man vergißt nicht nur weniger (bis gar nichts), sondern kauft auch weniger, was man eher gar nicht braucht(weniger Impulskäufe).

Wenn das zu analog sein sollte, würde ich, wo die digitalen Leute ja ihr Phone immer am Mann tragen, statt solche Buttons Aufkleber mit QR-Codes verwenden.
Statt zu drücken scannt man, sieht den aktuellen Preis, bestätigt und hat die gleiche Bequemlichkeit, aber mit Transparenz. Da ließe sich dann neben der Bestätigung auch eine Weiterleitung auf ähnliche Produkte anbieten, falls man mal was anderes braucht. (Weichspüler statt Vollwasch, oder einfach eine andere Marke)
 
Gepriesen sei der Prophet der die Probleme des Dash Buttons durch ein billigeres Wartungsfreies Produkt gelöst hat.

QR Codes fürs Handy tun wirklich alles was der Dash Button tut nur besser, ich denke das deckt alle meine Kritikpunkte ab, habe ich garnicht dran gedacht. Aber für mich ist es dennoch nix, aber wenigstens funktioniert das. Wer da jertzt noch Batterientlader zusätzlich braucht kann die Qr codes ja mit bluetooth und Lichtsensoren ausstatten, so das sie blinken wenn es dunkel ist und sich ein Handy verbindet.

Falls einem beim Sex im dunkeln die Kondome ausgehen.
 
Statt Buttons überall in der Wohnung, tut es ein Zettel an einer zentraler Stelle wie dem Kühlschrank aber auch.
Ja, genau, auch so ein Problem. Der Zettel hängt am Kühlschrank und eben nicht an der Waschmaschine. Da muss man dann bis zur Küche dran denken, dass man noch Waschmittel kaufen muss.

Und ich sag ja auch gar nicht, dass die Button-Lösung in seiner jetzigen Form optimal ist. Aber von der grundsätzlichen Idee find ich es trotzdem interessant.
 
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