[Politik und Gesellschaft] Neue Studie zum Alkoholkonsum von Jugendlichen in Deutschland

Laut einer neusten Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung sind etwa 17 Prozent der zwöf bis 17-Jährigen in Deutschland mindestens einmal im Monat im Vollrausch.
Im Jahr 2010 waren es ähnlich viele (18%).

Dies sei Grund genung, um ein gesellschaftliches Umdenken einzuleiten, meint Marlene Mortler - Drogenbeauftragte der Bundesregierung.

Quelle:
 
Ich denke auch, dass die Gesellschaft fit gemacht werden soll. Alles was die Arbeitskraft senkt wird verteufelt und alles was sie steigert hochgelobt. Ob nun rauchen, trinken oder fast food. Lange produktiv leben können zu jedem Preis. Die Mukkibuden sprießen wie aus dem Boden, jede*r teilt dem Anderen via apps wie "Runtastic" mit, wie viele Kilometer gelaufen wurden und geessen wird immer genussfeindlicher und nur noch "functional food".

Das klingt mir ein bisschen zu Verschwörungstheorie mäßig. Wer will die Gesellschaft Fit machen und wie planen sie das? Ist das eine Organisation, mit einem geheimen Plan?

Es sind doch die Menschen, die ihre Laufstatistiken teilen und gerne in die Muckibude gehen, gesund essen, weil sie gesund und fit leben wollen. Ist doch eine gute Entwicklung.

Unser Körper ist das einzige was wir haben. Ich will ihn so lange es geht stark erhalten und nicht kaputt machen. Es wird ja niemand gezwungen schwitzen zu gehen.
 
Nikotin vor Alkohol? Kommt nicht hin, wenn wir von Europa ausgehen. Und Koffein ist keine wirkliche Droge per definitionem.
 
Mir liegen keine Statistiken vor, jedoch würde ich doch meinen, dass es mehr Nikotin- anstatt Alkoholsüchtige gibt.
Wie definierst du denn Drogen?
 

Es gibt statistisch gesehen sehr viel mehr Alkoholkonsumenten als Nikotinkonsumenten in Europa.
Wenn du aber wirklich nur die Sucht meinst und nicht den Konsum, dann ja - denn Nikotinkonsum ist IMMER mit einer Sucht verbunden, es gibt kaum Leute die einmal im Jahr oder weniger rauchen.
 
Und Koffein ist keine wirkliche Droge per definitionem.
Kann man drüber streiten. An Koffein gewöhnte Menschen entwickeln durchaus eine Abhängigkeit und haben (moderate) Entzugserscheinungen, wenn ihre normale Koffein-Zufuhr nicht statt findet.
Koffein mag nicht so schädlich sein wie Nikotin oder Alkohol, aber das hat ja zunächst einmal nix mit einer etwaigen Abhängigkeit zu tun.
 

Man kann psychische Abhängigkeit zu ALLEM entwickeln, von Donuts bis hin zu Schmerz. Koffein als Substanz ist nicht körperlich abhängig machend.
 

Mit Austesten hat regelmäßiges Saufen nichts zu tun. Klar gibt es das Grenzen-austesten, aber das macht man vielleicht eins-zwei Mal und dann ist gut.
Das ist doch quatsch. Wenn ich mal von meiner Jugend reden darf. Da hab ich ab der Pubertät mit 12 oder 13 bis sicherlich nach 18 gekämpft, wollte alles anders machen, meinen Eltern auch schlichtweg auf den Sack gehen ohne Ende. Wenn du das nur zwei bis drei mal gemacht hast dann dürfen sich deine Eltern mehr wie glücklich mit ihrem Musterkind fühlen. Der Normalfall ist das mit Sicherheit nicht. Bei meinem Eltern war das das Selbe. Die mussten aber noch mehr kämpfen da selbst Musik von Schwarzen tabu war.

Ein kreativer innovativer Geist muss sich einfach über eine längere Zeit selber finden. Grenzen austesten (und nicht nur ein mal bis zum "aua aua". Da muss man im eigenen Erbrochenen aufwachen, auf ner Bank pennen, sich die Arme brechen usw. Das ghört doch alles zur gesunden Entwicklung. Käme mir irgendwie komisch vor wen mein Sohn nicht solche Erfahrungen machen würde... Gut und gesund, m.M.n. auch weit weg von echtem Alkoholismus. Hier ist noch keiner mit Tremor aufgewacht.

PS: Die ganzen Säufer und Punkt von früher haben jetzt doch auch top Positionen in Politik und Finanzwesen sowie Wirtschaft inne. (Siehe z.B. Joschka Fischer). Damals hat auch jeder gesagt das aus denen nix wird, das die nur Krawall machen. Da gabs auf hunderten Demos mit dem Knüppel den Frack voll. ZUSÄTZLICH zu den ganzen damaligen Drogeneskapaden :cool:
 
Alles ist wie immer, aber plötzlich ist es schlecht...

Wie immer, ja?

Statistisches Bundesamt schrieb:
Besonders deutlich wird dies in der Gruppe der 10- bis 14-Jährigen: Während die Zahl der behandelten Jungen seit dem Jahr 2000 um 48 % stieg, war die Zunahme bei den Mädchen mit 126 % mehr als doppelt so stark.


Da muss man sich aber schon Mühe geben, um das "ganz normal" zu finden :beer:
 

1. Ich kenne weder dich, noch deine Eltern. Ich kann deine Erziehung nicht beurteilen. Vielleicht liegt es ja auch an deiner Erziehung, weiß ichs? Und nein, die Sachen, die du aufzählst, sind nicht normal und gesund. Sie kommen vor, statistisch oft, aber das macht sie noch lange nicht gut oder akzeptabel. Verboten sollten sie aber nicht sein.
2. In Zentralafrika war ein Kannibale Präsident. Sagt das etwas über Kannibalen aus?
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn ich mir die Regale in den Getränkemärkten anschaue und sehe was die Heute alles ins Bier mischen:eek:
So macht man aus Bier ein Modegetränk um es den jugendlichen schmackhaft zu machen. Als ich 12-13 war war Radler, Alster, Krefelder das einzige was aus Bier gemacht wurde.
Die ganze Werbung für Mischgetränke zielt doch nur auf Jugendliche. Ebenso die Alkopop-Seuche. Hochprozentig, tierisch süß damit man den Alkohol nicht schmeckt.
Aus Neugier habe ich auch mal mit 12 Bier getrunken mich geschüttelt und gedacht wie man so etwas nur freiwillig saufen kann.
Der Bierdurst kam erst mit knapp 20. Da schmeckte das plötzlich:unknown:
 

War vielleicht doof ausgedrückt, da ich den Satz mit dem "fit machen" von einem der Vorposter übernommen hatte. Glaube nicht an eine bewusste Steuerung, sondern an einen gesamtgesellschaftlichen Trend.
 
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  • #56
Ich mag solches ekelhaft-süße Zeug ja auch nicht, aber hochprozentig? Diese Alkopops haben doch nicht mehr Volumsprozent als ein anständiges Bier?

Um die Prozente geht es bei der Alkopop-Sache auch nicht. Stellst du einem Jugendlichen ein "anständiges Bier" hin, wird er vielleicht mal drann nippen und es dann mit einem angewiederten Gesichtsausdruck wegstellen, weil es ihm nicht schmecken wird.

Bei der damaligen Alkopop Diskussion ging es viel mehr darum, dass Jugendliche durch den süßen Geschmack und die quietschbunte Farben an Alkohol herangeführt werden sollten.
 
Da muss man sich aber schon Mühe geben, um das "ganz normal" zu finden
Wie weiter vorne schon gesagt wird einfach schneller "bahandelt". Früher, als man eben ins Hinterzimmer zum Kotzen gebracht wurde, es daheim dann noch ne Schelle gab, tauchten diese Leute natürlich in keiner Statistik auf. Ist ja logisch. Würden jetzt drastisch irgendwelche alkoholbedingten Todeszahlen bei Jugendlichen steigen wäre das natürlich was anderes. So hat das aber eher was von der Arbeitslosenstatistik die durch Maßnahmen sowie 1-Euro Jobs gedrückt wird. Nicht das ich es gut fände wenn man als schon Kind trinkt, 5 Bier im Monat als Alkoholismus darzustellen finde ich aber genau so albern.

Früher warst du gesund mit nem Cholesterinspiegel von 250, dann kam einfach mal ein neues Gesetz, unterstützt von Studien der Pharmaindustrie, danach galt man mit einem Cholesterienspiegel von 220 bereits als Krank und bekam Medikamente... :rolleyes:

1. Ich kenne weder dich, noch deine Eltern. Ich kann deine Erziehung nicht beurteilen. Vielleicht liegt es ja auch an deiner Erziehung, weiß ichs? Und nein, die Sachen, die du aufzählst, sind nicht normal und gesund. Sie kommen vor, statistisch oft, aber das macht sie noch lange nicht gut oder akzeptabel. Verboten sollten sie aber nicht sein.
Ich glaube doch. Wenn, dann bildest wohl eher du und dein Umfeld eine Ausnahme. Was denkst du wer die 68ger Revolution voran getrieben hat, die Frauenrechte, Jazz und Blues-Musik, die Rechte von Schwarzen im Allgemeinen? Das waren eben genau solche "Revoluzzer" und keine Musterknaben die nach dem Klavierunterricht der Mamma beim Abwasch geholfen haben. Veränderungen kommen durch Freigeister und Menschen die gegen den Strom schwimmen. Und um gegen den Strom zu schwimmen muss man sich gravierend anders verhalten als der Rest bzw. die Erwachsenen. Sprich Alkohol, Drogen, freier Sex, andere Musik, auffällige Kleider usw.

Einzig die Jugend von Heute, die in einer so toleranten Gesellschaft aufwachsen, hat wohl wirklich ein Problem noch was anders oder schockierend zu machen. Das, so könnte ich mir vorstellen, ist vielleicht ein Mitgrund wieso dann wirklich ne Flasche Schnaps mit 14 gekippt wird.

PS: Ich hab im Laufe meines Bisherigen Lebens eine wirklich sehr große Anzahl verschiedener Menschen kennen lernen dürfen. von 100 Leuten waren mit Sicherheit 80 in ihrer Jugend keine Lämmer sondern eher eine Zumutung für die Eltern oder die Gesellschaft. Und ja, da waren meistens wohl auch Alkohol und Drogen im Spiel. Mich wundert es eher das du das scheinbar so komplett anders siehst. Wieso das so ist, echt keine Ahnung. Meine Erfahrungen beziehen sich da auch nicht nur auf meine Heimatstadt oder meinen damaligen Ort. Nein, mehrere Länder sowie sicherlich 10 Städte...
 
Wenn ich mal so 10-11 Jahre zurück denke als ich noch 14 war, haben wir zu 3 eine alte leere Scheune zu unserem "Treffpunkt" umgebaut.

Strom gelegt, Musikanlage installiert, Möbel und einen Holzofen reingestellt - sogar einen Rohre für den Rauchabzug verlegt.

Alles wunderbar, dann wurde es richtig publik und Leute aller Altersklassen kamen. Was wurde anschließend 4 jahre darin gemacht?

Genau: Gesoffen ohne ende :D

Der Albtraum aller Eltern: heftigste Partys, mit Hard Rock, Alkohol, Drogen, Schlägereien und Rumgehure ohne ende.

Jedes Wochende wenn Freitag + Samstag Party war bin ich sturz besoffen heimgekommen, habe mich lang genug beherrscht damit meine Eltern nicht mitbekommen und bin sofort ins Bett meinen Rausch wegpennen. (Ich bin aber immer von alleine heimgekommen!)

Ich konnte mit 16 'ne Flasche Beam am Abend alleine trinken und anschließend heim gehen. Das war völlig normal.

Das ganze endete endgültig, als ein Vollspinner 'ne 13jährige mit 'ner Flasche Jägermeister abgefüllt hat.

Das Mädel kam ins Krankenhaus und die Scheune wurde vom Bürgermeister persönlich zu genagelt.

Heute ist keiner der Leute von früher mit denen ich noch Kontakt habe Alkoholiker und wir sind alle "ruhiger" geworden.

Dafür sind die Leute, die damals nicht mitgemacht haben, diejenigen die heute noch, mit Mitte 20 jedes WE saufen gehen und sich vollaufen lassen. :unknown:

Alkohol habe ich immer nur bei den Leuten als Problem erlebt, die es als Kompensator für diverse Psychische Probleme nehmen.

Meine gewonne Erfahrung:

Wir haben langsam angefangen, wir haben Party gemacht und da war Alkohol eben ein Nebeneffekt.
Wir haben nicht Party gemacht WEGEN dem Alkohol.

Wir haben auch aufeinander geachtet und wenn wer 'ne Falsche Wodka exen wollte, dann hat man nicht "traust dich eh nicht" gesagt, sondern "spinnst du?".

Wenn einer am kotzen und am abkacken war, dann war er eine Belastung für die Gruppe und man sagte ihm beim nächsten Mal er solle mal weniger trinken.

Wir haben hauptsächlich Bier getrunken und Hartgas nur zwischendrin immer mal wieder (ok es gab auch wildere Nächte :D, aber das war nicht Standard).

Wenn man nur etwas mehr Hirn halt als ein Eichhörnchen, dann kann man mit Alkohol umgehen.

Mit 16 habe ich mit meinem Vater jeden Mittwoch-Abend im Schützenverein EIN Bier getrunken, somit wusste mein Vater DAS ich Alkohol trinke und konnte gleichzeitig ein wenig "mildernden" Einfluss nehmen.

Meine Eltern waren nie so doof zu glauben ein Verbot würde bei mir funktionieren, also haben sie etwas viel wirksameres gemacht: Sie haben mich Vernunft und Verantwortung gelehrt. Sollten die Eltern heutzutage auch mal ausprobieren.
 
Was denkst du wer die 68ger Revolution voran getrieben hat, die Frauenrechte, Jazz und Blues-Musik, die Rechte von Schwarzen im Allgemeinen?

Ohja, wir erinnern uns alle so gut dran, wie Martin Luther King besoffen seine "I have a dream"-Rede vom Podium gelallt hat...:rolleyes:
Säufer = Revoluzzer ist die absolut falsche und schädliche Logik.
 
Du hast meinen Beitrag scheinbar nicht verstanden. Nicht jeder Revoluzzer ist gleichzeitig ein Säufer. Bei meinem Opa hat es wohl schon gelangt keine Bügelfalte in der Hose zu haben oder 10 Minuten zu spät daheim zu sein. Bei meiner Mutter war es dann Musik von Schwarzen, Gras und eine auffällige Frisur.Bei meinem Vater eben der rote Anzug und Che Guevara Flugblätter. Heute (bzw. in den letzten Jahren), da dies alles kein Aufsehen mehr erregt, wird u.A. eben auch übertrieben viel gesoffen. Und selbst das ist . Dabei spielt es keine Rolle ob man "in Behandlung" kommt wie in dein Artikel verlauten lässt. Man könnte das auch total dämlich mit z.B. dem LSD-Gebrauch der 60ger und 70ger Jahren vs Heute vergleichen. Das war damals halt "in". Trotzdem hat sich die Generation normal entwickelt. Mehr wollte ich gar nicht zum Ausdruck bringen. Wieso du das jetzt an einzelnen Individuen fest machst weiß ich nicht. Fakt ist einfach das man in der Jugend scheiße baut (immer im Vergleich zur älteren Generation).
 
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