[Netzwelt] Muslime gegen den Islamismus

Zu Beginn des Ramadans veröffentlichte ein Mobilfunkbetreiber aus Kuwait ein von dem in den Emiraten bekannten Popstar Hussein al-Jasmi gesungenes Anti-Terror-/ Anti-Krieg-Video.
Auch wenn es sich hierbei mutmaßlich im eine Marketingkampagne handelt, so ist die Botschaft doch eindeutig und wird von der muslimischen Gemeinde zur Zeit stark gefeiert.

Unangetastet dessen, ob und welcher Form man gläubig ist, kann dieses Video durchaus als Appell an den Frieden interpretiert werden.


 
@loopzone: Was hältst du denn von den Gründen, die Ditib vorgebracht hat, wegen der Demo?

"Forderungen nach "muslimischen" Anti-Terror-Demos greifen zu kurz, stigmatisieren die Muslime und verengen den internationalen Terrorismus auf sie, ihre Gemeinden und Moscheen" "Das ist der falsche Weg und das falsche Zeichen, denn diese Form der Schuldzuweisung spaltet die Gesellschaft"

Wer, wenn nicht die Muslime selbst, könnte die Terroristen denn bitte ächten? Es ist doch aberwitzig davon zu sprechen, dass Muslime stigmatisiert würden, wenn diese sich von IS, Al Qaida, Taliban oder Boko Haram lautstark und eindeutig distanzieren.

Die Gesellschaft ist gespalten auf Grund von islamistischem Terror und dem ausbleibenden Widerwort aus der Islamischen Gemeinschaft.

Die Gesellschaft ist zudem davon befremdet, dass hier lebende Türken - die mehrheitlich muslimischen Glaubens sind - für die Errichtung eines totalitären türkischen Staates stimmen, in dem die Todesstrafe wieder eingeführt werden könnte, die Trennung von Staat und Religion rückgängig gemacht und die Macht auf einen einzigen Mann übertragen wird.

Die Gesellschaft reibt sich verwundert die Augen über die Ergebnisse von Umfragen, aus denen hervor geht, dass insbesondere die jüngeren Muslime die Religion über das Grundgesetz stellen.

Um auf deine Frage zurückzukommen: Ich halte das Statement von DITIB für einen Winkelzug, um sich letztendlich wieder als Opfer hinstellen zu können.
 
@loopzone:
Jeder Katholik der sich nicht bei 3 distanziert hat ist stiller Befürworter von Anschlägen der IRA!
 
Die Gesellschaft reibt sich verwundert die Augen über die Ergebnisse von Umfragen, aus denen hervor geht, dass insbesondere die jüngeren Muslime die Religion über das Grundgesetz stellen..

Die Frage von Emnid hieß „Die Befolgung der Gebote meiner Religion ist für mich wichtiger als die Gesetze des Staates, in dem ich lebe.“

Und nein. Die Zustimmung ist bei den nachfolgenden Generationen signifikant niedriger.

Außerdem darf man so eine Frage nicht überbewerten. Den Konflikt zwischen Religion und Grundgesetz zeigt sich ja auch bei Christen, wenn man sich nur das Beispiel mit den Kruzifixen in Schulen anschaut.Sogar noch deutlicher. Nur ein knappes Viertel der Bundesbürger stimmte damals den Verfassungsrichtern zu. Also über 75% für Religion und gegen GG. Da sind die 36% bei den jungen Türken, die diese Frage beantwortet haben, ja ein Witz.

:)
 
Zuletzt bearbeitet:
Die türkische Regierung will eventuell die Evolutionstheorie aus den gesetzlichen Lehrplänen streichen. Zu schwierig und umstritten sei die Lehre des Charles Darwin, heißt es zur Begründung. Die Opposition will das Vorhaben gerichtlich stoppen.

Allah schuf die Erde, Memmeth, Ayshe und die Ziegen.

Der Oberster Erziehungsrat des Bildungsministeriums, Alpaslan Durmus, hatte in dieser Woche neue Lehrplanentwürfe angekündigt. Die Evolutionstheorie kommt darin nicht mehr vor. Begründung: "Wir glauben, dass dieses Unterrichtsfach das Verständnis der Schüler übersteigt", erklärte Durmus. Die Theorie sei zudem "zu kontrovers" für jüngere Schüle.
Durmus kündigte außerdem an, dass die Lehre des Säkularismus, also der Trennung zwischen Kirche und Staat, künftig weniger Platz im Unterricht haben soll.


Haben deswegen die Schüler der Türkei keinen Abschluß geschafft?

"Eine erwiesene Theorie aus den Lehrplänen zu entfernen heißt, Wissen und Wissenschaft zu missachten. Die AKP-Regierung ersetzt sie mit einem Programm, das Scharia-Prinzipien enthält", sagte Yarkadas der Nachrichtenagentur dpa am Freitag.

Es geht Richtung Gottesstaat, vielleicht. Der wird dann vielleicht mit allen Mitteln durchgesetzt. Die Geschäfte Erdogans mit dem IS sind bekannt. Vielleicht hat ihm die Politik des IS gefallen.
Das würde auch erklären warum die DITIP nicht auf Demos gegen islamistische Gewalt geht, vielleicht!

Da Erdogan und Putin sich wieder liebhaben, hätten wir es im schlimmsten Fall mit 3 Millionen Türken und 2 Millionen Russen zu tun, plus die welche hier am Tag der offenen Tür (auch davor und danach) eingereist sind. :eek:

Alles Quatsch? :D
 
@loopzone:
Jeder Katholik der sich nicht bei 3 distanziert hat ist stiller Befürworter von Anschlägen der IRA!

Der Vergleich zur IRA hinkt nicht nur, er verbietet sich. Es ging in Nordirland vordergründig nie um Religion oder Konfession. Die Kampflinie verlief zwischen den Unionisten und den Nationalisten. Eine schöne Zusammenfassung bietet .

Den Konflikt zwischen Religion und Grundgesetz zeigt sich ja auch bei Christen, wenn man sich nur das Beispiel mit den Kruzifixen in Schulen anschaut.Sogar noch deutlicher. Nur ein knappes Viertel der Bundesbürger stimmte damals den Verfassungsrichtern zu. Also über 75% für Religion und gegen GG. Da sind die 36% bei den jungen Türken, die diese Frage beantwortet haben, ja ein Witz.:)

Das sehe ich anders. Man kann gegen das Abhängen von christlichen Symbolen sein, die Gesetze aber durchaus respektieren. Meines Wissens ist das auch genauso geschehen. Bezüglich der 36 % die der von dir geposteten Frage zustimmen: . In Kombination mit den übrigen Antworten kann man durchaus ein mulmiges Gefühl zum Rechtsverständnis dieser Menschen bekommen.
 
Man kann gegen das Abhängen von christlichen Symbolen sein, die Gesetze aber durchaus respektieren.

Nein. Nicht wenn man das GG respektiert, demnach das Hängen gegen die Verfassung verstößt.

Deine Quelle nennt auch 36% für die 2. und 3. Generation :coffee:
 
@loopzone:
Nett das es sich selber verbietet und grüß mal diesen uminösen steffen, ist ne echt gute zusammenfassung - trifft aber nicht mein Argument.

Was man hier fordert nennt sich gemein hin Sippenhaft.
 
Deine Quelle nennt auch 36% für die 2. und 3. Generation :coffee:

Okay. Dann sprechen wir nur von der 2. und 3. Generation. Jeder Dritte dieser Generation zieht also die Religion den Gesetzen vor und beinahe die Hälfte betrachtet Integration als etwas Unwichtiges. Ich schlussfolgere daraus 2 Dinge:

1. Die Religion ist ihnen wichtiger als Demokratie und Rechtsstaatlichkeit.
2. Diese in Deutschland gebohrenen Leute sehen sich selbst nicht als Bestandteil unserer Gesellschaft.

Da ich solche Einstellungen bisher lediglich bei Moslems wahrgenommen habe, unterstelle ich einen Zusammenhang mit dem Koran. Und Constantin Schreiber bestätigt durch seine Erfahrungen in deutschen Moscheen dies ja auch. Dort wird ja quasi zur Nicht-Integration aufgerufen.

@loopzone:
...trifft aber nicht mein Argument.

Das da wäre?
 
Da ich solche Einstellungen bisher lediglich bei Moslems wahrgenommen habe, unterstelle ich einen Zusammenhang mit dem Koran.

Es wurde ja bereits aufgezeigt, daß das Problem bei Deiner Wahrnehmung liegt.
Es ist, vorsichtig ausgedrückt, keine clevere Strategie, bewußt Fakten auszublenden und dann Schlüsse zu ziehen. Weniger vorsichtig ausgedrückt, nennt man es dämlich.
 
Du bzw. ihr nehmt sie aber in Sippenhaft, indem ihr ständig eine Distanzierung und eine Distanzierung per Demo fordert.

Im Türkischen/Arabischem TV wird schon seit Jahren gegen den Westen gehetzt.
Im Westen wird dafür auch gegen Moslems gehetzt. Zum Beispiel hier oder hier.

Das sehe ich nicht so, eine Schweigeminute kann jeder einhalten, das ganze sagt ja erstmal nichts. Ich kann mir nicht vorstellen das die Sache etwas größeres war, ich habe nämlich zum ersten mal davon gelesen.
Ab wann ist eine "Schweigeminute" für dich denn aussagekräftig? Wenn sie mindestens 60 Minuten dauert?
Und was können die Moslems dafür, wenn du erst jetzt davon gelesen hast? Sind die jetzt, neben dem Terror, auch noch für deine Bildungslücken verantwortlich?

Insofern wundert es mich natürlich nicht, dass die Teilnehmerzahl der Kölner Demonstration lächerlich niedrig war. In Deutschland wird selbstverständlich niemand gezwungen für oder gegen etwas auf die Straße zu gehen. Wenn mir mein Ruf allerdings etwas Wert ist und ich der Auffassung bin, dass hier ein falsches Bild vom Islam gezeichnet wird, dann wäre ich als Moslem wohl ziemlich sicher auf der Strasse.
Bei dem Ruf, den ihr den Moslems zuschreibt, müssten sie ja 7 Tage und 24 Stunden lang demonstrieren, um sich auch nur einigermaßen zu rehabilitieren.
 
Für etwas/jemanden einzustehen zu müssen oder sich freiwillig gegen etwas zu wenden, ist ein Unterschied. Muslime können hierzulande demonstrieren, oder es aber sein lassen. Welche Signale davon ausgehen, darf aber jeder Einzelne in unserer Gesellschaft noch selbst bewerten.

Nun, ich kann mich auch gegen Kinderarbeit aussprechen, ich kann es aber auch lassen.
Sie haben das Recht zu schweigen.
 
Du bzw. ihr nehmt sie aber in Sippenhaft, indem ihr ständig eine Distanzierung und eine Distanzierung per Demo fordert.

Nein, nochmal: Sippenhaft ist ewtas Verpflichtendes. Die Distanzierung hingegen beruht auf Freiwilligkeit. Und selbst Vertreter des Islam in Deutschland sind enttäuscht von der Anzahl an Teilnehmern. Warum darf ein Nicht-Muslim (ich) nicht ebenso enttäuscht sein?


Bei dem Ruf, den ihr den Moslems zuschreibt, müssten sie ja 7 Tage und 24 Stunden lang demonstrieren, um sich auch nur einigermaßen zu rehabilitieren.

Nö. Einmal nach jedem Anschlag, der im Namen ihrer Religion verübt wird, würde schon ausreichen. Wenn dabei eine 24/7 Demo rauskäme, liegt es an den Extremisten innerhalb des Islam, nicht an den Anschlagsopfern.

Sie haben das Recht zu schweigen.

Ja, das haben sie. Ein Schweigen kann auf Dauer aber auch derart "laut" ausfallen, dass es unüberhörbar wird.
 
Nö. Einmal nach jedem Anschlag, der im Namen ihrer Religion verübt wird, würde schon ausreichen. Wenn dabei eine 24/7 Demo rauskäme, liegt es an den Extremisten innerhalb des Islam, nicht an den Anschlagsopfern.

Es liegt auch ohne Demos an den Extremisten und nicht an den Opfern.
Aber wie oft bist Du denn eigentlich schon vor die Tür gegangen, wenn im Namen der Deutschen ein Molotowocktail in ein Flüchtlingsheim geflogen ist?
 
Der ganze Islam Terrorquatsch würde ohne medial propagierende Hetze nicht existieren. Belustigend, man geht demonstrieren und steht gegen islamische Terroranschlägen, der nich existiert. Bei solchen Anschlägen spielt primär die Religion sowieso keine Rolle. Wenn dies der Fall ist, dann geht man von einem Geisteskranken aus und nicht von seiner Religionszugehörigkeit.

Also okay, was genau willst Du mit Deinem Post jetzt eigentlich sagen? Das es die "islamistischen Terrorquatschanschläge" nicht gäbe wenn die fiese westliche Lügenpresse nicht darüber berichten würde? Zugegeben, da könnte sogar was dran sein, wenn die breite Masse nichts von einem Terroranschlag erfahren würde könnte man sie damit auch nicht einschüchtern/verunsichern/verängstigen...
Was meinst Du nun aber wenn Du sagst "das man geht demonstrieren gegen islamische Terroranschlägen, der nich existiert"?
Haben sich die Medien diese Anschläge nur ausgedacht, alles nur Fake News?
Aber was solls, zumindest bleibt Dir ja Deine Gewissheit das diese fiktiven Anschläge keinesfalls in Verbindung zu irgenteiner Religion stehen (und ganz Besonders nicht zum Islam). Find ich gut!

Achja, welche Substanzen konsumierst Du, wo gibts die und was kostet dat Zeuch?
 
Um mal ein paar neue Gesichtspunkte in den Raum zu werfen:


Der Dschihad ist im Grunde genommen ein "Phänomen" des 20. Jahrhunderts. In der Zeit davor spielte er bei den Muslimen kaum eine Rolle, wenn auch das Potential wohl durchaus vorhanden war. Inwieweit man da Deutschland eine Mitverantwortung einräumen will, lass ich hier mal offen. Um's mit den auszudrücken:
Die ich rief, die Geister
werd ich nun nicht los.
 
Aber wie oft bist Du denn eigentlich schon vor die Tür gegangen, wenn im Namen der Deutschen ein Molotowocktail in ein Flüchtlingsheim geflogen ist?

Anfang der 2000er irgendwann und 2006. Da ging es aber nicht um Molotowcocktails, sondern um eine Gegendemo zu einer Nazidemo und den Protest gegen einen Überfall auf einen Schwarzen. Kurz danach hatte sich dann herausgestellt, dass es keinen Überfall gab. Naja, lieber einmal zuviel demonstriert, als einmal zu wenig :beer:

Hilft dir das irgendwie weiter?
 
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