@Doc Lion: Statistisch sicher nicht wertvoll, aber dennoch möchte ich zu Deinem letzten Satz anmerken, dass ich mit rund 30 Muslimen zusammenarbeite, die alle ganz "normal" sind.
Wäre ja auch schlimm, wenn es nur fundamentalistische Muslime geben würde.
Ich hatte auch im Verein mit einem (fanatischen) Gülen-Anhänger zu tun, der mir gegenüber immer höflich und freundlich war. Stets eifrig und bemüht. Doch hinter den Kulissen war er ein wahrhaft fundamentalistischer Missionar in Sachen Islam (und Gülen). Ist es immer noch. bis heute. Trotz Erdowahn.
Aber du hast recht, rein statistisch gesehen, ist das nicht relevant, was du schreibst.
Wer die Augen öffnet, wird erkennen, dass immer mehr Muslimas eine Kopfverhüllung tragen und die Abgrenzung zur westlichen Gesellschaft, gerade auch in gemischt religiösen Ländern, immer mehr zunimmt.
Da kann man relativieren, was man möchte. Es sind einfach Fakten.
Ich kenne auch eine kosovarische, 22-jährige Muslima näher, der ich in Sachen Mathe behilflich war, ihre Hochschulreife zu bestehen und die jetzt, als Erste in der Familie, wegziehen wird, um zu studieren. Dank einigermaßen liberalen Eltern. Find ich klasse und hab sie in ihrer Entscheidung stets bestärkt. Doch dem Großteil der Muslimas bleibt das eigenständige, selbst bestimmte Leben einfach massiv verwehrt. Für mich ist und bleibt das so wenig akzeptabel, wie die Scharia ihre Gläubigen, vor allem die Weiblichen, gängelt und einschränkt.
Im Übrigen war m.E. einer der wesentlichen Auslöser die iranische 'Revolution' durch Ayatollah Chomeini im schiitischen Iran. Ohne Krieg durch den Westen. So zu tun, als wäre der Westen alleine für die Hinwendung zum fundamentalistischen Islam verantwortlich, ist einfach nur naiv und typisch für die West-Hasser.
Saudi-Arabien mit seinem überaus fundamentalistischen Wahabismus ist ein weiteres Beispiel.
Klar haben westliche Staaten, allen voran USA und GB, viele Fehler in Nahost gemacht. Darauf reduzieren kann und darf man die Entwicklung des Islam aber nicht.