@Beezle:
Songs for a Lifetime sind grob gesagt Songs für mich, die ich a) mit bestimmten Personen/Ereignissen/Lebensphasen verbinde. Krasses Beispiel "Schön ist es auf der Welt zu sein - Roy Black". Das kam raus, da war ich noch nicht mal in Planung, dennoch trällerte meine Mutter das mit wenn es im Radio dudelte. Hängengeblieben bei mir, kennt man, hab ich dennoch nicht als Platte.
Oder b) gewisse Bands, auf die ich über Eltern, TV, Freunde was auch immer aufmerksam wurde und mir zu eigen machte. Mitunter dann davon durchaus jedes Album gekauft haben mag und zu der mir spontan dennoch 3 Songs einfallen, die da den Favorit-Status haben. Pink Floyd ist so ein Kandidat. Rangiert vorne bei Erstgedanken dann "Coming back to Life" + "Wish you were here" + "Comfortably Numb". Das vollkommen wertungsfrei und ohne besonderen Grund mit Blick auf weitere geniale Stücke dieser Band.
U2 z.B. selbes Muster. Hat aktuell gerade ein neues Album raus - vielleicht ist das ja sogar ein Anreiz mal wieder ein Review zu schreiben nach etlichen Jahren - dennoch kommt mir spontan "One" + "Sunday Bloody Sunday" + "Kite" in den Sinn.
Ich gehöre nicht zu denen die da vertreten würden "früher war Musik besser". Ich persönlich bin heute anders aufgestellt. Family/Freunde + Job/Freizeit nehmen andere Parts meiner Zeit ein als früher noch in Zeiten des Studiums, wo man auch mal ne Nacht auf dem Board locker abgehangen hat oder deutlich mehr in Clubs unterwegs war und das ein oder andere mitbekam. Ich persönlich war auch noch viel mehr auf der Suche nach Neuerscheinungen zu meiner Internetradiozeit. Heute läuft mir das eher so beiläufig über den Weg.
@Seedy
Deine Thesen finde ich nicht uninteressant. Ich hätte da auch noch eine Modifikation:
Technischer Wandel. Ich hab als Kind noch Schallplatten der Eltern um mich rum gehabt. MTV oder VH1 hat mich begleitet als Teenie. Als das zu blink-werbe-lastig wurde war ich weg davon.
Heute schaut das doch bei Kids wesentlich anders aus. Baby bekommt mit 2 Zähnchen schon fix ein Tablet hingelegt und kann sehr zügig schon auf digitalen Wimmelbüchern rumtippen. Da folgt das erste Handy dann viel früher als noch bei uns. Youtube, Facebook, Twitter nimmt immensen Stellenwert ein. Boards und längere Diskussionen über Musik z.B. sind doch eher eine aussterbende Gattung. Das Bloggen ist doch auch so gut wie durch schon wieder. Ich glaube, man kommt heute anders mit Musik in Berührung und daraus resultiert mitunter dann auch Deine These 4 z.B.