Bei der Form des Genderns geht es um non-binary ja überhaupt nicht, so weit sind wir noch lange nicht.
Ich hoffe doch auch stark, dass nicht versucht wird, dieses Ziel über sprachliche Wege zu erreichen.
Es ist das alte Ding: mit der vorherrschenden männlichen Form als Anrede für alle, rückt die Existenz der Frauen in den Hintergrund
Sorry, aber das ist Käse. Ich bin für die absolute Gleichberechtigung nicht nur der Frauen. Die Verbiegung der Sprache unter diesem Vorwand finde ich blödsinnig. Was ist denn die Begründung für die Verlaufsform, die sich alternativ zu den Sterncheninnen auch gern zum Gendern verwendet wird, also Studierende statt Studenten, Lernende anstatt Schüler und Mitarbeitende anstatt Mitarbeiter?
Um so inklusiv wie möglich zu sein, wäre natürlich die idealste Lösung, so geschlechtsneutral wie möglich zu sein.
Das geht dann konsequenterweise nur mit Abschaffung der Artikel und jeglicher Geschlechtsform bei Substantiven. Im Grunde genommen hätten wir dann wieder den generischem Maskulin, der dann eben nicht maskulin ist. Und bei den Artikeln könnten wir uns an der englischen Sprache orientieren oder an den slawischen Sprachen, die gar keine Artikel kennen.
Klar ist: Gar nicht erst anfangen ist definitiv nicht die Lösung.
Man könnte auch einfach mal aufhören, überall eine Unterdrückung sehen zu wollen, wo keine ist.
Bei mir hab ich festgestellt, dass ich die gendernde Verlaufsform früher unsinnig fand, aber das noch weitestgehend ignorieren konnte. Mittlerweile bin ich aber durch das Übermaß an Sternchen und Verlaufsformen an dem Punkt angekommen, dass es mich bewusst nervt und ich das auch nicht mehr ausblenden kann.
Und weil man es nie oft genug empfehlen kann: