Israel

Ja natürlich sind sie Sklaven des Kapitalismus. Sie müssen auch ihre Kinder ernähren. Aber wie gesagt, Geld ist nicht alles. Die Palästinenser wollen das Recht auf Selbstbestimmung und wie sie dann Geld verdienen, dass ist ihre Sache.

Sie arbeiten dort aus freien Stücken, aber darauf zielte das Sklavenbeispiel gar nicht ab. Geld ist nicht alles. Es geht hier auch um Würde und Respekt.

Sklaven werden auch erniedrigt und das egalisiert sich nicht, wenn sie gutes Geld verdienen.

Ganz schön zynisch, wenn du selbst nicht darauf kommst.
 
Hast du nen Marx gefrühstückt?

Natürlich muss man in einer Kapitalgesellschaft arbeiten für Geld.
Der unterschied zur Sklaverei ist dabei, die Freie Wahl der Arbeit und das Recht auf bestimmte Gegenleistungen.

nach deiner Definition ist jeder Sklave, der eine Arbeit besitzt.... und das ist schlichtweg nur eins: Dum!


Kannst du dich mal entscheiden?
Was haben den jetzt Würde und Respekt mit Arbeit und Wirtschaft zu tun?
schonmal in nem Callcenter gearbeitet?
 


Es geht hier nicht um die Arbeit ansich, sondern das man unter israelischer Besatzung arbeiten muss und das in Siedlungen, wo vorher die eigene Heimat war. Das ist einfach erniedrigend und es ist einfach bestialisch und zynisch zu erwarten, dass Palästinenser diesen Zustand akzeptieren sollen, nur weil sie gutes Geld verdienen.

Du hast den ganzen Punkt nicht kapiert.
 

Dann beziehe deine Argumentation auch darauf...

Denn du schießt grad auf Arbeit an sich, nicht Arbeit unter Kolonialbedingung.

ich hab den Punkt kapiert, ich sehe nur anders.
ist deine Argumentation mistig...
 
Anders ausgedrückt: Es macht die israelische Politik nicht unbedingt besser nur weil sie einigen Palästinensern eine anständige Arbeit anbieten, wenn sie im Gegenzug den Rest der Palästinenser weiter unterdrücken.
 
Anders ausgedrückt: Es macht die israelische Politik nicht unbedingt besser nur weil sie einigen Palästinensern eine anständige Arbeit anbieten, wenn sie im Gegenzug den Rest der Palästinenser weiter unterdrücken.

Siehste, Harley, da kannst dir mal abgucken wie man dinge auf den Punkt bringt.
 
Oder du liest Beiträge mal vernünftig. War-10-ck hat es ja auch kapiert. War also nicht komplett auf chinesisch. :rolleyes:
 

Ich hab es doch kapiert, du bist nur voll an deinem eigenen Thema vorbei gelaufen ;)

--- [2014-12-05 15:22 CET] Automatisch zusammengeführter Beitrag ---

BTT.
Das Problem beim Boykott ist aber, dass wenn die Einnahmen der Firmen zusammen brechen, auch die angestellten leiden.
Somit würde ein Boykott dieser Regionen zwar auch die "Ausbeuter" aber auch die Angestellten schädigen, denn wenn sie eine bessere Alternative hätten als dort zu arbeiten, sie das sicherlich tun würden.

Das ist das Indische Kinderarbeitsproblem:
Die Kinder arbeiten ja nicht aus Spaß in den Fabriken, sie arbeiten dort, da sie das Geld brauchen.
Also die Produkte zu Boykottieren, jetzt eigentlich die Kinder schädigt, die dann noch schlechteren Arbeiten nachgehen müssten.

Den Hebel muss man also nicht bei dem Arbeitgeber ansätzen, sondern an dem Umstand, der die Kinder überhaupt zur Arbeit nötigt.

Das gleiche gilt in Palästina...
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja natürlich sind sie Sklaven des Kapitalismus.

Na dann, auf zur marxistischen Weltrevolution. Ich bin dabei. Muss nur kurz zum EDEKA für das Abendessen einkaufen. Bis zum Abendessen sind wir doch zurück, oder?

Außerdem, wenn die Westbank eine so gute wirtschaftliche Prognose hat, werden sie es auch ohne die Siedlungen überleben. Es funktioniert einfach nicht, egal wie du das drehst und wendest.

Nein, gerade die Leute, die in Siedlungsgebieten arbeiten, sind ein wichtiger Faktor für das Wirtschaftswachstum. Auf palästinensischer Seite sorgen sie nicht für Lohnkosten, tragen aber ihr verdientes Geld in die palästinensischen Wirtschaftsgebiete und sorgen da für Nachfrage.
 
Ändert aber nichts an der Tatsache, dass der Boykott an den Siedlungen nichts mit der Wirtschaft zu tun hat, sondern politisch die Unabhgänigkeit Palästinas bewirken soll.

Gibt es erstmal ein unabhängiges Palästina, bauen sie sich auch eine Wirtschaft unabhängig von Siedlungen auf. Aber wie gesagt, es geht hier mehr als um Geld, sondern um Leben.
 

Flipflopping?

Dachte es geht um die die Wirtschaft, warum sonst fängst du von den Arbeitern und den Produkten aus der Siedlung an?

--- [2014-12-05 15:28 CET] Automatisch zusammengeführter Beitrag ---


Ja, mit Kinderarbeit ist es nicht zu vergleichen.

Aber die Lösung ist die gleiche, die Umstände abschaffen, die diese Situation erschaffen.
 
Man darf es sich nicht so vorstellen, dass die Palästinenser oder ihre Kinder in Gaza am Verhungern sind.

Eher ist das Gegenteil der Fall:

Seit 1949 ist der Gazastreifen wesentlich auf die Versorgung durch die UNRWA angewiesen. So versorgte die UNRWA Ende 2012 etwa die Hälfte der Bevölkerung mit Lebensmitteln. Eine Gesundheitsstudie der WHO vom Juli 2009 kam zu dem Ergebnis, dass Untergewichtigkeit von Säuglingen (1,2 %) und Kindern bis 16 Jahren (1,4 %) im Gazastreifen leicht rückläufig sei und auf einem akzeptablen Niveau liege, während Übergewichtigkeit von Kindern zwischen 10 und 16 Jahren mit 15,9 % eine „hohe Verbreitung“ („high prevalence“) aufweise. Die Studie vermutet als Gründe Bewegungsmangel und unausgewogene Ernährung.


An gleicher Stelle wird behauptet, der Rückgang der Wirtschaftsleistung in den 90er Jahren sei primär auf Mißwirtschaft und Korription unter Arafat zurückzuführen gewesen.
 


Israel musste eine Studie veröffentlichen, die offenbart hat, dass Israel die Kalorienmenge von Gaza berechnet hat, damit die Menschen nicht verhungern. Israel hat also den Gazastreifen mit gerade so viel essen beliefert, damit sie überleben.

Folgen:

Viele Kinder leiden unter Mangelerscheinungen, das Gehirn entwickelt sich nicht richtig und so. Experten nennen das auch einen schleichenden Genozid an den Arabern in Gaza



10% der Kinder leiden unter Unterernährung

About 10 percent of Palestinian children suffer permanent effects from malnutrition, according to a survey published Wednesday, a result of widespread poverty in the West Bank and Gaza.
 
Viele Kinder leiden unter Mangelerscheinungen, das Gehirn entwickelt sich nicht richtig und so. Experten nennen das auch einen schleichenden Genozid an den Arabern in Gaza

Wenn es so wäre, was angesichts einander widersrepchender Zahlen keiner von uns beurteilen kann, wäre es umso widerlicher, dass die eitlen Hamas-Bonzen sich zur Mehrung des eigenen Ruhms sündhaft teure Raketen kaufen und die Kleinen hungern lassen bis zum Umkippen. Passt aber gut ins Bild, das man von diesen Typen schon gewonnen hat.
 
Man darf es sich nicht so vorstellen, dass die Palästinenser oder ihre Kinder in Gaza am Verhungern sind.

Eher ist das Gegenteil der Fall:

Na dann muss man sich ja keine Sorgen machen :T
Außer wenn mal wieder ein Krieg ist, und das ist ja meistens...

Danke, dass du mir den Unterschied zwischen absoluten und relativen Kennzahlen erklärt hast. Aber was willst du mir damit sagen? Das ändert ja nichts daran, dass die wirtschaftlichen Aussichten für die West Bank sehr gut sind.

Woher kommen die Zahlen? Man müsste sich auf fragen wodurch das Wachstum entsteht, wem es nützt, etc. pp.

--- [2014-12-05 17:35 CET] Automatisch zusammengeführter Beitrag ---

Wenn es so wäre, was angesichts einander widersrepchender Zahlen keiner von uns beurteilen kann, wäre es umso widerlicher, dass die eitlen Hamas-Bonzen sich zur Mehrung des eigenen Ruhms sündhaft teure Raketen kaufen und die Kleinen hungern lassen bis zum Umkippen. Passt aber gut ins Bild, das man von diesen Typen schon gewonnen hat.

Das muss wohl das erste mal sein, dass ich einer Aussage von dir nur zustimmen kann.
 
@Nero

In Bethlehem werden seit 20 Jahren keine Raketen gekauft und was kriegen die Palästinenser dafür, neue Siedlungen vor die Schnauze.

Scheint so, dass man sich gegen Israel nur mit Waffengewalt wehren kann. Tut man dies nicht, wird das Land enteignet.
 
dass die eitlen Hamas-Bonzen sich zur Mehrung des eigenen Ruhms sündhaft teure Raketen kaufen
Was da mit den Kassam Raketen getrieben wird ist Schwachsinn. Aber eines sind sie eben nicht: Teuer
In einer Hinterhofwerkstatt bastelt man so ein Ding nach Feierabend noch vorm Skatabend zusammen ;)
 
Scheint so, dass man sich gegen Israel nur mit Waffengewalt wehren kann. Tut man dies nicht, wird das Land enteignet.
Es wird so oder so enteignet. Siedlungsbau ist im inneren Kern israelischer Politik verankert. Ohne Siedlungen hat das Land keine Zukunft.
 
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