Islamismus

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@TBow:

Genau erzähle dass den Opfern vom IS.
Und noch ein Beispiel, wieso wir die Grundrechte brauchen.
Aber klar, alles Spinner, die von Menschenrechten sabbeln, oder gar dafür eintreten, nicht wahr?

Ach ja, Leute, die die Menschenrechte nicht achten, die haben iher Rechte verwirkt!
Aber keine Angst, ich tu dir nichts, ich achte nur dein grundrechtlich verbrieftes Recht auf Besitz nicht mehr. Was haste denn so in der Bude stehen, was ich brauchen könnte? :D

Auch solltest du dir überlegen, was du mit dem IS gemeinsam hast. Richtig, die Ablehnung der Grundrechte.
 
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@TBow:

Keine Lust mich mit deinen erfundenen Argumenten und Aussagen zu befassen. Denk über Empathie nach und verfolge den ganzen Thread und irgendwann verstehst es oder auch eben nicht.
 
Islamismus hat bekanntlich etwas mit Fanatismus zu tun, also nicht selten mit Irrationalem. Das Irrationale sollte hier Thema sein, nicht aber etwas, von dem sich die Diskutanten leiten lassen.


Was mich gerade umtreibt, ist die Frage, inwieweit Islamismus reell etwas mit Islam zu tun haben muß und IIS mit beidem?
Ich denke, daß es dabei auch um ein grundlegenden Problem von Ideologien geht. Gibt es da jemanden, der eine Idee hat, an die er wirklich glaubt und dann seine Anhänger um sich scharrt, oder kann die Idee nicht nur ein Mittel zum Zweck sein, um Anhänger zu binden, ohne das die Strippenzieher sich dem Glauben an die Idee überhaupt verpflichtet fühlen?
Wer ist die Führung von IIS, welche Ziele haben sie, von wem werden sie gestützt oder gesteuert?
Geht es wirklich um Islam als Glaube? Geht es um Macht? Um Widerstand gegen den Westen?

Was bedeutet die "strategische"Zurückhaltung der Amerikaner , Angesicht der Massenmorde. Warum schließen sich die Türken dem Bündnis an, scheinen aber eher die IIS-Terroristen, statt der bedrohten Kurden zu unterstützen?

Ist Islamismus die Forderung, daß der Gaube die Politik bestimmen muß, oder aber, daß die Politik den Glauben instrumentalisiert?
 
Islamismus hat bekanntlich etwas mit Fanatismus zu tun, also nicht selten mit Irrationalem. Das Irrationale sollte hier Thema sein, nicht aber etwas, von dem sich die Diskutanten leiten lassen.

So schiebt man den Schwarzen Peter hin und her, von einem Ismus zu anderen, erfindet zur Not auch einen neuen, aber schlauer wird man davon nicht.

Die Menschen machen nun mal solche Sachen, und sie finden dafür immer einen Grund. Gerade diese Bestialität zeichnet doch die Menschen im Vergleich zu den Tieren aus.

Damit muss man leben, und das heißt, man muss darauf vorbereitet sein, Menschengruppen das Handwerk zu legen, wenn sie wieder mal der Blutkoller packt.
 
Es ging mir lediglich darum, daß sich die Diskutanten nicht die Köpfe (bildlich) einschlagen, sondern lediglich über die diskutieren, die dieses real tun.
 
Ist Islamismus die Forderung, daß der Gaube die Politik bestimmen muß, oder aber, daß die Politik den Glauben instrumentalisiert?
Weder noch. Politik, Religion und Wirtschaft sind Ausdruck menschlichen Denkens und Handeln in der Gesellschaft. Die Schwerpunkte ändern sich, aber dass eins die anderen absolut dominiert kann nie von Dauer sein. Der Mensch lebt nicht nur vom Brot allein und der heilige Geist macht nicht satt. Das jeweilige Streben nach Teilhabe an der öffentlichen Macht, nach Spiritualität und materiellem Erfolg lässt sich nicht substituieren.

Dass den "Islamisten" das bewusst ist, darf angenommen werden. Wo hätten sie sonst ihre erstklassige Militärtechnik her oder wie könnten sie sonst die eroberten Gebiete verwalten?
 
Nur eine Beobachtung am Rande:

Wie rührig die in Deutschland lebenden Muslime während des Gaza-Krieg gewesen sind. Sie haben Demos veranstaltet, bei denen antisemitische Parolen unangenehm aufgefallen sind, Juden, die durch die Kleidung als solche erkenntlich waren, wurden bedroht. Die Demonstranten haben ihren Hass auf Israel hinausgeschrien.

Auch sonst war die Anteilnahme der Öffentlichkeit beträchtlich. Ich höre morgens immer den Deutschlandfunk, und jeden Tag wurden in den Nachrichten die korrigierten Opferzahlen genannt. Endstand 2.100, weiß sogar ich. Wie viele Leichen den Weg des IS pflastern, weiß ich nicht.

Überhaupt scheinen Opferzahlen ziemlich uninteressant zu sein, fall sich keine willkommener Täter wie Israel oder die USA identifizieren lässt. Auch hier im Forum ist es nicht anders, so mein Eindruck. Nur Endstille macht eine rühmliche Ausnahme, bei ihm brennen die Sicherungen verständlicherweise auch durch, wenn er die Opfer nicht Israel oder den USA in die Schuhe schieben kann

--- [2014-10-11 15:16 CEST] Automatisch zusammengeführter Beitrag ---

DLF-Nachrichten heute 8:00 Uhr:

Nach Einschätzung des US-Experten Jackson Janes haben die USA die syrische Grenzstadt Kobane im Kampf gegen die Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS) längst aufgegeben. "Kobane wird ein Opfer sein", sagte Janes von der Johns Hopkins University in Deutschlandradio Kultur. Ein Signal dafür sei, dass die von den USA geführte Militärkoalition gegen den IS erst am kommenden Dienstag zu Beratungen über die Krise zusammenkomme.


Klassisches Aussitzen.

So ein Mamutmeeting vorzubereiten kostet natürlich Zeit. Der Hintergedanke dabei dürfte sein: Bis Dienstag hat sich das Problem Kobane von selbst erledigt, im Sinne des IS.

Erinnert mich an die Zeit, als die Geheimverhandlungen zwischen Nordvietnam und den USA schon liefen, und die Gefechte nur noch Show waren.

Ob es wohl zwischen dem IS und den USA schon Kontakte gibt? Überraschen kann mich nichts mehr.
 
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Bevölkerungen und Soldaten sind emotional gesteuert.
Politik macht man aber real:
Wenn die sehen, dass sie die IS auf Militärischen weg nicht bekommen.
Oder die USA einen vorteil in der IS an einigen Ecken sieht, wird sie dieses Nutzen.
Aufgrund der negativ Propaganda, damit aber auf keinen Fall an die Öffentlichkeit gehen.

wundert dich das?
 
Aufgrund der negativ Propaganda, damit aber auf keinen Fall an die Öffentlichkeit gehen.

Es wird doch öffentlich. Wenn die USA, nachdem sie den Mund so voll genommen haben, den IS die verbliebenen Bewohner von Kobane abschlachten lassen, sieht das jeder.

Und die Moral ist ja auch etwas sehr Reales. Wenn sich zeigt, dass die Versprechungen der USA nichts wert sind, ist das ein realer Schaden, weil die Bündnispartner sich auf die eigenen Füße stellen werden. Die Zuverlässigkeit ihres Schutzes ist unter anderen das Kapital der USA. Wenn die Zuverlässigkeit vom IS wiederlegt wird, ist das Vertrauen in die USA im Eimer.

Ich würde denken, die USA müssen mit dem Rücken zur Wand stehen, um sich so eine Blöße zu geben. Also annehmen, dass es den USA dreckiger geht als gedacht. Vielleich wegen der Aussichten in Afghanistan?


PS: Wäre ich deutscher Verteidigungsminister, würde ich schon mal für Afghanistan die Evakuierungspläne ausarbeiten und schleunigst die kaputten Flieger reparieren lassen, damit im Ernstfall ausreichen Transportkapazität zu Verfügung steht.

Der Ernstfall wäre: Die USA verlassen fluchtartig das Land, wie damals in Saigon, und den letzten beißen bekanntlich die Hunde.
 
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Defakto haben die Staaten einfach mit Kriegsmüdigkeit zu kämpfen. Aus der Luft Ziele zu bombardieren, die sich dagegen defakto kaum wehren bzw. nur ausweichen können, kostet zwar Geld aber das Risiko von Verlusten ist minimal. Das sieht beim Einsatz von Bodentruppen natürlich anders aus, wobei auch dort logischerweise eine drückende technische Überlegenheit vorhanden wäre. Damit hat Obama einfach zu kämpfen und ich weiß auch nicht wie ich reagieren würde. Strategisch und taktisch ist ein Einsatz von Bodentruppen zwingend, denn aus der Luft allein gewinnt man keinen Krieg und die Kurden sind offensichtlich zu schwach bewaffnet. Waffenlieferungen sind offensichtlich auch schwierig, da PKK Verbindungen bestehen, die auch auf der "Terrorliste" stehe. Mal davon abgesehen war ein Herr Assad vor einem Jahr noch der böse Feind, der kurz davor stand auch ausgebombt zu werden, nun ist er quasi ein unerwünschter Verbündeter gegen die IS. Sehr verfahren das Ganze.
 
Defakto haben die Staaten einfach mit Kriegsmüdigkeit zu kämpfen. ... Damit hat Obama einfach zu kämpfen und ich weiß auch nicht wie ich reagieren würde.

Die Kriegsmüdigkeit hat Obama doch überhaupt erst ins Amt gebracht. Schon Bush und Powell haben den Sicherheitsrat der UN mit getürktem Material betrügen müssen, um eine breite Zustimmung zum Irakkrieg zu erhalten. Eigentlich war es bei Kennedys Vietnamkrieg auch nicht anders.

Hinzu kommt, dass der Trend dahin geht, den Dienst an der Waffe nicht mehr als nationale Pflicht, sondern als Gewerbe zu begreifen. Für den Vietnamkrieg wurden die Soldaten noch eingezogen, heute muss man sich auch in den USA (wie in der BRD) für diesen Job bewerben.

Mit Söldnerarmeen aber kann man keine strategischen Interessen verfolgen. Das hat schon Napoleon bewiesen, als seine Volksarmee die Söldnerarmeen der alten Mächte überrannte. Die Konsequenz wäre heute, dass man den Menschen reinen Wein einschenkt: Mit euren Despoten müsst ihr selbst zurechtkommen, wir können euch nicht helfen.

Obama aber verspricht Hilfe, obwohl er sie nicht leisten kann, weder im Kampf gegen den IS noch beim Kampf gegen die Taliban in Afghanistan. Er müsste ehrlicherweise zugeben, dass man gegen den Islamismus anderswo machtlos ist und ihn nur im eigenen Land verhindern kann.
 
Wenn ich mir die US-Handlungen der letzten 15 Jahre so ansehe, dann komme ich aber zu dem Schluss dass den USA spätestens seit dem Irakkrieg (2003) ihr ansehen in der Welt am Arsch vorbei geht.
Spätestens seit dem NSA-Skandal zeigen sie das auch offen.
 
Wenn ich mir die US-Handlungen der letzten 15 Jahre so ansehe, dann komme ich aber zu dem Schluss dass den USA spätestens seit dem Irakkrieg (2003) ihr ansehen in der Welt am Arsch vorbei geht.


Die USA waren der einzige Staat, er weltweit intervenieren konnte. Nur die USA hatten die Stützpunkte, die Flugzeugträger, die Atom-U-Boote, um überall auf der Welt bei Bedarf präsent zu sein.

Das hat wahnsinnige Summen Geld gekostet, aber solange der Kommunismus drohte, haben sich die Steuerzahler nicht lumpen lassen. Die Knauserigkeit fing erst unter Reagan an, und seither ist kein neuer Flugzeugträger vom Stapel gelaufen, die Militärausgaben wurden rasant gekürzt und die Personalstärke verkleinert. Wie heute bei der Bundeswehr wurde um 2000 rum der ERSATZTEILMANGEL für Flugzeuge Diskussionsthema in der US-Army.

Die amerikanischen Streitkräfte stehen also vor dem gleiche Problem wie die Streitkräfte aller westlichen Länder: Kein Feind in Sicht, der die astronomischen Rüstungsausgeben aus der Zeit des Kalten Krieges legitimieren würde.

Anders aber als von den übrigen Ländern erwartet man von den USA – und erwarten die USA von sich selber – dass sie noch immer so allmächtig wären wie zu Hochzeiten des kalten Krieges. Das ist das Dilemma.

Einerseits zeigt jeder auf die USA, wenn gegen den IS interveniert werden soll.

Andererseits will sich keiner von den USA bevormunden oder aushorchen lassen.
 
Würdet ihr bitte wieder von der Fähigkeit oder Bereitschaft, Kriege zu führen, zurück zum Islamismus kommen?
 
Meinen Beitrag zu diesem Thema möchte ich mit einem Zitat beginnen:


Also um es mal kurz zu fassen, Religionen, oder Aberglauben sind nur was für Doofe, die zu dumm sind selbst zu denken.

Bin ja ein toleranter Mensch, also leben und leben lassen, aber neben "Sapere aude!" gilt natürlich auch, "Keine Toleranz den Intoleranten".

Heilige Schriften sind daher eher die Bücher der Aufklärer, u.a. von Kant, Rousseau oder Voltaire, nicht die irreführendenden Schriften, auf die sich Moslems, Juden oder Christen beziehen und damit den Herrschenden als unmündige Gläubige (stellen also ihren Aberglauben über die Vernunft) zur Verfügung stehen.
 
Meinen Beitrag zu diesem Thema möchte ich mit einem Zitat beginnen:

Der Islamismus ist für die Verteidiger vom Kobane und die dort verbliebenen Zivilisten kein philosophisches, sondern ein militärisches Problem, und das militärische Problem ist eine Frage des Überlebens.

Also um es mal kurz zu fassen, Religionen, oder Aberglauben sind nur was für Doofe, die zu dumm sind selbst zu denken.

Leider sind die Angreifer in Kobane keineswegs dumm, sondern ausnehmend intelligente Kopfabschneider.

Nebenbei gefragt: Glaubst Du wirklcih, dass Du hier noch jemand davon überzeugen musst, dass der Islamismus schlecht ist?
 
Also um es mal kurz zu fassen, Religionen, oder Aberglauben sind nur was für Doofe, die zu dumm sind selbst zu denken.

Ich würde Doofe streichen und durch 'Beeinflussbare' ersetzen.

Ausgenommen natürlich die Anführer, die mit Hilfe einer Religion nahezu unendliche Machtfülle erlangen können. Ist es doch möglich, jede noch so abstruse oder gewalttätige Aktion durch den angeblichen Willen ihres Gottes/Allahs/Jahwes, etc., zu rechtfertigen. Zudem vermitteln sie ihren Untertanen ein scheinbares Gefühl der Stärke, dass man besser wäre, als der Rest der Menschheit oder gar als Einzige das Recht auf Leben hätten. So wird Fanatismus geboren.

Ist nichts Neues, nur dass die I.S. Truppen eben über immense finanzielle, militärische und personelle Resourcen verfügen.
 
Ich würde Doofe streichen und durch 'Beeinflussbare' ersetzen.

Jeder Mensch ist beinflussbar, außer er ist bereits eine Leiche.

Deine Charakterisierung der Anführer klingt übrigens so, als wüsstest Du, wie sie es machen.

Das vermittelt Dir ein Gefühl von Überlegenheit, aber halt nur ein Gefühl.

Tatsächlich ist es so, dass Du vor allem eines nicht kannst, nämlich die Anführer nachmachen. Wäre es so, könntest Du den Spieß einfach umdrehen.
 
Erschreckend wie es derzeit in Hamburg ausschaut. War am Freitag, wie so oft, bei mir um die Ecke auf dem Steindamm essen. So viele Polizisten hab ich dort noch nie gesehen. Rasterfahndung ohne Ende. Gefühlt wurde jeder Schwarzkopf rausgewunken und durchsucht.

Ich würd daher, gerade weil es absolut aktuell ist, das Thema lieber auf den Islamismus und seine Gefahr hier direkt in Deutschland hinlenken, anstatt über Kobane, die Türkei und USA zu diskutieren. Wie ich bereits sagte, könnte man dies doch in dem schon vorhandenen Thread diskutieren. Dass innerhalb von ein paar Stunden ca 400 kampfbereite Salafisten alleine in Hamburg auftauchen, zeigt nur wie real diese Bedrohung innerhalb Deutschlands schon ist. Ich will garnicht wissen, wie viele es in der Salafisten-Hochburg NRW sind.
 
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