godlike dabei geht es aber darum, dass Sprayer wohl sagen - nicht aus der Bahn schauen ist ein 1st World Problem, wir machen mit unseren Graffiti auf Gesellschaftsprobleme aufmerksam - das ist wertvoller als aus dem Zug schauen. Liegt doch genauso im Auge des Betrachters wie auch Kunst.
Das ist dabei glücklicherweise nur eine Meinung.
Ich sehe das so, dass Graffitis nur den Leuten etwas sagen, die selbst damit etwas zu tun haben. Wenn ich ein Graffiti auf einem Zug sehe denke ich mir ganz bestimmt nicht "Ooh, was steht wohl eine besondere Message hinter
GFA CREW RULEZ?!". Nee. Und dass deine AG ein Problem mit Graffiti auf dem Auto hat? Ja, wen wunderts. Weils zu 99% nur illegale Schmiererei ist, die obendrein noch hässlich ist.
Mal noch ein Beispiel aus meinem Umfeld. In der BBS hier sind die Klos voll mit sog. Graffitis; leider nicht einmal schön, nur dahingerotze Tags, so wie auf deinem Bild.
Auf der Hochschule hingegen sieht man sowas nicht, nicht auf einer einzigen Toilette. Das Gebäude ist zwar erst 7 Jahre alt, die BBS schon bestimmt 30 Jahre; und trotzdem sieht die Hochschultoilette aus wie gestern eingezogen. Ich würde fast vermuten, das liegt am Klientel. Wenn man wirklich was bewegen will, dann sollte man sich politisch engagieren, oder selbst direkt Politiker werden, und nicht irgendwelche Klos, Züge oder Bahnübergänge vollschmieren.
Und wers für die malerische Kunst tut, kann das auch zuhause an seine eigene Wand machen. Das Illegale als Reiz sehe ich als vollkommenen Blödsinn an. Reiz vielleicht ja, aber keine Rechtfertigung.
PS: godlike, nimms nicht persönlich, sollte es so rüberkommen. Ich bin gegen aktive Sprayer und nicht gegen Menschen, die Sprayer aktzeptieren
