Ich habe nicht gesagt, dass die Religion die Antwort für Wissenschaftliche Fragen ist und alle blind Religionen akzeptieren sollen. So ganz ist Religion trotzdem nicht unnötig, da die Fragen der Moral, die Physik nicht beantworten kann.
Mal abgesehen davon, dass verschiedene Religionen Fragen der Moral unterschiedlich beantworten und du dann wieder vor dem Problem stehst die richtige Religion wählen zu dürfen, gibt es selbstverständlich Dinge, die die Naturwissenschaft nicht beantworten kann. Im Fall des Urknalls und den Fragen drumherum hat die Religion aber keine Antworten, sondern nur Bauchgefühle, die sie als Tatsachen bzw. Beweise für die Existenz Gottes verkaufen möchte und das ist finde ich schlimmer, als keine Antwort zu haben. "Ich weiß es nicht" ist ein Satz, für den man sich in der Wissenschaft nicht schämen braucht. Sowas sichert sogar Arbeitsplätze.
Bin der Meinung, dass das Universum zu fein abgestimmt ist, als das es Zufall oder Chaos sein kann und es eine Art superintelligentes Bewusstsein geben muss. Da die Feinabstimmung eine gewisse Persönlichkeit und Intelligenz abverlangt. Man könnte natürlich sagen, die Naturgesetze waren schon immer da, aber dafür ist mir das Zusammenspiel zwischen allen Einzelheiten zu präzise und durchdacht. Deutet für mich persönlich alles darauf hin, dass es einen übergeordneten Plan gibt.
Das ist ein gutes Beispiel: du fühlst, dass das kein Zufall sein kann und schließt darauf, dass es eine übergeordnete Intelligenz geben muss. Steckt da irgendeine Methode dahinter, die du verheimlichst? Ansonsten ist das nämlich deine persönliche Meinung und die kannst du haben und äußern, aber das macht sie nicht zu eine objektiven Beschreibung unserer Welt.
Eine Zahl die 120 Größenordnungen größer ist, als das, was man vermutet hat. Das ist einfach der Wahnsinn! Dieser Wert entspricht genau dem, damit Leben entstehen kann, warum sollte ein zufälliges Universum das wollen? Mindfuck!
Wie gesagt, ich kenne mich mit der Kosmologie und Physik nicht gut genug aus um da jetzt in den "OMGWTFBBQAWESOMESAUCE!" Chor mit einstimmen zu können, aber sich, gerade auf diesem noch jungen Gebiet, mal um ein paar Größenordnungen vertan zu haben, macht die ganze Sache aus wissenschaftlicher Sicht ja nur noch interessanter und was ich schon weiter oben gesagt habe: wenn es nicht so fein abgestimmt wäre, würden wir uns auch nicht darüber wundern können.
Was interessieren Naturgesetze, ob sich Sterne bilden können, die dann Planeten bilden können, damit wir uns entwickeln können?
Genau, das ist einfach so passiert und wenn es nicht so passiert wäre, wär's auch nicht schlimm gewesen. Ein großes, leeres Universum oder ein kleines, viel zu heißes Universum ist genau so gut, wie das was wir hier haben.
Ich finde die Religion sollte bei ihrem Thema bleiben und nicht versuchen, sich in wissenschaftliche Arbeit reinzudrängen. Da hat sie so wenig mit zu tun, wie die Wissenschaft mit der Religion und dieses nach-Strohhalmen-greifen um die Existenz Gottes pseudowissenschaftlich zu beweisen, wirkt auf mich eher verzweifelt. Als müsste man Gott in eine wissenschaftliche Beschreibung unserer Welt aufnehmen, weil das Menschen so fühlen. Vielleicht erinnerst du dich noch an den
: vor ein paar Jahrhunderten hätte die Kirche das ohne mit der Wimper zu zucken für ein böses Omen erklärt, obwohl da nur ein sehr großer Felsbrocken in der Atmosphäre verglüht ist. Heute sind wir mittlerweile schon so weit, dass sie die Kirche gar nicht mehr traut so einen bullshit zu verzapfen und darauf aufbauend dann evtl. irgendwelche Opfer von ihren Anhängern zu verlangen. Von mir aus kann jeder glauben an was er will und Religionen haben in bestimmten Bereichen unseres Zusammenlebens auch ihren Platz, aber sie helfen uns nicht die physikalische Welt zu verstehen, deshalb höre ich auch den TV-Predigern und anderen Würdenträgern nicht zu.