Fragen zu Gott

1. Wenn Gott allmächtig ist, warum eliminiert er dann nicht den Teufel?

Da hätte die Kirche dann aber ein großes Problem. Wenn keiner mehr Angst vor dem Teufel haben muss, dann braucht man auch keinen Gott.

Durch die Religion konnten einige wenige Personen eine große Masse kontrollieren. Gedroht wurde mit ewigen Qualen nach dem Tod, dazu hatten die Leute dann meist zu Lebzeiten schon "die Hölle auf Erden". Heute im Informationszeitalter sollten die Menschen eigentlich in der Lage sein alles zu hinterfragen, aber es ist bequemer an altem festzuhalten. Auch muss man so für sein Handeln nicht die Konsequenzen tragen, alles ist schließlich göttliche Fügung und vorherbestimmt.

Wenn mal was schlimmes passiert, dann wurde man von Gott einer Prüfung unterzogen...ist dann Leid für Opfer von z. B. Mißbrauch besser zu ertragen? Besonders wenn die ausführenden Peiniger vielleicht noch eine Kutte trugen?

Wer weiss auch schon, wo wir heute stehen könnten, wenn die Kirche nicht soviele klugen Köpfe auf dem Scheiterhaufen geläutert hätte. So manchem Stammbaum wären bestimmt große Wissenschaftler nachgefolgt. Wenn es nach der Kirche geht, würden wir noch immer im Mittelalter fest hängen.

Vor dem Gott der Katholiken gab es schon unzählige andere Götter. Hätten die nicht eine größere Daseinsberechtigung? Und welcher von all den Göttern soll nun das Universum erschaffen haben und wenn es der Gott der Christen war, wo war er dann während der Zeit als die anderen Religionen ihre vielen Götter hatten? Zum Schüleraustausch in einem anderen Universum?
 
Vor dem Gott der Katholiken gab es schon unzählige andere Götter. Hätten die nicht eine größere Daseinsberechtigung? Und welcher von all den Göttern soll nun das Universum erschaffen haben und wenn es der Gott der Christen war, wo war er dann während der Zeit als die anderen Religionen ihre vielen Götter hatten? Zum Schüleraustausch in einem anderen Universum?

Dabei geht es doch um Bilder. Man frag ja auch nicht, wo der Globus im Mittelalter gewesen sei, während die Erde eine Scheibe war.
 
Dabei geht es doch um Bilder. Man frag ja auch nicht, wo der Globus im Mittelalter gewesen sei, während die Erde eine Scheibe war.
Die vielen Götter verhalten sich zum einzigen Gott doch nicht wie die Scheibe zum Globus. Die Erde war schon immer eine Kugel, man wusste es früher nur nicht und weiß es heute. Ob es aber viele Götter, nur einen Gott oder gar keinen gibt, weiß niemand. Der empirische Nachweis der Nicht-Existenz von etwas ist grundsätzlich unmöglich, im Falle der Götter müsste man das ganze Weltall abklappern, irgendwo könnten sie ja sitzen. Empirisch nachgewiesen ist die Existenz von Göttern aber auch nicht, das heißt, wir sind in dieser Frage so schlau wie vor 3.000 Jahren. Und das heißt wiederum, die Annahme, dass es hordenweise Götter gibt, ist genau so wenig obsolet wie die Annahme, dass nur ein einziger Gott existiert. Mir persönlich gefällt die Zuteilung der verschiedenen Ressorts an die verschiedenen Götter - einer fürs Jagen, einer für die Liebe, einer für den Krieg etc. - sogar besser, weil die Geschichten von ihnen dann etwas abwechslungsreicher werden.
 
Meine Güte, ein Beitrag von Nero ohne Polemik oder habe ich die in deinem Post nur nicht verstanden. :D

Warum das Weltall? Er ist außerhalb alles Geschaffenen. Im englischen ist es leichter zu unterscheiden mit den Worten sky und heaven.
 
die existenz von gott kann nicht widerlegt werden und jeder kann das glauben was er will.
was widerlegbar ist, sind die interpretationen der verschiedenen glaubensrichtungen, die in vielen buchern festgehalten wurden und die mit der zeit immer wieder an die realitaet angepasst werden mussten.
die menschen sollten nur noch auf ihr eigenes gewissen hoeren und sich nicht einen glauben einreden lassen, der dann von den institutionen missbraucht wird.
 
Oh, Dummkopf ist da. Hey there!. :p

Inwiefern wurden denn die Interpretationen des Christentums angepasst? Also soweit ich das sehe, ist die zentrale seit jeher die Nächstenliebe. Ok, zugegeben, die Kreuzzügler haben das vllt. etwas anders gewichtet, aber vom Prinzip her... :p
 
das sind ja grundsaetzliche werte, die es auch schon vor 100000 jahren gab. die werden von den religionen benutzt, sind aber nicht daraus entstanden.
 
Sie wurden aber durch Religionen kultiviert, wenn auch manchmal auf fragwürdige Art und Weise. Es gab damals sicher viele Menschen, die die Angst vor der Hölle vom Stehlen abhielt.
 
Meine Güte, ein Beitrag von Nero ohne Polemik oder habe ich die in deinem Post nur nicht verstanden. :D

Glaubenskriege werden doch immer besonders leidenschaftlich geführt. Man muss halt mal wegkommen von der Glauberei und die Tatsachen nehmen. Ob es Gott gibt weiß doch keiner und es ist auch ganz egal, weil man von dem nichts merkt.

Die Bibel dagegen ist eine Tatsache. Das Buch existiert, und es ist kein schlechtes Buch: Fantasy, Science Fiction, Sex & Crime in ansprechender Mischung. Gute Unterhaltungsliteratur, darum durften sie Gläubigen bei den Katholiken es ja nicht lesen, dies Vergnügen blieb den Pfarrern und Kirchenfürsten vorbehalten.

Aber auch bei den Evangelen war die Bibel im Religionsunterricht tabu. Immer nur diese käsigen einfältigen Geschichten aus dem Katechismus. Wir haben uns früher, als Schüler Anfang der 60er, trotzdem die Heilige Schrift besorgt. Damals kam wegen des Einflusses der Kirchen alles auf die Liste der "Jugendgefährdenen Schriften", was nur ein kleines bisschen nach Erotik roch. Es sprach sich bei den Schülern aber schnell herum, dass es in der Bibel selbst ein bisschen Erotik gab, nämlich im Text "Das Hohelied". Und die Bibel zu verbieten schafften auch die frommsten Christen nicht.

Also die Bibel ist gut, aber die griechische Mythologie ist noch besser, das könnte man sogar sagen: Im Himmel ist der Teufel los.
 
Glaubenskriege werden doch immer besonders leidenschaftlich geführt.

Glaubenskrieg = "Mein Gott ist der echte - deiner ist doof, dafür haue ich dir einen auf die Mütze"

Kriege, die momentan wirklich geführt werden = "Das Land hat verdammt viele Rohstoffe!" / "Diese Nation kotzt uns an, weil sie über unser Land bestimmt, bilden wir eine Guerilla-Truppe und greifen sie an!"

Ob es Gott gibt weiß doch keiner und es ist auch ganz egal, weil man von dem nichts merkt.

Und weil man davon nichts merkt, soll man darüber nicht nachdenken?
Stell dir vor, du würdest diese Aussage auf die Physik beziehen. Von wie vielen abermilliarden winzigkleinen Prozessen kriegen wir absolut null mit - und trotzdem sind sie für einige Bereiche unglaublich wichtig... ja schon gar nicht mehr weg zu denken.


Natürlich kann es (scheinbar) niemand beweisen, ob es Gott gibt oder nicht.
Bis dahin ist es aber völlig egal, was jeder einzelne denkt. Genau das habe ich dir in den damaligen Posts versucht zu beschreiben.
 
Ich denke ich bin ein opportunistischer Agnostiker, soll heissen "keine Ahnung ob es einen Gott oder auch mehrere Götter gibt"
Aber falls es ihn/sie/es doch gibt wäre es ja blöd sich im Vorfeld festzulegen, zumal es ja an handfesten Gottesbeweisen mangelt. Es wäre ja schon eine ärgerliche Situation nach dem eigenen Ableben festzustellen das ausgerechnet die "gegnerische" Religion Recht hatte!
Ich kann dann zu meiner Verteidigung immernoch anführen das ich zumindest nicht bei der Konkkurenz war...
 
Leider muss ich feststellen, dass auch nach 8 Threadseiten meine Fragen noch nicht klipp und klar beantwortet wurden.
Ich bitte um etwas mehr Anstrengung!
 
1) Die Frage ergibt keinen Sinn. Warum sollte er zerstören, was er erschaffen hat?
2) Ist keine Frage.
3)ja
4)ja
 

Das wollte ich gerade auch schreiben. -.-

Zum TS:
Hast du die Antworten überhaupt gelesen?
Zumindest auf den ersten paar Seiten sind ein paar sehr ausführliche Antwortversuche dabei.
Wenn diese dir nicht passen könntest du zumindest mal darauf eingehen und erklären, inwieweit sie deine Fragen nicht ausreichend beantworten.
Wenn du alerdings einfach nur keine Lust hast dich damit auseinanderzusetzen hast du jetzt aber immerhin die Antworten von KaPiTN. :)
 


Deine Fragen sind es nicht wert sich damit zu beschäftigen. Und das sage ich als Atheist. Du kannst auf hypothetische Fragen zu einem undefinierten und zutiefst subjektiven Sachverhalt keine "klipp und klaren" Antworten erwarten. Hättest du alle Antworten hier im Thread aufmerksam gelesen, wärst du von alleine darauf gekommen.
 
Meine Bibel ist ein wenig rostig aber ich versuchs mal. Wenn sich jemand besser auskennt, eigentlich jeder, bitte ergänzen. Bin mal so dreisst und verunstalte deinen Text

1. Wenn Gott allmächtig ist, warum eliminiert er dann nicht den Teufel?

Afaik ist der Teufel Luzifer und der wurde schon von Gott bestraft. Vom schicken Himmel in die recht unfreundliche Hölle. Warum also eliminieren? Gott hat das mit ihm gemacht was er für richtig hielt.


2. Wenn Gott allmächtig ist, folgt daraus, dass er in die Zukunft sehen kann. Oftmals wird gesagt, am Ende unseres Lebens kommen wir in den Himmel oder in die Hölle - und zwar je nachdem, wie wir uns auf Erden benommen haben. Wenn Gott aber allmächtig ist und in die Zukunft sehen kann, dann müsste er ja schon von unserer Geburt an (oder gar vorher) wissen, wo wir (ein spezifischer Mensch) nach dem Tod hinkommen. Daraus folgt dann auch, dass man als Mensch das ja im Laufe des Lebens gar nicht mehr beeinflussen könnte, wo man hinkommt, da es bereits determiniert wäre. Das heißt auch, dass das Leben als "Prüfung" völlig überflüssig wäre - Gott könnte uns Einzelne dann ja schon direkt in Himmel oder Hölle stecken, ohne dass wir erst 80 Jahre auf der Erde verbringen...

Gott hat dem Menschen freien Willen gegeben. Er ist zwar all wissend aber gegen freien Willen kann er nichts machen. Und komm mir nicht mit "das wiederspricht sich". Es geht um die Bibel und nicht um Logik. Kleiner Ansatz wäre vielleicht, das er allwissend im Grossen ist. Also er kann nicht sagen ob Tante Emma nach links oder rechts geht aber die Reiter kann er bestellen. Wann die jetzt genau kommen ist dann aber wieder lower Managment.


3. Viele Christen sagen immer, es kann nicht aus nichts etwas entstehen. Deshalb kann das Universum auch nicht einfach so entstanden sein, sondern es muss einen Schöpfer geben. Bloß: Wird dadurch die Existenz-Frage nicht einfach nur im eine Ebene "nach hinten" verschoben? Wenn ich die Existenz des Universums durch etwas noch Höheres erkläre, ergibt sich nämlich ein neues Problem, und zwar die Frage, woher dann dieses noch Höhere kommt.
Wie also ist Gott entstanden? Oder ist er so allmächtig, dass er sich selbst erschaffen hat?

passe

4. Wenn etwas Gutes passiert, beten die Christen oft zu Gott und danken ihm dafür. So, als sei er dafür verantwortlich. Wenn etwas Schlechtes passiert und jemand nach Gott fragt, sagen die Christen oft, der Mensch sei selbst verantwortlich und blablabla und dass Gott ja nicht in unser Leben eingreife. Wie passt das zusammen? Ist Gott so sadistisch, dass er zwar mal schönes Wetter macht (manche Christen danken Gott ja, wenn schönes Wetter ist, und schieben somit den Grund dafür auf Gott), aber einen Holocaust nicht verhindert?

Gott hat, bis auf wenige Ausnahmen, alles Leben auf der Welt getötet weil die Menschen nicht so toll waren.
MMn lustige Erklärung dazu (englisch): www.youtube.com/watch?v=q2PDl6A1eoA
Ob er sadistisch ist oder nicht weiss ich nicht, dafür kenne ich seinen Standpunkt zu wenig. Aber er lässt alle 3...5(?) Sekunden ein Kind verhungern. Wobei das könnte man auch den Menschen und "freier Wille" anhängen.


:confused:

yep
 
Er ist zwar all wissend aber gegen freien Willen kann er nichts machen. Und komm mir nicht mit "das wiederspricht sich". Es geht um die Bibel und nicht um Logik. Kleiner Ansatz wäre vielleicht, das er allwissend im Grossen ist. Also er kann nicht sagen ob Tante Emma nach links oder rechts geht aber die Reiter kann er bestellen.
Das ist schon ein Widerspruch in sich, denn dann wäre er nicht allmächtig.

Deine Fragen sind es nicht wert sich damit zu beschäftigen.
Solch ein peinlich-primitives Gestammel könnte auch von einem Gläubigen stammen - aber das bist du als Atheist ja auch in gewisser Weise. Nur weil sich die Vorstellungen mancher Religion schon durch simpelste Fragen ad absurdum führen lassen, sind die Fragen es also nicht wert, beantwortet zu werden? :m:m:m
 
Zuletzt bearbeitet:
@Kitzla:
Zu1. Wo Licht ist, muss auch Schaden sein. Außerdem ist Luzifer durch Gott selbst entstanden! Wie soll er also etwas 'eliminieren' was er selbst verursacht hat bzw. auch benötigt.

Zu 2. Freier Wille! Wir entscheiden (angeblich haben wir das ja allen anderen Schöpfungen vor raus!) also kann Gott nicht sagen was du machst und nicht machst. (Sein oder nicht Sein)

ZU 3. Die ganze Religionssache (ist in meinen Augen!) die Erklärung für Dinge die in der damaligen Zeit einfach noch nicht erklärt wurden konnten. Wir können immer noch nicht genau Erklären wie nun das Universum entstanden ist - obwohl sich die Physiker & Co. schon bis auf einige Sekunden -oder noch weniger- genähert haben.

Zu 4. Gott hat selber (bevor Luzifer entstanden ist) seine 'Engel' zu uns gesandt und diese 'Bestrafen' lassen. In dieser Hinsicht, ja Gott war/ist ein Komischer kauz.

In eigener Sache!
Ich glaube nicht an Gott, Buddha, Zeus oder sonst was - dies stehlt meine Meinung dar (die 4 Punkte) niemand soll oder muss diese Anerkennen oder Akzeptiren! Es ist das was ich mir zusammen reime und auch jeden 'Gläubigen' so sagen würde.
Leider muss ich feststellen, dass auch nach 8 Threadseiten meine Fragen noch nicht klipp und klar beantwortet wurden.
Ich bitte um etwas mehr Anstrengung!
Das zeigt das du selbst dich damit noch NIE richtig beschäftigst hast! Alle Antworten die du hier bekommen hast - sind Antworten der Personen und stellen dies auch dar (Meinung)! Hier gibt es keine Ultimative Antwort sondern nur Subjektive Antworten. Also musst du deine Antworten selber suchen und auch finden.
Soll bedeuten, gebe dir selbst mühe um etwas zu finden was du suchst!
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist schon ein Widerspruch in sich, denn dann wäre er nicht allmächtig.

Schlecht ausgedrückt, geb ich zu. Anderer Ansatz:

Gott ist allmächtig. Es entscheidet sich aber dafür diese Allmacht nicht auf den Willen der Menschen auszuüben und gibt uns den freien Willen.
Wir wurden schliesslich im Abbild Gottes geschaffen und angenommen es hat freien Willen, sollten ihn die Menschen vielleicht auch haben.

Vergleiche mit Robotik. Wir können dem Roboter sagen was er zu tun hat, aber wir versuchen ihm künstliche Intelligenz bei zu bringen. Ist mMn eine Art von freiem Willen. Wir sind allerdings extrem schlechte Coder im Vergleich zu Gott.
 
Das ist schon ein Widerspruch in sich, denn dann wäre er nicht allmächtig.

Allmächtigkeit kann es gar nicht geben, wegen des Widerspruchs in sich selber. Entweder schafft er es nicht sich selber zu beschränken und ist nicht allmächtig,, oder wenn doch, dann ist durch die Beschränkung die Allmacht gebrochen.
 
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