Feminismus - Notwendig oder ein Druckmittel für Männer?

@Dieter85:
Nun, lass mal kurz wissenschaftlich werden.

Geschlecht ist Biologisch (oder mechanisch)
Rolle ergibt sich z.t. aus Biologie, zum Teil aus Gesellschaft (wo bei sich gesellschaftliche Rolle z.T. aus Biologie ableitet)
Beispiele/Belege dafür:

Schwarzhut sagt ja so schön:
Schwarzhut schrieb:
Die Frauen sind noch Frauen, feminin

Das ist eine ziemlich interessante Aussage:
Frauen sind noch Frauen:
Die biologische Rolle der Frau erfüllt also die Anforderungen die er der gesellschaftlichen Rolle Frau zuspricht.

Das ist genau das was der (alte) Feminismus (bevor Twitter und dem komischen Genderkrams) ändern wollte.
Er (hrhr DER Feminismus ist ein Mann, ist ja auch klar wenn er was bewirken soll (SCNR)) wollte eben diese gesellschaftliche Rolle ändern.
Diese "neue" Rolle entspricht nicht mehr dem was er als Feminin empfindet.


Demnach hat der (alte) Feminismus genau das erreicht was er wollte.


Hier entsteht allerdings auch das Problem:
Männer und Frauen sind ein duales System.
Du kannst nicht eine Seite ändern, wenn du nicht auch die andere änderst.
Gibt ja nicht mehr als Mann und Frau, die Rollen müssen also im groben ineinander greifen.

Er möchte also seine traditionelle Rolle einnehmen.
Schwarzhut schrieb:
Da bin ich doch gerne freiwillig der Versorger
Findet aber kein passendes Gegenstück:
Eine Frau die wie er
Schwarzhut schrieb:
ist.
Versorger ~ Versorgte.

Er ist also frustriert da er sein gefühlt richtiges Verhalten nicht funktioniert.
Da er aus seiner Sicht allerdings alles richtig macht müssen die anderen etwas falsch machen.

Seine Reaktion darauf ist:
Geh ich eben dahin, wo meine Rolle noch gültig ist.


Das führt wieder zum großen Ganzen
Feminismus hat die Rolle der Frau geändert, das führt solange zu Konflikten bis:
A: Sich die Rolle des Mannes ändert.
B: Sich die Rolle der Frau erneut ändert.
C: Sich beide Rollen zu einem neuen ändern.

[Achtung, Post enthält keine Wertungen über gut und schlecht]
 
Klingt ziemlich verklausuliert. Z.B. hier:
"Die biologische Rolle der Frau" eine Biologische 'Rolle' gibt es jenseits von gebären nicht, insbesondere gehört "Kinder aufziehen" und ähnliches nicht mit dazu.

"Du kannst nicht eine Seite ändern, wenn du nicht auch die andere änderst."
Doch das geht. Aber natürlich verändert sich immer das Verhältnis zwischen beiden.

Nehmen wir diese Umfrage, dass 1/3 der Frauen in Japan einen Mann wollen, der 44.000 Euro verdient.
Nehmen wir ansonsten alles fix an. Der Mann hat sich nicht geändert. Dennoch stehen einer sehr großen Subgruppe jetzt massiv weniger potenzielle Partner zur Verfügung.
Das Verhältnis hat sich also geändert. Frauen finden weniger Partner, die ihren Ansprüchen genügen (weil diese hochgeschraubt wurden und nicht genug Männer da sind, die diesen Kriterien entsprechen).
Für Männer gilt das anders herum auch.

Mögliche Reaktionen:
Woanders umschauen, Partnerschaft sein lassen oder reich werden (nur möglich für die Männer) bzw. Erwartungshaltung erfüllen.
Reich werden ist nicht so leicht, wie es mit auswandern bei Japanern aussieht weiß ich nicht, zu beobachten ist ja jedenfalls Option 2: Das mit der Partnerschaft sein lassen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Er (hrhr DER Feminismus ist ein Mann, ist ja auch klar wenn er was bewirken soll (SCNR))
Das grammatikalische Geschlecht hat nichts mit dem biologischen zu tun. Den Fehler machen vor allem Feministen ;)

Seine Reaktion darauf ist:
Geh ich eben dahin, wo meine Rolle noch gültig ist.
Ich bezweifle, dass er die Frauenrolle hier nicht findet, die er sucht. Das sieht nach einem ganzen Frustpaket aus, das mit einer Flucht gelöst werden soll (wird es nicht). Ansonsten wüsste ich nicht wo ich dir widersprechen sollte.
 
"Die biologische Rolle der Frau" eine Biologische 'Rolle' gibt es jenseits von gebären nicht, insbesondere gehört "Kinder aufziehen" und ähnliches nicht mit dazu.
Reine Definitionsfrage:
Ich fasse Biologie noch ein wenig weiter als du, aber das ändert wenig bis gar-nix.

"Du kannst nicht eine Seite ändern, wenn du nicht auch die andere änderst."
Doch das geht. Aber natürlich verändert sich immer das Verhältnis zwischen beiden.
Jaein.
Ja du kannst eine Seite ändern, aber dann kommt es zum Konflikt bis die andere Seite wieder passt.
Sie muss sich also auch ändern. Das habe ich versucht damit auszusagen. :unknown:


Das Verhältnis hat sich also geändert. Frauen finden weniger Partner, die ihren Ansprüchen genügen (weil diese hochgeschraubt wurden und nicht genug Männer da sind, die diesen Kriterien entsprechen).
Für Männer gilt das anders herum auch.

Nun, die nummerische Ungleichheit, wenn sie zu groß wird, wird ein Problem.
Natürlich könnte man jetzt über Arterhaltung reden, aber da wir hier im SJW Thread sind, möchte ich mal über Gefühle reden.

Für viele Menschen ist eine Partnerschaft wichtig für ihr Glück im leben.
Je mehr die Rollenbilder auseinander driften,
[Wie sieht Mann sich selbst und wie sieht er Frau v.S. Wie siet Frau sich selbst und sieht sie Mann]
desto geringer wird die Zahl von erfüllenden Partnerschaften.

Bei der Partnerwahl geht es neben biologischer Kompatibilität auch um Qualitäten.
Die Qualitäten machen sich allerdings auch an den gesellschaftlichen Rollenbildern fest.

Wenn Frauen ungefähr genau so viel verdienen wie Männer und für sich selber sorgen können brauchen sie keinen Versorger mehr.
Der reine "Versorger" ist weniger gefragt als früher.
Frauen haben nun den Luxus einen Mann nach mehr als NUR Geld zu wählen.
"Ich hab nen festen Job und verprügel dich nicht" reicht heute nicht mehr aus, dem fühlen sich viele Jungs eben nicht mehr gewachsen.
Kann man z.B. an den vielen "ich finde keine Freundin" threads sehen.

Die Spielregeln haben sich geändert, damit hat man heute als Mann folgende Optionen:
Sich anpassen, sein eigene Rollenwahrnehmung neu justieren.
Eine Partnerin aus dem kleineren Pool suchen.
Single bleiben
Das Jagdgebiet wechseln.

Durch den ganzen Netz-Feministen scheiß wird die Situation auch nicht einfacher besser :rolleyes:
 
Ich glaube wir sind uns ja halbwegs einig :D.

Frauen haben nun den Luxus einen Mann nach mehr als NUR Geld zu wählen.
Spannender weise scheint ja der "Pay Gap" selbst nach den Agenda-betriebenen Zahlen in Japan deutlich geringer worden zu sein, aber gleichzeitig wollen Frauen ja offensichtlich heute erst Recht einen Mann der viel verdient.

Das ist das Bild, was sich auch an anderer Stelle zeigt: Frauen nehmen Vorteile gerne mit (warum auch nicht), aber machen dann einfach nicht das, was FeministInnen gerne hätte.
Siehe auch den Fakt, dass Frauen sich "beharrlich weigern" MINT Berufe wählen in dem Sinne, dass es eine NEGATIVE Korrelation zwischen Gleichberechtigung und Frauen die MINT wählen gibt.

Welch Überraschung, alles Dinge, die überhaupt nicht in das framework = die Hypothesen von Feminismus passen.
Wenn Frauen Ärzte werden, dann werden sie auch meistens Kinderärzte oder Frauenärzte - hm!
So wird das ja nichts mit der Gleichschaltung, die ja aber auch nur vordergründig ist, um immer mehr Privilegien durchzuboxen.
 
Bei Informatik/IT gehts auch meist eher Richtung Web.
Wobei ich in dem Zusammenhang es interessant finde, dass es in anderen Kulturkreisen fast schon umgekehrt ist. Als ich z.B. in Marokko auf einer Konferenz war, waren von den Einheimischen mindestens 80% Frauen, die entweder Richtung IT Sicherheit studieren oder promovieren.
 
Spannender weise scheint ja der "Pay Gap" selbst nach den Agenda-betriebenen Zahlen in Japan deutlich geringer worden zu sein, aber gleichzeitig wollen Frauen ja offensichtlich heute erst Recht einen Mann der viel verdient.
Geld ist immer noch einer (von mehreren) Markern von Erfolg.

Früher: Mann mit sicherem einkommen == Ausbildung, Geld.
Heute: Mann mit Status == Abschluss, Sympathie, Erfolg(mehr Geld)

Da sie sich selbst absichern, können sie sich plötzlich Ansprüche leisten, welch Schock! :eek:
den Luxus einen Mann nach mehr als NUR Geld zu wählen.

Warum sollte man also jemanden erfolgloses wählen?
Das ist selbst evolutionär betrachtet schon ziemlicher Blödsinn.



Das ist das Bild, was sich auch an anderer Stelle zeigt: Frauen nehmen Vorteile gerne mit (warum auch nicht), aber machen dann einfach nicht das, was FeministInnen gerne hätte.
Sehe das Problem nicht :unknown:
Würdest du es anders machen?
 
Es geht dabei um den Feminismus, nicht um Frauen.
Eine der wichtigen Grundthesen des Feminismus:
Frauen wählen sogenannte "Frauenberufe" aufgrund des gesellschaftlich konstruierten Rollenverständnisses.
Leider passt das nicht zu den Daten. LadyRavenous hat auch ein ganz konkretes Beispiel genannt. Schweden ist ein bekanntes Beispiel.

Da sie sich selbst absichern, können sie sich plötzlich Ansprüche leisten, welch Schock!

Warum sollte man also jemanden erfolgloses wählen?
Das ist selbst evolutionär betrachtet schon ziemlicher Blödsinn.
Das ist halt das Cherry-Picking das Feminismus bedingt und zu den Problemen führt. Die Rolle der Frau wird hinterfragt, sie wird gefördert, neu definiert etc. etc.
Und der Mann? Der soll bitte Erfolgreich sein, denn das sei ja, was "den Mann" ausmacht und das ist doch auch von der Natur so vorgesehen. = Die selbe Argumentation vor 20 bezgl. des traditionellen Frauenbildes.
Die Frau soll bitte zuhause bleiben und sich um die Kinder kümmern, das ist ja, was "die Frau" ausmacht und das ist doch auch von der Natur so vorgesehen.
Wieso sollte ich als Mann eine Frau wählen, die sich später nicht vernünftig um die Kinder kümmern kann / will. Gar nicht kochen kann.
 
Und der Mann? Der soll bitte Erfolgreich sein, denn das sei ja, was "den Mann" ausmacht und das ist doch auch von der Natur so vorgesehen
Aus dem bekannten Buch: Dinge, die niemand öffentlich fordert.

Genauso wie manche Frauen eben den Versorger wollen, wollen manche Männer die Zuhause-Mami. Das dürfen sie auch. Aber Frauen und Männer nur danach zu definieren und diese Qualitäten als gottgegeben zu fordern ist halt dämlich.
 
Zuletzt bearbeitet:
Heute in der Presse...

Der Postillon  Gleichberechtigung  Männer fordern eigene Geschlechtsendung.png
 
Ist zwar tatsächlich aus dem Postiliion, aber die Idee ist wirklich net so schlecht :unknown:
 
Doch, aber nicht absurd genug, um nicht wirklich echt sein zu können.
Wobei ja die neutrale Form dann wieder nicht für "keines von beiden" ausreichen würde, man also noch eine 4. Form bräuchte.
 
Richtig. Die Meldungen, daß das BVerfG ein drittes Geschlecht im Geburtenregister verlangt hat, waren ja auch Falschmeldungen.
Das 3. Geschlecht wurde nur als Möglichkeit genannt. Ganz auf einen Geschlechtseintrag zu verzichten war eine weitere genannte Möglichkeit.
 
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