Du verwendest einen veralteten Browser. Es ist möglich, dass diese oder andere Websites nicht korrekt angezeigt werden. Du solltest ein Upgrade durchführen oder einen alternativen Browser verwenden.
Same here. KH wird halt dann unumgänglich, wenn es sich um einen akuten Notfall handelt (und seien es nur harmlose akute Schmerzysmptome) oder wenn eine größere OP notwendig ist. Nach dem Erlebnis, wie oben beschrieben, hab ich echt beschlossen, besser auf mich aufzupassen, um in kein KH mehr zu müssen.
na ja, gibt auch ambulante Chirurgie. Mein Hausarzt ist jetzt z.B. Internist, aber direkt um die Ecke ist ein Chirurg. Und der ärztliche Notdienst hier in der Ecke ist weitaus besser als der "normale" Krankenhausnotdienst. Wenn man da blutend rein läuft kommt man i.d.R. auch dran. Normalerweise reißt man sich ja auch nicht nachts um zwei versehentlich das Bein ab oder Ähnliches...
Hatte die letzten 10 Jahre keinen längeren Krankenhausaufhalt als 1 Tag, abgesehen von einer Kur (!= Krankenhaus).
Mein Vater musste sich auch im Krankenhaus operieren lassen und war 1-2 Tage später wieder zu Hause.
Wenn du schlechte Erfahrungen mit allem in deinem Leben gemacht hast, muss es anderen nicht genauso gehen. Ich hab kein Mitleid mit Leuten, die wegen jedem Scheiß ins KH fahren. Wenn irgendwas ist entlasse ich mich bei Gelegenheit selbst; selbst schuld wenn man auf die Ärzte hört die einen tagelang "beobachten" wollen...
Niemand mag krank sein, schon klar. Aber wenn es passiert nehmen viele einfach an, die Welt müsse sich um sie drehen. Ich hatte auch schon eine Weile lang höllische Schmerzen im Krankenhaus, aber das hat mich jetzt nicht langfristig beeinflusst. War damals halt scheiße, aber ich reg mich jetzt nicht bis ans Lebensende drüber auf.
Mein Vater musste sich auch im Krankenhaus operieren lassen und war 1-2 Tage später wieder zu Hause.
Wenn du schlechte Erfahrungen mit allem in deinem Leben gemacht hast, muss es anderen nicht genauso gehen. Ich hab kein Mitleid mit Leuten, die wegen jedem Scheiß ins KH fahren. Wenn irgendwas ist entlasse ich mich bei Gelegenheit selbst; selbst schuld wenn man auf die Ärzte hört die einen tagelang "beobachten" wollen...
ich hatte bisher Glück und war nur einmal vorsorglich wegen nem Stromschlag nen Tag stationär.
Und das als Privatpatient, war also entspannt.
Es geht nicht um Leute, die wegen jedem Scheiß ins Krankenhaus fahren, und auch nicht um deinen Vater der ein Glück nach 1-2 Tagen wieder zu Hause war.
Es ging um die unsinnige Aussage man geht nicht ins Krankenhaus weil der Hausarzt alles macht und man sich im Krankenhaus eh nur Keime holt.
Ich wollte einfach nur klarstellen, dass es einfach Sachen gibt da muss man halt ne Weile ins Krankenhaus.
hier melde ich mich nochmals zurück, weil es in den letzten Tagen einen Vorfall gab, der für im Zusammenhang mit diesem Thema für euch bestimmt interessant ist.
Wie eingangs berichtet wurde ich ja am 28. Oktober opertiert. In den Folgetagen hatte ich hier ja noch über den Krankenhausaufenthalt berichtet. In der Nacht vom 3.11 begann die Wunde allerdings zu bluten, was mir schon Sorgen bereitete, allerdings war die Blutung nicht so stark. Die Blutung wurde dann im Laufe des 3.11 allerdings immer stärker, sodass ich beschloss, noch einmal in dasselbe Krankenhaus in die Notfallambulanz zu gehen, um dort mal nachzufragen, was da denn los sein könnte. Man nahm mich dort dann am Abend noch stationär auf und ließ mich 2 Tage - blutend - zur "Beobachtung" liegen. Diesmal auf einer anderen Station als zuvor. Mein HB-Wert sank kontinulierlich, aber das schien für den Chefarzt nicht besorgniserregend zu sein - für mich hingegen schon, denn ich fühlte mich immer weniger gut.
Die Blutung ließ in den Folgetagen nicht nach. Leider. Und jetzt kommt eine völlig absurde Story:
In der Nacht vom 5.11 teilte ich der diensthabenden Schwester mit, dass es mir wirklich nicht gut geht und dass ich weiterhin massiv Blut verliere. Diese ignorierte dies allerdings und lachte mich gar aus, ich solle mich nicht anstellen. Die Messung meines Blutdrucks, um die ich bat, verweigerte sie hämisch grinsend. Ich begann, mir ernsthaft Sorgen zu machen.
Gegen 3:00 Uhr morgens lag ich in einem Zustand im Krankenbett, in dem ich kaum noch den Arm heben konnte. Auf mein Klingeln reagierte die Schwester nach 20 Minuten. Ich keuchte "bitte helfen Sie mir, ich kann nicht mehr, es geht nicht mehr!", woraufhin die Schwester mir verständnislos entgegnete, ich müsse ja nichts tun, sondern nur versuchen zu schlafen. Ich versuchte erfolglos, meine Freundin zu erreichen, per Telefon.
Mein Puls dürfte zu diesem Zeitpunkt bei um die 180 gewesen sein, ich schwitzte wie nochwas. Ich beschloss nun - aus dem Krankenhaus heraus - die 110 zu wählen. Die schienen meinen Anruf und mein Flehen ("bitte helfen Sie mir, ich verblute, die Schwester nimmt mich nicht ernst") wohl für ziemlich skurril zu halten (Antwort der Notruf-Dame: "Ahja. Aha. Hmmh. Ja, wir rufen da mal an"). Jedenfalls rief die Polizei auf der Station an, worauf die Schwester dann doch reagierte und die Ärztin in der Ambulanz anrief. Ich wurde daraufhin sofort von einer Schwester der Ambulanz runtergefahren. Ich war kaum noch bei Bewusstsein und hatte unheimliche Schmerzen im ganzen Körper, vor allem im Bauch. Unten angekommen hieß es dann, wie im Film "bleiben Sie bei uns, Mitch, bleiben Sie bei uns" etc und ich erhielt eine Bluttransfusion... Nach etwa einer Stunde war ich zum Glück wieder voll bei Bewusstsein und konnte kaum glauben, dass ich noch am Leben bin und war der Ärztin einfach unheimlch dankbar. Sie war 3 Stunden bei mir.
Weitere 4 Stunden später kam mein "Stamm-Chirurg", der in der Klinik mit einer halben Stelle Oberarzt ist und bei dem ich seit vielen Jahren ambulant behandelt werde in mein Zimmer, und er fragte, was los sei und dass er das alles kaum glauben könne. Da der Chefarzt zuvor versucht hatte, mir irgendwie die Schuld für die Ereignisse in die Schuhe zu schieben (er unterstellte mir quasi ad hominem eine gewisse Affektlabilität, aber jeder, der mich kennt, weiß, dass das Unsinn ist), bat ich ihn, schriftlich festzuhalten, dass er mich seit vielen Jahren kennt und dass es sich bei mir weder um einen Hypochonder, noch um einen Hysteriker handelt. Eine Stunde später brachte mein Chirurg die Sache mit einer Propofol-Kurznarkose wieder in Ordnung... Es hatte sich eine Longo-Klammer gelöst, wie sich herausstellte.
Am Folgetag erhielt ich eine weitere Bluttransfusion, sodass mein HB-Wert wieder bei 5 war. Ich war kreislaufstabil im Liegen, konnte aber nichtmal sitzen, ohne, dass mein Puls gleich in die Höhe schoss. Heute habe ich mich mit einem HB-Wert von 8,7 selber entlassen. Mir geht's soweit gut.
Ein Anruf bei meinem Anwalt erfolgte direkt, nachdem ich wieder aufs Zimmer gebracht wurde. Selbst der war in den ersten Sekunden skeptisch, ob das alles wirklich so geschehen sein mag und empfahl mir, mich erstmal zu beruhigen. Meiner Krankenakte ist zu entnehmen, was ich von der diensthabenden Schwester halte (siehe Anhang).
Sicher ist, dass ich das nicht auf mir sitzenlassen werde. Auch, wenn die Schwestern und Pfleger auf der neuen Station unheimlich nett und freundlich waren und die Krankenhauserfahrung zumindest auf Station einer viel bessere war, als in der ersten Runde, werde ich versuchen, die größtmöglichen Konsequenzen für diese Klinik zu erwirken.
Das zur zu eurer Info! Liebe Grüße
PS: Extra für das NGB habe ich nach dem Ereignis am 5.11 ein Foto gemacht, da ich mir um die Absurdität des Ereignisses bewusst bin und im Internet ja jeder alles Mögliche erzählen kann
omg.
Gute Besserung und klag diesen Assis den Arsch weg.
Sowas geht gar nicht.
Unfreundlichkeit und mangelnde Empathie hin oder her, aber das übersteigt alles.
Ich würde die wegen was auch immer verklagen. Wenn dein Anwalt skeptisch ist, dann such dir nen anderen der auf solche Fälle spezialisiert ist.
Die beteiligten Personen sollten lieber Tellerwaschen gehen oder Hartz4 beziehen.
In einem Beruf in dem sie mit Menschen in Kontakt kommen haben sie nichts verloren. In einem Beruf in dem es auch mal um Leben und Tod gehen kann dreimal nichts.
der scan ist witzig.
"Die Hure wollte mich umbringen"
Ja. Eigentlich will ich auch klagen, nicht zuletzt wegen der öffentlichen Wirksamkeit und dem Druck, der damit einhergeht. Eigentlich eine klare Sache. Das Problem an der Geschichte ist: In dem Krankenhaus arbeitet mein lieber "Stammarzt" und die junge Ärztin, die mir wortwörtlich den Allerwertesten gerettet hat und die ich auch echt liebgewonnen habe. Sollte ich klagen, so wird der ganze Fall aufgerollt und dann laufen auch die beiden Gefahr, ins Visier zu geraten, und das möchte ich auf keinen Fall. Ich überlege, ob ich nicht mit Hilfe meines Anwalts versuchen soll, unter Drohung einer Klage zu bewirken, dass das KH-Personal und insbesondere die gleichgültige Schwester, wegen der ich beinahe draufgegangen wäre - hätte ich nicht den Notruf gewäht - eingehend geprüft wird. Das ist auch mein Hauptanliegen, mir geht's eigentlich null um Schmerzensgeld oder so. Ich musste halt auch hier wieder an die alten Leute denken. Die hätten bei solchn einem Blutverlust erstens viel früher schlappgemacht, und zweitens bezweifle ich, dass ein 90-Jähriger sein Samsung Galaxy zückt, um im Krankenhaus den Notruf zu wählen. Vor allem, weil die alten Leute ja oftmals ein ganz anderes Vertrauen in medizinisches Personal haben....
Ja, ich vermute fast, dass das wohl doch die Ausnahme ist :-)
Ich bin auch glücklich mit unseren Kliniken (sind Unikliniken). Immer gut behandelt worden (krankheitsspezifisch und menschlich gesehen).
War aber auch mal in nem Dorf in einem Kreiskrankenhaus gewesen. Der Arzt und die Schwestern waren nett, kann man nix sagen, aber die Ausstattung (Röntgengeräte gefühlte 100 Jahre alt), und auch die Zimmer... Das waren geflieste Zimmer, sah aus wie ein Badezimmer :-) Da war ich auch froh, nur für nen Nachmittag zu sein.
Da kann man die dahingesiechten Patienten wohl leichter entfernen.
Aber hast recht, Dorf/Kreiskrankenhäuser sind echt nicht so gut ausgestattet wie die in der Stadt. Woran liegt das? Bekommen die weitaus weniger Geld? Ineffizienter?
EDIT: Röntgengeräte sind eigentlich relativ lange schon ausgereift, wenn die Dinger aus den 80ern sind sind die genauso sicher wie die futuristischen "aktuellen" Dinger.
Zweifellos ist das, was mir am 5. November passiert ist, die Ausnahme. Zum Glück. Andenfalls wären ja nicht alle Leute, die davon hören, so dermaßen überrascht bis ungläubig. Ich bin aber überzeugt, dass diese Hybris in der Ärztegemeinde eher die Regel, als die Ausnahme ist. Man hätte mich angesichts der Blutung m.E. schon viel früher untersuchen sollen und ggf. entsprechende Maßnahmen einleiten müssen, um die Blutung zu stoppen, und nicht erst zwei Tage später. Das ist in meinen Augen dieses heuristische, prototypische Vorgehen. Der Chefarzt war halt wegen meines HB-Werts, der am Vorabend noch relativ unkritisch war (9,x) unbesorgt und hat nichts weiter veranlasst. So eine Blutung kann aber auch - oh Wunder - plötzlich stärker werden. Die Patientenaussage ("ich fühle mich zunehmend schlechter, die Blutung wurde stärker") wurde einfach nicht berücksichtigt. Das hätte mich im Zusammenspiel mit der fahrlässigen Schwester um ein Haar das Leben gekostet.
Bei Ärzten muss man aufpassen. Vor allem sollte möglichst diejenigen meiden, die meinen, die Patientensicht sei durchweg naiv und er habe kein Recht auf Mündigkeit.
Das hört sich ja wirklich hart an Hoffe für dich das die da ordentlich einen auf den Sack bekommen. Ich wüsste in der Situation auch nicht was ich getan hätte...
Meiner Erfahrung hängt das aber auch stark vom KH ab. Ich bin im Suff mal in eine Scherbe getreten. Die ist ~ 3cm in die Verse rein und abgebrochen. Bin daraufhin unangeschnallt uns selber verbunden in das nächste KH gebracht worden wo ich dann, ohne Schmerzmittel und Blutend wie Sau erst mal ~ 2Stunden auf einer Liege warten musste bin ich behandelt wurde. Zwischendurch wurde ich noch von der Schwester angemacht wieso ich alles voll bluten würde (musste ausfs Klo und hab halt ne Blutspur gelegt). Bin nach der OP dann einfach ohne Krücken raus geschickt worden wo ich mir selber ein Taxi gerufen hab. Saftladen!
Ein paar Jahre Später musste ich auf Grund sehr sehr starker Schmerzen (ging so weit das ich bei jedem Atemzug Krämpfe am ganzen Körper hatte) wieder in ein KH. Wusste zu dem Zeitpunkt nicht was los war - wollte aber auf keinen Fall mehr in das fiese KH vom letzten mal. Zum Glück gibt es in meiner unmittelbaren Umgebung ~4 Krankenhäuser. Hab mich also diesmal in ein anderes bringen lassen.
Und sie da, wurde wirklich exzellent behandelt. Hab auch gleich starke Schmerzmittel (u.A. Novalgin N [die auch super bei mir wirkten], Tramal und jede menge anderes Zeug bekommen) Ohne große nachfragen. Die Schwester kam Nachts auch sofort nach dem Klingel und gab mir eine neue Dosis wenn ich vor Schmerzen nicht mehr pennen Konnte. Die Ärzte waren dermaßen sorgfältig bei ihren Untersuchungen das ich es selber kaum glauben konnte. Sogar das Essen war lecker!
Von dem her kann man das wohl nicht pauschalisieren. Du hast in deinem Falle einfach extremes Pech gehabt. Schau das du denen noch bös ans Bein kackst und das nächste mal auf jeden Fall in ein anderes KH kommst
Vielen Dank, yuki! Mir geht's mittlerweile wieder sehr gut, abgesehen davon, dass ich noch immer nicht ausreichend Blut habe. Das wird noch etwas dauern, aber das ist mir alles egal, solange jetzt nichts mehr Ernsthaftes ist.
Aber es freut mich, dass du ein Krankenhaus für dich gefunden hast, an das du dich dann ja im Not- oder Bedarfsfall vertrauensvoll wenden kannst. Oder wenn du mal Appetit hast
Rückblickend waren die ganzen Ereignisse eine eher katastrophale Erfahrung. Ich muss aber auch sagen, dass ich die netten Menschen - allen voran die Ärztin, die mich in besagter Nacht gerettet hat - nicht mehr missen möchte. Ich hab ihr meine Karte mit Kontaktdaten hingelegt und werde ihr in der kommenden Woche noch nen Strauß schicken. So hatte die ganze Sache wenigstens noch irgendwas Gutes!
Ich würde trotzdem klagen und notfalls der netten Ärztin das erklären. Die hat da bestimmt Verständnig für.
Das ist ja die Sache, jetzt ist es vorbei "naja ist ja alles gut gegangen" und vermutlich bist du schon der dritte oder fünfte Mitch Ryder aber alle sind froh wenns dann vorbei ist und halten die Füße still. Deswegen läuft sowas oft über Jahre weiter, bis es dann mal richtig kracht, bzw. wirklich jemand stirbt. Und selbst dann muss sich da jemand hinter klemmen der nicht gerade schon genug mit Trauerbewältigung zu tun hat.
Du hast jetzt die Chance womöglich jemandem das Leben zu retten... ;-).
Vielleicht. Aber weder mein Chirurg, noch die junge (29 jährige) Ärztin können etwas für den Vorfall, zumal letztere mir im Endeffekt noch das Leben gerettet hat. Klagen käme für mich keinesfalls in Frage, falls eine der beiden Personen dadurch ins Visier geraten würde. Aber dahingehend werde ich mich mit meinem Anwalt in Kürze beraten und hier ggf. berichten.