Endlich Nichtraucher! - Erfahrungen mit Allen Carrs Methode?

Ich bin jetzt nach 9 Jahren Raucher seit 7 Wochen Rauchfrei :T

Ich und meine Verlobte, saßen abend daheim und haben geraucht wie immer.

Dann fragte meine Verlobte ob wir nicht das rauchen aufhören wollen und das war's dann auch.

Keine letzte Kippe oder sowas in der Art. Hatte noch ca. 10 Schachteln daheim liegen, die wurden dann alle im Freundeskreis verschenkt.

Habe immer noch eine angefangene Schachtel hier am Schreibtisch im Büro und eine im Auto liegen, reizt mich garnicht.

Für mich war entschieden: Ab jetzt wird nichtmehr geraucht und und damit war das Thema auch rum.

Ich hatte keinen Stress, keinen Entzug, es war total problemlos. Das einzige was ich hatte, war dass ich ein paar Packen Fischermans Friend gekillt habe, weil mein Mund so beschäftigungslos war :D

Ich hab daheim aber noch meine Pfeife und meine Zigarren, die ich zwar längere Zeit aus Prinzip nicht anrühren werde, damit sich nicht sowas wie eine Ersatzbefriedigung entwickelt, aber die werde ich wohl trotzdem ab und an noch rauchen wollen, wobei das dann ausschließlich daheim geschieht und auch nur ab und an für den Geschmack (Falls es als Nichtraucher dann noch genauso gut schmeckt :D).

Für mich war ein Gedanke auch entscheident: Ich höre IRGENDWANN ja eh auf, da ich nicht mit 60 als Lungenkranker, halbtoter, gelbzähniger, keuchhustengeplagter alter, fetter Knacker enden will - um mal alle Klischees zu bedienen.

Und je später das IRGENDWANN ist, desto schwieriger wird es mit dem aufhören.

Es gibt also keinen vernünftigen Grund mit dem aufhören zu warten.

Ich hab sogar in der Klausurzeit aufgehört wo ein par Komilltonen das Rauchen wieder angefangen haben :D

Gründe für mich waren:

- Zigaretten sind jetzt schon teuer und es wird noch viel teuerer werden
- Raucher werden schon diskriminiert und es wird noch schlimmer werden
- Rauchen ist ungesund
- Raucher sehen vielleicht als junge Menschen cool aus, aber ein 40-50 jähriger Raucher assoziere ich mit: schlechter Verfassung, Übergewicht, nicht besonders ansprechend, daher musste ich aufhören, solange ich noch nicht 35 bin
- Wenn nicht jetzt, wann dann? Warum sollte ich es später schaffen wenn ich es jetzt nicht schaffe? Später wird es schwerer sein, wenn ich es also später schaffen würde, schaffe ich es jetzt doch locker.

Und das (das ist mein Ernst, wenn ich es angefangen habe beende ich es auch)
 
Bevor das Thema vollständig zu einem Glaubensbekenntnis mutiert sollte man vielleich mal nachlesen, was unser aller Wikipedia dazu sagt. :p



Da findet man zB den folgenden interessanten Satz:

So kann auch die Nikotinabhängigkeit durch verschiedene Polymorphismen genetisch bedingt sein.
 


Das ist richtig, dennoch ist mir kein Fall bekannt in dem Nikotinabhänigkeit so extrem ist, das ein "Entzug" nur mit Hilfsmitteln möglich wäre.

Klar kann die Sucht an sich unterschiedlich stark sein.

Aber so stark, wie z.B. Alkoholismus oder Heroin oder ähnliches, ist es denke ich nicht.

Wobei ich auch einen Freund habe der Stein und Bein drauf schwört, dass er nicht in der Lage ist das Rauchen aufzuhören.

Der bekommt schon halbe Panikattacken, wenn er nur dran denkt. Und das obwohl er noch keine 10 Jahre raucht.^^
 
@Nerephes:

Aber so stark, wie z.B. Alkoholismus oder Heroin oder ähnliches, ist es denke ich nicht.

Das war hier ja auch nicht zu lesen und wurde nicht behauptet.

Je weniger "Nebenwirkungen" ein Konsum hat umso geringer dürfte auch das Verlangen sein, sich von der Sucht zu befreien. Bei Manchen reicht eben schon die gelbe Tapete. :D
 
Das Buch habe ich auch hier liegen und kann zumindest die vom Threadstarter erwähnte Sensibilisierung und Bewusstheit durch die Lektüre für mich auch bestätigen, obgleich ich das Buch nicht zu Ende gelesen habe. Seit zwei Jahren bin ich - aus echter Angst vor allem vor Lungenkrebs - nun auf E-Zigarette umgestiegen, und es geht mir insgesamt (auch psychisch) deutlich besser. Mit Alkohol passiert es dann gelegentlich, dass ich mal ne Tabakzigarette mitrauche (bäh!), bin aber meistens froh, wenn meine E-Zigarette wieder aufgeladen ist. Fühle mich immer so dreckig nach Tabakzigarettenkonsum.

Und weil's hier irgendwo im Threadverlauf erwähnt wurde: Ich finde die Geselligkeitskomponente beim Rauchen ist signifikant. Beim Rauchen hab ich immer easy Leute kennengelernt und tolle Gespräche gehabt. Dank E-Zigarette kann ich aber gelegentlich im Restaurant immernoch sagen "ich geh' mit raus" ;)
 
Habe den Film November 2007 gesehen und seither bin ich rauchfrei. Habe auch kein Bedürfnis mehr eine zu rauchen. Wobei Carr ja klar sagt, dass es für einen Ex-Raucher normal ist ab und an daran zu denken.

Hilft aber alles nichts, wenn man nicht wirklich aufhören will. Es muss halt klick machen.
 
Sein Buch + schwere Bronchitis, so habe ich mit dem Rauchen aufgehört. Durch die Krankheit konnte und wollte ich nicht rauchen und das Buch half diese Einstellung krankheitsunabhängig beizubehalten.
 
Zwar sind wir vom ursprünglichen Thema etwas abgekommen, aber die Frage, ob E-Zigaretten "richtige" Kippen ersetzen können, finde ich trotzdem interessant. Für mich sind sie jedenfalls kein Ersatz. Habe es bereits ausprobiert einen Abend lang bei nem Kumpel zur E-Kippe zu greifen anstatt alle 30 Minuten vor die Haustür zu gehen; das resultierte aber darin dass ich praktisch ununterbrochen an der E-Ziese gelutscht habe. Als ich dann nach Hause gefahren bin war ich trotzdem derart schmachtig nach dem wahrhaftigen Rauchgenuss dass ich drei Kippen am Stück geraucht habe. Kurzum: Ist für mich keine Alternative.

so funktioniert das nicht. eine ezigarette ist kein wundermittel und es gibt nicht umsonst schier unendlich viele modelle und liquids mit unterschiedlichem nikotingehalt. hol dir eine ordentliche ezigarette und liquid mit ordentlich nikotin (18mg und höher) und dann versuch es nochmal. voraussetzung ist jedoch, dass du das wirklich willst.

ich konnte mir niemals vorstellen nicht mehr zu rauchen und nur der gedanke ans aufhören hat mich schon extrem nervös gemacht. aber man muss der ezigarette schon eine woche mit durchhaltevermögen geben. erst dann fängt es an zu schmecken. such dir einen laden, wo du das ganze mal testen kannst, so kannst du dir dann auch einen geschmack aussuchen, der dir gefällt und mit dem nikotingehalt, der dich befriedigt.

in der anfangszeit habe ich die ezigarette gar nicht aus der hand gelegt, sondern im grunde durchgehend den ganzen tag gedampft. aber soviel kann man gar nicht dampfen, dass das rauchen besser wäre.
 
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  • #70
Danke für den Motivationstext ;) Habe mich in den letzten Tagen tatsächlich mal ein wenig ins Thema E-Kippen eingelesen.

Ausschlaggebend dafür war ein Tag in der vorletzten Woche, in der mir der Tabak ausgegangen war und ich kein Geld für ne neue Packung hatte (und kein Geld heißt wirklich kein Geld, ich bin Student :P ). Notgedrungen habe ich ca 40 Stunden ohne Kippe durchgehalten, allerdings war das ne ziemlich anstrengende Zeit. Feststellen konnte ich dabei aber, dass die extreme Schmacht wirklich nur dann auftrat, wenn der Gedanke ans Rauchen einem wieder in den Sinn kam. Ablenkung ließ sich leicht schaffen und bei einer Tätigkeit, in der man konzentriert beschäftigt ist, ist die Schmacht praktisch verschwunden. Wenn sie dann aber auftaucht, wirds übel.
Übrigens konnten mir auch die überzeugenden Argumente Allen Carrs nicht wirklich dabei helfen, das Schmachtgefühl zu lindern ;)

Naja, trotzdem war es mal wieder ein Beweis dafür, dass ich wirklich ein Problem mit dem Rauchen habe.

Der Arbeitgeber meines Nebenjobs hat mir als kleines Geschenk zu Weihnachten einen 40€-Amazon-Gutschein geschenkt. Den würde ich gern für den Einstieg ins Dampfen investieren. Würde mich freuen, wenn mir hier jemand per PN ein paar Kaufempfehlungen aussprechen könnte :)
 
Mach ich im Laufe des Nachmittags. :T

Eine "kleine" Lösung zum Ausprobieren, damit der Verlust nicht zu groß ist wenn Du es sein läßt.

Im Wesentlichen:
1 Akku
1 USB-Ladekabel
1 Cartomizer
5 Verdampferköpfe
20 ml Liquid

Bei Amazon kannst Du auch Bilder dazu finden. Per PN nenne ich dann auch einen geeigneten Shop.
 
Das Set hier passt so ziemlich genau zu deinem Gutschein...



Die Verdampfer sind schon nicht schlecht, können allerdings bei "dickeren" Liquids schon mal Nachflussprobleme haben... Sind aber alle Male besser wie die normalen EGO-T Sets...
 
Ja, ich weiß... Aber afaik gibt's bei Amazon nur "Nuller"-Liquids...
Da wird er nicht drum herum kommen, mal einen Dampfer-Shop in seiner Gegend zu besuchen... Da kann er dann evtl. auch mal verschiedene Aromen testen...
 
Wenn es Amazon sein muß, kann man sich die Komponenten leider kaum nach Wunsch zusammenstellen, weil sie dann von unterschiedlichen Shops geliefert werden mit mehrfach Porto.

Ich guck nachher mal, ob man die einzelnen Komponenten so zusammenstellen kann, daß sie von einem Shop (Dipse) geliefert werden. Zum Anfangen brauch man nämlich keine 2 teuren Akkus; da reicht erstmal einer.
 
Zusammenstellen wäre natürlich besser, das ist schon klar...

Aber er hat ja geschrieben, dass er einen 40-Euro-Gutschein für Amazon hat und dass er den gerne dafür nutzen möchte.


Wäre interessant zu wissen, ob Kaesereibe einen Dampfer-Shop bei sich in der Nähe hat... Wenn der dann noch eine Webpräsenz hätte, wäre es natürlich ideal,
um ihm eine nette Zusammenstellung aufzeigen zu können.
 
Es ist kaum zu schaffen, bei Amazon günstige Komponenten aus einem Shop zusammenzustellen. damit würde das Porto immer 2-fach anfallen.

Und weil der Gutschein wahrscheinlich nur bei einer Bestellung komplett verrechnet wird, begrenzt das die Möglichkeiten zusätzlich.

Also würde ich das obige Angebot nehmen und das Liquid müßtest Du woanders kaufen. Liquids sind im örtlichen Shop immer ziemlich teuer. Die gibt es im Internet-Shop für die Hälfte. In einer PN habe ich mal meinen Laden verlinkt. Da bestelle ich immer mehrere 20 ml Fläschchen mit 18 mg Nikotin.
 
Genau. Ohne diesen Willen wird kein noch so gutes Buch helfen. Aber hat man diesen Willen, dann braucht man eigentlich auch kein Buch. ;)
Ich hab nach ca 10 Jahren von einem Tag zum anderen aufgehoert, und selbst wenn ich hackedicht bin hab ich keine Lust mehr was zu rauchen. Ich glaube eher, wenn man ein Buch oder sowas braucht, dann wird das wieso nix. Einfach sagen ich rauch nich mehr und dann wars das auch, so schwer is das nicht.
 
Es ist eben nicht für alle Abhängigen leicht aufzuhören.



Eine Nikotinabhängigkeit wirkt sich bei jedem Raucher sehr unterschiedlich aus. Bei einer Raucherentwöhnung entwickelt etwa ein Drittel der entwöhnten Raucher in den ersten Wochen starke körperliche Entzugserscheinungen. Ein weiteres Drittel erlebt einen milden körperlichen Entzug vom Nikotin, während beim letzten Drittel die Nikotinsucht keine körperlichen, sondern ausschließlich psychische Entzugserscheinungen auslöst.

Darum auch hier die Kommentare, daß manche sofort aufhören konnten.
 
Ich verstehe nur nicht ganz, wieso im Nichtraucherthread E-Zigaretten besprochen werden - ob man raucht oder dampft, man bleibt immer noch abhängig von diesem Nervengift (Nikotin).
 
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