Drogenpolitik

Abgesehen davon kam das Cannabis-Verbot lange bevor ich wählen konnte und wird vor allem aus von reihenweise Experten verschiedenster wissenschaftlicher Disziplinen für unsinnig und nicht faktenorientiert befundenen Gründen aufrecht erhalten. Insofern ist es selbst nach deiner Argumentation nur gerechtfertigt, nach so vielen Jahren neu zu verhandeln.

--- [2018-07-20 08:17 CEST] Automatisch zusammengeführter Beitrag ---

Okay? Ich kann gerade mit deiner Antwort nichts anfangen :unknown: Meinst du, dass du den Satz inhaltlich nicht verstehst?

@KaPiTN: Sagst du da noch was zu?
 
Da ich heute gerade drüber gestolpert bin:


Bei den Amis könnte das jedenfalls so sein. Bei uns würde es sicherlich auch ein paar Kapazitäten bringen.
 


Was soll ein Feierabendbier mehr sein, als ein Bier, daß man nach der Arbeit trinkt? Das hat die gleiche Rauschwirkung wie das Bier am Wochenende, einen vernachlässigbaren.
 
Das hat die gleiche Rauschwirkung wie das Bier am Wochenende, einen vernachlässigbaren.

Aber eben eine Rauschwirkung.
Und genau so eine kann sich auch ein THC Konsument beschaffen. Eine im Vergleich mit dem ugs. Rausch vernachlässigbare Wirkung.
Physiologisch absolut kein Problem. Man muss sich nicht alle Cannabinoid-Rezeptoren zukleistern.
Der Absatz von CDB-Kippen in der Schweiz ist eigentlich Beweis genug, dass es nicht allen Kiffern darum geht einen vollständigen psychedelischen Rausch zu erleben
 
Wenn man beim Durchziehen nichts merkt, dann kann man es auch lassen. Das ergibt keinen Sinn. In diesem Sinne sprach ich von vernachlässigbar.
 
@KaPiTN: Ganz genau. Man kann es ebenso sein lassen, wie das Feierabendbier (oder jedes andere Bier, das man trinkt). Viele Menschen tun es aber trotzdem, was mich wieder zu der Annahme führt, dass auch Alkoholkonsum im Allgemeinen auf den Rausch ausgelegt ist. Wie schon gesagt, es mag sein, dass Cannabis-Konsumenten sich damit eher einen Vollrausch verschaffen, als Alokhol-Konsumenten mit Alkohol. Allerdings mag das eben auch dran liegen, dass Cannabis illegal ist und viele eben nicht einfach mal nur ein bisschen in die Zigarette drehen, um den Tag ausklingen zu lassen.
 


Nochmal. Bier, zu Feierabend oder wann auch immer, ist ein Lebensmittel, welches Alkohol enthalten kann.
Cannabis konsumiert man nur wegen seiner Wirkung.
 
Ohne Alkohol wären im Mittelalter noch mehr mehr Menschen Hungers gestorben als eh schon. Alkohol war damals ein wichtiger Energiespender, mehr Kalorien pro Menge als Kohlehydrate und Eiweiß und leicht herzustellen. Fett war rar und wer sich berauscht hat, wurde vom Bären gefressen.
 
@KaPiTN: Ist das jetzt wirklich deine Argumentation? Bier ist ein Lebensmittel und Cannabis eben nicht? Was macht denn Bier zum Lebensmittel? Der von LZ9900 erwähnte Kaloriengehalt dürfte ja schon länger keine Rolle mehr spielen :unknown:
Ich sehe immer noch nicht, dass Alkohol grundsätzlich wegen etwas anderem als des (unterschiedlich dosierten) Rausches konsumiert wird.

wer sich berauscht hat, wurde vom Bären gefressen.
Wie lächerlich ist denn bitte diese Aussage? Alkohol wurde auch im Mittelalter für den Rausch eingesetzt. Natürlich nicht nur, gerade Bier und Wein dienten verdünnt auch als Wasserersatz, weil das Wasser oft reichlich unhygienisch war, aber auch im Mittelalter haben sich die Leute besoffen, und zwar in vielen Lebenslagen. Bei Feierlichkeiten, um den Sieg über einen Feind zu feiern, zur Trauerbewältigung, um sich vor Schlachten selbst Mut zu machen usw. Nebenbei bemerkt hat auch der Cannabis-Rausch eine lange Geschichte. Schon lange vor Christi Geburt wurde Cannabis wahrscheinlich in Asien als Rauschmittel konsumiert und schon vor etwa 2.000 Jahren medizinal genutzt (vgl. ).
 
Es gibt sogar die These, dass wir Menschen überhaupt erst durch das Essen bestimmter Pilze vom Affen zum Menschen wurden.

Und wieso ist hier praktisch diskussionslos Konsens, dass Rausch = Böse ist?
Das stelle ich schon per se in Frage.
Die Ursache ist imo zum Großteil darin begründet, dass die Prohibitionisten aus eigener Erfahrung nur Alkohol als Vergleich heran ziehen und dann irgendwie denken dass alle anderen Substanzen genau so nur stärker oder sowas wirken :unknown:

Andere Rauschzustände müssen nicht so unproduktiv sein wie die die Alkohol ab spätestens dem 4. Bier verursacht.
 
Alkohol wurde auch im Mittelalter für den Rausch eingesetzt.
Hautsächlich von Reichen (Wein), Soldaten und Söldnern (Bier). Ich meine eher die Mehrzahl der Landbevölkerung, die es u.a. zur Vergärung von Früchten und Getreide als Nahrungsmittel nutzten. Außerdem noch für religiöse Zwecke (Wein). Sicher gab es zu gewissen Anlässen auch Besäufnisse (Erntedank). Vorrangig war es war es tatsächlich Energiespender. Alkohol hat eine lange Tradition bei den Menschen. Vom antiken Griechenland oder Rom z.B. ist vom Cannabis m.W. nichts berichtet.

Cannabis (und Tabak) wurden zu besonderen Anlässen von bestimmten Personen (Befragung von Ahnen, Göttern, Orakeln u.ä.) genutzt, um sich in „Trance‟ zu versetzen.
 


Wenn Du der Meinung bist, daß man Bier grundsätzlich trinkt, um sich zu berauschen, dann gibt das nur Dein persönliches Verhältnis zu diesem Lebensmittel wieder.

Allgemein ist dem nichts so.
 
Cannabis Gebrauch wurde scheinbar schon bis 5600vc zurück nachgewiesen.
Das Problem der Hexen und Heiden die mit wirksamen Kräutern arbeiteten war die christliche Hexenjagd, das war damals schon ein ähnlicher Konflikt wie heute.
Kann ja nicht angehen dass die andere Götter anbeten und andere Drogen vorziehen.
Dass man sich im Umkehrschluss nicht dämlich vorkommt Alkohol so hart zu verteidigen versteh ich nicht.

Hier ein Screenshot einer Liste nachweisbarer erster Begegnungen der Menschheit mit Naturdrogen:
Quelle:
Lucys Rausch Nr. 5, Seite 28-29, Giorgio Samorini
 
Opium wurde im 19.Jh so massenhaft in China als Rauschdroge verwendet, dass es den Kaiser zu einem Verbot veranlaßte. Das führte zu den mit dem imperialistischen UK, die China verlor.
 
Wenn Du der Meinung bist, daß man Bier grundsätzlich trinkt, um sich zu berauschen, dann gibt das nur Dein persönliches Verhältnis zu diesem Lebensmittel wieder.
Allgemein ist dem nichts so.

Ich nehme an, dass wir die "allgemeine" Haltung des Großteils der Bevölkerung beide nicht einschätzen können. Falls du doch Zahlen dazu hast, lass es mich gerne wissen. Ich bleibe trotzdem dabei: Ich gehe jede Wette ein, dass der Großteil der Bevölkerung im Alkohol den Rausch sucht. Und ich sage es noch einmal: Ich rede nicht vom Besaufen, sondern von den entspannenden Eigenschaften, einer leicht erhöhten Selbstsicherheit, allgemein einem gewissen wohligen Gefühl vielleicht.

--- [2018-07-22 17:21 CEST] Automatisch zusammengeführter Beitrag ---

Vom antiken Griechenland oder Rom z.B. ist vom Cannabis m.W. nichts berichtet.

Siehe dazu die von saddy gepostete Auflistung oder gern auch die von mir verlinkte Quelle. Rom und Griechenland waren zum Glück nicht die einzigen Hochkulturen in der Geschichte der Menschheit. Ansonsten hätten wir heute weder Kakao, noch Kaffee, noch Cannabis, noch Curry, noch Pfeffer, ... Abgesehen davon bleibt der Drogenkonsum ja auch nicht nur Hochkulturen vorbehalten. Wenn nun irgendwelche mittelamerikanischen Urvölker seit Jahrhunderten bestimmte Pflanzen zur Heilung oder für die Trance oder sonstwas einsetzen, schreiben die das auch nicht unbedingt auf, geschweige denn, dass da die Römer oder Griechen etwas von gewusst hätten.
 
Ich halte dagegen und Deine Einschätzung für totalen Unsinn.
 
@KaPiTN:
Natürlich trinkt man Bier wegen dem Alkohol, :unknown:

Eventuell überinterpretierst du das Wort Rausch, aber selbst ein Bier hat ne Wirkung und genau die möchte man meißt haben.
Es ist kein Zufall, dass es das Feierabend Bier und nicht die Feierabend Apfelschorle ist.
 
Oder Tee.
Mein Vater trinkt jetzt seit ich denken kann ca. 5 Abende die Woche 2 - 4 Bier "für den Geschmack" weil er den ganzen Tag nur Wasser trinkt. Ist klar :D

Und wer von 0,5L Bier nix merkt der hat sich schon eine Gewöhnung angetrunken und da dann von "ich trinke nur für den Geschmack" zu erzählen stell ich mal als totalen Unsinn und Selbstbetrug dar.

Hängt imo auch mit der Denke dass Rausch an sich böse oder nur für Schwache Gemüter ist zusammen.
 
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