Drogenpolitik

Das sind jetzt Deine Vermutungen. Gibt es da irgend etwas mit Substanz?
 
Der Verein Legalize it! plant eine Volksinitiative, um Konsum und Besitz von Cannabis in der Schweiz zu legalisieren. Was meinen Passanten dazu?
Es gibt keinen Grund Kiffer zu kriminalisieren






INITIATIVE; Unterschriften



e Bundesverfassung vom 18. April 1999 wird wie folgt geändert (neuer Artikel 105a, 118c oder 123d):

Cannabis: Der Konsum und Besitz psychoaktiver Substanzen der Cannabispflanze sowie ihr Anbau für den Eigenbedarf ist ab dem Erreichen der Volljährigkeit straffrei.
 
Du vergleichst in Deinem Post Menschen, die gelegentlich und ohne Missbrauchsansatz Alkohol konsumieren mit Kiffern, die diesen Ansatz leider nicht zeigen. Das funktioniert so nicht. Wenn schon vergleichen, dann unter den gleichen Voraussetzungen.

Ich setze bei jedwedem Konsum von wasauchimmer einen verantwortungsvollen Umgang voraus, wir sind doch alles mündige Menschen. Das beinhaltet hauptsächlich Maß und Reflexion. Man kann genauso folgenlos am Wochenende ein paar Drinks nehmen, wie Cannabis konsumieren. Jedenfalls die Menschen, die ich kenne, mich eingeschlossen.

(...)

Kapitn hat es auf den Punkt gebracht: unterschiedliche Drogen haben völlig unterschiedliche Wirkkurven, was sowohl Wirkung als auch Außenwirkung unvergleichbar macht.

(...)

Außerdem ist der Ansatz, Drogen zu nehmen, weil es einem schlecht geht, so ziemlich das Dümmste, was ich dbzgl. je gehört habe. Hier geht es um Verdrängungskonsum, Realitätsflucht und Ersatzhandlung/-befriedigung - alles perfekte Indikatoren für einen völlig falschen Umgang mit Rauschmitteln und für mittlere bis schwere Defizite des Konsumenten.
 
Du vergleichst in Deinem Post Menschen, die gelegentlich und ohne Missbrauchsansatz Alkohol konsumieren mit Kiffern, die diesen Ansatz leider nicht zeigen.
Jep, tue ich. Ganz bewusst.
Eben, weil ich in meinem persönlichem Umfeld niemanden kenne, der nicht ab und an Alk trinkt und ein Problem damit hat.
Im Gegensatz dazu kenne ich eben aber auch keinen einzigen Kiffer, der damit kein Problem hat.
Wobei ich dazu sagen muss, dass ich früher Kiffer kannte, die auch kein Problem damit hatten, nun aber auch nicht mehr Kiffen. Das war ne Jugendsache.
Mittlerweile kenne ich nur noch Kiffer ab Ende 20 und bei allen sieht man Probleme.
Im Gegensatz zu den Alk-Trinkern, bei denen es gar keine Probleme gibt (in meinem privaten Umfeld, sonst gibt es viele Alk-Trinker mit vielen Problemen, größer als die der Kiffer, zumeist).

Edit: soll heißen, mir drängt sich der Eindruck auf, dass man trotz der Gefahren von Alkohol gut damit klar kommen kann, wenn man nur bei gelegentlichem Konsum bleibt. Ein Leben lang.
Das aber Kiffen, wenn man es ein Leben lang, also über die typische jugendliche Probierphase hinaus betreibt, daraus regelmäßig ein Suchtproblem entwickelt.
Wie gesagt, ist mein subjektiver Eindruck.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich kenne einige die sehr gerne kiffen und das schon seit den 90ern. Manch Jahr täglich, manch Jahr nur sporadisch und zu den wilden Zeiten schon früh morgens.
Alle gehen einem geregelten Job nach, haben ein geregeltes Leben. Keiner davon hat sein Leben um den Konsum herum aufgebaut*. Mehrere Wochen Urlaub, ganz ohne jede berauschende Substanz, waren immer möglich.

* Genau da fängt für mich das ausgeprägte Suchtverhalten an. Ist nichts mehr zu Rauchen da wird überall gesucht und jedwede Vorsicht über Bord geworfen. Bei härteren Drogen hab ich es bereits mehrmals erleben dürfen, wie die Abhängigen den ganzen Arbeitstag in den Gedanken nur dabei sind, mögliche Quellen für die all abendliche Nase zu erschliessen.
Das kenne ich von keinem Kiffer der länger dabei ist. Ist nix da und die Primärquelle hat auch nix, gibts halt nix.
Beim Alkohol ist das natürlich, da an jeder Strassenecke im praktischen Glasgefäss legal erhältlich, nicht so ausgeprägt.
 
* Genau da fängt für mich das ausgeprägte Suchtverhalten an.
Für mich halt schon früher.
Wenn jeder Scheiß mit nem Joint begegnet wird, dann frage ich mich auch, was das alles soll, wo da noch das "Besondere" ist.
Ich bin ja durchaus Rauschaffin, aber eben nur, wenn ich was "erleben" will, einen, mehr oder weniger, besonderen Anlass habe.

Und die Kiffer, die ich kenne, verfallen eben doch in die Panik, wenn mal nichts da ist. Und werden dann sogar extrem launisch. Oder ziehen den Umgang mit Kifferfreunden vor, obwohl die sonst nichts verbindet, es keine Gemeinsamkeiten gibt, anstatt zum Beispiel nette Abende/Tage mit anderen zu verbringen, wo dann Kiffen aber nicht Möglich ist.
Das ist, wie ich finde, eine extreme Einschränkung der Lebensqualität, was aber nicht nur nicht so gesehen wird, sondern es wird als Lebensqualität angesehen, eine nette Truppe vorzeitig zu verlassen, weil man sich zu Hause nen Joint reinziehen möchte.
Diese Wahrnehmung ist für mich großes Suchtverhalten.
 
Das meinte ich doch mit "das Leben um den Konsum herum aufbauen".
Wobei selbst das "lieber mit anderen Kiffern abhängen" und "nach Hause gehn weil man einen rauchen will" zwar als mögliche Anzeichen einer Sucht sehe, aber nicht zwingend als Bestätigung.
Ist denke ich ein sehr persönlicher Grat zwischen Gewohnheit und Sucht.

Das mit dem "was erleben" ist für mich ne relative Sache.
Als ich vor Jahren ein grösseres Web Projekt (privat) hatte, war ich abends beim Coden eigentlich immer stoned (Unter Sativa hab ich den wahrscheinlich besten Code meines Lebens geschrieben. Ist das für Dich schon in der Rubrik "was erleben"?
Für mich war es ein gigantisches Erlebnis, hab da was aus dem Boden gestampft das wirklich Unique ist (funktional gesehen) und seit 7 Jahren ohne Probleme im produktiven Einsatz ist (>2k User / Tag). Hatte jeden Tag Erfolgserlebnisse und abstrakte Lösungswege erschlossen die ich sonst glaube in Jahren nicht entdeckt hätte.
 
Mit "was Erleben" meinte ich nicht, durch den Rausch was erleben.
Sondern, eine Situation, die nicht Alltag ist und die mit nem Rausch begleiten.
Also, statt stumpf auf dem Sofa nen Joint durchziehen mit Freunden feiern gehen und sich dabei berauschen, womit auch immer. Wobei das Erlebnis eben die Freunde und die Feier sind, der Rausch nur unterstützt.
Wobei ich weiß, dass es auch viele Leute gibt, die stumpf auf dem Sofa nen Schnaps oder Bierchen zischen.
Davon kenne ich aber kaum jemanden, während das mit dem Kiffen eigentlich auf jeden Kiffer, den ich kenne, zutrifft. Da ist der Joint halt Alltag oder zumindest mehrmals wöchentlich üblich, was für mich die Freude am Rausch gleich nehmen würde.
 
Es tut sich wieder was an der Drogenfront...

Mexiko will Drogen-Gesetze liberalisieren

Die mexikanische Regierung will das Betäubungsmittelgesetz liberalisieren. Er werde eine Initiative im Kongress einbringen, die die medizinische Nutzung von Marihuana erlaubt und die straffreie Menge für den Eigengebrauch erhöht, kündigte Präsident Enrique Peña Nieto an. Zuvor hatte es in Mexiko eine Reihe öffentlicher Debatten über den Umgang mit Marihuana gegeben. Ende vergangenen Jahres hatte Mexikos Oberster Gerichtshof den legalen Anbau und Konsum von Marihuana grundsätzlich genehmigt.

 
Blöd nur, dass die Kartelle da unten das große Geld mit Kokain und anderen Geschäften machen.
Glaube nicht, dass die Legalisierung von Marihuana die Situation entschärft.
 
Es geht ja auch um den Eigenkonsum und nicht um den tonnenweisen Schmuggel und Verkauf.
 
Rund 100.000 Menschen sind in den vergangenen Jahren in Mexikos Drogenkrieg ums Leben gekommen. Der Präsident des Landes fordert deswegen ein Umdenken und will Marihuana entkriminalisieren. Ob das reicht, ist allerdings umstritten.



Es geht um den Drogenkrieg ansich. Darauf war meine Aussage bezogen.
Die Regierung dort verspricht sich wohl davon, dass die Legalisierung bzw Entkriminalisierung sich positiv auf den Drogenkrieg auswirkt.
Mmn hat das aber wenig bis gar keine Auswirkung. Dafür müsste Kokain auch Legalisiert werden, um den Kartellen ihrer größten Einnahmequelle zu berauben.

Oder reden wir gerade aneinander vorbei? ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Mmn hat das aber wenig bis gar keine Auswirkung..
Eine Entkriminalisierung des Eigengebrauches macht den Narkos das Leben in der Tat sicherlich nicht schwer.

Der mexikanische Präsident Enrique Peña Nieto hat am Donnerstag angekündigt, eine Initiative im Kongress einzubringen, die die medizinische Nutzung von Marihuana erlauben und die straffreie Menge für den Eigengebrauch erhöhen soll.
Wie mürbe muss man in der Rübe sein, wenn man glaubt, dass eine medizinische Nutzung und ein paar Gramm mehr für den Eigengebrauch irgendetwas gegen die Kartelle bewirkt?
Typische Nebelkerze der Politik, um abzulenken.
 
und die straffreie Menge für den Eigengebrauch erhöht

Wie ist das eigentlich in Deutschland? So richtig gesetzlich gesichert straffrei ist ja der Besitz von nur 3 Gramm Gras oder so auch nicht, oder? Ist doch immer nur ein "da wird eben im Normalfall das Verfahren eingestellt". Kann aber immer noch sein, dass dann die Führerscheinvergabestelle um die Ecke kommt...

[EDIT:]
Die oppositionelle CDU in Bremen stimmte wegen gesundheitlicher Bedenken gegen den Antrag. "Ich will nicht, dass Bremen in Europa irgendwann einen gleichen Ruf hat wie Amsterdam. Für uns haben Erwägungen des Gesundheitsschutzes oberste Priorität", wird CDU-Mann Rainer Bensch von Radio Bremen zitiert.

Hm? Was für einen Ruf hat Amsterdam denn diesbezüglich? Liegen da überall totgekiffte Leichen rum, oder was?!
 
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