@Schinni999:
Das meinte ich ja mit für beide Seiten vernünftigen und praktikablen Lösungen.
Ich persönlich glaube nicht an einen Konsens. Die Gefahr von Missbrauch ist immer da. Und sollte Cannabis für die Gesellschaft legalisiert werden, muss diese auch für die Folgen einstehen. Also auch die, die gegen Drogen sind. Bei Nikotin und Alkohol sind die Kosten für die Gesellschaft höher, als das was durch Steuern hereinkommt. Um nicht noch weiter ins Defizit zu kommen, müsste der Staat am Cannabis verdienen. Das würde wiederum Probleme nach sich ziehen (Innen / Außenpolitik etc). Und die Einstellung zu Alkohol- und Drogenkranken in unserer Gesellschaft ist sicher nicht vorbildlich.
Und eben da sehe ich den fehlenden Konsens. Viele wollen die Freiheit und Selbstbestimmung (Demokratie?) aber nicht für die Folgen haften, die das auch für
alle in einer Gemeinschaft mitbringen kann. Und das bezieht sich nicht nur auf Cannabis, Alkohol und Nikotin gehören auch dazu.
Glaubst du folgender Vorschlag würde funktionieren?
Jeder der Cannabis, Alkohol und Nikotin konsumieren möchte, lässt sich registrieren. Waren dieser Kategorien bekommt man nur an bestimmten Stellen gegen Vorlage vom Ausweis ab einem Mindestalter. Die Waren werden zu den jetzt auch handelsüblichen Preisen verkauft.
Aber: Bevor man Einkaufen und Konsumieren kann muss man einen vorher kalkulierten Beitrag zahlen. Damit wird die Behandlung von Kranken resultierend aus dem Konsum, bezahlt.
Die Kosten sollten aus dem Gesundheitssystem herausfallen. Im Gegenzug sollten alle Individualsportarten mit sehr hohem Verletzungsrisiko zusätzlich versichert werden.
Jugendliche ab 16 Jahren können sich für einen späteren Konsum anmelden, müssen dann aber vorher mindestens einen Monat in einer Klinik für Suchterkrankungen oder entsprechenden Einrichtung, ein Praktikum ableisten. Zusätzlich müssen bis zum Erreichen des Konsumalters Schulungs- und Aufklärungsseminare besucht werden.
p n